Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 32 (5.8.1863)
- Date
- 1863-08-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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547 548 נצים עקביתיהם היו מוציאים נצוצין wo zwei Juden stehen, Pa sprühen Funken, da gibt eS verschiedene Meinungen. Der verehrte Redner vergebe eS unS aber, wenn wir bei der trefflich angewandten Sage vom Schafe, daS an einer Quelle seinen Durst löschte, auf die verirrte Jugend, die ihre religiösen Bedürfnisse durch fremde Nahrung befriedigt, den PassuS: ״O das ist auch ein Jore Deah, ein jüdischer frommer Jore Deah, der die zarten Kinder, die Heranwachsende Jugend berücksichtiget, sie nicht abstößt 1c. mit Hinweisung auf Jer. 28, 9 .אחמי יורהדעה für ein Pschätl erklären. Von der Sprödigkeik MoseS gegen die Nebernahine deS Berufs ausgehend, perorirt der Redner die Lehrer Israels. ״Auf Wunder können die israelitischen Lehrer der Gegenwart nicht zählen; sie könuen weder Schlangen, die umherschlcichen mit ihren giftigen Zungen, in Stäbe verwandeln, noch die unreinen Hände, an denen der Schmutz der Habsucht klebt, rein machen rc. Die vorletzte Predigt charakterisirt Samuel. Der erste Theil ist eine Apologetik gegen die ihm zugemuthcten hierarchischen Gelüste. Der zweite Theil ist eine Anwendung aus, und eine Apostrophe an die Männer beö stabilen Obskurantismus. — Die letzte Predigt dieses Hefteö heißt: Israels Lehre über die Beziehungen von Juden und Nichtjuden. אהה! הביב, und der chrw. Obcrrabbiner in Trier, welcher pars pro toto nehmend, diese Rede nach dem dritten Thcile über Toleranz im Judcnlhume benennt, hat Recht, daß diese Rede besonders abgedrnckt und durch die ganze Welt versandt werden möge. Zwar wird dem Herrn Rabbiner schwerlich Jemand beipstichten, daß diese Materie am besten und gründlichsten da behandelt sei; eS wurde über diesen Gegenstand schon UmsangreichereS abgehandelt; daß aber dieses Tbema zum Kanzelvortragt gestempelt ward, daS ist deö Herrn Verfassers Verdienst. Wir können jedoch nicht nnterlassen, unS folgende Rügen zu erlauben. Der Redner, sich auf Maim. von den Königen S, 11. berufend, distingnirt wie 1,'ne lioach 11. chasidc umot ha-olain wenn sie die soeben ansgezählten Verbrechen meiden, und einen Wellenschöpfer auch ohne Vermittlung der Offenbarung anerkennen rc. Maim. sagt ja das Gegcnlheil!והוא שיקבל אות c.v ויעשה ז^ותן מפני שצוה בהן ריקב״ר. בהירה ובו־ *יגבל עשאן מפני הברהדעה, wobei das ולא מחכמיהן in אלא emendirt werde» muß. Der Schwerpunkt dieffr Apologie liegt eigentlich im Schluffe dieser Rede und ähnlicher Ab- Handlungen: ״Liebe erzeugt Liebe, nnd Haß erzeugt Haß rc. Für jeden Tropfen Tinte, welchen die Juden zum Niederschreiben jener AuSbrüche der Noth und deS Elends gegen ihre Unterdrücker gebrauchten, sind vorher Ströme jüdischen BlnteS geflossen." Mit der Allegation humaner Aeußerungeo gegen die damaligen Heiden, kann man den Brunner'S und Eonsorteu nicht recht za Leibe, weil diese Judenfresser contrüre Aussprüche einzelner Autoren als Waffen gebrauchen, die sie sich auS der schweinsledernen Rüstkammer holen. Wir kommen nun zum 2. Hefte dieses Bandes. Die erste dieser Predigten führt den Namen: Israels Lagerordnung. Juda, Jisachar und Sebulun zogen voran in die Wüste, denn ia ihnen, in ihren Eigenschaften und in ihren Feldzügen sollte Israel vor Augen haben die drei wichtigsten Grundlagen, auf welchen daS Hei! eines Volkes dauernd ruht. Kriegerische Tüchtigkeit und Tapferkeit: Juda mit seinem großen Banner, der von himmelblauer Farbe war, und einen Löwen zum Zeichen hatte. DaS Judenthum weckte und nährte in den Herzen seiner Bekenner Lebensheiterkeit und Lebensfreudigkeit und lehrte froh und fröhlich in die Welt Hineinblicken, eS wollte nicht, daß der Israelit gequält und geängstigt durch Schreckbilder sein Dasein auf Erden verbringe — und wie mächtig mußte dies auf die KriegStüchtigkeit wirken? 2. Die hohen geistigen Güter: daher lagerte sich neben Juda Jissachar, dessen Fahne von schwärzlicher Farbe war, mit dem Bilde von Sonne und Mond, den Zeichen der hohen geistigen Güter, die ihren Glanz weithin verbreiten. 3. Den Wohlstand, Sebulun, dessen silberweiße Fahne mit dem Zeichen deS Nationalwohlstandes, dem Bilde eiueS Schiffegeschmückt war, das die im Neberfluß vorhandenen Produkte deS LandeS auSführt und gegen andere Güter eintanscht. Da wird die Vorzüglichkeit Palästinas znr Erfüllung aller Dedingnngen deS Wohlstandes hervorgehoben, und die Stelle בל שאינו דר בארץ איןלו אלוה sinnig gebeutst: ״Wer nicht in Paläfii1m wohnt, nicht die reichen gesegneten Gegenden deS heiligen Landes vor Augen hat, dem fehlt die rechte Vorstellung von der schöpferischen Allmacht GotteS." Auch wird da der Vorzug deö JudeulhumS gezeigt, daS den Wohlstand der Erdenbürger nicht außer Acht läßt. Erst allmälig genesen die Staaten von der krankhaften Auschaunng, das Reich GotteS sei gar nicht aus dieser Erde, und suchen jene Höhe zu erklimmen, auf welcher das Judenthum schon im Alterthume stand, als ״Führer und HeroS der Völker." Nun folgen 2 Predigten ״Zion" genannt. In der ersten Einleitung ist der Prediger wieder Poet, indem er die poetischen Verse JesaiaS dramatisch behandelt. Proben können wir von dieser künstlerischen dramatischen Einleitung nicht geben, wir würden dem ganzen Abbruch thun. In dieser Predigt wird die Frage beantwortet, waS ist unS Jsraeliteu der Gegenwart Zion? Für die Gestaltung uud Erstarkung deS JudenthumS war ein Land nölhig, daS einerseits trennen und andererseits verbindeu, daS jene beiden Gegensätze zur vollen Entfaltung gelassen, und im Gleichgewichte erhalten konnte, und dieser doppelten Anforderung entsprach der Boden Palästinas. PalästmaS Lage und Beschaffenheit ist demnach ein Spiegel von dem ursprünglichen Wesen und der ursprünglichen Bestimmung deS JudenthumS. Palästina ist zweitens daS Land der wichtigsten historischen Erinnerungen für Israel. AuS einer vom Redner allegirteu Stelle auS dem Midrasch Chasith er-