Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1863-08-12 · 33 (12.8.1863) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
33 (12.8.1863)
Date
1863-08-12
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2542917-2542918-2542952--3255-2547115
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

©ctlc&ge zvrrn ״©et» ShacmnM" Nv. SS, מ a c0 r II f.! der in unserer Stadt rühmlichst bekannte Doktor! Philipp Herczl, durch welchen sie der allmäch- Czkgkdin. 10. Slugust 1863. Gott vor einigen Monaten aus einer gefähr- Eine der geachtctestcn Persönlichkeiten unserer! lichen Krankheit gerettet hatte, bot Alles auf, ihr Gemeinde und unserer Stadt, die Frau Katharina! das letzte hoffnungslose Schmerzenslager zn lindern' Pollak, gcb. Deutsch, wurde heute Nachmittags! und zu mildern. So beschloß sie ihr 75jährigcs, um fünf Uhr zn Grabe bestattet. Eine unabsehbare 1 gvttesfürchtigcs und von Gott gesegnetes Leben, von Menschenmenge folgte dem Leichenwagen. Nicht nur! 7 Kindern, 3 Schwiegersöhnen, 2 Schwiegcrtöchdie gesammte israelitische Gemeinde, auch eine große j tern, 19 Enkeln, 11 Urenkeln, 5 Geschwistern und Zahl von Christen hatte sich cingefnnden, um der i Allen, die sie kannten, aufrichtig betrauert. Ihr äl- Entschlafenen die letzte Ehre zu erweisen. Dieselbe > tcftcr Schwiegersohn, Herr Abraham Kohcn, wurde 1784 in Z cnt a geboren, und wurde 1806! dessen Name ein halbes Jahrhundert hindurch einen die Gattin des Herrn Simon Pollak, welcher! guten Klang hatte, und in welchem die hiesige Gezu den würdigsten Mitgliedern der hiesigen Ge . meinde eine Neihc von Jahren einen biedern, uneimeinde gehörte, und am 15. Mai 1842 das Zeit-! gennützigen, wohlunterrichteten und vielverdienten liche segnete. Die Verblichene ein wahres Muster J Vorsteher verehrte, war ihr am 21. April 1853 einer biedern, Arbeit und Ordnung liebenden Hanssran, nahm auch an dem ihr in allen Einzelnheiten bekannten Geschäfte des Hauses thütigcn Antheil. Ihre Klugheit, Umsicht und Rechtschaffenheit sicherteil ihr die Achtung und Wcrthschätznng Aller, die Gelegenheit hatten, mit ihr in Berührung zu kommen. Die Hauptgnelle ihrer Popularität aber war ihre Wohlthätigkeit. Die ganze, zahlreiche Trauer- Versammlung gab ihre Zustimmung zu erkennen, als der Oberrabbiner, der die Leichenrede hielt, den Leidtragenden zurief, daß an dem Sarge ihrer Mutter nicht nur sic, sondern auch die Armen, die Bedrängten, die Hilfsbedürftigen eine theilnehmendc, sorgsame, treue Mutter beweinen. Wiewohl mehr denn zwanzig Jahre Witwe hat die Vollendete dennoch ein sehr glückliches Alter erlebt. In ihrem Hause vereinigten sich Wohlstand und fromme Patriarchalischc Sitte. Kinder und Enkel wetteiferten in dem Streben, der treuen Mutter, in welcher sie mit Recht die Krone ihrer Familie verehrten, frohe Stunden zu machen. Auch auf ihrem letzten Schmerzenslager bedurfte sie nicht der Pstcgc fremder Hand. Töchter und Enkelinnen ermüdeten weder des Tages noch des Nachts, die thenre Kranke schützend und pflegend zu umgeben. Ihr eigener Schwiegersohn, in ein besseres Leben vorangeeilt. Das Andenken der Vollendeten wird ein gesegnetes bleiben. Zehuda b. Amittai. Mp für Jlcfrijirij((’ ilcr -Mm in Kilgimi. V. Instruktion der Stände des pestcr Coinilates in I Letress der bürgerlichen Stellung der Inden aus dem Jahre 1339. Aus tcm Nnzarischkn übersetzt und mitgetheilt vcn L. L. Für ausländische Leser dieser Blätter dürfte hier die Vorbemerkung nicht überflüssig sein, daß die ungarischen Munizipien vor 1813 daS Recht hatten, ihre Reichstagsablegaken mit Instruktionen zu versehen, nach denen die« selben ihre Vota abzugeben hatten. Zur Ausarbeitung der Instruktion wurde eine Kommission ernannt, deren Elaborat der General-Kongregation znr Prüfung vorgelag wurde. Von der Kommission deS Pcster KomitaleS waren bei Verhandlung der Juden frage im Jahre 1839 folgende Mitglieder gegenwärtig: die GerichtStafelbeisitzer Gr. Stefan SzScsenyi, Gr. Gedeon Räday, Georg KoväcS, Peter Benyovöky, Ladislaus Lissovinyi, Andreas Fäy und Karl Jahi; ferner Johann SimonsicS, zweiter Vizegespan; Jo« Hann Zlinßkv, Oberstuhlrichter; Paul Nyäry, Obernotär; Joses Gül und SludreaS Näkoczy, Oberfiskale Anton Bel« lagh, Geschworener. Die die Juden betreffende Instruktion lautet: Ja ihrem gegenwärtigen Zustande stnd die Juden im wahrhaftigen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.