Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 28 (8.7.1863)
- Date
- 1863-07-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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479 480 bc6 MaSkir» ju Gebote steht, und wo er so oft daeznos e§o fühlen läßt. — Die Pariser jüdisch-arabischen Handschriften, deren nicht viele find, und zumeist karaitische Verfasser haben, hat Munk a״S Aegypten mitgebracht, und auch vielseitig benäht; auch Abbä Dargü« hat sein Schärflein beigelrageu und den Tert der Psalmen vcn Jepheth mit lateinischer Uebersetzung veröffentlicht. Eine andere wichtige Quelle für unsere Darstellung wäre die berühmte karaitische Bibliothek de- H. Firkowitz, welche sich jetzt in Petersburg besindct, gewesen, alleia wir müffeu uns hier auf dasehr gelelirtk und rübmlichst bekannte Buch. Likutö Kadmonioth von Prof. PinSker. beschränken. Somit hätten wir da- Einleitend, beendigt, und wcstcn nur noch einmal wiederholen, daß diese Artikel mehr Aare« regendeals DelebrcndeS enthalten werden. Sie werden dem, der die Orsorter Biblicthek durchgestöbcrt Gelegenheit geben. Rubriken eineanderen Journal» auSzusüllcu. um sich überflüssiger Galle zu entledigen, und demjenigen, der diese Bibliothek nie,'gesehen, vielleicht Gelegenheit uud Lust geben, dahin zu gehen, um eiur Dosis arabisch-jüdischen ManuikripteustaubeS zu verschlucken. Sollte» andere auch noch Belehrendein diesen Artikeln sindcn, so ist es vielleicht mehr ihre als meine eigene Schuld. Korrespondenz. Ausland. ־ Dresden, Ans. Juli. Die am 0. v. M. im englischen Parlamente von Eburg und Dorton gestellte Motion. die Nnterschreibunz der bekannten 39 Artikel der englischen Kirche von Seiten der Geistlichen abzuschaffcn, oder zu mcdisizirc», verdient in Ihrem Blatte in sc ferne erwähnt zu werde», als darin eine Ehrenrettung MendelssohnS gegen Jobann David Michaelis enthalten ist. Mendelssohn batte, indem er im Jerusalem den RcligicnSeid besprach, ״ans die engl. Bischöfe l'ingcwiescn. ..ans die wahrhaftig großen Männer alle, die in England Amt I und Würden bekleiden, und jene 3!> Art. b eschw oren baden, nicht mebr io unbedingt annchmen, als sie ihnen vorgrlegt wurden." Dagegen macht nun Michaelis geltend, daß die engl.Geistlichen die fraglichen Artikel nicht deschwören, sondern bloS unterschreibe» (Orient. Bibliothek 22. 75). Da aber Mendelssohns Vorwurf dadurch nicht ganz cuilrästct werden konnte, fragte Michaelis einen englischen Bischof, was denn die Untertchrist der 39 Artikel bedeute. Letzterer antwortete : ,.Die Meinungen sind ehedem verschieden gewesen, ob die Unterschrift der 39 Artikel bloS den Kirchcnsrielcn zum Zwecke habe, und zu dessen Erhaltung die Dervstichtiing austegr, keine neue davon abweichende Lehre» vorziitragen, oder ob sic als volle Erklärung dcS inner» Glaubens und der lieberkillstimmung mit jedem Artikel zu nehmen sei. Beide Meinungen haben, große Männer rcriheidigt; die erste aber scheint die allgcmciuste zu sein." Der Bischof sagt ferner: ״Der Vorschlag im Parlament, die Unter« schrisl abzuschaffen, geschah nicht im Oberhausc. und so konnte auch von dru darin sitzenden Btschöse» . als einem Theltc der gesetzgebenden Gewalk, leine Erklärung gegeben werden, die als authentisch hätte angesehen werden kennen. Im Unterhanse hingegen, wo dir Frage behandelt wurde, sahen die hervorragendste» Redner die Unicrschrist bloS als eine Eillschrättkunz polemischer Schriststeller uud Prediger zur Erhaltung de» Kirchcnfrietens an (Das. 168 ff.)" Diese Auskunft wurde 1783 erthiiti, obtvohl 20 Jahre früher (1662) in Folge Lrr Akt cf Unisoemity 2006 Geistliche die anglikanische Kirche verließen: die sogenannleu Dar« :olom.»len •). Und 80 Jabre später tritt trotz des Uriheils des Bischofs die ') Weil der Austritt am BartclomeuStage geschah. Artikel-Frage neuerdings im englischen Parlamente verhandelt! Unter den gegenwärtigen Derhältnissrn konnte der englischen Regierung dt, Diskussion über dogmatische und kirchliche Fragen nichtweniger als willkommen sein. Das Ministerium zog sich nur dadurch aus der Klemme, daß es auf die Tagesordnung huiwieS. So viel ist aber gewiß, daß Mendelssohn im Wesentlichen Rech» hat: Die Nuterzcichnung der 39 Artikel war und ist ein Gewissenszwang. Wäre dies nicht der Fall, würden nicht Geistliche von Zeit zu Zeit die Kirche verlassen, nnd würde da- Parlament nicht nöthig haben, darüber zu verhandeln. Inland. Ä Pest, 4. Juli. Ich bitte, nachträglich zu erwähnen, daß Mannheimers RcligionSbüchlcin mit einer trefflichen ungarischen Uebrrsetzung vcn Bauer erschienen ist. Herr Philipp Schey Edler von Koroinla hat am rvang. Gymnasium zn Oedcnburg mit einem Kapitale von 1000 fl. Stipendien i'ür fleißige jüdische Studenten gestiftet. Die aus Jcsaj. 44, 5. bezügliche Instruktion ist so gut, wie widerrnfen. Dr. Hasenfcld ,'»». ist zum Dozenten der Balneologie ernannt worden. Als künftige Inspektoren bezeichnet die Fama die Herren Ziltz und Rocken« stein. Das im Erscheinen begriffene ״Schirr Zimrah" von dem trefflichcn Rabbiner Gabriel Des sauer, wird den Freunden der hebräischon Literatur eine höchst willlcuimeiik Erscheinung sein. L. Pest, im Juni. An der köuigl. isr. Lehrerbildungsanstalt und an der mit derselben verbundenen Musterhauptschnle sindcn die öffentlichen JahrcSprüsnngcn in folgender Ordnung statt. Am 29. und 30. Juli für die Hörer an der LehrerbiltungSanstalt; nnd für die Zöglinge an der Mnsterhauvlschnle am 1l. August. An der isr. Mädchenschule sür die öffentlichen Prüfungen auf den 19. August sestgksktzt. — Am 24. April verschied hier der in der kausmäunischc» Welt geachtete H. Sam. Za dir. ScinLeichenbegängniß war vou einer zahlreichen Menge besucht und hielt der Herr Obcrrabbiner Mcisel über denselben die Leichenrede. Derselbe binterließ der Muster- und Mädchenschule ein Legat von 1000 fl., deren jährliche Jiilcrcsscn au 6 arme und steißige Knaben, sowie an -1 brave Mädchen werden vcrthcilt werden. Herr Obcrlantor Frictmaun hat einen inchrwöchcntlichc» Urlaub genommen, und har sich derselbe bereits nach Karlsbad begeben. Fürrfkirchen, 25. Juni. Am 23. d. hielt Herr Rabbiner Ehrlich seinen Einzug in unsere Gemeinde. In Mohnes angelangt, wurde derselbe vom dortigen Borstande und Rabbiner, einigen Herren :es hiesigen Vorstandes und der angeschlossenc» Bezirke feierlich begrüßt Am hiesigen Bahnhofe, wo die Gcmcindeglieder sich schon zahlreich zum herzlichen Empfange eingrsundcn hatten, wurde Herr Rabbiner im Nainen der harrenden Menge vcn Herrn Dr. Schulhof mit einer inhaltreichen Rede feierlich begrüßt, anwelcher ich des engen Raumes hat. der nur folgendes hervorhebe: ״ . . . . nnd indem ich Ihnen vom Herzensgründe ein boruekt kl.tko beseltem adonai zuruse. erlaube ich mir de» Wunsch auszusprcchen. Ihr hieroriigeS Erscheinen möge »ine neue Acra für unsere heilige Religion hervorbringen. Gleich fern vom ZelolisniuS, als vom überstürzenden ProgreffiSmuS. ferne von scholastischer Spitzfindigkeit uud haarspaltendcr Scphistik möge Ihr Wirken zur bessern Erkenniniß und eifrigen Bcthäligung der reinen Lehre Gottes beitragen! — Denn in medio «3t veritas — und wahrlich die Sucht durch Ertravaganzen zu glänzen, hat nie gute Früchte getragen u-s.w." Dom Bahnhöfe bewegte sich ^cr srierlichr Zug zum GotleShausr. wo der Herr Rabbiner vom Präses Herrn Jos. Nothmüller in einer sehr schönen Ansprache empfangen wurde. Im Gottrshause stimmte die Schuljugend ein Bcruch haba an und nach einer sehr gemessen gehaltenea Antrittsrede sang die Schuljugend das Halleluja. Nach beendigtem Gottesdienste begleitete die Gemeinde den nun freudig begrüßten Seelen- \