Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 32 (5.8.1863)
- Date
- 1863-08-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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י l L 545 schaniroth wird, und die Deutung des שטן לשם ש׳ נתבוין nicht als Dichtung, sondern als Wahrheit a׳ erkennt, und bis man den לחכמים מרעי העתים gerecht wird. Begeistert endet der große Redner: ״Ja Licht soll eS werden unter den Juden, voranleuchtcn müssen sie mit dem Beispiele wahrer religiöser Duldung, milder Beurtheilung und echter Menschenliebe; Freude soll herrschen in Israel, daß eine neue Zeit, die Zeit der Gewissens- und Glaubensfreiheit angebrochen ist; Würde muß cS auSzeichnen, Würde in seinen Handlungen, Würde m seinem Gottesdienste, Würde in seinen religiöscn Zuständen, Würde in den?lugen der Völker, wie R. Tobia b. Elieser erklärt זיקר כעמי המיט, damit alle Anklagcn verstummen, alle Beschuldigungen schweigen, alle Verläumdungen zu Schanden werden, das Judcnthum erkannt werde in allen Ländern als eine lichtreiche, lcbenSfreudige und würdevolle Religion." Die 5. Predigt ist eine Disposition dcS TerteS nnd deö Themas: Sprich nicht, daß die früheren Zeiten besser waren. Die Behandlung ist eine historisch objektive. Eine Rundschau der Vergangenheit wird als Demonstration gebraucht. Wir glauben mir zu bemerken, daß der Redakteur deö ״B. CH." mit einer solchen?Ib- Handlung seine Leser begrüßte, und zu den glänzendsten Erwartungen berechtigte. S. B. CH. 1. Jahrg. S. 3; wir müssen aber den Leser auch aus die Einleitung zu dieser Predigt aufmerksam machen, in welcher Kchclct dramatisirt wird. Cin?IiiSzng daraus wäre ein zu matter Schimmer. Wir brauchen auch den Leser nicht ans den Baal Tcschuba aufmerksam zu machen, der dem neuen Tempel alle Schuld an dem ReligionSvcrsallc znschrcibt, der Leser wird sich ihn selbst verdeutschen. Wir können eö auch nicht läugnen, daß sich unser Zwerchfell beim Lesen dieser Predigt ungemein erschütterte, und daß der?lllerernstcste diesem Schicksal schwerlich entgehen wird. Tie 6. Predigt ist überschrieben: Die Eiuheit und die Mannigfaltigkeit deS VölkerlebenS, sie ward Sabbat Noa über Gen. 10, 1. gesprochen,?llle Nationen sind die Nachkommen Noah'S, alle Menschenstämme auf Erden machen ein Ganzes, eine Gesammlheit, eine Einheit auS. Nur Israel mit seinem Weltengotte, der jeden Menschen nach seinem Ebenbilde schuf ist im Besitze einer Tafel, auf wrlcher alle Völker als Kinder eineö VaterS verzeichnet sind.?Iber Nimrod wollte rin Weltenreich gründen. Eine große Stadt sollte der Mittelpunkt, ein in die Wolken ragender Thurm daS sichtbare EinheitSzeichen bilden, und von da auS sollte die ganze Menschheit geleitet und regiert werden rc. Die straffe Leitung von einem Mittelpunkte auS, die?lnfangS freudig begrüßt worden war, weckte nach einem ganz natür« lichen Gesetze daS Selbstbewußtseiu der Geister, eö entstanden neue Begriffe, neue Wünsche und neue Bedürfnisse. der menschliche SchaffungStrieb prägte neue Lautzcichen, Derbin. düngen nnd Fügungen für eine neue Begrifföwelt auS, die 546 redenden Menschen geriethen in Verwirrung, verstanden sich gegenseitig nicht mehr, und daS Werk einer äußerlichen Einheit des Menschengeschlechtes scheiterte für alle Zeiten k. Die Schrift hebt bei jedem Sohne Noahs die StammeSgemeinschaft, die Sprache, die Dodenbeschaffenheit und daS VolkSthum hervor, um unS dadurch zu belehren, daß jede- Volk seine Eigenthümlichkeiten so entwickeln müsse, daß eS in Frieden und in Eintracht sein Theil zur reichen Gestaltung deS Menschengeschlechtes beitrage, daS trotz der Mannigfaltigkeit Einö ist und ein Ganzes bleibt, nicht durch ein äußerliches Band, sondern durch die bewußte Llncrkennnng eineö WcltschöpferS, der alle Menschen zur Brüderlichkeit und Freiheit geschaffen hat. Die 7. Predigt heißt: Treue unfern Tobten. Sie knüpft an die Sage an, daß MoseS den Sarg Josefs als einzige Siegcötrophäe auS?lcghptcn mitnahm. Diese Treue bewährt sich durch die Treue gegen ihren Glauben. Zwei unter 365 Tagen, ruft der Redner seinen Wienern zu, sind den sreigcwordenen Nachkommen heilig, der TodeS- und der BersöhiinngStag. Heißt daS Trene den Tobten, Treue ihrem Glauben bewahren? Trene unfern Tobten beißt ferner Trene ihrem heiligen Streben,?lllein die armen jükischen Neichen der Gegenwart sind so beschäftigt, müssen so viel arbeiten, daß sie, mit wenigen rühmlichen?luSnahmen, keine Zeit für jüdische?lngclegenhcitcn haben. Gott Hit sie mit so viel Reich,hümern gesegnet, daß sie immer zerstreut sind. Treue unseren Tobten, d. h. endlich Treue ihrem Hoffen,?ln jedem Passah feierten uusere Vorfahren rin doppeltes Fest: die Erlösung Israels auS?legyten und die künftige Erlösung der ganzen Menschheit ס״מ פ״ל. Wir müssen zuvorderst der Menschheit einen lebendigen, kräftigen, begeisterten und überzeugungStrcucn GotteSglanbcn bewahren. Wir müssei, ferner vergessen, vergeben, verzeihen, DösrS mit Gutem vergelten, nicht müde werden, unS überall als Träger eines Glaubens zu bewähren, der die Liebe nicht blind und die Gerechtigkeit nicht hart macht, worauf die Midraschstelle bezogen wird כפורת היא בירגו אין עשו נופל אלא« ביר כניה של רהל nnd die Mechilta, welche folgendes sagt:?lls Israel nach dem Lande der Freiheit wanderte, zogen ihm Josefs Sarg und die VundcSlade voran; hier daS Symbol der Treue gegen die Tobten, dort der Inbegriff deS lebendigen GotteSglaubenS. Die 8. Predigt enthält eine Charakteristik MoseS bis zu jenem Momente, wo er als Gesandter deS Herrn in die Geschichte eingreist. MoseS wurde schon so oft charakterisirt, daß man auf neue Glanzmomente verzichten muß, nichts dcstoweniger interessiren unS manche?luSlegua« gen der?lgada, z. B. .נ שערי כינה נבראו כעולם וכולם נתנו למשה הפר אה ר, alle H'mi.nlöpforten der Einsicht waren der Einsicht M. erschlossen, bis aus jene, durch welche die unsterbliche Seele allein eingeht. Die Deutung deS וערל משה haben wir auch im כלי י?ר gefunden. 'ב, אנשים עכר׳ ...i