Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 33 (12.8.1863)
- Date
- 1863-08-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 33. -5zegM!l, Heu 13. ilnQiifl 1863. Sechster Jahrgang. JifntK nnd and. Nebaktiou IN Gzegrdt» cfcrr an Hra. /raflj Wb|UT (■ Cnpjt'3 ju senden. Die 2spaltigr Petiizeile wird mit 10 Rkr.--2 Sgr. berechnet. Nr-akll»»: 3 Krcn,n-Gaffe. Politzer'fche« Inhalt. Eremieur'« Aufruf. Bon S. k. — PrciSaufgabe der Pariser Akademie — Zur Geschichte der rbelorischeu Literatur. Bon Neh. Brüll. — Ztorrcfpondcuz. Ausland. Berlin (Bau der Synagoge. Orgelsrage. Feiedmaun). Znlavd. Pest (Neplik) Pest (Präparandenstipendiensond). Ofen (Nathan Fischer). Prag (Einweihung der Mciselsynagoge. Dr. Stein). TemeSvar (Prüfungen. CcharmanuS Mchltbätigkeit. Kummers Besuch), ffüiissirchen (Prüfungen). Kasckau (Eid mvre juünieo). Szente« (Prüfung bei Fel. Svitäler, Nu» der Makoer Schule). — Literarische Anzeigen. Brrichle der Präparaudie. Bon M. Schwarz. — Kalischs hebr. Grammatik, Ang. von Dr. Jemand. — Zur Beschwichtigung. Inhalt der Beilage. Nachruf an Fran Katharina Pollak. — Archiv für Geschichte der Juten in Nngnrn. — (Eingesandt) AusllSrung einer ״Erklärung". — Literarischer Koldo. — Inserate. Jeden Mittwoch erschein« rin Dogen. Präanmeralloarpret«: Wochenblatt für jüdische Theofogie. M-» °b°»mn M HttMSgtbn u«d R-d.,״-».: amtern u. Buchhandlungen de« Zu-nnd Ausland.«. I.EOB-OlLl» » . Obcrrabbiner zu Szegedl«. Lremieu^'8 Ausruf. Aus dem Französischen von S. k. In meine <6lnubcn5ZenojHen auf nllcn Duniltcn der Grde. Theure Glaubensgenossen!?llö Gott auf dem Dcrgc Sinai zu unseren Vätern sprach, ließ seine Slimme folgende herrliche Worte vernetzmen. die unsere ganze Religion in sich faffen: ״Ich bin in Ewige, dein סיס», der ich dich herauSgesührt habe aus dem Lande Egypten, aus dein Sklavenhause. Du sollst keine audern Götter haben vor mir." Einheit Gotteö, Na l i o n al i tä l, Aushebung der Sklaverei: daö sind die drei großen Prinzipien, die in unserem so aufgeklärten Jahrhundert die edelsten Geister leiten. Gott selbst verkündete sie dem kleinen Volke, daS er erwählt hatte; er ließ sic diese unsterblichen zehn Gebote befolgen, den Inbegriff der reinsten Moral, die vom Himmel stammt, um die Erde zu erleuchten. Wir tragen noch in unseren Herzen die Liebe zum Vaterlande, den Abscheu vor der Sklaverei und den einigen, einzigen Gott unk mit Freude gehorchen wir diesen zehn Geboten, deren Offenbarung der Schöpfung unserer Nationalität ihr unsterbliches Siegel aufdrückt. Und dennoch haben wir, zerstreut aus der ganzen Oberfläche der Erde, achtzehn Jahrhunderte der Verfolgung rtra« gen; und als die erste aller zivilisirten Nationen, die jranzösische, die erste Schranke der Vorurtheile, die unS zu Doden drückten, niederriß: da war sie noch weit entfernt davon, die Epoche der Verfolgungen zu beschließen und den Jahr- Hunderte währenden Haß zu vertilgen, dessen bedaneruöwerthe Opfer wir waren. Aber daS Licht verbreitet sich, der Horizont klärt sich, die religiöse Wuth erlischt und in dieser großen Arbeit, welche die Jahrhunderte Schritt vor Schritt vollführen, sich ,inander den wachsenden Funken mittheilend, bemüht sich die menschliche Intelligenz immer mehr, unter den Völkern daS Gefühl der Brüderlichkeit zu verbreiten, daS Allen, ohne Unlerschied der Religion, gleiche Rechte verspricht. Ohne Zweifel sind noch große Mühen nöthig und VieleS ist noch zu thnn. Die Muselmänner und Ehristen ver. folgen einander, die christlichen Sekten feinden sich gegenseitig an, geschriebene Gesetze hindern mit grausamen Bemühungen die Verbreitung der Bibel und wir, theure GlaubenSgenossen, sind noch auf einem großen Thcile der Erde, den ,vir bewohnen, Gegenstand deS HasscS und der Verfolgung. Schwach an Zahl, doch stark an Willen, werden wir diese nicderschlagende Unterdrückung überwinden, die in so vielen Ländern den Aufschwung unserer Brüder hindert. Diesen edlen Zweck zu erreichen, hat sich die Alliance israelitt* universelle gebildet. Wo immer ein Israelit eine Versolgung erleidet, soll seine Stimme zu nnö gelangen und die un'erige wird sich hören lassen; sie wird Gerechtigkeit fordern selbst wenn die religiöse Verfolgung die Anhänger einer anderen Religion erreicht. Der Bericht, den wir euch zusenden, ist der sprechendste Beweis dafür: wir haben schon mehr alS eine Gefahr verhindert, mehr als eine Ungerech. tlgkeil gehemmt, mehr als einen Unschuldigen gerettet. Ich habe mit Freuden die diesjährige Präsidendiesefruchtbaren Vereins angenommen; ich bin überzeugt, daß ich aus die Mitwirkung aller seiner Mitglieder rechnen kann. Aber ich nehme euere Mitwirkung in Anspruch, theure Glau׳ benögenoffcn, die ihr an nnserer Alliance noch nicht Antheil nehmet. K״nmet zu mir, kommet zu unS. Schicket unS tau׳ sende und tausende Thcilnehmer; constituiret euch in £c» miteö. Englische Juden, russische Juden, polnische Juden, bel. gische Juden, holländische Juden, Juden aller Theile DeutschlandS, Juden aller Staaten Europas, Juden Afrika-, Juden Amerika-, Juden aller Punkte der Erde, wo unsere Religion durchdrang, vereiniget euch durch ein brüderliche- Band und