Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1863-08-05 · 32 (5.8.1863) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
32 (5.8.1863)
Date
1863-08-05
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2542917-2542918-2542951--3244-2547103
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

561 56* Anmerkungen. ׳) Welch«» btt Verfasser in timt Note (S. 183) ausdrücklich nennt und feiner Erklärung!Beifall gitbt. — *) Die spezielle thalmu* bische Stelle, welche Kiwchi dazu ansührt, macht erst diese Erklärung annehmbar. — *) Da« אולי stehet sprachlich mit אילם i» Serbin* düng. אול ist da» Gemeinschaftliche beider. — י) Wir glauben die« bei einem allen Grammatiker gesehen zu haben. — *) In כמוך ist nicht« vom אתה sichtbar. E» ist nur da« ך von אותך• — *) Ganz wörtlich: ,er liebte ihn. die Liebe seine« eig enen Selbst." — ד) Obwohl sprachlich da« אהבת נפשו hier al« Hauptwort erscheint. so ist e« dem Begriffe nach nur al« Adjektiv zu betrachten. — ")Zu der la, teinischen Phrase ״Bcrvitus aervire", welche angeführt ist, hätte da« biblische (3. M. 25. 39)לא תעבוד בו עבודת עבד als Beispiel ge. paßt. — י) D'Herbelot Bib. orientale Art. Acunm. Die Böller überhaupt. Dem Klange nach ist da« Ihatmudische עבו״ם hier zu neu. ne». ") Im Miwchar Peuiiiim und Dru Ha-Melech sind solche Sprüche zu finden. — ") Grammatisch ist שדי. wie זכי• welche« in der Ehronif al« Eigenname vorlömnit. Dir Wurzel ist כך!- Das thalmudische כאי? ist die Wurzel 7)2]■ Beide Wurzeln stießen begrifflich zu* fantmen. (Näher einzugehen ist hier der Ort nicht). — "). D'Herbelot (Art. Ledid) gitbt diesen Spruch auch arabisch. Au« diesem ist zu erseken, daß Schem Tob Palquera ihn anonym ansührt in dessen More Ha-More (S. 73). Wir halten e«, im Interesse de« Leser«, nicht für lunoerih, dessen Worte herzusetzen. וחב□ נתל אמר בי לא ישובה רבד מיל מה שאמרו המשוררים אלא מה שאמר משורר יי — ערבי: בי יל דבר לבד האלהים יה׳.בטל) Bergt, struch Art. הל I. und Kimchi Lerikon Art. מהל — ") Die thalmudische Phrase נולד מהול sveichnitten geboren) darf auch als Beispiel angeführt werten. — ls) Bergl. Naschi zu dieser Stelle. Literarischer Kolbo (בלכו). VIII. Der Zusalt spielte mir vor einiger Zeit einzelne Hefte der Sitzungsberichte der kaiserliche» Akademie der Wissenschaften zu Wien in dir Hände, und da fand ich denn zu meiner Freude darin die Miltheilung zweier akademischer Borträge de« Herrn Prof. Goldeutha!. die meine Aufmerksamkeit in! höchste» Grade seffelren. Namentlich war die» mit dem Bortraze im 3. Hefte de« Jahre« 1859 (31. Band) der Fall, worin sich eine vortreffliche Erklärung der Namen der hebräischen Aeeeiitzeiche» (נגימח) befindet. Herr Pros. Goldenthat setzt darin riesen bis jetzt nnausgeklärten Gegenstand in» rechte und wahre Licht und zeigt, wir sehr namentlich Professor Ewald in seiner gegebenen Erklärung de«- selben Gegenstände« von der so nahe liegendeit Wahrheit abgeiert. Wer da weiß, wie Ewald, bei seinen unleugbaren Verdiensten um die hebräische Grammatik und biblische Ercgese, die Schwäche hat, auf dem Gebiete dieser Wissenschaft den Diktator spielen zu wollen und jede von der (einigen abweichende Meinung ohne Weitere« al« Notzeit, Anmaßuug, Ignoranz u. dgl. u>. zu stempeln» wird nicht ohne eine gewisse Genugthnuug hier dru Nachwei« finden, wie rathlo« dieser hochwichtige Gelehrte bei Behandlung de» erwäbnteu Gegenstände« gewesen und wie er ein leere« Lustgebildr seiner Phantasie als pure Wahrheit und Wis* senschastlichkeit ausgegeben. Einen solchen Nachwei« gerade von einem jüdischen Professor gegeben zu sehen, muß dem namentlich gegen jüdische Männer der Wissenschaft so sehr reizbaren Professor Ewald wohl doppelt unangenehm gewesen sei». Nicht minder interessant ist Herrn Professor Goldenthal« im fei* den Hefte gegebene höchst treffende Erklärung de« von Zunz durchaus mißverstandenen Worte« שלמונית. da« gewöhnlich al« Neberschrift der einem jK3T0 vorangehenden סליחה sich befindet. Während Zunz nt»« kich in diesem Worte eine bloße Andeutung auf den Name» de« Der* saffer« Salomo הבבלי ficht (d. svnagogale Poesie de« Mittelalters S. 167). wa« aber schon in dem Umstande seine Widerlegung findet, daß für viele der so bezeichneten Selichoth ausdrücklich Verfasser «it anderen Namen genannt werden. zeigt Herr Pros. S., daß שלמינית nicht« andere«, al« eine arabiflrende Bezeichnung ist. die lediglich die Reriialions-Ordttting der Selicha andeuten soll, daß sie nämlich vor den Pismoo dir beschließende oder die Schluß.Srlicha fei, entsprechend der Bezeichnung פתיחה für die erste, die Reritation«-Ord» nung eröffnende Srlicha. Da Herr Pros. Goldenthal wahrscheinlich noch andere derartige geviegene Arbeiten in die genannten akademischen Berichte niedergelegt hat, und diese Berichte wohl den wenigsten jüdischen Gelehrten zugänglich find, so erlauben wir uns hierdurch an denselben die ergebene Aus» sorderung zu richten, alle seine dort niedergelegten jüdisch-wiffenschaftlichen Abhandlungen entweder gesammelt in einem besonderen Hefte heran«* geben, oder in einer der mehr verbreiteten jüdischen Zeitschriften, etwa im ״Ben Ehananja״ veröffentlichen zu wollen, tvosü׳ ihm gewiß viele Frenude der jüdischen Wiffruschast sehr dankbar sein werde». Kopenhagen. De. M. Mielziner. IX. Da« Emunath Ebachamim in dem Eatal. S- 121 ist, wie der Referent richtig vermuthete. da« bekannte Werk von Bafilea und die Benierkuiig de« sei. Beer« ist in sofern richtig, weil der Bers. S. 38 gegen de Roffis Kritik über unsere Jahr- und Festrechnung heftig aus« tritt. Nach der Weise andeier Fanatiker ״ennt er den rühmlichen Vers nur אדום wie z. B. הוא אדום והלך אהד אדום und sein Werk ס׳ האדום- Auch Zunz in seiner vortrefflichen Biographie de Roffi'» weist aus diese Stelle hin. Bei dieser Gelegenheit fügen wir die intereffaiite Notiz hinzu, daß der in erwähnter Schrift א״ה S. 39 und S. 52 zitirte Rabbiner Nehemya b. Jakob ha Eohn au« Ferrara zum Ehristeuthiim überzelrlte» ist. wa« au« den Randglossen zu meinem au« Italien kommenden Eremplare hervorgeht. So findet sich S. 2 bei seiner Approbation zu dem bescheidenen Beisatz ,'einer Unterschrift קטינא דלית רבותיי מלרע feigcntr Glosse: י*יי ת.ה בו דלית דבותי׳ מלרע בי בלמדו מס׳ תמורה הלה את הליו *תשר ימות בו ונשתנה שמו לנריעיתא ולקצר לו ימיו והננו עכשיו כהן און העובד עבודת הוץ וקראי שמו הרמים יען בי ההר ם לכהנים• Zu S. 52 u. schreibt der Glossatcr: 1ש מער\' וקבלתי ששטיף בזמר. הי' ולא נשתמד אלא בדי להתיר לו עריות בפרהסיא והקושיא זו אתה מבין. Diese Notizen gebe» dieser Schrift eine ganz besondere Würdig» keit, daß sie verdient in Nebersetzung im ,.Mainzer Israelitenzur Stär* kung der Orthodorie veröffentlicht zu werden. Zu Nr. 1932 des genannten Eatalog« macht der Heran-geber die Bemerkung, daß da« in den Oppeuh. Eatalogeu angegebene Druck* jahr רציה in )»ד abgeändert werden müsse, was aber nicht richtig ist denn am Ende steht ausdrücklich, daß der Druck בעורה* רצם vollendet wurde. Frankfurt am Main. ' x. Erklärung. 3n ernster Grseklschast kegle einst ein noch lebenskräftiger Rabbi einem seiner intimsten Freunde die verfängliche Frage vor: ..ההוא יומא מאי אמרת" welche Leichenrede wirst du mir halten? Indem man wir diese Ehre in Ihrem wertben Ben Ehananja erweiset, und sich darin das Bestreben kundgibt, den durch einen Majoritäts-Beschluß (?) zum moralischen Tode verurtheilten Rabbi noch bei seinem lebendige. Wirken loben oder tadeln zu wosten, so fühle denn auch ich mich auf» gefordert, ein Lebenszeichen vou mir zu geben, uw de« Wunsch z» äußern, e« möge ein Fachmann in Ihrem weil verbreiteten Blatte die

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.