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Ben Chananja · 1863-08-12 · 33 (12.8.1863) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
33 (12.8.1863)
Date
1863-08-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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579 580 Utber ta« 1) נם הוא W. 10, 21), welch.« (S. 272) angeführt wird, ist zu bemerken, daß dort doch nur eine Inversion ist und r« eigentlich lantea sollte ונם לשם• Daß (6.207) da« כלת al« Stamm für da» Wort בלתי angegebeu ist. ist — so we»t der Augenschein r.icht, — richtig. Auch Kiwchi hat e» so angegeben. Der einheitlichen logischeu Anschauung darf man behaupten, ohne Widerspruch zu besürchtea. daß בלי und בלתי begrifflich von בל hrrstammen. Da» בל ist iden. tisch mit לא oder אל. Da« בלי mit בלא. Da» בלתי wit זולת oder הוץ• Da» בלתי nimm« zu Anfang einige Hilssbuchstaben an, welche nur syntaktische Geltung haben, ohne in dem Worte selbst etwa» zu ändern *)- Die deutschen Wörter nicht, ohne und außer haben sämmt» lich einen Begriff der Verneinung- Nicht (בגל) ist der Grundbegriff- Ohne (בלי) erscheint al« Adjektiv der Negation dem Begriffe nach, wenn auch nicht grammatisch ausgeprägt. Außer (בלתי) hat die Der» neinung auf denjenigen Gegenstand, welcher von dem Redenden bezeichnet wird, Au ßer heißt doch: diele« allein unter allen ander» nicht. Die deutschen Worte zeigen eben keine äußere sprachliche Arhnlichkeit; in den hebräischen Wörtern ist diese« auch sprachlich sichtbar. Wa« in dem vorliegenden Buche (S. 269) über da« חוץ gesagt wird, ist auch nicht ganz da« Richtige. ״Draußen" ist die eigen«' liche Dedeuinng de« Worte« ״;חוץaußen" ist da« Uneigentliche de« Begriffe«. Diese uneigentliche Bedeutung hat da« Wort in der Mischna und im Thalmud (das!דולר und בלתי ist dort nicht üblich), in der Bibel ist e« nur sehr selten in dieser Bedeutung. Daß ל)/ die Bedeutung hat ״zum Trotz, trotzdem" erfährt man au« dem vorliegenden Buche (S. 267). Al« Beispiel dazu wird da« על דעתך (Job 10, 7) angeführt. Ob על überhaupt diese Bedeutung habe, ist vielleicht nicht so sicher. Gewiß aber ist. daß e« hier diese Bedeutung nicht hat. Da» darauf folgende בי macht e» grammatisch unmöglich, daß an und für sich dieser Gedanke an Unsinn gränzen würde, ist nicht der geringste Grund gegen diese Bedeutung. Da« in Rede stehende על דעתך ist nicht ander« zu übersetzen, al- ״du weißt e«" oder ״nach deinem Wissen". Thalniudische Phrasen dieser Art find in großer Anzahl vorhanden '*). Da« biblische Wort עד (bi«) ist bekannt. Im Thalmudischen heißt עד in gewissen Eonstruclionen auch ״während". Es könnten zahlreiche Beispiele dafür angeführt werde». Wir begnügen uns mit der folgenden Stelle: עד שיעקב אבינו מסב במטתו נצנצה בו דוח ״ הקרשWährend unser Bater Jakob auf seinem Bette lag. öl itzt» der göttliche Geist in ihm auf" "). עד שהמלך (Hohelied l. 2) ״) hat wohl diese Bedeutung. Wenn mir uns jetzt aus da« schlüpfrige Gebiet der Etymolo« gir wagen, so geschieht e» bloS. weil der moderne Grammatiker seine Leser bereit« dorthin geführt hat. (Fortsetzung folgt.) Anmerkungen. ') Ja Bezug auf da« ילע hat derselbe (Lerikoa Art. לוע) eine brauchbare thalwudischr Stelle al« Nachweisung gegeben. — ’) Der biblische Eigenname (1 M. 22, 24) stünde damit in Verbindung. דם selbst ist al« Name gebraucht sowohl allein, al« in Zusammensetzung z. D. ״Adonir a w". — *) Insofern da« יתימרו selten ist, so hätte dort die Nachweisung zu diesem und nicht zu מור kommen sollen, drffe» Hifilform doch die allgemeiu bekannte ist. — ך E« wag hier bemerkt sein, daß da« Wort מטייט im Midrasch vorkömml in der Bedeutung von reiuigeu, vom Koth (טיט) befreien. (Wir bedauern, daß wie in diesem Angrnblickr diese Stelle nicht finden können). 8« liegt di» Bermuthunz nahe, daß da- מטאטא (wie da« angeführte מטייט) vo, טיט herkömmt. Eine Wurzel טאט hat chaldäisch sein» Richtigkeit (wie קאים von Cp u. a. m ) Da« א zu Ende wäre allerdiog« über, flüssig. — «) Ho«. 10.6. ׳ — •בשנה — יקח) Ov da« chaldäisch. arabische Wort סנוד Gürtel damit in Verbindung stehet, wäre zu de» trachten. Da« סני הלוט הלוט (Jts. 25, 7) dürfte al« ״ur sachltchr Parallele dazu betrachtet werden. — ך Jgeeeth baale Ehaiw Haupistück 111. Kap. 9. 8 •כמו שתמשול הבקר. הקטנה על הפיל• ist dort auch die Rede von dem Löwen, welcher nur eine gewisse Art von Ameisen fürchtet. Die «halmudische» Worte אימת כפגיע על הארי können hier genannt werdru al« Parallele. — ') Beiläufig mag hier bemerkt werden, daß die Verwechslung Le« ל und נ. welch,« zuweilen im Hebräischen sich findet, auch bei den Juden in fremdsprachlichen Wör- »er» stattsand. Wir finden Len Namen Antonius auch Antolinu« (ר — .™^ח^*13(אנטולינוס Das 1) ליחד vhron. 12, 17) nähen sich der Bedkutung eines Hauptwortes. — '*) Da« von Kimchi (Lerikon Art. בלת) gegebene ist mehr einheitlich zu betrachten. — ") z. B. das oft voikonimende ״ על רעתיה ר׳״׳nach der Ansicht de« — Ebenso da« nicht minder oft vorkoninieude ״ וכי תעלה על דעתךWie kann eS dir in de» Sinn kommen". Im Biblischen ist עלה על דוח üblich oder anch על לבב — ") Dieser hier gebrauchte Auldruck ist eigenthümlich erregend und geistreich. Seinem Wesen nach ist er identisch mit den allbekannten biblischen Worte» (Ehroa. I. 12, 78) ודוח לבשה- Die Worte des Liviu« (B. 5. §. 43) — ״und wie vom Atbem eines GotreS angehaucht k. k." dürfen hier auch dazu angeführt werden. — ") Die angeführte» Wort, de« Midrasch sind zu dieser Stelle. Zur Seschwichtigung. Herr Jerome Erb manu, Lehrer der 4. Elaffe au der «fr. Hauptschule zu Raab hat in seinem Berichte in der ״Allg Ztg. de« Judenthum«" den Herrn Nathan Fischer, seinen Kollegen und ״Referenten" erwähnter Lehranstalt, weder angegriffen noch herabgesetzt, und die gegen ihn gerichtete Replik in Nr. 31. d. Bl. nicht provozirt Ich mnß die Veröffentlichung dieser Replik bedauern. Andererseit« wird Herr Erbmann einräumcn, daß auch sein Bericht nicht von Wohlwolleo gegen seinen Kollegen Fischer diktirt wurde, da er sonst nicht veeschwie׳ geu hätte, daß F., wenn auch nicht als Direktor, so doch al« ״Resereul" dir Schule nach außen vertritt, wie er denn dafür auch eine Rewuoeration bezieht. Mögen beide Herren über da« Geschehene einen Schleier werfen, und sich mit kollegialer Brüderlichkeit die Hand reichen! Bemerkung. Herrn Rabd. L. in W—n. I» der nächsten Nummer. Szegedln, Leipzig, Lrldßverla, brr Rtlaktls«. Sowolstioo, Vrrla, von Franz Vngnrr. Druck von Sigmund Burger in Ezegedi». Hierza ein halber Bogen Beilage. "VS

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