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Ben Chananja · 1863-09-09 · 37 (9.9.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
37 (9.9.1863)
Date
1863-09-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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677 678 Alliance die rrforderlichcu Mittel zufließeu, die fie io die Lage setzen werden, da< große Werk der Eultur und Civilisalio» unter den orieo» tauschen Juden zu fördern. (Nach Maggid). Inland. A Wien, Ans. September. Dr. Josesfy, in Ungarn al« Schulmann rühmlich bekannt, ist bei der Filialgemeinde zu Mariahilf al« Prediger, Religion«- und Talmudlehrer angrstell« worden. Die Gemeinde erwartet von ihrem neuen Seelsorger ein segenreiche« Wirken. Prof. Sal. Sulzer, unser berühmter Oberkantor, ist von Sr. Majdem Sultan mit einem Orden geschmückt worden. Dem Vernehmen nach wird ein neue« musikalr« Werk de« ges,irrten MeistcrsängrrS in der nächsten Zukunft unter die Presse kommen. X. Prag, Ans. September. Die Uiilcrhandliingeu mit dem Dr. Leop. Stein in Fraiiksnrr am Main habe» leider nicht zum Ziele geführt. Dr. Stein hat definitiv ablehnend geantwortet, so daß von seiner Brrnsung nicht mehr die Rede sein kann. Die Dereitwilligkci«. mit weli Tasten- und Advent-Prediger eristirte. jhme au« einem alten Gebrauch chcr die hervorragendsten Glieder der hiefigen Gemeinde. — auch solche, j schuldig waren, zu Ende der Fasten ein Präsent zu machen, welche Ob» welche nicht zur Meisellvuagoge gehören, — bedeutende Opfer bringen | liegende!» mit Eröffnung der Normalschule und Aufhebung der besol» wollten, um Stein zu gewinnen, ist eine unzweideutige Kundgebung der , detcn Fasienpredigcr ansgchört bat." Auch für di, Zudenschast in Triest, hiefigen öffentlichen Meinung. Manche jüdische Journale haben leider! die viel reicher al« jene in Görz. beantragt, Graf TorreS eine auch in dieser Angelegenheit eine sehr miserable Rolle gespielt. eigene Schule; Graf Samberg stimmt, bei. daß diesen, sowie den Grie»?. Pest, I. September. Der Erlaucr Nabbincrprozcß hat end«; che» ein Lehrer ziigeiheilt werde, dafcrn fie e« verlangten! ihnen sol» l!ch sein Ende erreicht Der frühere Rabbiner Herr Zos. Hirsch Weiß I chen aber aufzudringen und sie zu dessen Besoldung zu ist nach der Eiitfchcidnng de« k. Statthaltcreirathe« wieder in sein Amt j verhalten, erschien ihm in dem freien Meerhafen um eiiiziisehen. Man fürchtet jedoch, daß die Erlauer Geuiciiidc fich. nach! so bedenklicher, al« akldcrt alle Anlage (Aussage) zu vermeiden, dem Borgange der Stuhlweißcnbnrgcr, in zwei Gemeinden tl,eilen ן auch besonder« denen Griechen die deutsche Sprach, da ihr Eommrreium werde, wa« sehr zu beklage» wäre. > hauptsächlich in die Levante gerichtet. gar nicht erforderlich sei. Zch A l- Vondcr Donau, 1. September. Nach den mündlichen und ' habe nicht hcra»«gcsundcn, in welcher welcher Weist diese beiden Auschriftlichen Mitibcilniigen glaubwürdiger Männer haben die meisten; gelcgcnhciicn au«gctragcn worden sind, und kan» nur ansügen, daß i» ungarischen israelitischen Gemeinden La« von dem k. ung. Staiihalicreii Zähre 177G die jüdische Trivialschnle in Görz al« bestehend angeführt ralhe in Betreff der zu ernennettdeii israelitischen Schulinspektcrrn an j wird »nd zwar wa« bemerkt zu werden verdient, ״mit einem neue» sie gerichtete Zntimat dahin beanwortet, daß fie mit dem Ausdrucke ן dtnflliifyen Lehre. Stetalüffi." — de« wärmsten DanleS für die von Seile der hohen Behörde dem lsrae- Vielleicht gelingt c« der anSgebrciteten Bekanntschast Ew. Hoch» liiischen Schulwesen gcwitmcle Sorgsall diese neue Maßregel mu wahrer ' würden diese für die Geschichte de« israelitische» Schulwesen« höchst in- Freute begrüßen, aber durch die vielen schon zu tragende» Lasten außer i teressanicn Aktenstücke au« dem Archivstaube an« Tageslicht zu bringen. Stande find, durch neue Opfer das Gemeindebudgel zu vermehren und | Z. 2t. Njhcly, 1. September. Die Prüsnngen an der reichisch, Volksschule" fand ich. daß die erst, israelitisch, Schule der österreichischen Monarchie nicht in Prag sondern in Görz errichtet wurde, und zwar wird daselbst hierüber Folgend,« mitgetheilt: Der schuleifrige Graf Torre« kam uämlich auf den Gedanken, in der Jude»» stobt von Görz ״wegen der vielfachen Verbindung mit dem Wiener nutz Grazer Platz" eine eigene Trivialschnle zu Stande zu bringen. Dir Zudenschast nahm diesen Vorschlag mit vieler Freude auf, brachte eine Dankadresse vor den Thron der Kaiserin, vrrpfllch. tele sich, da« Gebäude herzustellen und die Geräthschaf» len herdeizuschaffen. Nur von dem Unterhalt de« kehr er« wollten sie nicht« wissen, ״unter dem Vorwände, daß die Allerhöchste Gesinnung sei, da ß all» öffentlichen Schul,» ex aerario und nicht ander« sollen bezahlt werden." Graf Torre« schoß daher für den Anfang da« Erforderliche au« dem eigenen Deutel vor. meinte aber, die Iudcn seien zu einem Beitrag I ״um so mehr" z» verhalten, ״al« fi, ehcmalen. wie noch der bestell», die Euttusstencr der cinzclne» konlribnircndcn GemcinLcmitglicder zu erhöhen. Diese ohne alle vorhcrgegangcne Bcralhungrn sichtbar gewordene Einstimmigkeit im Hause Israel dürste viele in Erstaunen setzen; wir finden dieselbe ganz natürlich und wünschen nur. daß eine solche Harmonie und Uebereinstimmung der Ansichten auch in dem nächsten« über die Schulinspcklorcnsrage durch die hohe Negierung zusammen zu berufende Bertraucnslomitv erzielt werden möchte. Diese BerlraucnSmänncr dürsten unserer Ansicht nach über folgende Punkte ihre Stimme abzugeben haben: 1. Worin soll der Wirkungskreis der Schuliiispcktoren bestehe», welche« Veryällniß habe» dieselbe» zur Be- Hörde, zu den Lokalschuldircktoren. zu den Rabbineu uud Gemeinden? Wir viele Inspektoren sind für jeden Literärdistrikl zu erueuuen uud welche Orlschasleu wären am entsprechendsten al« Sitz der Schulinspektoreu? 3. Welche Männer wären zu diesem Amte vorzuschlagen. uud überhaupt am gttiguelsten. sich sowohl da« Vertraurn der Regierung, als da« der Gemeinden uud Lehrer zu erwerben? 4. Sollen unbesoldete oder befoltete Ziispektoreu ernannt werden, und im letzter» Falle, au« welchem Fönte sollen dieselben de» Gehalt beziehen? Don der richtige» Auffassung uud Erledigung dieser Fragen hängt auch da« Gedeihe» dieser Maßregel ab. Möge der Allmächtige diese durch da« Vertraue» der Negierung au-gezeichucteo Männer erleuchten, daß fie dies, wichtige Schulanzelegeoheit im Griste der Gegenwart uud zum Heile de« Zudenlhum« ordne» und regeln. Ad vocem zahlen. Za Hklsert« ״Oester-! Mnftcrhaupischulc, die in den letzten Tagen de« Monate« August statti fanden, entsprachen den Erwartungen de« belhciligten Publikum« wehr ' oder weniger. ZiiSbesondere fielen die Prüfungeil der zweiten und dritte,! Knabcnklaffe, an welcher die Klassenlehrer Becher nnd Stern wirke»,! recht befriedigend au«, wie denn auch die Nesnltate deeinzigen Au«» länderS Rosenmeycr in de» magyarischen Fächern von deinWeiße und ן der Ausdauer de« genaiinten Lehrer« Zrugniß gabrn. Znsbesondcrr schla» : gen wir die allmälize Einführung der magyarischen Sprache al« U»« tcrrichlSsprachc an dieser Anstalt hoch an, und wurde denn auch i» die» fern Zähre die ReligionSlehr, in der Vorbereitiingsklaffe und in der Mädcheiischnle vom NeligioiiSlehrer Singer in der magyarischen Spracht ׳ ertheilt und waren die Resultat, der Prüfung sowohl in der Religio»«» lehre, al« in den hebräischen Fächern de« Lrhrer« Löw recht günstige. Die Schülerzahl, die an dcr Knabenschule. der zahlreichen Ehodorim wegen, eine geringe ist. muß an der Mädchenschule eine zahlreich, g», naunt werden uud fiel insbesondere die Prüfung au der ersten Mäd» chenkiaffr. an welcher Frau Ottilie Rosenmeyer wirkt, recht günstig au«. Herr Becher, der auch, wir diese Blätter meldeten, nach Fünf» kircheu versetzt ward, gehörte unstreitig zu den pädagogisch-gebildetst«, Kräften der Anstalt und wird sein Abgang von hier allgemein bedauert. Eine soeben heeabgelangtr königliche Starthallrreiverordouog ver« laugt die augenblickliche Sperrung sämmtlicher Ehedorim und dir Sch,- piraug der Melamdim. — Die Znspektora««seage wurde wir jede an*

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