Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 31 (29.7.1863)
- Date
- 1863-07-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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535 536 3uVfu jum ordentlichen öffentlichen Lehrer für Lrulichr Spracht. Arith. mciik und Buchhaltung an der städtischen Realschule gewählt. Herr B. war acht Jahre Assistent a» dieser Schule. Der hiesig, Magistrat hat durch die,, Wahl seiner liberalen Gesinnung ein Shrendenkmal gesetzt. צ Wiener Briefe. III. Die Hriren Le« Tage» sind in jüdi, schen Kreisen Dr. Mühlfeld »nd Dr. Brüll. Jener hat für den Fortschritt eine Lanze gebrochen, indem er die Zulassung rer Inden zum Notariate brau,ragte dieser ist in der Preßburger jüdischen Gemeinde für den gesunden Sinn, den bessern Geschmack, die geläuterte Religio, silät in die Schranken gelrelc». Uebcc den Erfolg der Motion Mühl, seit« brauche ich nicht zu berichten, da mir die politischr» Blätter zuvorgekommen sind. Brei günstige,» Erfolg hatte vorläufig Dr. Brüll'« erste« Debüt in, »rucn Temvel zu Preßbnrg. Der Triumph B.'S war so vollständig, daß dir Orlhodorie im Stillen Frieden«- »nd Vereinsgungsanirägc stellcu läßt. Die Frennde de« Fortschrite« in Preßburg werden sich hoffentlich nicht irre machen lasse». Wie ich höre, soll, wenn Friede gesiistct wiid. der Wirliingskrei« des Maggid auch auf de» neuen Tempel ausgedehnt werden. Aber di, Vorkänipicr de« Fortschritte« in Prrßdnrg verstehet, recht gut. daß cs nicht darauf ankouimt. baß grprrdigt wird, fontrrn daraus, wa« gepredigt wirdsie werden fick daher in ihrem für die ganze ungarische Judenhlit so hochwichtigen Streben nicht irre machen lassen. Die Preßburgcr Gemeinde trat alle» bessern Bestrebungen hindernd in den Weg; zu allen Vcrfolgunge» bot sie di- Hand; sie war ei» wahre« Nest der Unwissenheit und de« Fanalisinn«. Nach'virrzigjährigti.״ Kampf, st.׳hl endlich der gebildetere Theil de^ Gemeinde den, erwünichicn Ziele nabe; er wird den verführerischen S'rcnenstiinnicn lct» Gehör gönnen, und die Frucht so vieler Rnstrengmigrn nicht per,«gebe». ״Soll also lein Friede sein in der Milte der Preßburgcr Gemeinde?" O ja! Frirde soll sein. Aber znvördcrst muß Lee Tempel seinen definitiv angestellten Prediger haben, wie die Synag׳ge ibrrn definitiv angcsteliicn Maggid bat. Dan» kan» und soll sich die Geuieinte vereinige», und alle ihre Beaniten an« einer und derfelden Kaffe bei'cldrn. — Schließlich habe ich »och zu mclden. daß bei Gerold erschien: Zcndstudien I- Von Dr. Friedrich Müller (Londerabdrnck aa« den Sitzungsberichten der Akademie der'Wissenschaft). Bei der Wichtigteit der Zendstudien für die jüvi'chr Theologie halte ich c« für äugemesse». Ihr, Leser aus diese treffliche Abhandlung ansmerkiai» zu mache» Bad Drei,tscbitt, 24. Juli. Ru« eine,» mir gezeigten glaubwürdigen Briese!keile ich Ihnen mit. daß sich der Preßburger Oberrabbincr, Herr Benjamin Wolf Schreiber. vor ungefähr vierzehn Tagen aus da« Grab seine« gottselige» Vater« R. Mose« begab. Seine Begleiter blirben außerhalb de« Friedhofe« stehe». Rin daraussolgenden Tage ließ der Herr Oberrabbincr zwei Milgliedcr der Rcformpartei zu sich rufen, und crflärte ihnen, daß er gegen die Einsührnng eine« gcregelten Gottesdienste-, gegen Ehorgesang und Predigt nicht« einzuwcntc» bade. R. Mose« soll, wie mir veisicherr wird, seinem Sohne im Traume knchicukn sein, und ihm die Weisung gegeben haben. sich fortan nicht mehr an die Vorl'christcn de« väterlichen "estaiurnlc« z» halten. Füttfkirchcu, 24. Juli. Die öffentliche Anerkennung der bürgerlichen Berdienste eine« Glaubensgenossen ist, trotz drr scheinbar allgemeinen liberalen Strömung iiiisrrc« aufgeklärten Zeitalter« noch immer, wenn nicht gar etwa« Seltene« . doch noch etwa« MitthcilcnSwerthe«. Wir registrireu daher mit viclem Vergnügen die Wahl de« Herrn Joachim Schaprmger. Gemrindrralh« der königlichcn Frcistadt Fünskirchen in eine Deputation. die wegen Rcstituirung der hiesigen Recht«,ikatrmic und Errichtung ciner Oberrealschnle an Sc. Majestät euisendrt wurde. Herr Echapringer ist außerdem gründende« und Vorfiand-mitglied de« hiesig«» Garlrnbau.'rrei t« und Eomitömitglied der Kauizsa-Fünslirchner Etsenbahnbau Unlcrnchwunz, an deren Spitze Se׳ Ereellrn, Herr Georg Majlüth strh,. Nnsrrc Musterhauptschul, erfuhr seit ihrem vierjährigen Besteh,n dieser Tage von Seite der Schulbehörde die erste Inspektion. Der Hrrr Oberstudiendireklor de« Raaber SchuIListrikt« weilte längere Zeit hier, und hielt am 8. d. in Anwesenheit de» Vorstande« uod wehrrerr Ge. meindemitgliedcr. eine eingehende Prüfung, dir von 3—7 Uhr Abend« dauerte. Da« Resultat der Prüfung war. wie Seine HochwürLea in der staitgehablen Lrhrrrkonserenz sich äußerten, im Allgemeinen rin Defricdigende«. Den Unterricht in der LandrSsprache empfahl er Len Lehren, aus« wärmste und unterzog er auch diejenigen Herren, die jetzt der Erlerniinz der ungarischen Sprache obliegen, einer Prüfung. Don hier reiste derselbe nach Szigctvür. wo ^cr mit den Leistungen in der uugarischen Sprache besonder« zufrieden war. Die dort üblichen 38 wöchcnllichcn Nnlrrrichlsstunden ließen Se. Hochwi'irLen stark lichten, wofür die jütischen Pädagogen Szigelv.ir'« ihm wahrscheinlich zu bcsonlerei» Danke verpflichtet lein w.rte». Biel Heiterkrit in, Lcsepnblikum errcgtr ein im ״Sürgöay" erschiene11« »)״garisch-griech1sch-sra»zösisch-l.il-i11-r1lzlische« Potpourri über ״israelitische Ruleiioniic". I» einer für den ״Sürgönn" bestimmte» Korrespondenz wollte der große Gclcbrte wahrscheinlich eiur;an. Anspicliing ans die verschiedenen Nationalitäten Ungarn« anbringrn. nur herrscht zwischen den verschiedene,1 Zungen und Böllern Ungar « vicl »,ehr Harmonie und Einlrachl, als in dein leibhaftige» Ebarivari de« ״Sürgöny". Bel ,er Reichhaltigkeit von Sprachen in einem Aussatzc von ka.im einer ZeilungSspalte mußte e« auffallend sein, nicht auch die tcnllchc Sprache vertrete» zu sehen. Dies geschah wahrscheinlich i» der löblichen Absicht, nicht verrathe» zu werde!,. Jedoch ist ibm die« nicht ganz gelungen. Der Zweck der Erpcktcratio» war: >. Dcnnnli.uion eine« Rabbiners, dessen Bediutung für da« »n garischc Jndcnthnin ich hier i» diesen Blättern nicht erörtern kann. 2. Beweis, daß der jüdische Schulfond eigenlÜch kein Schulson! sei, daß ans dessen Bcrwenliiiig den jüdische» Glaiibensgcnoffeu kn.i Einstuß ziikcniinl, daß die« blcs eine Doktrin de« früher» »ichtadcligen Vorstandes gewesen sei. Um dies scharssinnig dnrchznsühreu. mußte diesmal der ״Sürgöiiy" griechisch, ungarisch. laleiuisch. französisch nur englisch sprechen. Baracskai. l\ An» drm Bncscr Livmitate, Milte Juli. Knla ni^n»״ unter den t^eiiicinlcii niisercs Balerlaude« einen so hervorragendc» Pl^tz ein, daß uia» nur Löbliche« berichten kan», lieber da« schönr Wirken de« Herrn Rabbiner« ist schon so oft in diese» Blätter» gesprochcn worden, daß ich nnr eine nniivlbigc Wiedcrholnnz machen müßte. Dir Grnicliide, und vorzüglich die Repräsentanz ist »n wahrem Enthusiasmus, wen» e« gilt, die Geineiiide-Justilute zu heben. Besonder« lobcnswertb ist der Eifer de« geniale» Herrn Liginiind Deutsch, der als Vorstand«- Mitglied auch die Führung de« Notariat« niicntgeltlich übernommen Hit. Er bat der Behörde ein Gesuch unterbreitet, sie möge die OrlS-Eouiiuuue anhalten, die GenuinLe zu nnlcrstützcu, Laß sie ihre Grmeindeschnle z» einer Hauptschule erheben könne. Di, Herren Lehrer Beer und Pollak leisten da« Mögliche nnd sinde» auch gerechte Anerkennung. | In Verbaß ziel,! da« schöne Znsannnenwirktn der Herren Lehrer! Blum, Vater und Sohn, auch vielt Zöglinge selbst an« srrneo Orten ' an. Die Gciiicinde soll ziemlich indifferent sein. In drr wohlhabenden Gemeinde Eservenka scheint die auch in diesen Blättern besprochene Vereinigung nur in Worten und auf droi Papiere z» bcstchen- Dort könnte durch Einigkeit der Gemeinte Vieles für den Uiitcrricht der Jugend geschehen. Zwei tüchtige Pnvattehrrr, Hrrr Dusrbak und Hrrr Hirsch leiste». wa« unter den gegeben,» Umständcu möglich ist Knczora, eine Miniatur-Gemeinde von nur acht Familien Hot ein rigeiic« Hau« für Tempel, Schule nnd Schächterwohnunz. Der fleißige kebrrr, Herr GlückSmann. leistet seit zwei Jahren sehr Erfreulich,«. ~\