Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1863-06-24 · 26 (24.6.1863) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
26 (24.6.1863)
Date
1863-06-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2542917-2542918-2542945--3173-2547025
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

434 433 te DannolaS, (Ralbag) Jsak Israeli"), Samuel Zarza"), Don Jsak Abravanael "), Salomon Duran"), Lippmann von Mülhausen "), Gedalja JbnJachja"), Salomo ha Levi in Saloniki), und wie Znnz gezeigt, eine große Zahl von Schriftstellern 1ה!1ו Predigern לי• ^hvcn ‘'זי«<עי״י^כ< erreichte die astrologische Schwärmerei im vierzehnten Jahrhundert unter den Nationalisten in Spanien und der Provence. Dieselben ' scheuten sich nicht, die Urin, und Thuiniin für ein Astrolabium zu erklären '»). Aber auch noch im süiiszchiiren Jahrhundert!׳(-rechnete man Israels Leiden ״lid Erlösung ans den Stcl- 11,״gen der Planeten, unter denen der Glück bringende In, piter, MarS der Schuhherr RomS, und Saturn, der die Inden beschuht, die Hanptngnren bildeten. ^Wie gegen Ende des zwölften Jahrhunderts, so sprach man 1164 und 1 iOD von nierkwürdigen Eonstellationen""). Als entschiedener Gegner der Astrologie, die selbst von Kepler hoch i» Ehren gebalten wurde, sind zu nennen: der Dichter Alcharisi^'),! Joses Al b o "'׳'» und David Provenzalc"». Ins Volk | jg diese Opposition nicht gedrungen. Vielmehr galt daS Svrüchwort: ״Alles ist den Sternen unterworfen,! selbst die Thora rolle im Hechal"). Die Mehrzahl! der Gelehrten verharrte in derselben Befangenheit. Der hohe N. Löwe in Prag so» mit?vcho de Brahe gemeinschast-!ich astrologische Beobachtungen angestellt haben, wie früher Sabbarhai Donnolo mit dem Ehaldacr BagvdeS und Mar Samuel mit Ablat, dem persische» Astrologen. Erst die neuere Zeit brachte de» astrologische» Aberglaube» gänzlich zum Weichen. Selbst aus dem Standpunkte der starrsten Srthodorie tritt hier ein merkwürdiger Umschwung hervor. R. I o n a tha 1! Ev b e n s ch üJj ::ehr zwar noch die Astrologie mit in den )kreis seiner pilpiilistisch - haggatischen '^׳o:träge, und läßt sich in dieser Rücksicht selbst ein falsches Eiiai aus MaimonideS ru Schulden kommen'"». R. MoseS Sofer stand noch unbeirrt aus thalmudisch-astrologischem Standpunkte, nnd nahm keinen Anstand, religionSgcsetzliche Entscheiduttgen astrolog. zu begründen Einer seiner getreuesteil Schüler, David Margaliuth, teSavouirt dagegen den verehrten Meister. Und obwohl er gegen die gottesdienstliche,1 Verbesserungen der Neuzeit und für die Integrität deö Thalnind und deS Schulchan Aruch mit einer bisher beispiellosen Heftigkeit zu Felde zieht, scheut er sich dennoch nicht, die astrologische Anschauung der Alken als antiguirt zn betrachten"')! Osteichwohl wird in unseren Tagen aus zeitwahlerischen Gründen am Freitage keinHochzeitSsest gefeiert'. Gewöhnlich meint man, daß dies auS Respekt vor dem Thaimud geschehe, welcher den freitägigen Hochzeiten allerdings nicht günstig ijtAber die mittelalterlichen Kasuisten haben sich in dieser Rücksicht mit dem Thalmud zurecht gefetzt, und es ist konstatier, daß seit dein dreizehnten Jahrhundert bei den spanischen und im 16. Jahrhundert bei den polnischen Jaden die meisten Hochzeiten an Freitagen gefeiert wurden^"). Die zeitivählerische Antipathie gegen den Freitag ist ein Produkt der neuern Zeit; in Polen sollen jedoch noch in unserer Zeit nicht selten am Freitage HochzeitSfeste gefeiert werden. Keine astrologische Tendenz, aber doch siderische Deziehung wird der Trauung unter freiem Himmel vindizirt 30), waS jedoch in sofernc ans einem Misiverständnisse beruht, als N. MoseS Minz, (Rabb. in Mainz, Landau und Bamberg i»k 15. Jahrhundert), ouS welchem R. MoseS Jsscrlcö schöpfte, nicht von der Trauung, sondern von den Hochzeitfestlichkeiten spricht; die Trauungen selbst wurden nach seinem eigenen Zeugnisse in der Synagoge vorgenommen׳"). Die Weissagung auS dem ״Schatten tcS MondcS" wird von R. RoseS JsserleS widerrathcn^). Die heutigen Romantiker erheben, gleich einer Posaune, ihre Stimine, um die Integrität deS Schulchau Aruch zu verkünden; gleichwohl scheuen sie-sich nicht, die Lnnar-Profetic in daS Gebiet deS Aberglaubens zu verweisen. ג n m c r k unge n. ') bischtet Ha-Keirr 31. a Ha dass! s,i.;l l>iu;n: למוררים ferner 1 ö l 11.: הריה של אדם ולאמן הכו ב בים 1ולמלמדים כאלה והמקבל ההבניה והדעה .ייראה עירובי יצירה הם ולא ני בי אם נללנייר וניבהר הלב Al, Cer;,irrst 0,,.זח״1],'ו״ו Stellt nennt i H dir sjiiiihij (רב שמואל ההבם בברייהא שלו) dir I ^ch(׳vs>»1.1׳׳al׳lchir1׳>t N. 2-'»>erls «ר׳ ישנר בנלעשה בראיבירז בספרון י n;1t!»). 2׳aM\nl)1i Dem.elo atS (irllänr tif|rr Bücher. ürtztrr.r wirk! das.;»׳׳i11l.il ׳-»».;cfi'ihri. Seine,, Fa1»׳>ir,111a111rn schreibt H. דונולוש | n»r דינולום. äl'Nlich den Dem»(.׳,,los dcr cncenc» 0-1tc!If11 lGräp 5.! :(.')3), was d׳n Viterarljirtcr,fern ctjaujo» ist. -- •) Ab. 3ara 1t, H. ן IN. — ') Nlinni. Jeef. Sank). Abschn. 4. Ende: □אבל מה שאר i מביר במערבה הכיב־ ונלהלכן בגין אליו היברי שמים ההווי׳ I בביכבי׳ אין זו בכיל נהש שוו הבמה גדולה ונורה שנור הקב״ה מששה י״ב להנהיג עוילמו בכך ""ודרמב״ם ב־ שאף הזיון י הוברי שמים בדרך ההבניה בבלל נהש הוא ואינו מחוור. ן - I ד Ktses Mischna 3lT״rt Bia 2t. 31. S. dir mcrlwüedigk pllpntistlscht DrLiiftien N. Sj. Landaus N. Bih. l. 3.!». — '־) 'Mott 2, 5. Br§l. 2'lha-Thera 3, tt. Ab. Zara 1. t. — ף lihajjin, S. 76. unv A. E. 5 M. 4. 18. 2. M. 33. 23. Brgl. »och (S. LH. ©. 58. 118. N» — ,i ha 2e״a 91. ־ *) Sohar 1. 00, a. B'S. Thorakomm. cd Öl,ra dir Trriuo S. 28. 6. 22.3, c. NÄA. cd. Wir» Nr. 413 S. 51, b. — *) Mebatrsch 37. 11. Sachs rcl. Porste 231. Am». 1. — 1 M- 1, 14 (wl. Ben. 11, 11) 4 M. 23. 21 lt97. ,1). - ") Jtsod Olain ml. Berlin 1848. S. 60. — ") M.tor ^hajiim t M. 28. 1>. Sach» a. a. O. — ") 1 M. 1. 14. 2 M. »2. 1. 4 M. 23, 2t Komm, zu Ezech. Kap. 20. Maschin Irsch,1a 13, 11. u. a. a. St. — ") Recht«- gulachit» Nr. 513. Sachs das. — ») Nizzachon p. 90. Nr. 145. — “) Schatichclclh 0.1. Ainst. 59. 11 ff. — ") Vibro Sdiolowo 175, a. — ") Zunz in 2°st'S Annalrn II, 156. — ") RGA. dt- R. Sal. b.! Adr. 417 <52.0) Brz,!. Minch. Krnaolh S. 107., daß Ithuda Barztt« ן t°ui הי־ קורא לאצטרלב בשבת אסור לאו, womit 3unj zur Gtsch. 483 ן nicht ganz grnau übrrrinstimml. — ") Zu»; a. a. O. — ") l Thachltmoni 22. Pforte. — ") Aldo 4. 4. ha-2o»a S. 90. — י*)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.