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Ben Chananja · 1863-08-19 · 34 (19.8.1863) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
34 (19.8.1863)
Date
1863-08-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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601 602 Summe aufbriogeu. di, fir in den Etaud setzt, ,inen Prediger definitiv anzustelleo? Wir können also heute da« Ereignis, wichtig für die Ge. grnwart und höchst bcdrutung«voll für di, Zukunft Prrßburg«, registrtren. daß Herr Dr. Brüll tau» de« in der Sitzung vom S. d. M. gefaßten Brschluffe« al« Prediger der Reformer ausgenommen ist. Ist e« nicht interessant, zu erfahren, daß man, wenn io irgend einer Zeitung ein da« Judenibnm betreffender und zufällig auch für die jüdischen Lehrer nnd dir jüdische Schule günstig ,prechenbrr Aufsatz ericheint. man sogleich den Schreiber für einen Lehrer hält, weil sonst Niemand an L.n Lehrer denkt. Niemand von ihm. am wenigsten für ibn redet? Heiß» da« nicht, sich selbst ein tostimoniuw pnuperlLtis aus« stellen? Nun bei aller Mißbilligung, welche ״solche Parteigänger der Lehrer" erfahren, und eben deshalb werde ich mich doch nie ad» halten lassen, zu Gunsten meiner AuiiSbrüter schreibt״ u»d darum rufe ich neuerdings und au« der tiesst.-n Tiefe meines für Lehrer warnifühlenden Herzens: Lehrer Ungarns! College»! Brüter! Helsen wir uu« selbst und Gott wird uns helfen! Verlaffeii wir »ns zunächst aus unsere schwache» Kräfte und wir werde» mit Gottes Hilfe erstarken! Weg mit Neid und Eif-rsucht, weg mit Egoismus und kleinlichen Zn׳ tercffen. weg mit Berraih und V.rlcnuidung, aber tbatkrästig Hand angelegt ans Werk znr Gründung eines Lehrer-Witwenlind Waisenvcrsorgung-vercinSWacker gcspcndct Brüter, gesammelt »uv wieter ge. spendet zu rinrm L>I׳rcr-Witwc»- und Waise,,ver,orgiingoverriiik! WaS dem Lehrer selbst, seiner Person nämlich Ln-st, die '.1nstel!i1׳ig mit Dekrct zngcdacht wurde, daS wissen wir hechc»,chatze!i »nd z» würdigen. Aber Weiber nnd Kinder sind es, für die wir wiederholt ,int flrheiiilich anrnscn dcn Wol'llhäligkeiissinn der Gcmrinden Ungarns, die Herren Rabbiner »nd Prediger und die Lekecr. Kollegen, Brüter! Lasset nicht wieder einigen Mißgünstigen oder Besseegcstellicn den traurigen Siege«- rühm, dieses Unierucliiiiei, zn störe». Beweisen wir, daß auch der Lehrer für seine Familie bcdaeht ist. Mögen aber die Gemeinden beweisen, daß anch sic cm Her, haben für die (SnidKr »nd Bildner ihrer Jugenv, indcm sie uniersintze» den ״L c h r er - W i«w cn- >1״ d W a i se nv e eso r« g u n g S v c r e i n kür Ungar,1 .״ Heinrich B u r b a » m. ÜW. 2zaika. fl. Aiianst Hochwilrdigrr Herr Nedakirnr! Ick Halle cs tür »ic>»r Psticht, Sie von eine,» »cneii Fortschritte der l׳iesigen Gcnieiiidc ,11 benachrichtige״. Dieselbe ist nämlich schon 1Jahr ohne Rabbiner und wählte vorige Woche z» ihre,» Seelsorger dcn Heer» H. iS'. Koh». den Sobn des allgemein geachteten Rabbiners »11 Püczcl. Derielbe hielt a», 1. d. M. Bor- und Nachmittag Red.״, welche beide so allgeineiiien Beifall gefunden. daß er noch an demselben Tage acceptirt wurde. Zcsef Nr»,»an». Lehrer. S. Nagy-Knrolu, 12 Anglist. Der hiesige energische Borstand. Herr Poliatickel, ist um imum Borichlige, die Schule als Gcmcindeanstall anziierkennen. dnrchgcdrnnge». Das Einloiiiinen von einem der Gemeinde gehörenden Hause und vom Feaneiibadc. ungesähr I2<>0 st. wurden als Schuliond gesichert. Die hiesige Ehevra-Kadischa hat ein sehr ansehnlich»« Gebäude rrrichlct. Dasselbe hat folgende Be- Iiandtheilc: Spital, Be:sa,»111I1lngS>aa1, Sttidirzimmcr, Dlcner-Woknung. Auch der Dan eince »eueu Synagoge wird in nicht gar ferner Zukunft in Angriff griionimen werden. M. Lzegrdttt, 1«. August. Zum SkbnetSfcstc Sr. Majestät ist beute ui der hiesigen Snnagoge rin solemicr hebräisch-ungarischer GolleSdicnst abgehalicn worden. Die Gemeinde war zalilrcich vrrsaniweit. dir Schnljugriiv begab sich. von den Lehrern geführt. an« der Schule in die Sunagogr. Die prachtvolle Schulfahne eröffiicle den Zug. literarische Anzeigen. Hrdro»׳ f-lrrminr witli KxrrdHcs, by M. M. Kasisch PH. De. Pari. H. 1c. ,e. London bei Longman ,c. Eomp. 1863. Besprochen von Dr. Jemand. שקע אורו של נדול נתפרסם אורו של קטן ״Ist da« Licht de« Großen untergrgangen, hat da« de« Kleine» bekannt zu werden aog,fangen." Peßiktha Abscha. 16. (Fortsetzung'). Die Etymologie steigt herab zu ihrem geistigra Vater und macht ihn glücklich Sir steigt dann heraus zur Welt und klatscht sich srlbst Beifall zn. Die Etymologie — kurz gesagt — macht ihrem Dairr und Pfleger gute Tage. Nb» — diese« Wörtchen hat sehr viel Unheil de» reit« angerichtrt und wird e« noch thuo — die guten Tage und die guten Gedanken werden selten von de» Götter» zagleich gegeben > Etymologie ist eia Labyrinth, wovon aber jeder glaub», daß er den Ariadnr««Fadeu dazu besitzt'). Girbt r« wirklich einen Faden für dicse« Labyrinth, so iste« ' Geschichte. Analogie mag sich daran — wenn dieser Fadrn zu kurz! wird — ergänzend anschlirßen. Will aber auch diesc« nicht hinreichrn,! so ist der etwaige gefundene Faden so arg, wir da« Labyrinth selbst, l wenn nicht noch ärger.! Etymologie ist die genealogische Rolle dcr Begriffe,d«e; geheime Geschichte der Wörter. I Krlrhrsamkrit und Fantaske können sich in der Etymologie! begegnen, sie können auch zuweilen sich gegenseitig ausheben. > Daß Eigennamen ebenfalls ihre Etymologie haben, ist klar. I Sie sind aber schwieliger zu geben, weil der leitrndr Begriff oft fehlt, j »nd vir grammaiiiche Form gegen alle« Festgesiellte läuft. Jedenfalls j kann man viele Eigennamen nicht übersetzen. I In dem vorliegenden Buche sind Eigennamen von Menschen I und Stadien bei vielen Gelegenheiten hcrbcigczogeu, vermeintlich erklärt! und wie andcrr Wörter übersetzt. Daß etymologisch der Name .שניוול von שם herstammt, wird hier Leni Leser als eine Thatiacve gegeben. Es sollte 1111S gar nicht wundern, wenn sich rin Leser in folgender : Weise da, über a. wen würde: DaS Einzige, das man gegen diese i Angabe vor»- ׳,-gen kann, ist blcS, Laß sie gänzlich unbegründet ist. ' Daß das Wort שכואל von שביע abstammt, ersähet man au« der Bibel. Der erwähme Leser macht hier auf 1 Sam. 1. 20 aufmcrk» זjm Es ist zwar las Work שנו ע dort »ich! ausdrücklich genannt, stist- ׳ schweigend aber ist es darunter verstauben. Die dort angegebeiien Worte בדי שאלתיו o* habe es von Gott verlangt, würde», ganz natürlich für den Nainrn שאול eher paffen'). DaS שבע ist elliptisch darin cnthalicn. ״Ich babc ih» von Gott vrrlangt". Srine Eristenz bcweist, daß Gott ihr Gcbct erhört hat. Er hcißt שבואל ohngcsährzu übersetzen. ״Davon Gott erhörte." Wie groß die Rolle war, welche das Wort שנוע spielte, darf der Umstand beweisen, daß an 18 Namen von - שב!ע glbitdet sind, woelincer manche, welche in grammatischer Hinsicht aller geregelten Form sich cniziehco ').; Es girbt im Hebräischen Namen, welche ihrer Form nach ei» ן pafflvcS Partizip sind. Manche sind etwas unregelmäßig pnuktirt, z. Bj das .רעל'ר sEzra 2, 2). welches übrigen« verschiedenen Sinn habe» ן fjun 1). Das שב אל gehört zu denjenigen, welche regelmäßig aus Pat« l tizipic» gcbiltct sind, wie 1רו2בל und רעואל ». a. in. *)! Dcr historische Fadrn hat sich hier gezeigt, wurde aber nicht brnutzt. Begriffliche Ellipse» in Namen sind häufig. Ein Blick auf die alttestamcntlichcu Namen zeigt dieses allenthalben. E» girbt auch t t.lt r historische Ellipsen'), Keren Betrachtung nicht ohne Werth ist. Dcr Namr כתושלה wird (S. 121) übersetzt ״Mann der Pfeile" (d. h. Bogenschütze) mid ist a!« zusammengesetzt von כתו (Mann) und שלה (Ps'il). Wenn in dem vorhergehenden Beispiele — so könnte van sage» — rin historisches Faktum dem Leser vcrenthalte» wurde, so wurde ih» hier ein« al« solche« gegeben, wofür aber die Nachweise ulcht zn finden find in der wirklichen Geschichte. Die sprachlichen Drstandthrile dies« Etymologie anlougevd, s« find fie — um da« arabische Sprüchwort zu gebrauchen : schwäche, al« da« Hau« der Spinne." ') S- Nr. 2».

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