Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 28 (8.7.1863)
- Date
- 1863-07-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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473 474 strahiren vou dem Ursprünge vieler dieser Lieder, woran bereitS in der vorigen Nummer erinnert wurde. Allein selbst derjenige, der diesen Ursprung nicht kennt, oder densetben mit SirkS und Lonsano unverfänglich findet, wird doch einräumen müssen, daß dieser tertlose Gesang durchaus keinen Anspruch hat, für einen Lobgesang GottrS zu gelten. Ist dieS aber der Fall, so ist ja ein solcher Gesang, der keinen andern Zweck hat, als die Zuhörer zu ergötzen, nach der einstimmigen Entscheidung aller Großmeister der Halacha streng verboten")! DaS ist aber eine ganz seltsame Orthokorie, die sich über ein ausdrückliches und unzweideutigeS Verbot deS Rif, deS Rambam, deS Tur und deS Schulchan Aruch leichtsinnig hinwegsetzt! Den Erceilenz- Herren, deren Protektion die Orthodoren in Anspruch zn nebmen pflegen, können deren Wortführer leicht sagen: ״Wir sind die Gläubigen, die Orthodoren, die Eonscrvativen!" Die Erecllenz-Hcrrcn haben weder Zeit noch Beruf, sich mit dem jüdischen RcligionSgcsetze zn beschäftigen. Wenn aber die Orlhodorie cS wagt, ihr Ehazanimthum auch den Männrrn der Wissenschaft gegenüber als orthodox zu vertheidigen, so koinpromittirt sic nicht nur sich selbst, sondern auch die von ihr angeblich so hoch verehrten PoSkim, die über den bei ihr beliebten Singsang — wenn auch nicht auS ästhetischen Gründen — den Stab gebrochen haben! Die trüberen orthodoren Nabbincn haben den Singsang mit Unwillen geduldet, und laut genug darüber geklagtz und die bcntigc Orlhodorie will denselben ans orthodoren Motiven beibebalten wissen!! Mit der fortschreitenden Bildung >vird hoffentlich auch die Veredlung deS SvnagogcngcsangcS in immer weiteren Kreisen einheimisch werden. Aber auch der geschichtliche Nachweis dcö EutwickelungSgangeS, den der Synagogengesang genommen hat, wird die Vorurtheile, die in manchen Ländern, wie in Ungarn, noch herrschend sind, uiderlegen Helsen. Anmerkungen. '1 Megilla 24, lieber dir OrcSuame» s. Schwarz, das hril. band S. 116. 157. 104. Dir Orlschaslrn lagen sämmtlich im nördli« chrn Palästina. Den Galiläern wird überhaupt ßorrumpirnng drr Sprache vorgcworse» (CSnxb. 53, a) In Bezug auf Belh Schean ist bisher »ich! bemerkt werde», daß R. Jehuda der Heilige dasselbe merkwürdiger Weise eipecpriine. d. i. für außerhalb der palästiuenschen Grenzen liegend erklärte (irr. Demai 2, I. b. ßhulin C , b) während cS in der Bibel ausdrücklich als palästineustsche Stadt angesührl wird (Äasna 17. 1l. 10). — ') Berach. 32. a. — J) S. die Gramm, und Lerika Buchst. ]} — ') Die Sesardim in Europa behandeln da« Aiu als nasalen Laut, über die Aussprache der orientalischen Jude» ist mir nichts bekannt. — ׳) Mag. Ab. 53. a. :והכבדים דם ח׳ רע* ולוה מי שלא הורגל בהם מקטנותו לא יובל לבטא אותם כמו הנוצרים ßr fügt hinzu, daß daher ßheth und Aio in keinem hebräischen Worte unmilielbar aus einander folgen; )?1) ירה ßhrcn. 2, 34. 35) sei' ein ägyptischer Name. Rapoport schließt auS den Neimen deutscher Pajetanim, daß die deutschen Inden schon im frühen Mittelalter He und ßheth nicht von einander zu unterscheiden wußten (Kallir, Anw. 10); wir glauben, daß sie das ßheth zu jener Zeit noch so semittsch au-sprachen, daß e« im Reime leicht dem He entsprechen konnte. — *) Sukka 50, b. 51, a. und die daselbst bezelchneten Paraklelstellen. — י) 30ma 3, 11. Babli das. 38, b. Sollte der Gebrauch, den die ßhazanim bei ihrem Gesänge von ihrer Hand machen, dieser Thalmudstellr seinen Ursprung verdanke»? — ״) S. oben S. 57. 104. — *) Oben S. 457. — IC) Ich folge der Relation R. Nathan'S bei Juchaßi» eck. Krakau 122. b., welche älter und genauer zu sein scheint» als d. Rel. im Scheb. Ieh. eck.iviooner. S.85. — ונכנסי׳ תהתיו בהורים (״ שנבחרי מנשיאי הקהל ומגרוליהם בחורי׳ ותיקים בעלי קול בעלי נעימה וקולם ערב ובקיאים בבל ענינים• Nach 64. 3. trat der ßhor später zusammen, und wird derselbe folgendermaßen beschrie» den. מהקבשים החזנים ובל יודע בטיב -יר Die in v. Rel. d. R. N. hieraus folgenden Worte: וראש!גלות עצמו יהיה מבוטה במקום (?) עם ראשי הישיביה sind mir nicht'ganz klar. Die Londoner Juchaßim-AuSgabe ist mir nicht zugänglich. Bielleicht ist der Sinn: der Patriarch und die Rektoren der Akademien bleiben an irgend einem Orte bedeckt (der Gemeinde unsichtbar). Die spätere Schilderung scheint diese Nuffaffnnz zu rechtfertigen. ")Daselbst, wo eS ohne Zweifel heißen soll: 1״ — ומגיע לקדושה ועוני׳ הבהורי אחריו ע ד האל הקדוש O. ßh. 560. M MliclUorciifrftge1). ־ .1 Wortlaut des Intiinatrs des kirn. ung. Statthaltrrtiralhrs. 33,109. An die (Stadl- oder KomitatS)-Gemeinbe zu N. 21! einigen Diözesen bat sich die katholische Geistlich, keil von der Aufsicht, welche sie bisher über die israelitifchea Schulen auSübke, definitiv zurückgezogen. Bei diesem Umstände ist in Vorschlag gebracht worden, außer den uumittel« baren Echiildirekloren in jedem Schuldistrikte zwei oder drei auS der Milte der Israeliten zu wählende besoldete Schul« iuspcktoren zu systcinisiren, deren Besoldung die Israeliten deS Distriktes, wie behauptet wird, freudig übernehmen würden. Damit nun in dieser Rücksicht zum Behufe der über die Einrichtung und Leitung, wie nicht minder über die Möglichkeit der Ueberwachung der israelitischen Schulen auch sonst schwebenden Verhandlung zuverlässige Daten gewonnen werken, wird diese (Stadt- oder Komitat6)-Gemeiude aufgefordert, die dortigen israelitischen EultuSgemeinden über diese Jnspckloren, insonderheit aber über den Umstand, ob dieselben, falls die Inspektoren ausgestellt werden, bereit wären, deren Bezahlung zu decken, zu vernehmen, und ihre hieraus bezüglichen Aeußerungen bisher zu unterbreiten. Ofen, am 26. April 1863. Stefan Privitzer, Sigm. Hüber, Kamtll Apt. ü. 3um Verständnisse -cs Zntimatr. Die in diesen Blättern bereits mitgetheiltea Verbandlangen mehrerer Gemeinden über die Jnfpektoren-Frage beweisen, daß man sich deren Inhalt nicht überM klar