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Ben Chananja · 1863-09-09 · 37 (9.9.1863) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
37 (9.9.1863)
Date
1863-09-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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6* *73 674 menien; von diesem soll der berühmte Stamm der Dazradualer abstammen, die später als die Könige Georgiens berühmt sind, deren prinzliche Nachkommen sich bis heute Bangratiden*) oder Dangratiou nennen. Gleich anfangS wurden sie mit dem Hofamte belehnt, den König ArmcnienS zu krönen, und seit dem ersten christlichen Jahrhundert ist die Provinz Eber (HiSpiratis), daS Erbe ihres HauseS gewesen, daS späterhin sein Bcsitzthnm auch nach Daron, zur Quelle deS Murad, nach Pakrevant und durch Pasen am ArareS anSbreirete, bis Mesopotamien gegen Süd und Georgien gegen Nord. Ihre Macht wuchs vorzüglich unter der Begünstigung der Khalifen zu Bagdad, die zu Bagdad sie erst im Jahre 839 zu EmirS al OmraS machten, und fett 888 die KönigSkrone an Aschod II. verliehen, während die byzantinischen Kaiser ihnen nur den Titel der Archonten zugestanden, und sie als Befreundete der Araber nicht selten verfolgten. Sie waren eS, welche die prachtvolle Stadt Ani erbauten und dahin ihre Residenz verlegten, während ein anderer Zweig (962—1080) in Kars seinen Hof hielt. In Armenien selbst verloren diese Bangratiden mit König KakigS II. liebersiedlung nach Kappadocien, 1029, ihre Herrschaft*). Aber durch die Vermählung mit einer Prinzessin des allen KönigShauseS von Georgien gehoben, schwang sich einer ihrer Nachkommen auf den Thron von Georgien. Durch bedeutende Eroberungen im Norden deS ArareS bis zum Kaukasus, zwischen dem kaSpischen und schwarzen Meere, theilte sich zu Anfang deS fünfzehnten Jahrhunderts daö Königreich Georgien, unter drei Zweigen der Bangratiden, in verschiedene Königreiche: in Kartheli oder daS ei ge ntliche Georgien, in Kakheti und Jmmareti. Anfangs deS achtzehnten Jahrhunderts wurden die beiden erster»» vereint, »rnd von David, dein Erben des letzter»» georgischen Königs GeorgXIII., bekanntlich ganz Georgien an Kaiser Alerander (im Jahre 1802) übergeben, indes vom dritten Zweige verschiedene Prinzen als türkische Vasallen in ihren Provinzen vom Bangatridengeschlechte zurückbliebe». Auch andere Eolonisationen der Hebräer sind in Armenien in großer Zahl eingezogen, und daher vielleicht manche der Nebereinstimmungen, die »nan gelegentlich in dem Menschenschläge beider »vahrzunehmen glaubte. T i g r a n e S, der Zeitgenosse deS Pompejuö M., hat eine bedeutende Zahl Hebräer aus Palästina zu wiederholten Malen (Mos. Khor. II. 15. fol. 111. II. 18. 501. 114) nach Armenien geführt, und unter andern auch in Vagharshabad am Marktorr angesiedelt, »vie Samarier in der Stadt der SemiraniS (Mos. Khor. 11. 18. fol. 118), die später theilS Christen »vnrden, *) St. Martin M£m. I. p. 418 etc. *) Neumann Vahrams ehronicle I c. p. XI. theilS Juden blieben, und alö solche schon von Shahpur U. nach Persien übergefiedelt wurden. Die zahlreiche Jude»- bevölkerung in Armenien, »velche zu deS letzter» Zeit, bei v. .-legenheit seiner Verheerungskriege in Armenien zur Vertilgung deS ChristenthumS, von den Geschichtschreibern Mitte deS vierten Jahrhunderts angeführt »verden, kann nur als die Folge solcher fortgesetzten Ansiedlungen derselben angesehen »verden. Denn wenn der Geschichtschreiber FaustuS v. Byzanz*) auch die Zahlenangaben sehr übertreibt, so bleibt eS immer merkivürdig, daß er in Zarehavan damals 8000 jüdische Familien angiebt, in Vagharshabad, wohin TigrancS jene Juden am Marktorte angesiedelt hatte, dergleichen; daß er zu Erovantashad 30,000 jüdische Häuser nennt, als diese Stadt zerstört »vurde, zu Van, der Semiramiöstadt, 10,000, zu Nakhitshe»van 16,000, im Salzthale Alihovid (nahe Zarchatvar») in Duruperan 14,000, in Artarata 9000. Während alle Christen erschlagen »vurden, sagt FaustuS, ließ man dagegen an 71,000 jüdische Familien am Leben, die man aber in Nakhitshetvan zusammentrieb, um sie dann als Ansiedler nach Persien zu verpflanzen; »vie MoseS sagt, nach Susianaund A Spa ha»»*) (Mos. Khor. III. 35. 501. 271), d. i. I Spa Han; »vaS also damals, erst in der Mitte deS vierten Jahrhunderts, seinen Nan»en Aehndia erhalten haben wird." Von einer zahlreichen jüdischen Bevölkerung in Armenien reden auch die talmudischen Quellen, »vie nicht minder von der gastlichen Aufnahme, »velche Juden in Armenien fanden*). In ihrer Zerstreuung traten Armenier und Juden in keine nähere Beziehung zu einander, bis sic in Siebenbürgen in die gleiche Lage kamen, daß ihre br'trgerliche Zukunft boruinem Feudalismus gegenüber im Geiste unsere- JahrhltndertS verthcidigt »verden mußte. •Slani) Des ungarisch - jüdischen •Sdjuffonilfs Ende >882. Vtitgcihtilt von Dr. <S. Wolf. CS dürfte für die Leser dieser Blätter »»icht ohne Jateresse sein, den Stand dieses Fonbeö ken»»ca zu lernen, da über denselben meines Wissens nicht« in die Oeffentlichkeit gelangt ist. Wir bringen hier den Hauptbericht und »verden •) St. Martin, Ilistoirc des rSvviut. de l’Atmßnle »oua le regne d’Arsace II. in Nonv. journ. Asiat T. IV. p. 203, 252. *״) Nouv. journ. Asiat. T. V. p. 341. *) .Ritt. 71, b. Napop. (5. M. 205. Dir Slugabr dr« Midrasch ist wohl aus rinr spLtrrr Zeit zu brzirhrn. §. auch Eaffrl in Srsch. in Grubrr'« Snrylt. II. 27, 125 ff.

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