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Ben Chananja · 1863-07-15 · 29 (15.7.1863) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
29 (15.7.1863)
Date
1863-07-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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491 492 — ל Durch Herrn Prediger Dr. Jellinek, der im Bestie sehr werthvoller Manuskripte und seltener Druckwerke ist. habe ich Gelegenheit ge. funden. Einsicht in ,inen Coder zu gewinnen. der diese Uebersetzungeu «nibätl. Audemselben habe ich auch da- Geburtsjahr de- Sammlerrrmiuelt. — שתי אלח החממות הנעימות החותמות הממת 1׳ ההגיון (Averroia Commeotarius cd S. 2.) — ל (Id. S. 1) יהירי ׳ (" הכעינים מאחינוd. S. 61נזברום ונעשים- (>d. s. 21. Uerfur^e iißer Die juöifdj־araOifdje titemtur. von Adolf Neubauer in Pari- (Fortsetzung'). III. Wir baben »nS anderwärtdarüber ausgesprochen, daß es sowohl Leu Tbalmudisten. alauch den Später». die nicht arabisch geschrieben haben, eben so leicht gewesen wäre, wie den Tibbonide». Wörter zu er» finden, um alles, was sie sagen wollten, in hebräischer Sprache zu ge. den. Wir haben dort gesagt, daß die Juden so eigenlhümlich dazu ausgelegt waren, sich fremde Sitten anzucignen und in ihre Sprache sremde Dialekte auszunehoien. Wir glauben nicht, daß während der Dauer dezweiten Tempelirgend ein Buch in hebräischer Sprache versaßt wurde; die Bücher, die wir aujener Zeit kennen., wimmeln schon von fremden Sprach-Elcmenten. Philo nnd Joses»« schreiben griechisch; der Mischna wird noch halb und halb ein hebräischer Anstrich gegeben. während die Thalmude in den meisten Stellen außer dem Dogmatischen gar nicht mehr den hebräisch schreibenden Verfasser erkennen lassen. Saadjah und vielleicht manche vor ihm sangen an. da- Arabische in Mode zu bringen. Woran liegt ealso, daß man in fremden Dialekten schrieb? Einzig > und allein, wie wir im Jour. as. bemerkt: inan war mit dem Dogma J zu sehr beschäftiget. als daß man der Ncinhrit der Sprache Aufmerksamleit schenken sollte: anderseits wollte man sein Herz sprechen lassen, da- Dogma mit Spekulation in Einklang bringe» und man wollte fick! durchaus nicht Zwang anthun. um Ausdrücke zn suchen, wenn inan arabisch diese schon fertig gesunden hat; wieder bar man für ein Publilum gejchricben. welche-die Landessprache besser, als hebräisch, las erst hätte geschaffen werden solle», verstand, und daher Halachtschcs auch arabisch, wie später Manchespanisch und die D inim jüdisch-deui'ch gegeben wurden. Es wäre daher gewagt, zu behaupte», daß man Werke — in arabischer Sprache versaßt, damit sie auch Nichljuden zugänglich seien; hätte mail dlescs bezwecken wollen, so wäre es uolhwrildig gewesen, mit arabische» und iilchl mit hebräischen Charakteren zu schreiben. Uud wollte man dieauch von Gabirok und Maimonide« behaupten, so würde damit weder Saadyah noch Bachiah gerechtfertigt sein; unmöglich würde HalachischeS. wie auch Bibclkommentare. wegen der Nichljuden in arabischer Sprache abgefaßt IV. Im Vorbeigehen muß jedoch bemerkt werten, daß die Juden doch immer wenigstendem semirischeu Sprachenstamm treu geblieben find; sie haben aramäisch, syrisch oder ein Gemisch dieser beiden Sprachen verwebt mit hebräischen Worten, und arabisch ihre Werke abgesaßl. Wir ') S. Nr. 28. ') Bergt, unsere Xoüce sur la loxicographle hebraique. Jouo. aa. 1861. Tom. IL p. 442. glauben nicht, daß einer der Caralten, deren Sekte doch in Perfien') ihren Ursprung hatte, und wahrscheinlich dem Einflüsse der Schiiten (Traditioo-verwerfer) im Gegensätze der Suniten (Bewahrer der Tra» dition »ach dem Koran) nicht fremd waren, in verflscher Sprache ge» schrieben hätte; wir finden »ine Bibelübersetzung in dieser Sprache erst im 12. Jahrhundert. Alle Werke, die mau auch vor Saadyah in arabischer Sprache geschrieben, anführen mag, müssen hier mit Stillschweigen übergangen werden, da diese bijetzt noch nicht auf »nS gekommen find, uud wir daher nichtdarüber geben könnten. Wir müssen daher unsere Epoche mit Saadyah Gaon beginnen, so wie wir diesein unserer Lerikogra» phie für Grammatik und Lerikologie gethan haben: escheint, daß Saadyah einen solchen enormen Einfluß mit seinen Werken übte, daß er alle seine Vorgänger verdrängte. selbst in Halachncher Hinsicht. — Sein Lmunotd vedeotb (כתאב אלאמאנאת ואלאעתקאדאת) wollen wir hier bloS nennen, weil eauch arabisch verfaßt wnrdr; da« Buch ist hinlänglich auder hebräischen Uebersrtzung bekannt, al« daß mir uns länger dabei aufhalten sollten. Natürlich wäre ewünschen«- werth, daß der arabische Ten einmal veröffentlicht würde, da diese« Buch an sehr vielen Stellen verstümmelter als der More Nebochim ist. und jeder einsrhen kann, welche- Licht der arabische Tert de- Moreh natürlich zumeist durch die gründliche nnd nichtzu wünschen übrig la׳- sende französische Dearbeilunz von unserem rühmlichst bekannten Munk auf Maimonide- System geworfen hat. (Fortsetzung folgt.) Zer Storione. Ltalitlvortllng der in Nr. 2 des ״Lrn Lhananja"gcl!rlltcn Frage. Von Prof. Lelio drlla Torre in Padua. Der Slorione der Italiener, über welchen auch in Italien im vorigen Jahrhunderte so viel gestritten wurde, ist der Oeoipevssr sturio LinnA Der Cariar wird in Ferrara und auch in Mantua gegessen; ich war davon Augenzeuge; auter-wo Hai man darüber keine Entscheidung: weder לאמור noch להתיר-— Bekanntlich hat Chi-kiah de Silva. Vers. Le- מרי הרש. eine iu Spcisegcsctzen sehr wichtige und in Jlalien befolgte Autorität, die Meinung des Karo entschieden bestritten, der die schwarzen ביצידגים als verboten erklärt, uud seine Neigung knndgegebtN. den Caviar zu erlauben, wenn zwei andere Nabbiner mit ihm überciilstiiiimten. Abrabam Menachcm Cclien Porto io einem Gutachten beim Lampronli verbietet sowohl den Storione als den Caviar. Hier muß ich mir eine geringfügige, jedoch für. die Ltteraturgeschichte nicht ganz überflüssige Berichtigung erlauben. Borg hl und nicht Burg hi hießen zwei der Rabbiner,. die in der Sache de- Gobio dem Nabb. Lamvronti beipstichteten. Einige Familien gleichen Namen« leben noch in Ferrara. Solche Uurichtigkeilen find häufig iu den Leutschcn Büchern. In dem jüngst erschienenen dritten Bande de« Jahrbuche« für die Geschichte der Juden und dr« Judenthum« find viele deren zu verbessern. Der Verfasser deberühmten Commen- '1 So der Stifters Ana») Obadjah au« Baffora (J-pahani); Jebuva an- FarS (Farfistan); Mose« ben Amram au- Far«; Cbivi au-Balch; Josef Alkerkeffaui au« Werkes, lieber alle dies» Städtrnameu möge mau vergleichen daschöne und gründliche Buch ״viotiouaire geograpbiqus, bii-toriqus vt litteraire de la Perse“ von 8. Barbier de Mayuard. Pari« 1861.

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