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Ben Chananja · 1863-08-12 · 33 (12.8.1863) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
33 (12.8.1863)
Date
1863-08-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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j 567 schabt euch um daS Pariser Komite, welches ihr immer bereit finden werdet, euere guten Vorhaben zu unterstützen. Französische Juden in allen nnscrn Städten, gebet daS Beispiel eines erhabenen Mitwirkens. Möge unsere Zahl neue Kraft verleihen diesem Vereine, dessen Zukunft groß ist, und der, kaum entstanden, schon so unverhoffte Früchte trug. Mukh, Brüder.' Wir werden in unserem edlen Bemühcn durch hohe Geister anderer Religionen unterstützt und wir gehen der glücklichen Brüderlichkeit aller Menschen entgegen- WaS mich betrifft, so widmete ich mit Freuden meine Jugendfahre, die Tage meines reiferen Alters der Verthcidigung, der Erhaltung dieser erhabenen Religion, die die Moral der zehn Gebote zu Grunde legt, die Einheit GotteS zum Gipfelpunkte macht und so Gott mit dem Menschen, den Himmel mit der Erde verbindet. Möge mein Alter Zeuge sein der Entwicke, Iling unseres heiligen Vereines. Möge er sich in Mitte der brennenden Fragen, die die Welt in Bewegung setzen, durch die Brüderlichkeit der Gefühle offenbaren, stets bereit, der Pflicht zu gehorchen, Opfer zu bringen, indem er ans seine Fahne unsere alte Devise zeigt: Einziger Gott, Liebe zu in Vatcrlande, Aufhebung der Sklaverei. Möge ich in der Lage sein, künftiges Jahr an dem Tage, da ich Bericht erstatten werde über die Mission, die > mir so eben anvertrant wurde, berichten zu können, daß die Alliance iara6lite universelle überall die Protektion ihrer ,:.,zählbaren Zweige verbreitet. Paris, den 15. Juli 1863. Adolf Gremieux, A»vckat, cinftigcS Mitglied deS provisorik scheu KouvcrncinentS u»d Iuflizminister im 1848, Präsident der Alliance israölite universelle. prci> ' i)cr Makmic i)cr iMrijriflen uni) der fdjöncn ItfifMrijtiftcn in Paris. Auf den Vorschlag deS Herrn Munk, Mitgliedes der Akademie der Inschriften und der schönen Wissenschaften, eröffnete diese Akademie einen Konkurs über einen der jüdi, schen Literatur entnommenen Gegenstand. Preis : 3000 Franks. Der Gegenstand ist folgender: ״Man sammle alle geographischcn, topographischen und historischen Daten über Paläslina, welche in den beiden Thalmnden, den Midraschim und anderen Büchern der jüdischen Tradition (Megillath Thaanith, Seder Olam, Sifra, Sifri u. s. w.) zerstreut sind; man bringe diese Daten in eine svstematische Ordnung, uuterziche dieselben einer eingehenden Kritik, und vergleiche sie mit den Berichten des Geschichtschreibers JosesuS, deS HieronvmuS, deS EusebinS und anderer Kirchen und ProsauchrisisteUer." Die ״Arch. Jsr." fügen hinzu: ״Diese Frage 568 Wird am besten von Israeliten, namentlich von Thalmudisteu behandelt werden können. Die Manuskripte find vor dem 1. Jäner 1865 dem Sekretariate deS Institutes elnznseoden. Der Name deS Verfasse» S ist in einem versiegelten Converte beizulegen.- Nachbemerkung der Nedaktion. Zum ersten Male hat eine gelehrte Körperschaft eine die thalmudische AlterthuinSkunde betreffende Untersuchung zum Gegenstände einer Preisfrage gemacht, und sich dadurch die Dankbarkeit aller Freunde jüdischer Wissenschaft g-sichert. Um die erschöpfende Lösung der Frage fördern zu helfen, eröffnen »vir in der nächsten Nummer eine neue Rubrik: ״Geographisches und Geschichtliches über Palästina in der thalmudischen Literatur." Wir bitlen die gelehrten Freunde Ben EhananjaS, diese Rubrik mit den Resultaten ihrer Forschungen bereichern zu wollen. Zur KjWle der rhetorischen Literatur bei den Men. Don NrhcmiaS Brüll in Wien.!Schluß'). V. k. MoscIichClinjimLazzafo. R.JchudaLcl>Mar“;alioth. Im 17. Jahrhunderte wnrde die rhetorische Literatllr um gar nichts bereichert, denn während die Kanzelvorträge in Deutschland, welche bis vor dem 17. Jahrhundert sich auf die z»vei Ma» deS JahreS stattsindenden halachischen Vorträge reduzirten und höchstens von einer agadischen Rcschuth introduzirt wurden, später biö aus einige Ausnahmen in ein geistloses Spiel trockener Spitzfindigkeiten anSarteten, indem sie die pilpulistische Methode auch auf daö Gebiet deS Midrasch übertrüge», und daher daS Bedürsniß einer Rhetorik nie gefühlt »vnrde, hatten sie sich in Italien stets in den Grenzen deS gesunden Geschmackes und der verständigen Aufsaffung gehalten, »vodurch eö sich heranbildenden Predigern nicht uölhig »vurde, sich erst ihre sämmtliche Anleitung auS theoretischen Werken zu holen. Erst gegen den Anfang deS 18. Jahrhunderts finden »vir, daß der auch durch seine namhaften Leistungen aus dem Felde der Halacha berühmte R. Jesaia Baffan, Rabbiner zu Padua, daselbst auch Vorträge über Rhetorik hielt und einen Kreis von strebsamen Jünglingeu um sich herum versammmelte'). Als den vorzüglichsten seiner Sch»'»ler erkannte er bald den jungen talentvollen Moschch Chajim Luzzato (geb. 1707), der nicht nur seine Eollegen im Thalmudstudium an Schärfe, Genauigkeit und ') S. Ne. 2». 4929

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