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Ben Chananja · 1863-08-05 · 32 (5.8.1863) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
32 (5.8.1863)
Date
1863-08-05
Page
– (sequence 12)
Language
German
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863 564 Jiogt Mirtctn: Ob «in« Gemrinb« Itafl dir beflrhrndrn Antonomir b«. «chligt fri, ihren Nobbin,«. dessen ganze- Berbrrchen darin hestehrl, tcr Nalionalsprache an sein«« rigtnen Bedauern nicht mächtig zu frin. in seiner Abweseliheit seines Postenzu entheben, und ob denn überhaupt Autonomie, Willkür. Parteilaun« bedeutet? Und nachdem diese Frage schon im Interesse derjenigen meiner ehrenwerlhen AmtSbrüdrr beirrochen zn werden verdient, die gleich mir. obwohl in Ungarn ge, boren, nicht Gelegenheit hatten, sich die ungarische Spracht anjueignrn, deren Eristenz aber dem ungeachtet ausschließlich von ihrer Stellung abbängt, schließe ich im Gegensätze zum kampfgeübten König Wilhelm III. (von England) mit den Worten: Nicht Waffen werden diesen Handel schlichten, sondern Advokaten. SzarvaS, im Znli 1863 k IgNü) LichltttstkiNkr, Drzirksrabbinrr. Zie jüöifrfjcii JJrotc/Ianlcu in pell. Der 0 non pme niedrige Skribler im ״SürgSny" Nr. 175 protcflirt gegen meine Erklärung in Nr. 30, S. 519 d. Bl., noch welcher die Juden Ungarns kein Al« mosen verlangen, sondern ihr gntcS Recht fordern. Er prote« stirt im Namen vieler Gleichgesinnter. So nennen Sie doch, mein lieber Dr. R. diese Gleichgesinnten; nennen Sie vor '.,Hin״ sich selbst! Tie gebildclen ungarischen Inden, die ich vertrete, und die wirklich nur kein Almosen betteln, sonkern der Gewährung tcS ihnen gebührenden Rechtes enlgcgciisehen, werden, sobald sic Ihren werthen Namen gelesen IkUu’1!, Ist re delatorische Kriecherei erklärlich finden. Dies mein letztes Wort an Sie, mein lieber Dr. R. — Für die Herren, die etwa hinter Ihrem Rücken stehen, und denen ich ja sehr gründlich zeigte, daß sie das Jntimat deS k. nngarischen StatthaltcreiratheS in Betreff der Inspektoren nicht verstanden haben, ist rö übrigens gar keine Schande, sich über ungarisch-jüdische Angelegenheiten von mir belehren ni lassen: sind cS ja bereits sünsnndzwanzig Jahre, seitdem ich aus dem Gebiete dieser Angelegenheiten als Schriftsteller ibäiig bin! — Die Herren in Pest denken ohne Zweifel: ״Wem der liebe Gott ein Amt gicbt, giebt er auch den Perstand dazu." Sic mögen aber erwägen, daß daS Sprichwort nur von Verstand, nicht aber von positiven Kennt- Nissen spricht; diese müssen erworben werden. Es ist allerdingS nicdcrschlagcnd genug, daß die Vorsteher einer großen Gemeinde so geringe Kcnntniß von den vaterländischen Ein« richtniigkn haben, daß sie nicht einmal wissen, Ungarn werde in fünf Lehrdistriktc cingetheilt. Denn wäre ihnen dies delau»! gewesen, so hätten sie dem kön. ung. Statthaltereirathe »»möglich auf die Frage, ob in jedem Distrikte 2—3 besoldete jüd. Inspektoren bestellt werden sollen, mit der Abs u r d i t ä t antlvorten können, e S würden diese A e mt e r, — die die ganze Zeit eines Mannes in Anspruch neh« men müssen, — unentgeltlich verwaltet werden! Diese Absurdiiät wurde aber ausgesprochen, von Doktoren anögesprochen. War cS also nicht in der Ordnung, daß ich, der Besscrnnlerrichtete, der Redakteur eincö jüd. Organs, mir die Freiheit nahm, daß Mißverständniß zu beleuchten, den Irrlhum zu berichtigen, und den Lesern deS ״Ben Eha« luuija" die Bedeutung der Frage deS hohen DikasterinmS klar zu machen? War daS nicht meine Pflicht? Halte ich dazu keinen Beruf? Die Herren mögen doch die kleine Mühe nicht scheuen, in Ofen nachzusrageu, wer die Inspektorenfrage gehörig verstanden habe, ob sie, die Herren Protestauten in Pest, oder der Redakteur deS ״Ben Ehananja" in Czegedin! Wären die Herren weniger empfindlich, so hätten sie, statt die Frage von ihrem Wortführer, — der nicht einmal weiß , wie Eisenstadt in »ngarlscher Sprache heißt und auf einer so tiefen Stufe allgemeiner Bildung steht, daß er staatsrechtliche Fragen und Familienverhältuisie koufundirt — auf daS Gebiet der Meßira hinüberspielen zu lassen, ihre Eingabe zurückgenommen, um dem k. Statthal« tereirathe gegenüber den gcanachten Fehler gut zu machen. Ja diesem Augenblicke werden eS die Herren nach reiflicher Ueberlegnng hoffentlich angezeigt finden, nochmals als — Protestanten auszutreten, um gegen den Protest ihres für Almosen schwärmenden Wortführers feierlich zu protestireu! Jedenfalls rathe ich Ihnen, meine Herren, Ihren publizistischen Lakai in die Sprachschule deS ungarisch-israelitischen Vereines zu senden; damit er ungarisch lerne. In dem vorliegenden Meßira-Artikel ist ״Biene" mit ״daräzs“ übersetzt. D׳?seS Wort heißt aber nicht Biene, sondern Wespe. Biene heißt mSd. Ihrem Lakai, der VaSvär ins Ordenburger Komitat verlegt, ist eS aber ein Leichtes, auö einer Biene eine Wespe und aus einer unschttldigen Stichelei eine Meßira zn machen. Sie schen, meine Herren, Sie haben in ein wahres Wespennest gestochen. In der Folge sollten Sie sich die Jonrnalpolemik und die damit verbundenen Depensen ersparen. Ziehen Sie bei Fragen, die von dem k. nng. Statt« haltereirathe an Sie gerichtet werden, den Redakteur deS ״Ben Ehanananja" zn Rathe, und ich garantire Ihnen, daß dieses Dikasterium niemals mehr eine absurde Antwort von Ihnen erhalten wird. Szcgedin, 4. August 1863. Löw. Inserate. Konkurs. 2-3 A» der hiesigen Schule ist die Stelle eines geprüften HauptschullchrerS zu besetzen. wobei vorzüglich ans die gründlichr Kenminp eer hebräischen und nnganschcn Sprache Rücksicht genommen wird. Mit diesem Posten ist ein JabrcSgchalt von 500 st. ö. W. verbuilde» . jene, welche das Notariat verseben. erhalten eine angemessene Erhöhung des Gehaltes. Zugleich ist die Stelle einer Jiidiistriallchreri״ mit dem jährlichen Gehalte von •100 st. ö. W. erledigt. Gesuche und Belege über Besähigimg und Leistungen sind de« Mitte August eiiizusenden. Gr. BccSkerck, 24. Znli 1863. ' Der israelitische EnltnS-Dorüaud Leopold Mangold. Konkurs. A» der Arader isr. Haupt-. Uiitcr-Realuild Mädchcnschul-Austalt ist mit Vegiiii, des Schuljahres 186'/, die Stelle eines Real-Lehrerzu besetze», mit welcher ein ZahreSgcbalt von 800 fl. ö. W. verbunden ist. Bewerber nm dicsr Slclle haben ihre mit den erforderlichen Zeugniffkn und Nachweisen über erlangte, allgemein vorgeschrirbene Beiäbigung, über die Kcnntniß der hebräischen Sprache, über ihre bi«- hrrtgr ersolgreiche Berwendung im Lehrsachr. sowie über untadelhasten moralische» und religiöse» Lebenswandel belegte» Gesuche, in welchen auch Alter, Stand (ob ledig oder vrrheirathrt. im letzteren Falle auch dir Zahl der Kinder) anzugcbe» ist. längstrn« bis 23. August l. I. portosrri riiijusendr». Dirjrnigen, die der ungarischen Sprache in dem Grade mächtig sind, um einige Lehrgegenstände in derselben vortragen zu können, erhalten bei sonst entsprechender Qualifikation den Vorzug. Anstellungen an dieser Schnlaustalt geschehen in der Regel aus 3 Probe» jahre, »ach deren Bcrlauf bei erprober Tüchtigkeit und Berus-treu« dir definitiv« Anstellung ersolgt. Arad, im August 1863. Der Vorstand drr Äradrr isr. Luttusgtmrindk. Bemerkung. Herrn Schw. in Pest. Zn der nächsten Nummer. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

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