Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 37 (9.9.1863)
- Date
- 1863-09-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2542917-2542918-2542956--3290-2547154- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
675 676 dle Spkzialrtchnungeu und anderes, waS oiesen Fond bernffe, wenn wir die Zeit dazu finden, die Daten und Dokumente zusammenzutragen und zu bearbeiten, veröffentlichen. Vor« läufig also die Generalrechnnag: a) Kapitalstaud. 1,428.810 fl. vermehrte sich gegen das Vorjahr pr. 1,379.020 ״ um 49.790 fl. durch Ankauf von StaatSpapieren. b) Die Bedeckung beträgt. 76,346 fl. das Erforderniß nur. 32,736 ״ ES ist somit ein muthmaßlicher Ueberschuß von.43,610 ״ welcher gegen daö Vorjahr. 43.787 ״ kleiner erscheint um. 177 ״ Der Grund hiervon liegt gegenüber der vermehrten Einnahmen an Aktivintereffen pr. 2320 ״ und an verschiedenen Empfängen . . 1000 ״ einerseits in den Höhen! Besoldungen der Beamten pr. 1435 ״ Stiftungen und Stipendien .... 1500 ״ Beiträge . 100 ״ Steuern und Gaben. 131 ״ verschiedene Ausgaben. 100 ״ und anderseits eine geringere Einnahme der Beiträge. 231 ״ Korrespondenz. Ausland. Frankfurt a. M, Ende Aug. Geiger Hai am 22. d. M. ,cm «mt angclrcic» und bcrrilS zweimal in dcr Gcuieindcsnnagcge mil ungeiheil! tcin Brisall gepredigt. In feiner AutritlSrete legte cr da« Ziel scinrr wisse,ischasklichen und praktischen Thäeigkeil in dcr Vergangenheit und Gegenwart dar, anschlicßend an kcu Tert: ״Wisse von waimra du komuiss und wehin du gehest". dcn cr ״och in wcitcrcr Beziehung ans den geistigen Berns Israel« »n dcr Bcrgangciibcil und Zukunft aiiweu« dcleie. 2» feinem zwciicn Bonrag ging aus die Stellung der Par« tcicn im Iudciithumc ein, mit dcr gcistrcichcn Anwendung der lene«- wvne Le« Wochcnabschnille« 4 B- M. 2, 2. ״Jeder bei seiner Fahne — sollen sie um da« Stift«׳ und EiniguligSzetl lagern." Höchst passend wandie er diese Schrisiworte duch auf die polikische Zeilströmung an. aus die Neugcstallung unseres deutschen BaterlandeS. So auzi:he»:v sei« Thema an sich in diesen beiden Botlrägen auch war. gab er denseldrn noch besondere« Leben durch eiiigestochiene Midraschstellrn, die er zweck« entsprechend erläuterte. So erflärtc er z. B die Stelte: ב1מן שישראל עישין רצונו של כוקום נקראו בנים, Gölte« Wille» vollziehen heiße im Geist seiner Lehre leben und wirten und den veränderte» Zeit- und Lebtlisverhätliiiffen ihre Berechtigung zugestcheu, wie Binder dem Willen ihres Vaters nachtebea, wenn sie nur in seinem Geiste handeln und wirken und bei jeder veränderten Zeurichlung nicht dem Wortfinu der väterlichen Dorschristen, sendnu nur dcm innewohuendeu Geiste Rechnung tragen. Gotte« Willen nicht vollziehen heißt, sich sklavisch an de» Buchstaben de« Bef,hl« halten, unbekümmert. ob er der Zeitrichtuog und den Derhältniffr» der Gegenwart entsprach. — Durch solche Tri» strSfuakeo wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer in beständiger Span« uung erbalten und der Geist beschäftigt, während gemüthlich, Dorkäg» nur aus kurze Zeit anregen und selbst der beste Kanzelredner bei einem längeren Vertrage ermüden wird. 6« ist freilich keine so leichte Aus» gäbe, in einem Vorträge vor einer Versammlung von verschiedener Bildungsstufe den richtigen. Punkt zu treffen, der dem DcrstLudniß dr« Tinen nicht zu fern und dem Andern nicht zu nahe liegt, und auch dieie Aufgabe löste G. auf die befriedigendste Weise, so daß keiner die Synagoge verließ, ohne Stoff zu weiterem Nachdenken mit nach Hause zu nehmen. Einen gefährlicheren Gegner konnte daher die Hirschische Orthokorie auch nicht finden, in Geiger, dessen reformistische Tendenzen nicht aus da« kultuclle Gebiet hinauslauscn und der wegen eines GebelstückcheiiS Einheit und Friede der Gemeindr zn opfern, kein Bedenken trüge. G. will nur aus den Geist wirken, den Judisscren« »en den geistigen Gehalt des JudenthiiaiS zeigen. sie für dasselbe zu begeistern suchen, daß die alte ehrwürdige Fahne Niemand verlasse und auf der andern Seite durch den geschichtlichen Entwicklungsgang und eine zersetzende Kritik bekunden. daß nicht Alles wahr, alt und heilig sei. was die Romanlik als imanlastbarcS Hciliglhum mil Leu Spiniigcwcbcii ihrer Sophistik verhüllt. Die Ansicht dcS Korrcspou» teilten aus Süddcutschland in Nr. 35 dieser Blätter, daß Geiger al« Radikalrcformcr die Uuenlschiedrucu in Hirsch'« Arme treiben werde, ist daher keineswegs begründet, denn die Orthodcren »»serer Gemeinde hängen zwar äußerlich dem Uebeikommenen au« Gcwohnhrit an, sind abrr geistig nicht so vcelonimcn. daß sie dem belehrenden Worte den Nücke» lehren °, ne kämpfen wie dcr הכיר שוטה für da« Kol — nidrcstuck. hängen au- Parleirücksichtcn ihrem נ0 רוה an. besuchen aber doch die Synagoge, um G's. Predigt zu hören, und in dieser rr» sormistii'chcn Almosphärc wird sich sicherlich so manche« Atom ״krilischc« Gin״ ihrem orlbodore» Blute deimischrn. L. Bern, 29. August. Der große Nath von Aargau rrthkiltk gr« strru mit 89 gegen 6t Stiiiimea den Juden alle politischeu Rechte gr» mäß dcm Buntesbeschluß. Die Euibüigerung derselben bleibt scrueren Uiuerhankluttgcn mit den Biiudcsbehördcn vorbeballen. Dir Scclenzahl der Juden in Aargau beträgt uugrsähr 2000. Paris, 26. August Herr Gustav Bcdarride«. Gencralprokurator im laiscrlickkn Hof zu Bastia wurde zum Offizier dcr Ehrenlegion, Herr Mathias Hermardinguer. Professor der Rhetorik am Lyceum zu Nancy, zum 'Ritter drrsetbcn ernannt. Ihrem Laut: «mann und Mnar» beiter. Herrn Adolf Neubauer, ist für seine Abhandlung über dir he» dräiiche Lerikographie eine eheeude Anerkettniiiig von Seil,״ der Aka« demie zu Theil geworden. (Arch. isr.) Zürich, Ans. September. Der jüdische. Professor Lazaru«, ( erst feit einem Jahre Lehrer an der stlosostschen Fakultät, ist von dem i akademischen Senate zum UniverstkätS-Ncktor de« nächsten Schuljahre« ( gewählt worden. Bagdad, Mitte August. Auch an teil alten Sitzen der jüdi» , schcn Eullur, die aber feit Jahrhunderten in finstere Barbarei verfielen. teilt allmälig ein edler,« Streben hervor. Jo der hirsigcn Gemeinde - soll eine ordentliche Schule gegründet werden. Den Jaipul« dazu gab der Namensbruder de« eben nicht lichtfreundlich,u Kabbalisten Jsak! Luria Aschleuasi. Der Vorschlag dessklbeo ha, Anklang gesuudeo. j und di, Gemeinde hat sich bereit« an die Alliance in Pari« geweader. j um sich deren Unterstützung zu erbitten. Da« Gesuch ist von zwei Deut» j scheu (Js. Luria und Hirsch Roseufeld) und von zwei Sesardim (David Somoch und Jos. Schem Tob) unterzeichnet. Hoffentlich werden der