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Ben Chananja · 1863-05-13 · 20 (13.5.1863) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
20 (13.5.1863)
Date
1863-05-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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365 366 Wir jedoch für dir Heranbildung von brffrrn, in beiden Fi« chrrn weit tüchtigrrro Lehrern za sorgen wirr. da« ist schon gar oft uad vielseitig au«ge1rrocheu worden, ich habe nur nrurrding« auf die Nothwmdigkeit drr Gründung einer solchrn Lehrerbildungsanstalt l'inwrisru wollen, und glaubt übrige»«, r« dürfte bei der mährischen! Lehrcrversawmluug. wenn auch mebr im Interesse der Eltern, ».ennoch ein Hauptgegrufland der Derathnng werden. — Kroslwardcin, Ende April. In Folge Erlasse« der h. kon. »iig. StailhattrreirathcS (seit». 3. April l. I . 3. 25.769 , theilt da« lobt. Ober-Direktorat sämmtlichcn ifraelitifchcu Schulen mit, daß im Nachhangt zu den am 31. Iäner jl. I., Z. 53, veröffriillichicu Der« zeichniß der a» den isracliiischcu Schiileu zu gcbraiicheudcu Lehrbücher, auch folgende zu brnüße״ sind: 1. NnsangSgriindc in der mosaischen Ncligion für die l und II. Kl. der israrlitischcu VolksiLulen im Kaisertbiime Oeslrrrcich 18GI, t. k. Schuld,ichrrvcrlag. Preis IN kr.: 2. Mosaische NeligiouSlclire für die III. und IV. Kl. der iiraelitischru Ttollslchiile» im Kaiserthlime Lcsterrcich 1862-. k. k. Schull׳ücher-.׳erlag. Preis 33 kr.׳. ErgänzungShesl zum drillen Lprachbnch für israelitische Schiileu. Die Zraiieii beiter bicssgrr Gemeinden lralcn zu einem Verein;iisamiiic», der sich zur Aufgabe stell!, Verarmte und Kranke krallig und ai'.Szieblg zu unterstützen. Vorsteheri» ist Frau Kaiharina Sleiner, Scheisisi'ihr.r Herr Tr. L. Beelowilsch. Sobald tie Slalute». die gegeiiwärliz der k>. LaureSbebörtc zur Sankiioii ׳.׳orliege», ziirückgelangt, ei» Mehrere«. Die diesige ungarisch jüdische Gemeinde hat diesen Namen aufgegeben. iiiid beißt in Znlnnil ״ungarischc Abibciliiiig der Großwardeiner i'racliiischeu EiiliiiSgenieintc." — Tic hiesige bürgerliche Schützengeiellschasi bat eiusliliimig bcublosscii, in Znknnsl auch Inden, die bis .rtzi staiuieinuäßig ai.Sgelchiosie» waren, in ihre Pinie a»sz>1»chn>en. Es sollen sich schon bei 100 jüdische Schüheu angemelcel haben. Tie 2ler»s»ng de« Herrn Pli öbuS Fi schm an» als Prediger :!ach Preßburg bak ihre Schwicrigkeiicil, intem die Klanscubilrgcr E'cmeinte rcti der Prcßburgcr eine Eniichätigilng von wenigsiens 10,000 jl. verlang!. da Herr Fischmanu bedeukentc Spesen verlirlachle, intem sie icinc N״abl>ä»gigleik vom bankrabbinal zu Karlsbnrg mit 400Ü st. erfanften. und eni neues Bel l!>,midrasch banlen. Herr Fnchmann blcibl also, wie allgruici» rerlanici. weiier i» Kla»se»b»rg. Ter sehr pialiiche Vorschlag des Herrn Schönfeld in Sachen des Lehrer-, Wilwrn- und Waiielisondc« fand hier in der lliiigegriit viel Anllanz, und läßk sich eine lutniiciitc Uilterslütziing erwanen. Möge man in Pest nicht säumig sein; alsdann AnSsührltchere«. In der am 5. März I. I. abgchallcnrii drillen Sitzung der ..Eciilraikomm ssio» zur Erforschung und Erbaliung der Bauernkiiiale" derichiel Herr Naiip über ciiicn iu Pell au ailSgcgrabcncn Grabstein aus Marmor »nt »iuer hebräischen Inlchrisl au« dem Jahre 1304• Dirser Bericht wurde dem hifiorifcheii Verein von Slricroiark zur delicbige» Vciiutzinig zugewiescu. Vielleich: ist Jemand unter den geehrte» Mitarbeitern de« ״B. Eh." >n der Lage, die betreffend« Inschrift zu veröffentliche». — g. Arad, 5 Mai. Wenn Ihrem geschätzte» Blatte nur iclieil Berichte aus der diesige», nahegelegeneii Gem., einer der hervorra» gtiidsleu ifkaelinichru Gelneinde» iiuscrcs VaicrlaudeS, zulommeu, so darf Sir lies nicht wuut-rn. DaS vorige Dezenninm mit seinen politischeu Eiurichtungea oud Eolisegiienjei, war wrnig die Zeit der Thal für die Gemeinten Israels, am allerireuigsteu aber für solche, die schon iu vieler Beziehung so maiichen audeen Gemeluten durch jahrelangr« Kämpfen und Olingen, Schaffen und Willen in der Verbesserung und Vervollkommnung ihrer sämmilichen Iiistiiulloiicu vorangeeil« waren. Die hiesige Gemeinde koonlr m» brsriedigleui Selbstbeiviißtlein beim Beginn« der letzter» traurigen Geschäft-Phase auf ihre Schöpfungen, auf ihr geordnete« Gemeindewcsen blicken, wo alle ihre Berhäliuissr nach estimmlea Normen geregl« erscheinen, während wir in viele» ander» Gemkindeo noch kaum einem Anfänge zur Negelung und Ordnung de« GkMtindtlkbrnbegegnen tonnen. Doch wie die ewig schaffende Natur keinen Siillstand ienut. und ihre Kräfte auch dann »hätig sind im I». nrrn der Erde, wenn ihr, Oberssäch, mit einer starren EiSrinb« umgr« br» ist. so wirkte auch die hiesige Gemeinde zur Zeit jener winterlich kalten Periode im Stillen derart, daß sie neue Kräfte sammelte, um einst an einer bessern, freundlichen und wärmenden kebenSsonnr dir Früchte ihrer Saal gehörig zur Neife kommen zu lassen. Und i» der!hat erblicke» wir seit der letzten Zeit, wo sich die Vrrhäliuiffe einiger» maßen besser gestalteten, eine schöne Blüthe nach drr andern am Erkeniiliiiß- und LebenSbannie der hiesige» thaleurcichen Geineinte sich entfalle» iiiid z» schönen Friichteu entwickeln.' Der erste Akt war dir Ergäuzulig und Vermehrung de« Porstante« durch H erbeiziehung jüngerer Kräfte. Zn der bedächiigen, kluge» LebkiiSersahrniig und geläulerten Lebeiis.iiischaiiuttg gesellte sich >!»» die Ihatlräftige, auf der Höhe der Zeit stehende Jugend nud der «Wrinitflcm zu tiuein tüchtige״ Weiterbau war gelegt. Die drei Gruiidelcineme der jüdischen Gemeinde, die Schule, da« Goii.shans und iu• WoblihäiigkeitSanstaltc» wnete״ null ernstlich iu Angriff geiicinmeii. Was früh reift, sagt da« Speüchwort, welkt oft l schnell. Und so kam es. daß auch hier in der Gemcilidt, die vor den »iclsten alitercn reis geworden. so manchefrüher gealtert u»d daher i dem Fori'chriiie und een BeO,rs»lffe1l der Gegenwart wieder augepaßt werdcil innßie. Die Schnle. vor 30 Jahren schon gegründet, wurde uuu zeiigeniäß rcorganisiri nud sowohl unferm jiidifch-iialionalem Erbgut,, der Bibel und der bcbräiickc» Sprache, als auch der vaierländischr» Sprache die ihnen gcbübeendc Siellung gegeben. N»d mit inniger Freute »NisseII Wir es hier anssprechcii. daß die Gemeinde bei der letzten Sknieftralprüfung die Neberzeilgiing gewann, laß von dem Lehrkörper da» Hebräische nebst den ander» UttlerrichiSgegenständen nach besten Kräften gepflegt wird. Noch uicbe freu! »11S aber, berichten zu könne», daß in Folge dieser eiilwickeltcn abäiiglrit des VorflandeS, iiiSbefoiittre aber der Schiilkoniinissio», der größte!heil der!ütsschrn Schüler, welche früher nichliüdische ׳Schulen besuchten,!!uiimchr cS wieder vorzirhen, von Lehrer» ihrc- Glaube»» und LlamnieS untereichlet zu werden. Hoffentlich »׳erden die »och Fchlenten cbensalls bald in den Schoß der jüdiiche» Schule zurückleheen. J. Waag- Ncnstadtl, 7. Mai. Der Schluß Ihre« Philo. Artikels wurde von den hiesigen Thalmulisten mit besonderem Inleresse gelesen. Voe nicht langer Zril hat »ämlich ein hirs. jüd. Familienvater in der Donau trn Tod gesunde». In Pest!ourte er an'« Land gezogen und von Mehreren eckainil. Zwei Bekannte des Verstorbene» begaben sich zu dem Lberiabbincr Dr. M., um l1״ Interesse der Witwe ei» Ztiigmß über das Ableben des Gallen derselbt» zu erhalten. Dr. M. breitete die Zeugen, wa« er nicht 1h״n sollte, und stellte, ohne nach de» Grundsätze נבייח עתח dir Rabbina,«-Assessoren zuzuzithr», eine Bescheinigung aus, was er »ich» tl׳nn sollte. Der hiesige Ober« rabbiner Weiße übernahm da« Zeugniß. ohne sich darüber auSzuspr»» chen. Da aber die Umstände später rin längere« Schweigen unmöglich machte«, rückt, er mit der Sprache heran«, und «rllärie da« Pestrr Zeugniß für unziilänglich! Hieraus wurde «iu Lamdan nach Pest amil« litt, um die Augrlrgeuhrit nicht im Siimr de« Sechuih Aboih, solider» im SiilNk de- Tbalmiid« iu Ordnung zu bringen, wa« ihm auch wirk, lich gelang. Bei teu Anhängern der Prcßburger Schule io drr hieflgra Gegend hat die Rffaire nngemei» viel Lchadenfeeude ereegt. IaUagaea, wo die Ekeaiizeleztliheilen noch vor das Forum der sti ibbioate gehören, kann iu der Thar ein Nabbiaat nicht iu Ehren vcrwauet werden, wen» drr!Rabbiner feine gründliche Kenntniß dc« jüdische» Eherechl« besitzt.

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