Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 29 (15.7.1863)
- Date
- 1863-07-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2542917-2542918-2542948--3210-2547065- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
499 500 tajn gnchaffm scheint, ihm Aster Herzen zu gewinnen. — Wahrlich, di» Ehaffidim Ujhely« und der ffch denselben anschließende Theil der »Gebildeten" stellen durch dir Dersolgoog eine» solchen Rabbiner« «in trau« rige« Zeugniß ihrer Gemüth«- und GeifleSarmuth an«! Don den übrigen Mitgliedern de» Collegium« können wir nur sagen, daß sie würdige Satrliteu eine« solchen Führer« waren und treu« lich da« Ihrige znr Förderung de« heiligen Zwecke« beitrugen, um den sich auch unsere Gemeindeglieder Dartan und Feuermann loben-wrrthe Verdienste erwarben. Aus da« Ersuchen de« Rabbi Zer. Low ernannte unser CultuS- Vorstand die zwei seit e,ner Reihe von Z-Hren hier wirkenden Rabbi« natSstellvertreter zu wohlbestallten Rabbinern. Diesrr Dualismus hat vielleicht sein Sonderbare«. ist aber höchst zweckmäßig, denn so kann der Eine da« ersetzen, wa« dem Andern mangelt. Da vereinte Kräfte doppelt wirken, so hoffen wir auch, daß da- Anseheu de« Rabbinate«, welche« sich hier nicht in gebührendem Maße geltend machte, dadurch gehoben — und einzelnen Uebergriffen, besonder« in der nächsten Nähe der Rabbiner, gesteuert werden wird. M. N. Rothenberg. —12luö Warasdin in (Kroatien. Die ekroniezuv scandaieuso, welche in der Neuzeit leider von so vielen Zerwürsniffeu zwischen Gemeinden und Rabbiner zu erzählen hat, rst durch die hiesigen Vor« gänge um ein Bedeutendebereichert worden. Es hat nämlich die Ge» weiiide dem Rabbiner seine Stelle nach sechs Monaten gelündigr, und wieder der Rabbiner die Mitglieder de« CnItuS-AuSschnffeS zur strafgerjchilichcn Untersuchung angeklag«. Ob die Gemeinde ein Recht hat, dem Rabbiner, nachdem dieser bereit« eils Zahre hier fungirt, zu kündigen, weiß ich nicht; aber da« weiß ich, daß seine Stellung eine unhaltbare geworden ist. Abgesehen, daß ihm die Ncbenemolumentc eine« Rabbiner« entzogen sind, indem er sich alle Gemeindeglieder zu Feinden gemacht bat; so haben diese auch beschlcffe». für den Fall, daß der Rabbiner obsiegt, keine Cultussteuer zu bezahlen, und so würde der Rabbiner von Monat zu Monat wegen de« Gehalte« klagen, und um Erekuticn ersuchen müssen. Eine liebliche freundliche Stellung da«! Diese« unheilbare Zerwürsniß ist i» Folge einer beleidigenden Rede, die der Rabbiner gehalten hat, und die er nicht widerrufen wollte, rutstaudcu. Schmerzhaft ist der Ehillul Ha-Schem. welcher daran« hcrvorgehcn muß. Da« sirasgcrichtliche Verfahren ist ,ingeleitet und hat ,« der Nabdiuer auch den Eemeinlegliedern durch folgende« gedruckte Eirkular bekaunt gegeben. Au die geehrten Herren Mitglieder der Wara-diner isr. CultuSgemeinde. Wer die Einladung de« hiesigen Cultu«vorstandeS vom 29. v. M. zur Generalversammlung, um »über die immer mehr und mehr unhaltbare Stellung de« Rabbiuer« Beschluß zu fassen" gelesen; wer in den am 31. v. und am 4. Juni d. M. abzehaltenen Gemkiudesitzungen die vielen Znvektiveu gehör«, die der CultuSauSschnß gegen den Rabbiner geschleudert, selbe in eia Protokoll niedergeschriebeu uud sogar dem löbl. Magistrate eine Abschrift davon überreicht hat: der muß in der That au ein sirasfäslige« Gebahrrn de« Gefertigten glauben; mitten im Winter mit seiner Familie vor dir Tbür zu setzen? Uud doch ist e« nicht dem so. Eine strasgerichtlichr Untersuchung, die der Gefer» «igle nach langem Harren erst, weil er immer noch der Hoffnung lebte, der Cul u-anSschuß werde zur Einsicht seine« ongerechten Vorgehen« kow» men, al« einen Akt der Nothwchr einzuleiten gezwungen ist, — wird die geehrten Mitglieder der Wara-diner CultuSgemeinde bald übrrzeu« gen, daß all, diese gegen ibu geschleuderten Znvektiveu Verleumdungen find, ein Lügengewebe, um alle Mitglieder gegen ihn auszuwiegelu. Leugafelder, Rabbiner. WaraSdin, den 17. Zuni 1863. Und habe ich auch die Hoffnung gehegt, daß sich vielleicht Unvar» teiische in« Mittel legen werden, nm Frieden zu stiften, so ist leider dres« Hoffnung geschwunden, denn au« Groß-Kanizsa haben sich der Rabbiner nud der Gemeindevcrstand erboten, bicher zu kommen, und wo möglich die leidige Angelegenheit in Ordnung zu bringen. aber dieser Antrag wurde von dem hiesigen Vorstände zurückg,wiesen*). Szarvas, 12. Juli. Die Verhältnisse unserer Gemeinde find in der v. N. auf eine sehr gehässige und enlstcstcndr Weise geschildert worden. Unser Rabbiner ist ein tüchtiger und in jeder Beziehung wür» diger Mann. Wenn die hiesige Geilieiude beschlossen bat. nach Ablauf der ConirallSzeit de« gegenwärtigen Rabbiner« . im kommenden Frühjahre, einen neuen Rabbiner zu wählen, so geschah die« nur. weil zur Leitung Le« hiesigen RabbinaieS die Kenniniß der ungarische״ Sprache erforderlich ist. Heinrich Aranykövy- Auskunft. In Betreff Ihrer Anfrage über den Ansdruck P>!l"N>PcsstN, der in Mendelssohns Briefe vorkommt. bemerkt ich Ihnen, daß man hier zu Lande einen leilblsinnigeu Menschen, einen Windbculel, oder hebräisch einen רלה mnnr und!"NNl^-Poffen find daher Windbeuteleien. leichtsinnige Streiche. Hannover, 5. Juli. Dr. Layserling. Inserate. Anzeige. 1-3 Meinen geehrten P- T. Kunde» beehre ich mich, hiermit anzuzeigen, daß ich bereu« in Triest elngetroffen bin, um wie alljährlich Aufträge auf Ledern (Earogim), pnrga, Naprcsa und Äja entzegenzuiichmen. Da die diesjährige Ernte in diesen Artikel nur spärlich anSgrfalle» ist. ersuche ich meine geehrte» Geschäsissreuude um 7-cht baldige Einsendung ihrer Bestellungen, um selbe noch rechtzeitig in schöuer Qualität und mir gewohnter Sorgfalt aussühren zu können. Triest. S. Znli 1802. _Abram de Castro. Konkurs. 2-3 An der israelitischen dreiklaffigen öffentlichen Volksschule zu Moor ist zum Beginn des nächsten Schuljahre« die mit einem ZahreSg,halte von 400 fl. ö. W. verbundene Lehrerstelle zn besetzen. Bewerber, d.r hebräischen, ungarischen und deutschen Unterricht«» sächer vollkoiumen mächiig, wollen ihre Offerte sawml legalen Zeug« Nissen bi« Ende Juli l I. tinsenden an den Vorstand der isr. Luttusgemeinde zu Moor (Kcmitat Stuhlweißenburg.) Moor, im Zuni 1863. marken, ihn so moralisch zu vernichten; wie würde sonst ein jüdischer CuliuSauSschuß da« Herz haben, den Rabbiner nach eilsjährigem Wirken ') Wa« jeder Freund de« Frieden« nnd der Ehre Zsrael« tief bedauern muß. Szegedin, Leipzig, Zrtdstvkrla, brr Nrbalttl». Lommistionr-Verlaz von Franz Wa-nrr. Druck von Sigmund Burger in Szegedin. CZT Hier;« rin halber Bogen Beilage.