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Ben Chananja · 1863-08-26 · 35 (26.8.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
35 (26.8.1863)
Date
1863-08-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
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613 614 Pappenheim in Prrßburg Einladungen crMtm, in brn UnterrichtSralh!u Irdfn. Sonst ist mir nur rin jüdische« Mitglied dirsr« Rache« brkann», Dr. Wessely in Prag. Dir hirfigr,Presse' berichtet, daß in der orthodoren Synagoge in der Schönenlatcrugasse bei Gelegenheit der GeduriStagSfeier Sr. Majestät de« Kaiser- (vorgestern) der eben anwc« sende Krakauer Rabbiner ״zclebrirt" habe. Waer ״zelebrirl" habe, verschweigt die Chronik natürlich. In Preßbnrg hat ein Lamdan die Entdeckung gemacht, daß der Maggid Fischmaiui die mit deutschen lern gedruckten Predigten Sal. Pleßncrs sehr stark benützt. Der hiesige Hofwechsler. Herr Jgn. Deutsch, vor dessen Forum die Angelegenheit gebracht wurde, beruhigte die Preßburger mit der Dersicherung. daß PleßnerS Predigten sehr crtkodcr find, und daß der Maggid die zu benützenden Stellen zuvörderst mit jüdischen Lettern abschreibt. ----- Wien, 19 August. ״Das Jahrbuch für Israeliten" von Wcrlheimrr und Komverl bat soeben die Presse verlassen. D:r vorlicgende zehnte Jahrgang (neue Folge) steht seinen Vorgängern an Treff» lichkeit ״iiv Genieimiützigkeir nicht nach. Schate nur. daß Dr. Beer für das Jahrbuch ״״ersetzt blieb. Die gebildeten Freunde des mit vollem Rechte beliebten Jahrbuches werden den Bericht über die einschlägige Literatur nicht gerne entbehren '). - Post, 21. An.zust. Die BibclübcrsrtzuugS Ccinnilssio» des > irr. ungarischen Vereins hielt gestern ihre erste (5ous.r>1,z. Gegenwärtig waren: die Rabbiner Löw. Steinhardt. Zipier und Mezei. Großmann war verhindert z» erscheinen. Der Vizepräsident Dr. Pollak begrüßte die Ccininiffion mit einer sehr geistvollen '.Insvrache. Mitglieder des srühcrn Vorstandes. Herr Salomon Herz und Herr Jakob Kern, frü» I-ere Genicliiderepräsciikaiilen und Schr'sistellee hatten sich in dem Lokale tes Vereineiliges,,»den. u», die Gäste willkommen zu heißen. Die zweite Konferenz findet morgen statt. Die A»S1chlt,ßung der .,La׳.:::" von Seile des Direktors in Füusktrcke» hat hier allgemeines Befeenideu erregt. Bei den Prüfungen an den hiesigen israelitischen Lchranstalteu steht eS nicht nur den Mitgliedern der Sch»Iko1n,»issio» , sondern jedem gebildete» Gaste frei. Fragen an die Schü.er zu richte». n״b man er» unittt sich nicht. daß diese Gevstogenbeit nachtheilige Folgen gehabt hätte, wen» mau nicht die «»schuldigen Witze beanstandet, welche über, die Dagesch-Cbaiak Passion eines SchullommissiouSmitgliedcS gemacht werden: über dieses Dage'ch dflegt sich nämlich einer unserer nnen,bebelichsten Herren bei jeder Prüsung zu ergeben. X. Pest, 20. August. Die Prüsnngru an de» israelitischen Geintindkschiilen gaben von den trefflichen L.-istnugeu der Lehrer Zeug- «iß. Wir heben besonderdie Lehrer Reich und Dauer hervor. In der Mädchenschule habe» Rozsafi und Roscnberz mit besonderem Eifer und Fleiße den Nnterrich, gelei:et. so daß die Prüfungen au derselben alle Anwesenden zusrieden stellten. Ein Ungenannter beschenkte eine Schü» lrrin der 4. Claffe mit einei» Silberihaler. Herr Hermann Steiner lveudete 5 fl. ö. W. zur Anschaffung von Prämien für arme Mädchen, die sich wahrend des Schuljahrebesonderauszeichneten. *) Daß da- Gesetz die ungarischen Juden zu Parias.siem» pelt (S. 130j ist eine unbegründete und übertreibende Behandlung. Kamen nicht Judcnhetzen in D'ünn vor? Uebrigeu» liegt Maro« (nicht Mürü«) Vülürhety ״ich« in ttngaru. sondern in Sie den bür. gen. Gegen Ruh hat Salomo» nicht geschrieben (S. 208). sondern gegen Nie«. Warum S- 216. Anm. zwei bedeutung-vosie Wortr dr« Schema-SprncheS weggeblieben sind, wissen wir nicht. Dir Berufung auf Beer (S. 56. Anm.) war übelflüffig. da Frankrl selbst die HerauSgabc einer Monografie: Philo und Maimooidr« versproch'n (lieber den Ein. fluß. Borr). Red. Fünfkirchen, 17. August. Provozirt Lurch die Fünskirchuer Korrespondenz in Nr. 33 dieser geschätzten Zeitschrift, dürfte folgende kurze pädagogische Erprktoraticn am Platze sein. Nach den obersten pü» dagogischen Prinzipien bleibt die Kunst. richtig zu fragen, ein an«, schließliche« Prärogativ de« schulmännisch gebildeten Lehrer« gegenüber demjenigen, der wohl Diltunz, aber feine schulmänuischr Begabung hat. und schon au« diesem Grunde müßten wir un« vom Standpunkte der Pädagogik gegen da- Fragensteklen der gebildrteo Laien bei einer öf. fentlichea Prüfung auSsprechra. wenn nicht auch andere Gründe von andern Standpunkten aufgefaßt. gegen eine solche Conzeffion an da« Laien.Pnblikum sprächen. Wahr ist e«, und die Empirik bestätigt ,« ge. nügsam, daß da- Kind, durch de» nnzewohnteu Tonfall in der gehörte» Frage die Fassung verliert und konsniitirt wird: wir wissen aber auch ferner, daß der Nichl-Lrhrer ungeachtet aller ancrkeniicnSiverthen Wissen- »ch-'fOichkeit. wenige Ausnahmen ausgenommen. von Kindernnterriibt keine blaffe Idee hak, da- Lehrziel eine- VolkSschülerS durchaus >g»o. riet und als eme Folge dessen Fragen stcllr» würde'). welche geeignet wäre», die Schule znm Schauplätze von Unregelmäßigkeiten, uustalthasten Zwischeusällrn und Absonderlichkeiten zu stempeln. Da eS aber auch der Schule obliegen muß. da« Dekor»!» zu wahren und ihre Pro» l'ullgSzästr vor dem sehr empsindlichen .,Sichlächerlichmachen* zu br» schütze», halte» w׳r eS unseres 1,»maßgeblichen Erachten-für da« Beste. La» Prüf»״ dem betreffenden Lehrer und höchstens hic und da dem Rabbiner, von dem sich pädagogische Schulbildung voro.uSi'ctzcn läßt, und wenn er durch öfteres Erschriiiei, in drr Sckule drn Schülern nicht fremd ist, . zu überlassen. Der tüchtige Prüfer vermag den Gästen einen klaren : Einblick in das innere Wesen der Schule zu verschaffen, auch wenn sie sich von Selbstiragen cnlk'alten und der Stümper wird sich da wir I dort blamiren. — Noch glauben wir. gegenüber unwahrer Angaben bemerken zu sollen, daß die öffentlichen Prüsiinzen am 6. d. M. geschlossen, der U,»erricht in de» brl׳räi׳'L׳en Fächern aber von alle» k.hrcro ohne Ausnahme in der Zeit von 8 bis 10 Uhr BormitiagS u,״״!kerbrocheo fortgesetzt wird. Gut mann Literarische Anzeigen. Nedrexv (irnmnr \vi,!1 Kxerclses . 11/ M. M. K a 11 s ch PH. Dr. Part. II. ,e. >e. London bei Lang man 1c. Eomp. 1863. Besprochen von Dr. Jemaad. שקע אירו של נדול נתפרסם אירו של קטן «Iss das Licht des Großen untergkgange». ha, das de« Kleinen bekannt zu werden angesangeu." Peßikiha Abschn. 16. (Fortsetzung"). Was Virgil dem Dante war ') bei seinen berühmten Reisen durch Himmel und H ölte, das ist der Historiker dem Leser. Zwi» scheu den Leistungen der Vergangenheit uud drr Wißbeg ierde der Gegenwart steht er als Do Ilm et sch er da. Er kann den Antoren, den Lesern, uud sich selbst schaden oder nützen. Dir von chm gefällten Urtheile können für oder gegen ihn selbst anslretcn. Dem vcrliegcudcu Buche geht eine Introduktion voran, welche eine Ge sch ich kr der hebräischen Grammatik rnthalten soll. ') Die letzte Prüfung in drr dritten Elaffe liesrrthier eine »reff« lichr Illustration zu dieser Behauptung. ") S. Nr. 2».

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