Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 38 (21.9.1863)
- Date
- 1863-09-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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699 700 An Such ist es falber, Vorsteher dieser großen Gemeind,! an Such, der intelligenteren »nt auch wohlhabenderen /klaffe der Gemeinde ist tt nun, ftrciil gegen die Verbreiter de« Irrglauben», gegen diese Feinde te» Lichtes zu »,ach.». Euch aneinander za reihen, kein Geld, opfer z» scheueu, »NI tut Jiiieeesse der Heranwachsenden Jugend, Euerer Kmter. alle Mittel a»z»w. ״ten, flch vom Kampfplatz nicht verdrängen, ״nt Such tie Macht »,chl au» der Hand winden zu lassen, damit rin scheue- Morgenreih 1»ir len. Beginne diese» neuen Jahre» unser Got» leShau» beschcinr. A. Miokokez, -eptember. Am 3. d. M. hat die feierliche E»11rcil׳ung unserer neuerdanien Synagoge stattgesunden. Dir Spitzen ker Gc,st״chlt,1. l.r Miliiär- und Civilbehörden waren gegenwärtig. Nachten,?1. 'lU-rvor ,11 meisterhafter. mit Begeisterung ausgenom׳ mener »»aar!׳>l!ee Rete tu ,''eschichte de« SyNagogenbaue» geschildert, mit tie (\tu־r! 1n.;cl1 >t. 1 l-aile, hielt unser greiser Obcrrabbiuer M. Fischmaiin rin iel'e i>,!1»a..׳!׳ ׳.->,hgedet. woraus dessen Sohn, der Oberrabbiuer zu Keisleiiui. tie l lume,!reiche Einweihung-Predigt hielt, zu welcher er eigens beeusen weiten war. Beim MorgengolteSdienste de» Sabbathe» prctigtc Dr. Kle!». ״nt >1nn!e auch diesmal allgemeinen Beifall. Am Lage ter Em>i׳e,I׳<1<1111׳,.!>e l.^ß der Vorstand Geld, Fleisch und Brot ״liier die?Iriiu» ebne llnle!׳! ied der Religion, vertheilen. Bntkr'titra,. .lügust. Mit wahrer Freude begegnen wir in Nr.;31 des יי,״. i'I, " t,m wackren Herrn Heinrich Durbaum au»! Preßbuig, ter üa> t er «.-.־.•״ tkS zn errichtenden Lehrer-PlnsionSfrndk» mit wadrer V.gelsterun.i w,.:-r aiinimmi, und für denselben wieder in t.c Schranke» liiu 'h'■:: vollen der Hoffiiiing Raum geben, daß sich t>r seuier Z.11 au.teiiie.t>:>n Lehrer und Lchreriuueu wieder um tie Fabiir tr- Herrn V>!rl׳a:i1» 'haaren. und ihm den bereit» vorgeschlaneuen Plan zu real,nie» llcn werde». Bei dieser Gelegenheit könneu wir auch nicht >»»>>,» , :er verehrlichen Redaktion de» ״bknsszur wrnnlit:»" rin Nauie» 111!!׳< :׳r.r Lehrer de- Csanüdcr Konnte..c0 unser» tiksgesülilteu Dank au.'tn'feeen, für deren Bemühung um da» Zufiaudcsoniuitii teo ,»>! e. ,!,..! iien FondcS . u»d zugleich zu erklärrn, daß wir ganz mit tr», ׳.׳en t.r verehrlichen Redaktion vorgkschlazenen Plane i'idcreiiistli»»,,». »1!r t>!,selben anjuiiehnicn zu jeder Zeit uns vcrpflichten. Nnr sei es uns >׳> stattet, eine kleine Bemerkung hierbei zu machen. Bei der prekären L1..'l!1ng, die bi» jetzt noch die mcistcn jütischeu Lehrer in Ungarn en!,!.! men. wäre e» sogar nicht logisch, wenn wir aus eine» sichern Beitrag der CiilluSgcmrinden rechnen wollten; wir können höchsten» a» ihren WohlthätigkeitSsinn appelliren. aber in ktiuem Falle zu einer dircktrii Betheilignng sie verpflichten. Wir Lehrer selbst müssen u»S helfen, »nt daß ein Lehrer vierteljährig 1 fl. 25 kr. c. W. riilbehren kann, da» ist ebenso begründet, al» durch diesen Beitrag tu einem Zeiträume von 5—G Jahren »in schöner Fond niedergelegt werden kau» , nur müssen wir die Sache mit Energie und Ausdauer betreiben. und un» von nicht« nnd durch nicht» abschrecken lassen. Der Segen Gottes wird unbeisteheu. — Von der hiesige» Gemeinde kanu ich Ihnen reseriren. daß e» auch hier eine Nabbinersrage giedt, und Sie werden r» kaum glaub» lich finden, daß e» in der hiesigen Gemeinde, dir kaum 40 Familien zählt, und die unweit vou Arad und Szegedin liegt, dennoch eine Partei giebl, welche durchaus keinen zeitgemäßen Rabbiner anzustestru wünscht- Unter den Petenteu um die hiesige Rabbiuerstelle will ich namentlich den Herrn Mose» Salomoo au» kiplü St. Miklo» hervorhebeo, Hera» verflossenen Sabbath eine glänzende Probe-Predigt hielt, der aber den, noch, eben weil seine Rede zu glänzend war, einem großen Theile de« Publikum» nicht behagte, demnach auch wenig Chancen für sich baden dürfte. Mögen diese» dl, ferneren Reflektanten zur Notiz nehmen: Ddem ehrsamen Vorstände der hiesigen israelitischen Gemeind, aber, der übri« gen» zur Fortschrittpartei gehört, wollen wir sehr an» Herz legen, daß er bei der Wahl de« onzustellenden Rabbiner« vorsichtig zu Werke ge, hen und den in Balde zu besetzenden Posten eioem geeigneten zeitge» mäß unterrichteten Rabbiner anvertrauen möge. Jon. Klauber. Hermanmiestee, 7. September. Die böhmische Jndenschaft hat einen ihrer edelsten Glaudensbrüder, dir hiesige Gemeinde rin lheure» Mitglied durch den Tod verloren. In den letzten Tagen de« scheidenden Jahres ist ein Mann au» unserer Mitte hinüberg,gangen in da- Reich der ewigen Dergeklnng, dessen unvermutheier Tod in den weiten Kreisen, denen der Verewigte bekannt war, die innigste Delrübniß erregt. Herr Markus Jerusalem, ein Hierlands bekannter Name von gutem Klange, ist der Mann, der in Folge eine» Wagcnsturze» an erlittenec Gehirnverletzung starb und gestern zu Grabe getragen wurde. Der Verbkichcii, genoß den verdienten Ruf eine» achtungSwür» digrii Charakter», und eines als Staatsbürger, JSraekit, Gatte, Vater und Freund gleich ausgrzeichneteu Menschen. Dieses bewies die allgemeine Theilnahmr an dem LeichenbegLng» Nisse, z» welchem Juden und Christen i» gleich großer Menge au» der weilen Ferne hcrbeicilten. um den noch al» Tobten zu ehren, dessen Leden au bedeutsamen Momenten de» edlen Wirken« nnd Schaffens so reich gewesen. Sowohl au» eigenen Mitteln — Herr Jerusalem war mit Glücksgülerw von Gott gesegnet — als auch durch Erweckung der Theilnahme bei seine» Ncbcnmrnschcn war er eine nie vcrsiegbare Quelle des Trostes und der Hilfe tür jeden Dürsttgru. Er starb im 48. Jahre seine« für alles Genieiniiützigk nnd besonder» für seine GlaubeiiSbrüder rastlos lhätigen Lebens. Er leistete in diesen wenigen Jahre» als gebildeter Mann von Einfluß, als Familienvater und Mcnscheusreund. was nur großen und edle» Geistern möglich ist. Auch unsere Schule hat der Se. ligr schon seit Jahren mit einem Legate beschenkt, dessen jährliche Jateressen zur Anschaffung von Kleidungsstücken für arme Schulkinder bestimmt sind. Außerordentlich war daher dir Theilnahme. die sich bei seinem Leicheiikondulte bekundete. Die Todtenbahrr wurde getragen von den emiiiea» ten Gelehrten Herrn Juda Lob Porgr», Peter Spitz auS-Prag und anderen Hoiioratiore» unsere- Orte«. Voran schritten die jüdische» Zöglinge der hiesigen Volksschule mit dem sämintlichen Lehrkörper; unmittelbar hinter dem Sarge folgte dir gottergebene, sromme und biedere Gattin n»d di, Kinder des Verklärten, und rhnen nach wogte die unübersehbare Volksmenge in tiefster Rührung, Thränen der Wehmmh w,tuend. Am Grabe de» Verblich,uea hielt der herbeigcrufene. durch sein Wissen und Wirken berühmte Rabbiner sdenn unser Rabbinat ist seit Kurzem vakant). Sr. Ehrw. Herr B. Kauder, ,in, ergreifend, trrfflich, Rede. Er. der Herr über Leben und Tod. dessen Gericht, onerforschlich aber doch gerecht find, verleihe dem Dahingeschiedenerr jenen Loh», de, er denen verheißen bat. die hienirdeo fromm und gottgefällig aelebl und Tzegedt«, Selbstverlag »er «rbalttio,. Leipzig, Lomvtflioa,-Verla, vo» Franz Va,,er. Druck vo» Sigwuud «,rg», ia Ezegrdi». tsT* Hierzu eiu Viertelbogen Beilage.