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Ben Chananja · 1863-05-13 · 20 (13.5.1863) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
20 (13.5.1863)
Date
1863-05-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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367 368 P. DaSvnr, «. Mai. Endlich Hab» ich Veranlassuag. Ihn», auch auunserer f(rtnrn Annrintr zu berlchtrn, akkerding« uur »iu frkt» samt« MißveestLiidniß. dessen Gegenstand wir uoschuldigrr Wkisr ge» Word»« find. Sin Geistlicher. d»r »in» Topograph»» unser»« Kcmitale« herau-ziigcbea im Begriffe ist. la« dieser Tage im ״Sürgönv*. Da«- vär besitze ein» behördlich sanktionirtr jüdisch-theologische Lehranstalt. Der Topograph, von dieser Notiz übrrroschl, eilte gestern persönlich hieher, um die auf diese Anstalt bezüglichen Daten für seine Statistik zu nctiren. Hier wollte aber natürlich Niemand eine derartige Anstalt gesehen haben! Es gib« allerdings noch ein VaSvür, sagte der getauschte Topograph, im Borjotcr Komitate, aber diese- VaSvür ist eine Pußta, wo in kcinein Falle ein jütische- Seininar eristirt. Nach langem Hin« und Hersragen gelang es ihm entllch herauSzubekcmmcn. daß io Eisen« fiadt eine sanklicmrte Jescinwa sei. Nun ging dem Topographen «in neu,- Licht auf! Ich notier Ihnen, was er mir. seinem Führcr. zur Auslärung des Mißverständnissegesagt hat: ״Dem jüdischen Verfasser de- ״Sürgöny AriitelS" — so lauiete ungefähr seine Erläuterung — find die uugarischiu Ortsnamen nicht geläufig, er wußte daher nicht, laß der »iigarisrhc Name Elirustatl'S ״X i« »11 .ו r«ס n" ist. waihm, da er als ״ugarücher Scheisisteller auftritt. um so bekannter hätte sein sollen, als KiSmarlon sul 1 (>4S zu den königlichen Freistädte» gehört. In seiner lluwisseubeit setzte er VaSvür für Eiscnstadi." ״VaSvür. sügie er hin;», heiß, teuitch ״Eiscnburg". lateinisch (^strum serrenm. ES »var ehemals ebruiallS eine k Frcistadt und eine bedeutende Festung. Da- Eisriiburger Kemiiat bat daher seinen Namen. Dahiesige Do »niiiikanertlostcr Kai Bela IV. gegründet, welcher den ungarischen Juden so günstige Privilegien verlieh." So »reit mein Topograph. Ich erlaube mir ״och hinzuzuingen. daß sich in einem gewissen Kreise unterer Glaubcn-brüd>r in Pest reu Srliwcigevcrein bilden sollte, »m den gebildeten Juden aus dem Lance peinliche Verlegenheiten zu ersparen. Die Hcricii sollten doch betrnlen. daß Parabeln, »vie die de« .,Snrgöny", dir Juden dkinulhigei, und heiabietze״ müssen Die Ignoranz i» den ungarischen Ortsnamen ist allerdings kein Verbreche,!, aber wer sich bernfen glaubt, als ungarischer Leleraior ans»nlre1en. sollte jedcnsallö von der »ingarische» Geographie nicht weniger wisse», als jeder ungarischer Schulknabc »reiß. Der Persasser defraglichen Lürgöiiy-ArNkelS hat allen seinen Lesern da- Belcunlnlß abgelegt, daß er trotz seine- Literalen- ,humdie vaterländische Geschichte inintcstenniemals i» ungarischer Sprache gelesen hat. »vr»l ihn, sonst der Name KiSmartcn nicht fremd oewescii wäre, der i» der ungarischen beschichte öfter«, — z. B. in dem merlu'üidigcu Oedenburgcr und Neustädtcr Vertrage vom IS. Juli Nl'iZ, — genannt wirch. Mögen die Herren in Pest das thalmudische Sprüchwort vor Auge» behalten: ..Reden gilt oft sehr, doch schweigen gilt uoch mehr!" U. Brody, 7- Mai. Die nnerbittliche Hand de« Tode« hat da« eheliche Band aufgelöst, dessen Schltrßung Luzzatto durch sein Brlbnihaih Balh Ichuda verherrlicht har. Die Frau Süßet, geborue Landau. Gattin untereberühinte» OsiaS H. Schorr hat am 23. v. M. in Wien ihre sroinmc edle Seele ausgrhaucht. Auch unser trefflicher H. M. P » n r l c - in Galaez ist vor Kurzem Witwer geworden. Männer, wie Schon und PineleS. die zu den hrrrlichsteu Zierde» Israelgehöre», verdienen r«, daß jeder Freund der Wissenschaft Israel« an ihrer Trauer ausrichtigen Antheil nehme. Ihre tiefe Rcligiösität wird ihnen rio »nilder Trostescngel sei». Frage. Wa« bedeutet רישמי״נט im Haggahath Aschen Baba Mezia 4. Abscho. Nr. 29. Dl. 133, a? Diejenigeo Forscher» die hierüber Aufschluß geben könne», wollen die« gefälligst in diesen Blättern thun. Bemerkungen. Dr. W. in Hannover. Ich danke. Ja der nächsten Nummer. S. in F. Bon Bonyhad Nichtbekommen. Dr. M. iu W. Ihre Abhandlung über den Eid woro jnckrüeo habe ich nicht erhalten. . Inserate. Mzeige. Der Gefertigte gibt hiermit allen seinen Freunden bekannt, daß er eine an ihm ergangene Dccatio» als Rabbiner für die Gemeinden Kuttcnplan und Dürinaul im Egerer Kreise nächst Marienbad annahm, und demzufolge am 17. d. nach seinem »euen Bestimmungsorte sich ver« f'!gt. Briefe an ihn beliebe man zu atrcssireir: Dr. M. Fein. Rabbiner in Kuttenplan. Böhmen. Dr. M. Fein. Konkurs. Ein Eanicr, de- Hebräischen kundig, der auch ausreichende mufikalischc Bildung besitzt, um Ehordirigcnt zu sein, sindet unter gleicher Rangstcllnng mit dem bereitanilircnden Eantor au nuferem Tempel eine Anstellung mit eiiicm de» Bedürfnissen entsprechenden zusrictenstcllenden Gehalte. Bewerber haben ihre mit den »öthigen Zeugnissen belegten Gesuche längstens bis kl. Mai I. I. an den gefertigten Vorstand por« tofrei eiiiziiseiide״, worauf ihnen die Z.it zur Probrabhalknug brieflich knndgegeben wird-, von dem Erfolge hängen die ״ähercn Gehalts- »nd Emclilmcnteiibestimmungcn ab. Bei gleicher Befähigung erhält der des Thoravorlescns Knndigc de» Vorzug. Nur im Ausnahinsfallc werden die Reisekosten vergütet. Prag, den 20. April 1803. Dr!- Voriland der Ntn-Lynagoge N. E. 187—5 in der Krcuzgaffe. Bon der Redaktion des ״Ben Ehananja" kann bezogen werden: Eine biographische Skizze l)r. Weif. Besonderer Abdruck auS dem ״Den Chananja." 10 Druckbogen. Preis 1 fl. 50 kr. ö. W. Tzrgedln, Leipzig, Selbliverla, der Urbakll»». Sommlssioni-Verlag vou Franz vu-uer. Druck vou Sigmund Burger iu Gzegediu.

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