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Ben Chananja · 1863-08-19 · 34 (19.8.1863) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
34 (19.8.1863)
Date
1863-08-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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599 600 «eichen, intern fit fcen Zusatz ((!fügen. dttX&un!9 ttt ro mifit*: (8t* hen itit hinanans « Feld. Auch Pseudojonathan, der, wie besannt, eine Compilation theil« voehandener. theil« verloren gegangener Midraschstellen iS, hat den Beisah: איתא ונסיק הרייין לברא• Ebenso haben die samaritanische und syrische Uebersetzung diesen Zusatz, nur weicht letztere darin ab, daß sie den Zusatz ,נצא הכרברר hat. -Hingegen wissen Onkeko« und tie arabische Derfion nicht« von dergleichen Zusätzen. Der Midrasch (Wajikro-rabb. P. 30) will unter dem Worte שרה an dieser Stelle da« Weltall (שדה לי עולם) verstanden wissen und erklärt ebensall«, daß Kajiu und Abel über die Theilung der Welt mit einander gestritlen baden. 4) I M. 10, 24.: ״Arphachsad zeugte Salah." Eine Stelle der Mischna (Spr. d. Väter V) lautet wie folgt: Zeh» Geschlechier gab e« von Adam bi« Noah und zehn Geschlechter von Noah bi« Abraham. Die Aufzählung der Geschlechter war von jeher ei» Grgrnstaud der Aufmerksamkeit, sowohl für Chronologisten. als auch sonstige Forscher des AlicrthumS. Schon Jos. (Aut. 1, 5) giebt an, daß Noah der zehnte von Adam und Abraham (ibid. c. 14) der zehnte von Noah war. Ebenso ziiirt Orig. (Trakt. 16 in Matth.) zehn Geschlechter von Noah bis Abrabam. Aeboliche GeschlechtSanfzählungen finden wir auch von len U'ätcrn biblischen Personen. So lautet eine Stelle im Midrasch (S hcmoth-rabb. P. 16): Wie der Mond dreißig Tage zählt, ebenso viele KönigSgcschlccb:er soll das jüdische Reich haben, vom Abraham bis Salomo gab e« 15 Geschlechter, von Salomo bis Zedekia ebenfalls 15. Ein za::; ähnliches Register führt auch der Evangelist (Matth, s 1, 17) an, nur werden kort von Abraham bis David 14. von David! dis zur Gefangenschaft wieder 14 Geschlechter angenommen. (S. dar- | über meine Alhai dlunz L. D. d. Or. 847. Nr. 51). Indes ist die! Aufzählung solcher GeschlechiSregister keineswegs als eine bloße Spielerci oder fruchtlose Zusammenstellung zu betrachten, sie ist vielmehr aus I einer Polemik über verschiedene traditionelle oder dogmatische Differenzen hervorgegangen ui.v stets als LaS Resultat sestgestelltcr Ansichten angescben, was wir aus Anfangs zilirtcr Stelle erhärten wollen. In allen unfern BibelauSgaben heisst es auf drei Stellen (I. M. 10, 24. 11, 12. I. Ehr. 1, 18-: Arphachsad zeugte Sclah. Selah war! also dadritte Geschlecht der zweiten dekadischen Generation. Ganz! ander» jedoch lautet diese Stesie in der Septuaginta, sie giebt folaenden > Zusatz: Arphachsad zeugte Kainon, Kainon zeugte Calah. Nach dieser j Genealogie wäre Abraham bereit« das 11. Geschlecht. Die Septua« 1 ginta ist aber auch die einzige unter allen Bibelübersetzungen, die d,esen ' Zusatz kennet. Diese Stelle brachte die Kirchenväter in keine geringe 1 Verlegenheit, da der Evangelist LukaS (Hl. 36) sie ebenfalls hat. Da! man an der Richtigkeit de» hebräischen Tertes nicht zweifeln konnte, nachdem selbst profane Schriftsteller (apud Euaeb. 1. 9 pracp.) die GeschllchtSsolge von Noah bi» Abraham nur aus zehn angeben, so nahm man seineZuflucht zur Streichung und gestand offenherriz. daß die Hand eine» leichtfertigen Eopisten, der den Namen Kuinou in der antediluvianischcn GeschlechtSsolge gesehen (L M. 5. 9) ihn hieher iirthümlicher Weise in die Septuaginta gesetzt. (Grot. in loeo). Wa» aber den Evan« gellsten anbelangt, so unternimmt Hyronimu« folgende Apologie: Multa qiiippe dicuntur juxta opinionem illius ternporia quo gesta fuerunt et non jaxta quod roi veritaa continebat. (Schluß folgt.) AorresponLen). Ausland. 8. Pari-, 11. August. Ihre Fürsprache zu Gunsten der Ser« bischen Inden hat bei der Allianee den lebhaftesten Anklang gefunden. In der am 6. d. M. abgehaltenen AuSschußfitzung wurde beschlossen, an den Minister de« Aeußern ein Schreiben zu richten, wa« auch gestern wirklich geschah*). Ein gleiche« Schreiben wurde an den Minister de« Aeußern bei der hohen Pforte gerichtet. Abschriften desselben find bereit« nach Wien, Turin und an die ״Board of Deputö«" in London abgegangen. Inland. v. Szegedln, 11. August. Don der bei Salomon in Tilsit in Preußen erscheinenden Ausgabe de« babylonischen Tbalmud« in Oktav ist soeben der Traktat Erubin versendet worden. Sowohl wegen der Zn« gaben, mit welchen diese Ausgabe bereichert wurre, wie nicht nnnder wegen ihrer Korrektheit und schonen Ausstattung verdient dieselbe die weiteste Verbreitung. Der Preis ist, wie aus der Anzeige in den Zn» scraten der vor. N. d. Blattes zu ersehen ist, ein sehr billiger. — Herr Z. 3- Kohen in Pest spendete der hiesigen Gemeinde für Gemeindearme 100 fl., Herr Gustav Maas der verunglückten Familie N. 50 fl. 5. W. Vor Kurzem erschien im Verlage von Georg Kilian: Mosaische Religion«» lehre zum Gebrauche für höhere Schulen von Zchuda Wahrmanu. Prcfibtirg, 10. August. Als ich vor 6 Jahren in die Reihe Ihrer Korrespondenten trat und Ew. Ehrwürdeu so freundlich waren, meinen Notizen ein bescheidene« Plätzchen zu gönnen, mein Streben, für Ungarn und die Nebenländer einen Lehrer-Witwen- und Walsen- DcrsvrgungSverein ins Leben zu rufen, so herzlich und nachdrücklich te» fürworlcten, ahnte ich nicht, daß diese Angelegenheit, in welcher ich nur meine Herren Lehrer-Ecllegcn an« Nah und Fern, und taS Bestieben, ihnen irgendwie nützen zu können, im Ange halte, sobald zu Grabe getragen werden wird, um so weniger, als sich die tüchtigsten Lehrer Ungarns um die Sache annahmen. Es kam also, was ich nicht de» fürchtete: das Projekt wurde failcn gelassen in Folge der politischen Ereigniffe in uiiscrem Vaierlande; man bemühte sich, de« Lehrer- und seiner Jntcreffen zu vergessen; man ließ an Lehrer und Schule unge« straft, oft lingerügt, Frevel verüben, ja an manchem Orte machte man sich togar ein Vedieust daraus, die Lehrer gegeneinander zu Hetzen und Lehrer und Schule wurden in manche» Gemeinden verwaist. Mein Schmerz über diesen Fall war groß und ich legte nur —Stillschweigen aus. Wohl haben die geschätzten Leser des ״D. CH." dadurch nicht« verloren, aber Schreiber dieser Zeilen hielt sich zum Schweigen verpflichtet, wenn einmal für die Lehrer nicht geredet werden durste. Heute erlaube ich mir, mein Schweig-n zu brechen, hoffend. Tw, Ehrwürdeu werden wir wieder ein bescheidene« Plätzchen einräumen. E« dürften hierdurch die Behauptungen, daß ich der Urheber der im ״B. CH." erschienenen ״Wiener" und ״Preßburger" Briefe war, und in Folge dessen die auf mich gehäuften Beschuldigungen, Verdächtigun« gen, Verleumdungen, Belobungen u. s. w. von selbst wegfallen. Dieses vorausgeschickt, beginne ich wieder meine Berichte au« Preßburg, die für ein, jüdischen Interessen gewidmete« Organ immer interereffanlen Stoff darbieten. Denn ist e« nicht interessant, wenn man an« einer Gemeinde wie Preßburg berichten kann, daß dort ein Rabbiner in der Person des von beiden Parteien hochgeachteten Hrn S. W. Schreiber, ein Maggid in der Person de« Herrn Fischmann nnd ein Prediger in der Person de» Phil. Dr. Herrn Brüll, jeder in seinem Kreise Wirkens Und die Resultate dieser Wirkungen? Je nun! Herr Fischmann bestrebt sich, den Sinn für gute Jüdischkeit und Frömmigkeit im Sinne unserer Väter nnd Mütter wieder zu beleben und rührt sein Auditorium oft zn Thräneu; Herr De. Brüll entzündet und entflammt seine Zuhörer für Fortschritt und erbaut durch seinen Vortrag. Ist e« nicht interessant, zu erfahren, daß einige Männer eine Subskriplion für einen Prediger eröffnen und in kürzester Zeit eine *) Den Wortlaut desselben bringt die nächste Nummer. Red.

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