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Ben Chananja · 1863-10-01 · 39 (1.10.1863) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
39 (1.10.1863)
Date
1863-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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709 710 ES dürste uns erlaubt sein, dieselben Worte in den angeführten biblischen und talmudischen zn sehen: ״Morgen wirst du bei mir sein" d. h. lobt, ״er ist gerichtet." — ״Aber in meiner Behausung" d. h. im Paradies — er ist gerettet." So begegnen sich in der Eulturgeschichte von fernen Enden dieselben Gedanken trostreich und belehrend, anregend, bloße Worte in geistige Anschauungen zu verwandeln. Anmerkungen. ') Wir habrn in diese» Blättern (v. I. S. 383) im Aklgeme,- imt tiefe« Gegenstände« gelacht. Die nachfolgenden Zeilen mögen 01« iSrtojiticn dazu timen. ’) In einem Piut — (wir können jetzt leider keine näbere Nach- Weisung darüber geben) — finden sich die Worte £7נראים נישאים ה ״ נשיאיםScheinen zu tragen, sind aber selbst getragen." J) Plutarch GcsunthkitSvorschriftkn §. 23. 4) In dem Werke de« von un« oft angeführten Ibn LHal» l e e a u ist er oft zu finden. Der englische Nebersrtzer hat e« ost erklärt. Niet׳! minder rst begegnet dieser AuStruek in den Werken de« Sadi uv: H a f!Die Uebersetzer dieser Werke habrn auch dort allenthalben (f 1 t.aeuugni gegeben. ') Bergt, unser Nachal krtumim S. 36. Note 12. ') Äileaich Kohelcth rabba zu 8. t. Da« Wort זהליי heißt :111 nlniiiturfici Dialekt ״stießen." Wir lesen im Ibn (shalliean »MI. L. 150) die Worte ,.strahlend von (Ihre.״ Der Ikeberfeßer m.;rlit tert die 'Beiiieekling (Note 6), daß eS wörtlich heiße: ״da« Wasser des Gesicht« siel in Tropfen herab." ר Micrasch Lch!r haschirim;» 3. 4. הלך שיושם — לפנים בישבעה קנקלים 'Vergl. auch D'Herbelot 1;id. orientale. Slrt. Teradertah. Im Ibn (;hallirau kommt dieses oft vor. D׳u, Inhalte ״ach ist קנקלרן identisch mit 2 •פרניר>" Ar» ch («rt. קנקלון) ist da- Wort mit ״Vorhang" und ״Kammer" erklärt. Ein arabisebe- Wort re» einem Dichier gebraucht nnd von Ibn (5.hall׳ean angr- ,ul,71. hat, wie der Urbcrsetzrr bemerkt, ebensalls diese zwei Bedentliugen. Daß in, Jonathan da- L'LL (1- 23. M. 37, 3) פרגוד ניציוך übcrsctzl wird, lat! hier gelegentlich angemerkt werden. י) Mose« den Ezra sagt in einem seiner religiösen Gedichte (vergl. nufer Nacha 1 fetumim 5.52>וי<7 פניני צעיפים כ*הביט ״ לע־שניSchleier ltiken unser '.lullitz, laß wir unfern Schöpfer nicht sehen (erkenne») können." ך Faust von Gölbr. Das וההבביה כיאין ist als Saatkorn dieseganzen MeuclogeS zu betrachten. '") Das Ajua 10cutus — wovon kivins B. V. 8 50 erzählt — darf auf dem Gebiet des römische» '.IlterrknmS als Parallele angeführt werden. ") Wir haben bereit« in diesen Blättern (v. I. S- 422) nun* cheS Hiehrrgehörige gegeben. Gesang v. v. 652. ") Man hat diesen An-druek Milton« al« Homerisch br. l!! i > trachtet. '«) Wasikra rabba P. Emcr Ab'chn. 26. Die Stell» kömmt aus mehrerrn Seilen vor. Die tarn Her Mller ßiöfifrijer pcrfoucn. Von Llrrrabd. Dr. M. Zivse r. ES ist auffallend, daß die Mutter des ersten aller Glau-׳ bilden, dcS gottergebenen Abraham, wie auch die deS ersten der jüdischen Regenten, deS Königs David, in der heiligen Schrift nicht erwähnt wird, obgleich eine solche Auslassung bei keinem der jüd. Könige und keiner der sonstigen wichtigen Personen geschieht. Der Talmud jedoch, der unS so oft auf dem Boden der jüdischen AlterthumSkunde ans so Mancher Verlegenheit Hilst, sucht ״nS auch hierin einen Leitfaden zur Auffindung dieser verloren gegangenen Namen zu bieten. D. Bathra 91 .<ן, a lautet eine Stelle, wie folgt: Rad sagt: ״Die Mutter deS Abraham war אדתלאי בח כרנבי, die Mutter deS Haman war אבו5לאי 2<? עורבם׳; als Keuu- Zeichen diene, daß der Reine vom Reinen, der Unreine vom Unreinen stammt. Die Mutter deS David hieß נצבר בת עד־אל die Mutter deS Samson war צל<פ.יני<פ. DieS diene zur Widerlegung der Haeretikcr." Ferner berichtet Rab, zehn Jahre hielt sich Abraham verborgen, drei in Kuthea nnd sieben in Kardo (בררו). Diese in mannigfacher Beziehung so dunkle Stelle glauben wir auf folgende Weise erklären zu können. ES ist eine allbekannte Tbatsache, daß daS Alterthnm die Geburt eines jeden in der Folge berühmt gewordenen Man« ncS mit der Glorie deS Wunderbaren zu umgeben suchte. Man begnügte sich keineswegs mit den großen Thaten tcS cwachscncn Mannes, sondern eö mußten schon bei seiner Entstehung wunderbare Dinge als Vorboten der nachmaligen Größe znm Vorscheine kommen. ES mag sein, wie dies die heilige Schrift mit der Geburt MosiS unS zu erkennen geben will, baß tle göttliche Vorübung durch derartige schon bei der Geburt heranfbeschworci:. LeidcuSschichale eines Individuums sowohl die Zeitgcnosseu, als eö selber aus die reichhaltigen Ereignisse kommender Zeiten im Voraus vorzubereiten sucht: die daS Haupt deS Neugeborenen umgebenden Gefahren sollen, wie dies sich auch stclS bewährte, als Postament zu seiner nachherigcn Größe dienen. Indeß wird der Blick deS KennerS leicht den großen Unterschied;wischen einer biblischen Erzählung und der der profanen Geschichte ansfinden. Wahrend erstere in ihrer einfachen VorstellungSweise stetö treu dem Gange der Natur bleibt, sucht dagegen taö griechische Alterthum die Geburt seiner Helden so fabelhast auSzuschmücken, daß wir bei der nüchternen AuffaffungS« weise unseres Verstandes kaum mehr daS Wahre vom Erdichteten zu unterscheiden vermögen. Wir wolle» hier vier Beispiele aus der alten Geschichte zitireu, wobei wir zugleich dreimal, im Reiche der griechischen, arabischen und römischen Legende, dem Namen Amalthai, (griechisch eine Ziege; arabisch der Wolf) begegnen. Rechnen wir noch die zwei obigen Namen des Talmud dazu, so würden wir fünf rveibliche Personen gleichen NamenS aus dem hohen Alterthume haben. Eine Legende auS dem griechischen Alterthume kan» tet: SaturnuS, auch KronoS genannt, fürchtend eine mütterliche Weissagung, daß er durch einen seiner Söhne der Negierung beraubt werden würde, trachtete, dieselben

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