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Ben Chananja · 1863-09-21 · 38 (21.9.1863) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
38 (21.9.1863)
Date
1863-09-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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691 692 Privatisten auf 12. Boa den erstem wurden 7 zu Unterleh« rem für Volksschulen, 2 zu Lehrern für Volksschulen, 2 zu Unterlehrern für Volksschulen und 1 zum Hauptschullehrer befähigt, und 5 zur Wiederholung des zweiten JabrgangeS angewiesen. Don den Privatisten erhielten 5 die Befähigung zum Hauptschullehreramte, 2 wurden als Unterlchrer für Hauptschulen und 5 als Dolksschullehrer befähigt. Die vorgelegten hebräischen, ungarischen und deutschen Arbeiten, die interfolirten Lesebücher, Zeichnungen und Herbarien der Kandidaren nahinen die anwesenden PrüfnngSgäste mit sichtbarer Befriedigung in Augenschein, und sowohl Herr Direktor Kricgler, als auch Herr Doktor Hauser sprachen sich über die Leistungen sehr belobend auS. Wir müssen daher den ehrenrührigen, auch durch den ״Ben Chananja" vcröffentlichten Bericht über die Resultate deS Ungarischen an der Präparandic auch als eine Unwahrheit, bezeichnen und können den geehrten Redaktionen schon im Voraus den Einlauf solcher unwahrer Prüfungsberichte auch für die nächsten Schuljahre prognvstizircu; denn durch die Klassifikation der Anstalt undefrie« digte und undankbare Kandidaten, sowie beleidigte alte Tröpfe wird eS immer geben und diese werden jedes Jahr unmittelbar nach der Prüfung in sauberem Vereine solche Schmähartikel von Stapel lausen lassen; das aber wird uns nicht beirren, auch fernerhin nach Gesetz und Recht vorzngehen. Am 3. August richtete der Gefertigte an die scheidenden LehranttSzöglinge eine Ansprache, deren Tendenz die geistig materiale und sortuelle Fortbildung deS LehrerS bildete, und in welcher er, anknüpfcnd an den ersten Aufsatz seines ״Berichtes" den angehenden Lehrern das zweckmäßige, auf den Lehrcrberuf wohlthätig cinwirkcude Studium der Bibel, der Naturwissenschaflen und der Weltgeschichte besonders anö Herz legte. In diesem Schuljahre zählte die Anstalt zu ihre» Wohlthätern den löbl. Eultuövorstand in Pest, den Herrn Oberrabbincr Mcisel und alle diejenigen Menschenfreunde, welche zur Erhaltung der Suppcnanstalt spendeten, und mehrere, jetzt als Lehrer wirkende Lehramtszöglinge, welche zur Unlerstützung der hilfSbedürstigen Kandidaten Geldbeiträge eingesendet haben. Zu den in Betreff der Präparandic von dem Lehrkörper der hohen Behörde unterbreiteten Vorschlägen gehören auch die Einführung der Musik und deS TurnunterrichteS als ordentliche Lehrgcgenstänve, die Bewilligung einer Geldsumme zur Anschaffung hebräischer Werke zum Behufe der Benützung für Lehramtskandidaten und die Gründung einiger Stipendien. Wir hoffen den geehrten Gemeinden und Schulfreunden in unserem nächsten Berichte wieder einige heilsame Reformen und Fortschritte in der Organisation der Präparandic mitthcilen zu können. Der 1. Jahrgang zählte bei der Einschreibung 36 und am Schluffe deS Schuljahres 27 Zöglinge. Für daS nächste Schuljahr finden die Einschreibungen der LehramtSzöglinge am 7., 8. und 9. Oktober statt. Ausgenommen werden nur diejenigen Jünglinge, welche den in unserem Programme angegebenen AufnahmSbedingungen entsprechen. An der Musterhauptschule, die in diesem Schuljabre von >170 Zöglingen besucht war, wurden in der 4. Klasse dem hebräischen und Religionsunterrichte wöchentlich 11 Stunden, dem Schreiben 3 Stunden, dem Zeichnen 3 Stunden, den in ungarischer Sprache ertheilten Lehrgegeuständen, als Sprachfach, Realien, Rechnen 10, und dem in deutscher Sprache gelehrten Unterrichtsstoffe, als deutsches Sprachfach 6 Stunden und dem Gesangunterrichte 1 Stunde gewidmet. Die Schüler der 4. Klasse erhalten daher einen wöchentlichen Unterricht von 33 Stunden. Die Vermehrung derselben hielt und halte ich für unzweckmäßig. Doch um den gesteigerten Anforderungen mehrerer Eltern in Betreff deS Hebräischen zu genügen, erklärte sich der löbl. Vorstand bereit, dem Herrn Lehrer Schulz für einen 4—5stündigen wöchentlichen hebräischen Privatunterricht eine Remuneration von 100 Gulden zukommen zu lassen und wir — obzwar auS pädagogischen und sanitätischen Rücksichten gegen jede Verlängerung der Unterrichtszeit, haben diesen Beweis von Theilnahme und Opferwilligkeit von Seite des löbl. Vor« standeS mit Dank angenommen und diesen Privatunterricht! für die befähigtern und minder zu Hause beschäftigten Zog« I linge unserer Oberklassen in unserer Anstalt eingeführt.! Die öffentlichen Prüfungen fanden bald unter dem Vor« sitze deS Herrn Direktors Kriegler, bald unter dem Vorsitze deS Herrn Dr. Hauser und deS Gefertigten in Gegenwart deS löbl. CultuSvorstandeS und eines zahlreichen Publikums am 9. und 11. August statt. Zu den anwesenden Prüfungsgasten dieses Schuljahres hatten wir auch die Ehre, den Herrn Oberbürgermeister und k. Statthaltereirath v. Krassony > zn zählen. Die Kosten der Prämienbücher, welche sich auf! 20 fl. beliefen, wurden wie jedes Jahr von dem löbl. CultuS«! Vorstände bestritten. Obzwar in diesem Schuljahre in Folge j deS neuen Statthalterei-KlassifikationSgesetzeS ddo. 17. Feber, ן Z. 10,097, die Zahl der durchgefallcnen Schüler fast den! % Theil der Schuljugend bildete, so hatten wir andererseits > wieder eine ungewöhnlich große Zahl von Vorzugsschülern. | Der Herr Hermann Schwarz, ein durch sein lebhaftes Inj leressc für Schule und Erziehung rühmlichst bekannter Mann, l spendete der Direktion vier werthvolle passende Prämienbüj cher zur Vcrtheilung an vier brave Schüler. Die PrüfungS- ן fragen werden an unserer Schule in der Regel von den be- > treffe,»den Lehrern und zur Abwechslung, sowie bei passenden > Gelegenheiten, von dem Schreiber d. Z. und von den Vorsitzenden 1 an die Jugend gerichtet. Den geehrten Mitgliedern der hie- ' sigen Schnlsckrion znznmuthcn, daß dieselben ohne früher er- , haltene Erlaubniß von Seite des Vorsitzenden an die zu prü- > sende Schuljugend Fragen richten, hieße ihrem bekannten Takte und AnstandSgefühle nahe treten. WaS nun die üdri-! gen geehrten PrüfnngSgäste betrifft, waren wir Gott fei j Dank noch nicht in der Lage, dieselben auf die Unzulässigkeit einer solchen Willkür aufmerksam machen zu müssen, indem dieselben von selbst einsahen, daß dadurch der Unordnung und der Störung Thür und Thor geöffnet werden möchte. Am 18. August wurde wie gewöhnlich zu Ehren deS Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers ein feierlicher SchulgotteSdieust abgehalten, bei welcher Gelegenheit der Schreiber dieser Zeilen eine paffende Ansprache an die In« j geud richtete.! Am 23. August wurde daS Schuljahr 18"/״ geschlos« sen, nachdem den Schulkindern in den vorhergehenden acht Tagen paffende Ferialanfgaben und zweckmäßige Belehrungea über ihr Verhalten während der Ferien überhaupt und wäh-! rend der Feiertage insbesondere im Tempel ertheilt worden waren. Die Einschreibungen für das neue am 7. Oktober beginnende Schuljahr 18#7a4 finden am 30. September, am i. und 2. Oktober statt. —

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