Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 37 (9.9.1863)
- Date
- 1863-09-09
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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681 682 gebe». 3a de« vorliegenden Buche find «auch» zu dieser Claffr gehö« rigeu Ctellea angeführt, welche aber Raum übrig lassen für mehr klare Auseinandersetzungen und Erklärungen aller Art. Mau darf manche Phrase hieher zählen, welche von vieken nicht in diese Claffe gesetzt find. Man darf hierzu rechnen, da- עד יבושת (1• M- 8. ל)• «« ist dieses ימשח (Wie schon Kimchi bemerkt) ein Hauptwort, und ein Wort (etwa בוא) fehlt. Es gehört auch da« 1) ויחלטו הממני. KLu. UI. 20, 31) hiehrr. <S« frhlt da« Wort הדבר. wovon nur da« ח übrig geblieben ist. Eben 0 הד,בדיש- Ebrou. 26, 26) u. a. m. Kimchi hat bereit« zu diesrr Claffe da« אני סי מלך שמור (Koheket 8, 2) gezählt, in sofern er erklärt, daß rin Wort מלהיר (ober אומר) frhlt. (lieber da« Wort בשלמי vergl. weiter unten). Zum Bcstrn de« Leser« und Lcr Grammatik überhaupt hätte rin kleine- Verzeichn!- von Ellipsen hier gute Dienste geleistet. Da- Brr, dienst de« Sammeln« Härte Kimchi gehabt. La« Bcrdienst de« Ueber setzen« wäre dem Verfasser de« vorliegende» Buche« geblieben. Solch, Sammliingen im Griechischen imd Lateinischen gicbt e« bereltS mehrere י)- Die hebräische hätte einem Forscher zur Bergleichung dienen können. Da« Verdienst de« Sammeln« gehört ja allenthalben Kimchi. Haben ja alle — den Verfasser de« vorliegenden Buche« eingeschloffcn — da« Beste ihrer Werke nur an« seinen Büchern entnommen, ohne daß sie viel hinzugesügt haben. Da« ,1 ההרנברV de« Elia« Le- מita *) ist ganz au« den Werken de« Kimchi entnommen, da- Vcrdienst de« erüeren ist. daß er die zusammengesetzten Wörter in einrm be» sondrren Buche zur leichteren Ueberstcht geordnet hat. Da« eine und da« andere könnte noch für Liese Wörter geschehen, ui» dieselben einer all« gemeinen Anschauung naher zu bringen, und das Unregelmäßige Lcrselben gewissermaßen zu vermindern Da« av16 ,8 כשחה׳) kann entstanden sein aus משתהויט אחהט von diesem אחהט wurde nur t« Sylbe חם beibehalten, und so bat e« den Anschein, als wäre k« die zweite Person. Talmudisch wurde man statt da« אחהם den Ausdruck אח עצמם brauchen. Daß diese« אחרים hier eine Tautologie sei» ivürte, ist jiizugeben. C« würde diese« aber die einzige Uinegelmäß,gleit sein, während nach der gewöhnlichen Crklärnng eine doppelte llnregelmäßigkeit stattfindet, wovon die eine die Phrase gänzlich unlogisch macht C« ist im Talmud sekr viel für ba« Hebräische zu holen, nicht minder für da« Arabische, sowohl in speziell sprachlicher Hinficht, al« auch für die Cullurgeschichte überhaupt, für die Geschichte mancher interessante AnSdruek, manche tiefe Aiiichaiiung von langer Cristeoz, welche im Talmud und im Arabischen sich geuicinschastlich finden *). Cine genaue Betrachtung der llibliothc(1uc orientale von D'Herdrlot und de« Wörterbuches von Ibn CHaiti cau geben über manche« Hiehergehörigr sehr brauchbare Aufklärung. Die ältesten jüdischen Grammatiker und Lerilcgrapheu haben von dem ralmudischen Sprachschatz nach allen Richtungen hin oft Ge« brauch gewacht. C« haben die Alten feine Regeln darüber ausgestellt. der richtige Instinkt hat sie darin geleitet. Die spätere Zeit hat e« bestätigt gefunden. Die Bedeutung de« deutschen Worte« Meineid ist an und für fich sehr wohl bekannt, aber nicht die der eiiizelnen Sylbe Mein in diesem Worte. Historische Etymologie hat nachgewlesra. daß die Sylbe Mein ursprünglich ein alldeutsche« Wort ist, welche- ״schlecht" bedeutet. Diese« altdeutsche Wort ist allmälig au« der modernen Sprache verschwunden, und hat fich nur in diesem Worte erhalten. Wären also dir altdeutschen Bücher verloren gegangen, worin diese« Wort vor» kömmt, so hätte mau die Bedeutung diese« Worte« nicht .gekannt, Q« ist die« Etymologie in ausstrigender Linke. Fragt man, woher da« biblische Wort משר (Kohelelh 8, 1) herkomme, so antworten die jüdischen Kenner. dada« Wort iw Tal» mud sehr oft fich findet*). Mao könnte diese« Etymologie in ab« steigender Linie nennen. Wäre Liese Stelle verloren gegangen, so hätte mau doch die Dedeutuug diese« Worte« klar gewußt. Die Sammlung solcher Wörter, Claffifizirung derselben und wksseuschastliche Zusanimenstellung würde eineu großen Theil einet Ge« schichte der hebräischen Spracht au-machen. Wenn Michaeli« sagt: Di« Bibel mit takmudischen Wörtern erklären, hieße so viel, al« Eirero mit dem Latein von Dnn« Sro tu« beleuchten, io beweist dies,« doch genugsam, daß derselbe nicht den geringsten Begriff vom ganzen Verhältnisse beider Idiome hatte. Kimchi folgte seiiieu alten Vorgängern, in seinem Wörterbuch alleiithalben von dem talinudische» Idiome reichlich Gebrauch machend. Die!,« allein bat schon beigelragen, dasselbe zum Handbuch der Kenner zu mache». Ciu gute« talmutischcS Wörterbuch würde übrigen« zeigen, wie viel noch auf diesem Gebiete zu Ihun wäre. C« mag hier nur al« Beispiel da« Wort 11) שסי. M. 4, 33, 10) angeführt werden. Der Ausdruck der Mi sch na (Baba kam» 4, 4) נשתפה השוטה .Der Wahnsinnige ist gesnnd geworden" erklärt Liese» biblischen Ausdruck "). Da« ששי würde hier etwa heißen ruhig, nüchtern. Der Drang der Begeisterung hat aufgchört »nd er wurde der alltäglichen Stimmung zurückgegeben. (Schluß folgt.) Anmerkungen. ') Lehrbuch der arab. Sprache 1S‘J5 S. 173. — ’) <111(1(11: AuSjilg an« Grimm« deutscher Graminaiik. S. 189. — 1) Sa« ארמי 11) אובד אבי. M. V. 26, 5) darf, nach manchen Kommentatoren, auch hieher gezählt werden. — ')Ueber die gruaiinte Phrase vergl. Storch: Beitrage zur Kcnnlniß der deutschen Speache. S. 37. — s) Ja der lateinische» Grammatik von der Gesellschaft Lcr bcrühinleo Gelehrten, welche unter dem Namen von Port Royale bekannt sind » ist eine nützliche Sammlung dieser Art. — *) Daß in der hier bcsyrochearn Iustruktion den große» und vielseitigen Verdieiisten Le« Clia« Levita nicht genug Gerechtigkeit widerfahren ist, darf hier beiläufig bemerkt werden. Zwar sind dessen Werke —. welche so oft ausgezählt find. — auch hier namentlich dem Leser vorgesührt, da« lebendige jllrtheil de« Kcnuer« sucht man vergeben«. — ') Der moderne Gramms« liker erwähnt Liese« Wort (S- 263). C« ist nach demselben auch ein« der Beweise für die Schwäche de« David Kimchi iw Hebräische». — ») Vergl. D'Herbelo« (Mb. Orient. Art. Hon). E« ist dies,« Wort eine« der Bezrichnungen Gotte« bei den mohamekanischen Mystikern. Die dort angesührte Zeile ist sehr geistreich. C« ist diese« da« הוא. welche« bei den Juden auch al« Bezeichnung Gotte« ist. Vergl. darüber die Notiz von L- Duke« in diesen Blättern (1861. S. 178). — •) Die talmudische Phrase במבהיל בשסיסרת (Vergl. Arvch Art. 2 מברזל) wurde auch von dem Chalisea Omar gebraucht. Es scheint, daß e« damalwenigsten« noch kein, ausgeprägte Phrase bei den Arabern war. Vergl. D'Herbrkot Ilili. orientale Art. Omar, "j Lergl. Storch Beiträge zue Kenntniß der deutschen Sprach,. L. 118. — ") Da« Wort פשר wird auch daselbst von dem Veraichte» eine« Zauber« gebrauch». Sowie mau im Deutschea auch sagt ״den Zauber lösen." C« mag hier auch gelegentlich bemerkt sei», daß die Derwandluog in einen Esel, welche« der Hauptinhalt iß von dem bekaoolen Buche (die Metamorphosen) Le« Apaleju« auch i» Talmud vorkömmt (Bergl. Aruch Art. 2 בשד). — ") d« mag aach