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Ben Chananja · 1863-10-01 · 39 (1.10.1863) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
39 (1.10.1863)
Date
1863-10-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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716 71$ eS genug, daß die Runea von der allermodernsten Art sind, und daß die hebräischen Buchstaben mit unsicherer Hand von irgend einem gedruckten Pentateucheremplare kopirt zu sein scheinen. Vieles spricht dafür,. d>1ß der Stein anS dem 17. Jahrhundert herrührt. Nudbeck'S in jener Zeit aufgestellte Theorien über die Urzeit Schwedens, (wohin er auch das biblische Paradies verlegte), hatten eine Schule von Enthusiasten hervorgerusen und ein Anhänger der Rudbeck'scheu Ideen hat aller Wahrscheinlichkeit nach, um jeden Zweifel an ihrer Richtigkeit zu beseitigen, durch den nun zwei hundert Jahre später aufgefundenen Stein ein unumstößliches Zeugniß für ihre Wahrheit znwegcbringen wollen. Diese Er, klärnng nimmt natürlich dem Steine seine Bedeutung für die biblische Dölkertafel und für die Urgeschichte deö NordeuS, aber der Stein bleibt darum gleichwohl ein interes, santeS Zeugniß von einer historischen Schule, welche zum Theil noch in unserer Zeit ihre Vertreter auf dem Gebiete i der AlterthumSforschung hat. , Ariele zur CljlirakleriM kt M uni) der M־ j genossen. i VI. Zoll an Vuschak. Sr. Ghnrürtni Herr» Dr. Duschak, BezirkSrabbiucr in Gaya. Hochgeehrter Herr! Unser gemeinsamer Frcnnd, Herr Löw, Obcrrabbiner in Szcgc» l Lin. hat Ihnen ohne Zweifel gemeldet. Laß ich schon vor länger als sechs Woche» Ihrem schrntliche» Händedrucke mit Lem Wunsche einer zuvorgekommen bin. Es wäre mir wenigstens eine angenehme Genuzlhuung. zu wissen, Laß ich zuerst daraus bedacht war. ein lcidigcS MißverstänLniß zu tilge», zumal ich inzwischen Lurch einen Aufsatz von Ihrer Hand die Ncterzengung gewonnen habe, Laß Sie aus Ler Hohe der Zeit stehen, und auf keinen Fall verdient hätte», so barsch abgewiesen zu werden, was ich den» auch, wie Sic lesen werden, in Ler Fortsetzung meines Artikels von H. X. im 12. H. unumwunden be, kenne. Betreffend Ihre Abhandlung, so habe ich sie längst wieder dem Herrn Dr. Philippson mlk meiner Zustimmung zurückaeseudet. Allerdings hätte ich Manches daran zu bemerken gehabt, alle״׳., La ich leine Be« rrchtigung sab. meine Ansichten eiazudrängen, so that ich meine pur« Pflicht, als Leiter de- Instituts. Ich habe von PH. noch feine Antwort, glaube aber gewiß, daß der Aussatz gedruckt wird. Indem ich nun zu dem Inhalte Ihres geehrten Schreibens übergehe, so glaube ich Ihnen bemerken zu sollen. Laß ich in meiner, wie gesagt, nicht ganz zu rechtsertigentrn Antwort keineswegs Ihre Sachkcnntniß in Zweifel gezogen habe, wohl aber die ncthige Rücksicht bei meinem Angriffe vor aller Welt und die ersorderliche Erwägung vor einer so harten Anklage. Sie begreifen. Laß ich nicht Lie Zeit und nicht tie Kampflust habe, mich mit jedem, der etwa» in einem so weitschichiigen Werke zu erinnern findet, auf Erklärungen eiuzulassro. Ist eewaS verfehlt, so ge» nügt eine einfache Berichtigung, dafür ben ich jedem dankbar, wie Sie Beweise davon schon in dem Werke rorsinLe». und bald noch mehrere lesen werden. Uebrigru« habe ich mich über die Sache «nSge« sprachen, und wie ich meine, auf eine Weise, welche sie befriedigen darf. Heber da» Synedrion habe ich ein Urtheil mir gebildet, wir e« dir Geschichte bestätigt. Während de» Gericht» über Ehristy« tagte fei, Synodrioa mehr, d. h. kein Gericht al» höchste Behörde, wen, auch Versammlungen über Civil fachen noch immer in Jerusalem gehakte, wurden. Der Ausdruck נלחה zeigt deutlich, daß e» gleichsam vo, sei» nem rechtmäßigen Sitz, welcher alwesentlicher Ort die לש״הג war. sich hakte entfernen müssen. Wa» es seit der erste, Auswanderung ge» than habe, erfahren wir nirgend». Weder רי״בו noch ר״ג noch sonst einer der Koriphäen wird in der - ganzen Zeit al- נשוא oder א״בד bezeichnet. Daß ר״ב schon vor der Zerstörung eine Schule in יבנה gegründet hatte, ist mehr al» wahrscheinlich. Der Schleier, der über Leo Zustand Ler SynedriumS gezogen ist, findet seine Erklärung in Le, Unruhen. Zrdrnsall» ist kein Lebenszeichen eine- SynedriumS mehr vor- Händen. ZoscfnS weiß gar nicht» mehr von einem stehenden Synedrion und im Kriege ist e» wie verschollen. Die Römer verhandeln nnr mit Lem Hohenpriester, und alle öffentlichen Dinge stehen unter RevolutionSouSschüssen. Eigentlich find ja auch die ב״ר in יבנה und אלשא u. s. w. keine Fortsetzungen, sondern ueugedildete Institute. Was Ihre einzelnen Fragen betrifft, so gebricht emir im Augenblicke an Muße, genauere Nntersuchnnge» darüber anzustelleu. Halter: Sie Lie GegenstänLe für erheblich genug, um die Ansmerksamlerl Ler Forscher daraus zu lenken, so eröffnen Sie immerhin darüber eine D1Skussion im ״Ben Chananja". ES ist überhaupt ein Borurtkeil für Lie Wirsenschasi, wenn Lrrartrgr Fragen vor Las Forum der OeffenilichleU g» zogen werden. 2» Privatbriefen wend,« mau »ichr gern tic Zeit Lara, welche Untersuchungen von einiger Willigkeit ersorder». Ich bin sie, - bereit, öffentlich Rede zu stehen, mich zu vertheilige» oler cinci» wü! Ligen Gegner nachzugeben. Nur gegenseitige Achtung muß gewahr! wcrlcn. I» Ler Wissen schuft geirrt zu haben, darf Zeder offen gestehen. Wenn cS mir gelungen ist, im Lanse von vierzig Jahren trotz unzähliger Mißgriffe und vielfältiger Anfeindungen, dre übrigens in mir keinerlei Bitterkeit erzrugten, eine gewisse Anerkennung meiner Bestrebungen zu erzielen, so bin ich keineswegs blind für dir Schwierigkeiten, mit Lenen ich zu ringen hatte, und trifft mich auch der Borwurs, in meinen Unternehmungen öfters das Maß meiner Kräfte nicht genug erwogen zu haben, so tröste ich mich damit. Laß meine Werke die Aussaat waren zu mancher neuen Erkenntniß, sie bleiben iwmcr That en und als solche erfolgreicher, als verkümmerte Pläne, über welche ihre Urheber hjnstcrben, nur aldie zersplitterten Kleinigkeiten, welche nie ein Ganzes bilden, wie verdienstlich fie auch sein mögen. Streben wir jedoch nach Wahrheit, jeder nach Maßgabe seiner Verhältnissc, unk dann wird jede Leistung, auch die unvollkommenste, ihre Früchte tragen. Die kurze Spanne Zeit, welche mir noch vergönnt sein dürfte, wünsche ich mit allen Gleichstrebenden in Frieden nnd Freundschaft zu leben. Gewähren Sir mir Ihre Zuneigung, und seien Sie versichert, daß ich stetbleibe» werde Ihr ganz ergebener Freund I. M. Jost. Eie werde» obigem Schreiben Lie Eilfertigkeit ansehen. Diese hat ihren Grund in Ler säst erdrückenden Menge von Arbeiten, die sich bei nur im Dienste der Armen und Kranken und sonstigen Ansordrrnngen ler Menschenliebe der Art anhäufen, daß ich stet» fürchte, deu Augenblick zu verlieren, uud ihn nicht so bald wieder zu finden, wodurch viele Briefe Monate laug aus Antwort warten müssen. Dir obig» Ab- Handlung einer brieflichen Erörterung wiffeuschastlicher Fragen wollen Sie demnach ebenfall» nur derselben gemeinnützigen Wirlsamkrit zuschreiben, welche mich sogar den Studien entzieht: לא המדרש הלא העיקר אלא הנמשה. -

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