Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 38 (21.9.1863)
- Date
- 1863-09-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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.38 "ז. •S^Qfiliii, Den 21. Scptemfier 1863. Seniler JaljtpM[. 3<tm Mittwoch «rschriat tin prännattati0n»prtU: Ganzjährig 7 ß.. balbj. 3 st. 50 kr., viertel!. 2 st. öst. W. Man aboonin bei allen Post» mtrrn «. Duchhandlnngen de« Ju» und Auslände«. ett djtonunp. TUodjcnßfa(( für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: LKnpoLi» Oberrabbiuer zu Szegedin. find an d. Redaktion tu Szrgedt, odrr an Hrn. /ranz Vaper i» tklpjl'gz» senden. Die Lspaktige Pkiiizeilr wird mit 10 Rkr.-7L Egr. berechnet, «riaktt»»: 3 Kronen-Gaffk. Politzer ׳che« Inhakik. Zur Maiwonidessraqe. Don DezlrkSrabbiner De. Düschak. — Die Pester isr. Präparandit und Miisterhauptschnkr. Don A. Lederer. — Zur grirch. Bibelübersetzung. Bon Prof. Stöffel. — Kasuistische Besprechung. Don Oberrabd. Kabn. — Korrespondenz. Ausland. Pari« sPachad Jizchak). Breslau (Dr. JoLI). Zolaud. Pest (MouiefioreS Brief. Kcmmiffion. Konkurs). Pest jPosnrr» Austritt. Kern.) Pest (Jüdische Kinccr in chrrstlichen Anstalten). Alba (Lynagogeneinweikiuiia). MiSkolcz (Wirkungen des FanatiSnius). Miskolcz (Synagogeneinweihung). Bat« tonva (Ledrerpenstonsfond. Rabdinerfrage). Hermanmiestec (Nekrolog). Inhalt der Beilage. Lemberg (Andenken Zippers). Zzlan (Snnagogeneinwribnng. — Literarische Anzeige. Kalisch's hebräische Gram« malik. Ang. von Dr. Jemand. Zur Dom Bezirksrabbiner Dr. M. D u s ch a k. Der von MaimonideS zum praktischen Gebrauche verfaßte Eodcr hat dem großen Meister seine Unsterblichkeit in alle» jüdische» Kreisen der Mit- und Nachwelt gesichert, und seinen glanzenden Namen bei allen, die sich jemalS mit der Halacha beschäftigten, und in dec Zukunft beschästigen werden, verewigt. Nicht nur daS codifidikatorische Talent, sondern auch der unermüdliche Bienenfleiß setzt den Leser der ״Hand" in kein geringes Erstaunen. Wer ist, wie MaimonideS, von der Natur mit solcher Ausdauer und solcher unverwüstlicher Geduld auSgestatter, um ein ganzes Dezennium unaufhörlich und anhaltend einem Gegenstand seine Mnße zu weihen, (Gutachtensammlung *JO)? nnd vermöchte auch jemand, sich in den Talmud 10 Jahre hintereinander ohne Unterbrechung zu verliefen, eö würde ihm ein solches Riesenwerk, in welchem die zerstreutesten Specialitäten auS dem großen Meere des Talmud zusammengetragen und gesammelt sind, in welchem der Verfasser nicht nur alö Eompilator erscheint, sondern auch über verworrene Diskussivnen entscheidet und die gewonnenen Resultate ordnet, au einander reihet, und diese an die biblischen Vorschriften knüpft, ein solches Riesenwerk, sagen wir, würde ihm, ohne himmlische Begabung und Begünstigung schwerlich gelingen. Noch mehr wird die Bewunderung nnd das Staune» über MaimonideS, den Gesetzeölehrer steigen und zunehmen, wenn man einmal dahin gelangen wird, die erlernen Quellen zu entdecken, auS welchen MaimonideS in gewissen Fällen zu schöpfen sich bemüssigt gesehen, wie eS keinem Zweifel mehr unterliegt, daß auf dem Gebiete der theoretischen und prak« tischen Filosofie Aristoteles sein unzertrennlicher Führer war. PinchaS b. Meschulam tadelte, daß MaimonideS nicht die Belege auS dem Talmud und den dazu gehörigen Schriften genau angegeben hat, um erkennen zu geben, auf welchen! Gründen die von ihm ausgestellten Gesetze beruhen; hätte ׳ MaimonideS diesen verlangten Quellennachweis geliefert,! so hätte er gewiß auch nicht ermangelt, unS mit den ander«! weitigcn Quellen bekannt zn machen, die er in jenen Fällen; benützte, wo der Talmud ihn. oder er den Talmud im Stiche! ließ, nnd Abraham b. David auS PoSquiürS, welcher Mai« monidcS vorwars, daß er filosofische Ansichten inS Juden« j tlnun einschmuggle, hätte auch anderweitigen Stoff zu Vor« würfen gehabt. Daß MaimonideS über den Talmud zuweilen! hinanSging, ist bekannt; er läßt ja nur daS a!S biblisch gelj len, waS ohne MeinungSverschledenheir als biblisch hinge, ׳ stellt wird! Daß er aber da, wo ihm der Talmud nicht daS , gehoffte und gewünschte Resultat liefert, sich anderweitig , Rath erholte, ist nicht notorisch. Sollte MaimonideS nicht ן jüdisch-historische Autoritäten in gewissen Fällen, namentlich, j wo eS sich um Gegenstände handelt, die den Tempeldienst \ oder solche G׳ setze betrafen, die während der Tempelzeit an; der Tagesordnung waren, und über welche die späteren Tanaiten nicht mehr im Klaren waren, nicht mehr im Klaren sein konnten, befragt haben? Wir glauben dies bejahen zu dürfen, nnd die Nebercinstimmnng des MaimonideS mit Jos. Flaviuö nicht als Zufall anzusehen, sondern alö rcndentiöS zu bezeichnen. Wenn auch MaimonideS daS Studium der Geschichte für nutzlosen Zeitvertreib erklärt (Mischnakommenkar Svüh. 10.6), so mußte er deshalb nicht auch die Religionögeschichte und ihre Autoren mit der Profangeschichte auf eine Linie gestellt, und auch perhorreözirt haben. Durch einige spezielle Fälle soll diese unsere Anschauung begründet werden, sei eö auch nnr darum, weil wir in die Klage deS Redakteurs dieser Blätter mit einstimmen, daß die Forschung über Mai« monideS den GesetzeSlehrer noch nicht über die ersten Ver« suche hinauSgekommea ist (D. CH. 1, 146). 1) EineS der acht hohenpriesterlichen Gewänder war da- רעיל. Don diesem Oberkleide sagt MaimonideS von den heiligen Ger. 9, 3. daß eS keine Aermei hatte, und daß eS auS 8^10