Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 26 (24.6.1863)
- Date
- 1863-06-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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441 442 Gold mark ein cmtarnfrr Künstler ist. findet hirr nicht die verdiente Aufmunterung. Nächsten Sonntag macht der Verein eine Sängerfahr». Morgen erscheint Dr. Jrllinek als Repräsenlaul de- Vorstandes dein, Lrichmbegänginffr Prof. Förster«, der den Lccpoldstädter Tempel erbaut hat. Pest, 14. Juni. Der in Nummer 23 dirsir geschätzten Blätter gekrnnzrichnete Ehazan ist denn doch definitiv angestellt worden. 6r fällt den, jährlichen Gemciiitebntgrt nur mit der Kleinigkeit von st. ö. W. sage zweikaiiscntsechshundert Gulden zur Last. Wir sind 1u der Tbat außer Stande, ein-n Schritt nach Vorwärts zu bezeichnen, rer tiefer Gemeinde nur halb so viel gekostet hätte, wie tiricr wahrhast fkaiidalösc Rückschritt. Demerke» Sic jedoch wohl, daß es der Vertust bei dieser Ziffer keineswegs bewenden lassen wirb. Mehrere e legante Mitglieder des EiiliiiStemp.ls schicken sich bereits a». ihre Sitze balelbst. sowohl die geiiliuheteii, wie die gekaufte׳.׳, aufzulaffe», und gegen Sitze in ker großen Synagoge uniznlauschc». Ersrci.licher ist die Meldüng, daß endlich die huiuanitäre Angelegenheit des Spitals gcordner >ü, und zwar ganz in der Weise, wie sie unter den, abgetretenen Negime gcortncl war. Acrztc bilden die überwiegende Mehrheit der Spilalskoininission, deren Prä׳'eS Dr Ocstrcicher ist. Vorige Woche geschah die szwar absolut gebundene) W>al,l des Primararztes, weiche ansHerrn tt. 3. Jfctri si-'I, da dieser Herr allein de» huinanen Zweck des JnstilutS über jede »nd alle Nebrnsrag.n zu setzen für billig gesunden. Einen Unterschied inüssen wir ,edoch rrgistriren. der zwilchen der grgciiwärtigcn und porigen Organisation bcst.het und der leider auch ein bezisserbarcr ist. Gcgriiwärtig bezieht nämlich der H.rr Primararzt einen Gchall von *>00 st. jährlich, während vorden, tcr Primararzt einen solchcn Betrag j« SpiIalSzwrckeu gtjchenlr har. Brünn, 4. Jnni. (Lchl,1ß). Ich übcrlasse cs Len: Herrn H. B.!eilst, dcn Widerspruch zu lö'.v tcr doch darin besteht, daß »ach seiner Angäbe die Sck>»llkl׳rcr ans Nukenntnifi das Hebräische pcriiachlässigen n»d daß ioirder Jünglinge mit einem ״großen Slatze des hebräischen Wissens" ansgerüstet, die Vollsschnle vcrl.i.Tin; ich will blos pon den hiesigen Verhält- »issc» ׳prrche». Ein groß r!!׳eil ter Schülerin der l. Elasse der Mittelsdiilcil ist in dem gesetzlich hierzu ״oihwe׳idigcn Alter, also mir pollciCrtmi!». Lebensjahre. r1,ig>treten 11::d ter größte ahcil alice Schüler licscr Elasse» stebt höchstens im eilsten Lebensjahre. Nus dieser Angabe Ium der perehrliche Leser schon selbst ermesse», daß ein Schüler, der :::?. oder IN. Lebensjahre die rier Vclksschnlelassen gründlich absotv!rt hat, schwerlich mil einem ״gres >1 S hatze des hebräischen Wissens" ausgerüstet sei, Laß vicliuchr der g öüerc Tbril ter Schüler nur wring g׳ lernt Mid daher nur wenig ,» vr>gegen habe. Wohl gibt rS auch manche Schüler, die in einem weil höheren Aller, iiu 13. Lebensjahre, »i>d daher auch mit filtern writ g!öß.>.»1 Maße des hebräische» Wi>- senS in die rrste Elasse eintretcn »»b aus diese könnte vielleicht obiger Porwnrs seine Aiiwruduiig findin. Ist׳ lönnie wobt daraus ganz einfach anlworlcn, daß cs nicht die Schiild des Lehrers fei, daß rinz.lnc Echülrr. die in irgrud cinetu Gcgciistandr. wie z. B. in der Geographie weil über da- Ziel hinaus vorberriiel finS, in Le» übrigen Gegenständen abrr den andrecn Mitschüler» gleich sind, daß diese cinzcliien in drin einen Gegenstände gerade keine Fo׳I׳chritte machen. Ich sage aber dirnicht, sonder» bchanpir p>cl»1cl׳r. daß keil st diese Schüler in der Ncalschnle »och sorlschrrileu. und dies wiit bescndcrS durch die Mrthodr drwirkl. Dir Verschicrenhiit dcr Vo>ke»»»1 issc mciiirr Schüler ins Auge fassend, habe ich cs mir als Ansgade gestellt, de» Unterricht für alle Schüler nützlich und sruchibringrnd zu machen und LieS durch die Anwendung des Satze«: א<»» luulln n-ck multinn, durch rin mehr qualiialires als gliaiititaiipe« Vorgehen bei», Nnterrichle zu rrziclr». Durch rin gründliches Eingrhen aus Wrund- U»d Nebrudedruluiig allcr in den grlesrnr» Stücken vorkeuiuieuteu Wörter, durch ein gründliches und rationelleS Anfsaffen der grammatikalischen Regeln, durch fleißigr« Memorirenkassen der wichtigsten und schönsten Strslen der h. Schrift können sowohl die Anfänger, als dir schon Vorgeschrittenen. Initianten vnd ProficiSc.'nIrn, zugleich Neues lernen »nb vom Unterrichte Nutzen ziebeo. Neben diesem statuarischen Unterrichte geht aber auch ein kuesorischer oder WirderholungSuiiterricht; e« werden nämlich jede Woche rin oder zwei Kapitel an« den in den früheren Jahren schon gelesenen Thcilen wiederholt nnd geprüft, und so gelingt es mir, die Schüler jeder Elasse mit rinrm ziemlichen Maße drS hebkLisck'rn Wissen« anSznrüsten und bis ziini AnSirittc aus de», Obcrgvuinafinm lind dcr Ober-Realschule dcn ganzen Pentateuch, die poetische» Stücke ande» erste» Prosctcii, den größten T>, ' drr Psalinr», de« JcsaiaS und JerrmioS »nd die Klagrliedcr neb, ׳ein wichtigste» Thcilc der hebräischen Grammatik mit dcn Schülern .»,chzumachen. Aus dieser Skizze köiiiien die verchrlichrn Leser wobt er׳'ch.», daß, was »naiibclangi. den Schülern vie Gelegenheil zur Fortbiltinig durchaus nicht abgcschnittcn, sonder» writ mehr in gtiiügcndri» Maße geboten wird, »nd daß also die Ursache dcr mangelhasten krbräischcn Bildung mancher Lcbrcr nicht in der Nculschule. sonder» in trn LehrrrbildungSanstalten z» suchen und zu finden sei. Könnte ober nicht dennoch, wie Herr H. B. meint, für die künftigen LchranitSkandidairii schon während des SliidiiimS ree Nealschule etwas besonderes geschehe»? und könnte nicht auch für die künftigen RabdinatS: candidatcn <ich erwciierc also die Frage des Hcrrn H. B.) schon während drS G»1»nasialstndin1»S etwas besonderes geschehen? Zur Bcant- Wortung dieser Fragen werde ich mir nächstens erlauben, einen Pia» mitjiihcilc», tcn ick׳ schon vor Jahren dem piopiorischc» Herr» Landesrabbincr atiScinandergesetzl habe. M. Stößel, Professor. SV*lc-,1:1*Ic litterairo von Lhalil. IV. JniAprilheste dcr Frankel',chc» Monaischrist finden sich Il orne m 1■ m i 11 ji 0 von eine,» n i ch I o r i en t a I i sch c n Pros, tcr orient. Spraeben (111.111 perzcihc mir diesen BarbariSmiiS. ich habe bloS dr» Titel eines anlern 'Bn.beS nachgeahmt). Dics-r Aufsatz beginnt ungefähr so ״Diese oder jene Na>:1isorsck׳cr des Mittelalterbehaupten, es gebe vier Elemente, lein .st aber nicht so. cS gibt deren über 40: laß Liebig oder ander, sckion davon gesprochen, kann »ich. berücksichtigt werden." Der Leser wi,p diese Phrase vergebens 1» dem genau»,cn Hcste suche» z er wird aber finte», Levila »nd Bnriois behaupten wäre griechisch, ich aber sage, cS wäre semitisch, verglichen nii, 2^2 durchbrechen, davo» dathalinndische 2s?2. <27׳^^'Lbr den Zaum der Religion brechen; wer sollte aber bei solche» Erkläruiige» vor lauter brechen nicht den Hals brechen? Wir sind noch nicht fertig: ,2 ist א geworden, und א reitet ans ,ך nach syrischen und aramäischrn Prinzipien (-Vlzili-i nnd Istll>1׳!ii׳:j wenn ei» Hund rasend gemacht wird, so kommt rS auch von brechen her (אתפקי־), ein wahnsinniger heißt davon פ?רא iin Sprüchen; der Tarf׳. jcnisrhnlini bctirnt sich de- Ausdruck.s והבקרון und jetzt k2111111t der Zebnpsündcr. auch arabisch heißt brechen. Nicktvom A et hi o p i sch e n und gar keine Anspielung auf da» Assyrische-, eine wabie Nachlässigkeit für semitische Bor diesem Professor wußte Niemand. daß eine semitische Wurzel ist: wußte es doch der Aruch sckion, drr in diesem Artikel wortwörtlich deiiützl ist. Denn wahrlich, ich sehe dcn Hcrrn Professor stolz mit feiner Euldrckung nach dem Breslauer Athenäum reisen; der Ar och bildet die Avantgarde. Michaelis syrisches Wörterbuch die Arriüregarde, und recht« und links reitet die schwarze Eavallerie drr freita-׳ gischen arabischen Wörterbücher. Ihre Rrisr war wohl halsb techend, Herr Professor? gewiß, ich bringe ja die Erklärung der Wurzel