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Ben Chananja · 1863-06-24 · 26 (24.6.1863) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
26 (24.6.1863)
Date
1863-06-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Weilage zum ״Wen Charmirja^^ Nr. 2®, Acker 3(afcnilenacfcn. Von H. M. Prnekes. Dem vielfachen Wunsche mehrerer meiner Freunde nachkommcnd, will ich nun die taS jüdische Kalenderw7׳t״.r betreffenden Streitigkeiten;wischen mir und dem gelchrten Herrn (ßti. L. Slonimski in deutscher Sprache kurz und bündig auscinandei setzen. Herr S. rügt am Schluffe seineö Werkes ה״־דזח העזרים die Fehler, die wir, nach den Prinzipien unserer Kalenkerst'fter selbst, gegenwärtig begehen: 1) Hinstchtlich des Mondenlaiifes, da umer Neumond ן 11 oder Mol ad um 1 -1-1' später als der jetzige (um 1840mittlere astronomische einfällt, und!ousegiieilterweise müssen j alle Neujahre, deren Molad Tischri etwas weniger als 1. 1-1׳' vor >פ;די״ Mittag, oder גם׳‘'־;־ in jedem gemeinen oder פםיהפפ״ם nach einem Schaltjahre eittlreffen, um ei- »eil oder;wei Tage, je nachdem diese aus ב oder גהז fallen, später einlrrten. 2) Hinsichtlich des Sonnenlaufes, da das .1 I, Sonnenjahr nach 23 .'55 .5 .365 הק^״א", al׳o um 6' 3-1" großer als das astroiiomiichlropiiche ist, und dessen הקיפה ־פ;: schon gegenwärtig (1810) mit 6 4 später einfällt, als der astronomische ,Frühling-, folglich dürften wir chon die Stdiiling der Schalljahte in: נ־ה״ ארז״ ם רהז״ ץ in אג״ים ב־״ז abäntern. Ich hingegen räume die Richtigkeit dieser Rügen wohl ein, nehme aber dennoch unsere Kalender in Schutz, so lange die gerügten Tifferenzen steh nur auf Mäuiier der Wissenschaft beschranken und nie den Laien fühlbar und auffallend werden; daher können wir in Betreff des MontenlausS noch viele Jahrtausende und des SonnenlaiisS wenigstens noch viele Jahrhunderte, ganz ruhig bei unserem alten Kalentrr verbleiben, indem ich a»ö dem Talmud nachgewiesen. daß man in den Tempelzeiten und selbst später, von der streng astronomi» schon Berechnnng abweichend, die Einschaltung des Weadar, je nach dem Bedürsuiffe eines großen Theileö der Nation zuließ oder verweigerte, was untsomebr von unser,» Kalen» der gilt, obwohl er für künftige Zeiten nur nach astrono- »lischer Berechnung eingerichtet wurde, und wir nun nach den Fortschritten der Wiffcuschasl einsehen, daß den Stiftern desselben maiicheS Maaß noch nicht genau bekannt war, dennoch, weil er bereits über 1400 Jahre für unsere nach allen Enden der Erde versprengte Nation rücksichtlich der Normirung der Feiertage von unschätzbaren Nutzen war, und die Reibe נו״ה אד״זם noch jetzt ziemlich richtig mit?1110• ״ahme der Jahre ח' י׳־א י״ט המ״ק die gemein fein müßten, sei. füglich weiter noch beibehalten werden darf, und nur daun erst, wann u. z. »ach vielen Jahrhunderten später, die Differenz den Laien bemerk» und fühlbar ,verden wirk, wer» den wir berechtigt, ja verpstichlet sein, eine Verbesserung in demselben anznbringen, die nach Maim. (Jad. Eh. Sanhed. 4. 11.) durch eine Synode sämmtlicher Palästinenser Rabbi« nen und Fachgelehrten zilstante gebracht werden kann, trotzdem daß das Srdiniren bei uns anfgchört hat. Herr S. hat diese Gründe ,venigstenS nicht bestritten, ja in praktischer Beziehung verschanzte er sich noch mehr unter dem herkömmlichen Kalender, und scheint selbst keine Reform nach Jahrlansenden auch zuzulassen.?lllein in den Grundlagen, worauf unser Kalender beruhet, sowie der Er» j Mittelung deren Einführungszeil durch Nückwärlsbcrechnung, rveichen wir von crirander ab, und unser Streit ist also blos ein! theoretischer namentlich ein anliguarisch scienlisischer. I Herr S. will nemlich 1) die Tiffrrruz Zwischen un•! ferm Molad und dein mittlere» astronomischen Neumonde, j in der Beschleunigung deS Mondlanfs. deren berühmte Lap-! 2 :) s laeesche Formel lautet I0",7232 t. u. 0",01936 t.!in Raiimsekuiiden), >vo t. die?lnzabl der »ach 1800, hingegen * — t, die der vor 1800 verflossenen Jahrhunderte bezetch-! net und folgert hieraus, daß die Epoche der unter uuS bej kannt gewordenen Monathsläuge כ" ט י״ב ת׳צצ״ג um daS I. I 100 II. Ehr. מ׳להורבן ב״ש - נ״א ההי־ס' לב״ע ZI, fe. 1 Yen sei, d. h. in die Zeilen N. ElirserS, R. JosuaS, R. Slki« baS und des Fürsten R. Äamliel des JaiiiniänierS, und hat die Gleichung so ausgestellt: Molad deS I. 1840 — astr. mittl. Neumond - 1, 44' - - 6240" 21 ",1113 t. «.0038 3 114 l. (in Zeilsecuttden,) woraus: t - —17,40 folgt. Llllein abgesehen, daß unser Kalender allenfalls vor dem I. 340 nicht eingesührt wurde, und daß R. Gamliel, wie aus יברייהא דשרזאל rc פדד״א und R. MoseS HadarschanS Worte (f. נ״ח דד־ S. 37.) klar erhellet, die Monatsdauer nur - ב״שי״ב ושהי ידוה שעה angegeben, so beging Herr S. einen zwar verdeckten aber sehr großen Fehler, indem er die Länge deS mittl. syn. Monats im I. 1800 nicht genau d h bestimmt, dieselbe willkübrlich 29 12 44' 3" 11'" angenommen, ohne zu bedenken, daß zur Bestimmung deS! nicht nur die Keuntniß der Bogenlänge deö beschleunigten Mondes nach Laplacessormel, sondern auch die der Bewegung deS Moa« deS d. h. die Länge des syn. mittl. MonatS im Epochenjahre 1800 erforderlich ist, folglich auch die Differenz zwischen dieser und dem jüdischen כ״ט י״ב השצ״ג in Rechnung zu dringen sei. Ja iväre Herr S. genau und konsequent verfahren,

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