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Ben Chananja · 1863-09-21 · 38 (21.9.1863) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
38 (21.9.1863)
Date
1863-09-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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687 688 zwei getreunteu, nur oben am Halse verbundenen Theilen bestand; Abraham b. David fragt, auS welcher Quelle hat MaimonideS diese Angabe von der Meilform geschöpft? א״א מנין לו. Keßef Mischna bemerkt, daß auch NachmanideS daS in Rede stehende Oberkleib so charakterisire, und daß beide» eine unS unbekannte Boraitazu Gebote gestanden haben müsse. MaimonideS stimmt aber nnt JosephuS überein. Dieser sagt: ״DaS Meil hatte einen Schlitz der Länge nach, und war auch da ausgeschliyt, wo die Hände herauskommen." Ant. 3, 7, 4. Hätte auch NachmanideS Jos. zu Rathe gezogen, so würde er nicht gegen MaimonideS behauptet haben, daß die goldnen Glöckchen, welche die Ankunft des Hohen, Priesters ankundigten, nicht zwischen den Granatäpfeln, sonder» in denselben sich befanden. 2) Die Priester trugen einen Gürtel אבנמ. welcher auö Dyssuö und den dreifarbigen Wollen verfertigt war. MaimonideS sagt: Cr war 32 Ellen lang, drei Finger breit, er wurde mehrere Mai um den Körper geschlungen, und zwar zwischen den Hüsten und Achselgruben lv. d. h. G. 8, 19). MaimonidcS kann sich bei dieser Angabe auf keine talmudische Autoriläl berufen, er stimmt aber mit Jof. überein. In der Brustgcgend sagt dieser, war der Leibrock zusammcngeknüpsl durch einen vier Finger breiten Gürtel. In demselben ist allerlei Blumcuwcrk ans Scharlach, Purpur, Hyazintcn und Byssuö eingewcbt, der Einschlag ist aber auS reinem Dyssuö. Er reicht von der Brustgegend an, um die er einige Mal herniiigewuiiden ist, und hängt hinab bis auf die Fußknöchel Ant. 7, 3, 2. — Hat MaimonideS mit vollem Rechte in Betreff der Priesiergewänder Jos. zu Rathe gezogen, so bleibt cS allerdings ausfallend, daß er dennoch in Betreff dcö hohenpricsterlichcn Kopsbundes von demselben abweicht. Der Kopsdund anS VvssuS war nach MaimonideS auö einem Zeuge von 16 Ellen. Nach Jos. war noch darüber ein mit Seide auögenähtcr Hut, um welchen eine dreifache Krone ging, auö welcher goldene Knöpfchcn strahlten, ähnlich den Knospen an der Pflanze, welche die Griechen Hyoöcimanum neunen. (MaimonideS von d. h. G. 8, 19. Aut. 3, 7, 6). ES ist dieses nm so auffallender, als theilweise mit Jos. auch eine Doraita Ehulin 139 übereinstimnu. כיסה של צמר היתה מונהת בראש ב־נ ועליה ציץ נתון 3) Deut. 31, 10. heißt eö, wie folgt: Und MoseS ge. bot ihnen sprechend: Gegen Ende von sieben Jahren, um die Zeit deö Erlaßjahres, am Feste der Laubhütten, wenn ganz Israel erscheint, vor dem Angesichte deS Ewigen deines GotteS, an dem Orte, den er erwählen wird, sollst du verlesen diese Lehre rc. WaS wurde aber vorgelesen? Jos. sagt ') daS Gesetz rovx «׳<,,«uv, über deu kleinern oder größer« Um« fang desselben läßt er sich nicht ein, jedenfalls ist unter dem! AnSdrucke ״daS Gesetz" mehr begriffen, als 5 M l, 1—6, 9. 11, 13—21. 14. 22. 26, 12—19. 17, 14—20. 28. ׳ worauf die Mischna Sota 41 diese Vorlesung beschränken , will. Diese Mischna giebt an, eS sei die KönigSparscha ein«; gefügt worden, waS aber unharmonisch gewesen wäre, und auch von jer. nicht mit anfgczählt wird. In der That setzt j sich MaimonideS in dieser Beziehung mit allen talmudischen! Quellen in Opposition, und sagt: Man habe von 14, 22; an ohne Unterbrechung bis 28, 69 vorgelesen; die Schild-! träger wissen die Quelle nicht anzugebcn, woher MaimonideS! diese Thatsache geschöpft. MaimonideS stimmt aber mit Jos. I überein. 4) Deut. 16, 21. heißt es: ״Pflanze dir nicht einen Hain neben dem Altäre des Ewigen, deines GotteS, den! du dir machen wirst." Wir haben Spuren, daß in der Nähe deö Hciligthumö gern solche Bäume gepflanzt wurden, und sich die uralte Sitte, den heiligen Ort auch durch solche ׳ Bäume zu bezeichnen, auf diese Weise erhielt. Josua legte das | Bundtögesctz unter eine Terebinte, welche neben dem Altar : stand. (Jos. 24, 26). Der Psalmift verglich sich mit einem ׳ int Gotteshausc stehenden Oelbaume (Pf. 52, 10). Daß | solche Bäume sogar im zweiten Tempel nicht gefehlt haben ׳ mochten, würde erhellen auS den Schilderungen Zach. 1, 8. > Pf. 92, 13. Eö mußte jedenfalls das biblische Verbot nur j gegen die Pflanzung der Bäume neben dem Altäre gerichtet > worden sein, waS aber nicht eiuschließt, daß dieselben auch in den anderen Räumen dcö Heiligthums vermieden wurden. Jos. läßt aber den HcketäuS mit Applomb erzählen, daß sich in der Asara keine Bepflanzung, kein Hain oder sonst derarligcö befand (contra Az>. 1, 22). Im Sisre heißt eö dagegen, daß in Folge deö in Rede stehenden Verbotes auf dem gan- >)cn Tempelberge kein Baum gepflanzt werden durfte. WaS statuirt nun MaimonideS? Er beschränkt daS Verbot auf die Asara, läßt aber dasselbe in Bezug auf deu ganzen Tempelberg, zum Erstaunen aller Schildträger, wie er sich mit dem Sisre in Opposition setzen konnte, fallen. Unnützes Erstaunen! MaimonideS ist den historischen Thatsachcn weit gerechter, als der Sisre. 5) Jos. sagt: Wenn Jemand eine Jungfrau g eehe l i ch t hat, und späte» sie nicht alS solche erkennt, so soll er Klage gegen sie führen, und die Beweismittel beibringen"). Die Tradition wie Jos. verstehen unter ופרשו השמלה die Klageführung und die Beibringung von Beweismitteln, d. i. Zeugen. (Ketubot 45, Malm. Naara Bet. 3, 12). ES war dies zugleich eine Opposition gegen die Theorie der Saddu« cäer. Meg. Taauit. 4, obgleich die Meinungen im Talmud hierüber ebenfalls differireu, und auch OnkeleS übersetzt ויפרסון שושיסא. Im Talmud ist nämlich eine Controverse, י) Ant 4, 8, 12. ') Ant 4. 8, 28.

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