Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 40 (8.10.1863)
- Date
- 1863-10-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2542917-2542918-2542959--3325-2547192- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
739 740 ntn, Andeutung auf allgemeine Nothweudigkeit der äußern Götte»- Verehrung." Sine au«sübrlichr Besprechung der Namen der Freunde Zjob'« führt den Verfasser zu folgendem Resultate. .Die bisher vorgesührten Personifikationen stellen sich im engen Anschluß an den Ter«, wie folgt: 1. Die verhaßte kühne Selbstständigkeit (3iob); 2. dir goldanbetrode unselbstständige Aengstlichkelt lElifa«); 3. dir liebliche Gebrugtbeit (Dildad Ha-Schuchi); 4. die frohstnnige Liebenswürdigkeit (3efar ha- Naamath)." 4, 20.: .Don Morgen bi« Abend werden sie gestoßen von den NichtSthurrn, die der Ewigkeit verloren find." 5. 7.: ״Denn der Mensch ist zur Mühsal geboren und Kinder de» Funken« erheben den Flug " Dazu dir Anm.: Der Redner gibt zu. daß viele Mühseligkeiten de« Leben« dem Menschen von! Menschen zugrfügt werden, allein r« sei unvermeidlich, daß die rohe Kraft selbst da, wo sie nützlich angewandt wird, nicht auch Funken sprühe, die scheinbar nachthcilig wirken, allein nur scheinbar. Der Gedanke erinuert an den Mythus der Eyklcprn, die al« Schmikdgesellen de« Vulkan in dessen Werkstätte, dem Aetna, beschäftigt waren, und gleichfalls das Sinnbild der rohen unschädlichen Kraft darstellen." 6,6.: ״Wird Wohl gegessen da« Geschmacklose — au« Mangel an Salz — wenn Geschmack vorhanden ist im Schaume von EiweiS?" Der Verfasser findet in diesem Verie Stärkemehlstoff (תשל). Salz und Eiweis erwähnt, ״als die Vorbestandlhrile dethierisch-crga- Nischen Gebilde«," und Jjob ist ihm ein Vorläufer von Förster, Alcr. v. Humboldt, Justus Licbig, Kuno Fischer und Jakob Moleschott. Scho» au« diesen Proben erhellt. daß hier die Arbeit eine« sehr originellen Eregete» vorliegi. Freunde der Bibcleregese werden nicht versäumen, von dieser in sehr schöner Ausstattung erscheinenden neuen Bearbeitung de« Jjob Kenntniß zu nehmen. Wir werden nicht unterlassen, die Fortsetzung anzuzeigen. sobald uns dieselbe vorlirgt. 7. Sechs Prcd lgten von Dr. Samuel Holdhrim, weil. Rabbiner der Resormgemelnde zu Berlin. Berlin. Im Selbstverläge der Witwe des sei. Derfaffer«. Weinmeisterstr. 15. 1863. 8. 72. Wenn auch der Standpunkt der Berliner Reformgemeinde in den vorliegenden, dem Nachlasse Holdhcim'S entnommenen Predigten keine«- weg« verleugnet wird, so verdienen dieselben dennoch auch den jungen Rabbinen und Predigern empiohlen zu werden, die weit entfernt find, jenen Standpunkt einzunchmen. Nicht die Negation, sondern da« Post, live der Religion tritt hier in den Vordergrund. Talmudstellen werden häufig angeführt. Folgende Stelle möge hier einen Platz finden: ״Nur durch dir Lebensgemeinschaft mit Menschen gelangt der Mensch zur LebeuSgemeinschaft mit Gott: nur in seiner Hingebung an da« Kohl der Menschen vollzieht fich seine Hingebung au Gott; nur auf dem Wege der opfersähigen Nächstenliebe und Humanität erschließen fich ihm die heiligen Pforten der Religion. Und welche« ist dir geschichtliche Reli. giou, welche mit dieser Lehre in die Welt getreten und da« Dunkel de« egoistischen Heidenthum« lichtete? E« ist da« Judeuthum! Da« jüdische Volk bildete eine große Familie, in welcher alle Tugenden den Eharakter der Oeffentlichkeit an fich trugen und jede« Einzrllebeu io der Lebensgemeinschaft de« ganzen Volke« mit Gott ausging und in ihr fich wiederfaud. Jede« Vergehen, welche« den engern Familienkrei« verletzte, war eine Verletzung der LebenSorgane Le« Ganzen. und ward darum mit strengern Strafen gerügt, als die« bei andern Völkern der Fall war. Es gibt drei mosaische Gesetze, die unmittelbar auseinander folgen. Da« erste handelt von dem Manne, dessen Liebe für da« Weib seiner Jugend erkaltete, weil die Reize einer fremden im Kriege erbeuteten Frau ein »nheilige« Feuer in seinem Busen angezündet. Da« zweite von dem Rechte des erstgebornen Sohnes gegenüber dem Erstgebornen seines geliebten Weibe« Da« dritte endlich handelt von dem ungehorsamen Sobue. Ein tiefer Blick der Alten brachte einen inner» Zusammenhang in die drei anscheinend ganz verschiedenen Gesetze. So du nicht. sagen fie, Leine Leidenschaft al« Opfer aus den Altar der Liede zu dem Weibe deiner Jugend niederlegst, siehe, der Engel der Liebe weint und entflieht von der Schwelle deine« Hause-, und der Dämon de- Haffe« und de« Unfriedens ziehen zerrüttend und zerstörend iu da«- selbe ein. Und die traurigsten Folgen solcher häuslicher Zerrüttung find ungeralhene Kinder, ein Sohn, der den greisen Vater verachtet, eine Tochter, die der Runzeln ihrer Mutter spottet." (Werden fortgesetzt.) £Z7~ Die Herren 'Abonnenten, die ans ein Halb- oder Vierteljahr pra'numerirten, werden um Erneuerung des Abonnements ersucht. JL H Ö XH XK3׳ JEL ,XF. IMcken-Densimmt m A׳N1KM mit (Direktor Dr. Leopold Stein.) & MM. Beginn des Wintersemesters den LG. Oktober. — Prospekte bei dem Direktor und Herrn Buchhändler Auffahrt daselbst. Szegedin, Stldßvtrla, brr RtÄakliet. Leipzig, Lommtsfiour-Vtrla- »on itasj Oajiti. Druck von Sigmund Burger in Ezrgedi».