Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 20 (13.5.1863)
- Date
- 1863-05-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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361 362 tintn Mangel an Nneigennützigkeit von meiner Leite beweisen soll. Zch könnte den Heroen antworten. Laß ich vor der Einführung der östereei- ' chischen Normen in Ungarn überhaupt keiner Beeidung persönlich i beiwohnte-, daß ich nur auf da« wiederholte Verlangen der Gericht». : räthe die Remuneratiou in Anspruch nahm; daß ich die hierauf bezüa. lichen Quittungen dem jungen S. A. schenlie. damit er sich den Betrag einkassirrdaß e» ober durchaus nicht- Unwürdige« gewesen * wäre, wenn ick die Gebühr selbst aiigenoiiimen batte: daß ich, sobald ׳ sich die Verhältnisse geändert hatten, die Assistenz bei der Beeidung verweigerte, und daß ich auf Aufforderung de« Militärgerichtelind der Finanzdirekticn viele Beeilungen vornabm, ohne die geringste Rrmuucrlaicn zu verlangen. Ich lömite mich darauf berufen. daß ich den NeligioiiSiinlerrichi der Gvninasialschüler seit 22 Jahre» unentgeltlich ertheilr. ohne mich dazu verpsi'chtet zu haben: daß ich als Lchultirektor »ieuialS eine PrüfmigSgcbühr annehnic; daß ick als Schiilinsprklor keine Rciiiuncratio» von den betreffende» Geiiieindtii amiabi», wicwobl mich! die Statlhalterci dazu berechtigt hatte: und daß ich ,ur die Matrikelführung ebenfalls keine Gebühr beziehe, wiewohl der hiesige Gemeiutevorstand mir 1853 ohne mein Wisse» eine solche zusprach. Da Herr Szüntä ein Kaiiizlaer ist, könnte ich ihn an/fordern, sich 111 seiner Laterstadt über meine Uiitigeniiüßigkeit z» erkundige». Ich könnte alle Kor: rcspondciileii de- ,Mainzer Iiracliten" auffordern, Zeugiiiß zu gebe», ob iS uieiiic» erbittertesten Aciudc» jemals in den Sin» gekomnie» sei, mir auch nur cineu Lchaltcn oon Eigennutz vorzuwerfen. Die- und viele- Andere könnte ich de» Herren in Wie» riikgeguc»,. Aber alledies gehört ja nicht zur Liieraiur nud Wissenschaft, lind iiisonterhcit nicht zu dem bcsprockencn Gegenstände! Gesetz,. der Urheber der Wiener Formel» von 184G wäre ein ArisnecS oder ein Kalo, und mein Geiz wäre weltbekaniil: so stcbeu dock meine acht Punkte unbeweglich, wie die Jeder», und alle Wiudbcuictei des FUososcu Szstiile', und des Hi ÜorikcrS Wolf ist nicht im Liaude. dieselbe» von ihrem Orte zu rücken. 15.5 ist für die jütisckcn Lilcraliirziisläntc in Wien wirklich charakteei stifch, daß ich die Herren hierüber belehren muß! Ich wünsche, das; mciuc Vclchruug bei denselben Eingang sindc, Lollic dies aber auch nicht geschehe», so bitte ick dieselbe», bei ihrem d'iebliugSihcma, bei der ״Nationalität", der ״polvglotic» Lynagoge" und ähnlichen dclaiorischen Litbciiswürdigleilc» zu bleibe» , und sich a» meine» Eha: raklcr nicht z» wagen. Den Herr» Htstoriler Wolf bitte ich. den Wortlat» tneuikS Gesuchez» veiössrnilichen, damit Jedermann sehr, daß von einem Ansuchen um ״Gestaltung" der Nabbincr-Assist.-nz nicht die Ncde war. Ich begreife auch nicht, wie der Bescheid von einer Gr-; stattu 11 g reden könne, da ja zu jener Zeit feie Zuziehung eine- RabbiuerS, wo cS thunlich ist, geboten war! — Schließlich muß ich noch meine Freude darüber ausdrückeu. daß s der gcmciusame Kampf gegen den ״Be» Ehauanja" die Herren Szüniü l und Wols so enge mit eiiiaiiter verbnuden hat. B. Eh. ist alfo berech»! tiget, auf sich selbst teu Spruch attzuweiideu:! Ll?l^ L'212!Wie es unbcflriiten mein Lcrdieust ist. auf deu ' Unsinn in een Wiener BeeitnngSsormel» zuerst hingewicien und gezeigt , zu habe», daß diese Formelu jeder schwörenden Partei offenkundige Unwahrheiiei, in deu Mund legen, so ist auch die Versöhnung der Fi. , lososie mit der Geschichte im Kreise metucr gelchricn Wiener GlaubcuS- | gtiioffen in ei» Lerdieiist. Hierauf gestützt, erlaube ich mir. Leu vereiuigtru silososisch-historischeu Kapaziläteii ,oigeubt Aufgabe zur Lösung zu emp'thle». Die Wiener Ttiiipel-Lllurgie wird durch einen gewisse» Passus verunziert, welcher haudgreisiichen 111111 n n enthält. Frage: Wo steht dieser Passus? Sollteu die Herren Wolf und SzüuiO bis Ente Mai hierüber keinen Ausschluß geben, werte ich mir die Freiheit nrhmrn. den Passus zu belenchten. natürlich ohne irgend einer Person nahe zu irclttl, aber boffentlich nicht ganz ohne Geist! AuS 'Jtorb s Zempkin, im April. Kein Kowitai unsere» schönen Laterkande« zeigt eine solche Abstufung io Klima und Bodr». beschaffenheit als Zrmplia, da» sich vom karpalischea Mittelgibirgr b!« zu den Usern der Theiß hinziebe». Während der Boden in deu TbLler, und Schluchten der waldigen Gegenden nur Kartoffeln, Hafer und Buchweizen hervcrbriiigt und da» Getreide derauben Klima» wegen kaum zur Reise gedeihet, prange» an der Theiß und im Bodeagköz dir Füll, der herrlichsten Saaten, brauet der Sonnenstrahl auf den Hügeln de» Hegvalja jenen weltberühmten Nektar, der da- Her; der Menschen erfreuet. Und wie cS so bäusig der Fast ist. trägt auch hier der Mensch das Gepräge de- Boden-, den er bewohnt. Währent der Lnßerste Nor. den diese- KomitateS von einem physisch und geistig verkümmertea, ru« the,tischen Lölksstimme bewohnt ist. den da» Sprüchwort so vortrefflich charakierisirt. iildeni eS behauptet, ״der Rußuake bekomme seinen Der« stand erst Nachmittag:" — wohnt im Süden desselben der herrlichste Menschenschlag, wird i» »uv um S. Patak dareinste Idiom der magyarische» Sprache gesprochen. Dieselben Nuancen lassen sich auch an den Jude» ZemplöiiS inilerscheidc». lind so wird es Niemand Wunder »ehiiicn, daß rer Jude >11 der Krajna ein trostlose- Bild der Rohheit tarbieiel, und im Gegensätze zu feinen mNichcrc» GlaubeuSgenossca dkg größter, IndifferciiliSi»»- gegen jede iniellekiuellc oder ästhetische Bildüng zur Schau trägt. In dieser Orte der geistigen Eullur liegt die Qase NordscmplimS, Homonna: eine i'raelitiscke Gemeinde von 1200 Seelen. Die kleine Anzahl intelligenter Männer in dieser Gcmeiude scheinen gleichsam von per Lorscl'ung in diesen Winkel der Erde versetzt worden zu sein, um den brachzclegeue» Gemülhsboden ihrer Mitbrütcr anzubancu, welche Ausgabe dieselben mit eben so viel Austreu, giing, als Ausdauer zu ersülle» bemüh, si״t, und Gotte- Segen ruht ans ihren Bemühungen. Ich ivill nicht lang, bei de» an-g-soch leneu Kämpskii verweilen, die sich überall ntc'-r oder minder gleichen; — Kämpfe -• in lene» die Finsteriiiß gegen da- Licht, der Aberglaube gegen die Aufklärung, die lliiwisseiiheii gegen t:e Bittung mit drr iharn eigenen Starrheit ansochieii — vielmehr will ich eius.ich dir Resultate des Sieges registeiren, ״ud unter dirie» nimmt uustrcitig die hiestge isracliii'che Hauptichnle den erst.-״ Platz ein. Dieses Institut. deffca segensreiches Wirken sich allsei!,ger Aiierkeuuuug erfreuet, ‘»1 die 5. a. ttjhelver M:1üerI>a»plsch»Ie abgeecchnct, die einzige öffentliche israelitische Schule ZeuipliiiS, Ei» weiterer Schritt auf diesem Felde war die Ein» führuug der ungarischen Unterrichtssprache, welche vor zwei Jahren, trotz der Hmderuiffe, die in einem slavifchei, Qrle sich diesem Beginn ea cukgeg.iiil'üriiien . angeregt und eifrig gcfördcrt durch den Schuldirrk tor Herr» Dr. Ungar, zu Staude kam. Mil Recht läßt sich die Behaup» lung aiifstelle». daß für den Aoelschrilr dieser Gemeinde vorerst^ die Er« lediguug zweier Frage» dringend nolhweutig wäre: Die Rezcluiiz de» Goilesdieiistedurch Abschaffung eiuigce Mißbräuche und durch Einsüh. rung zeiigriiiäß.e Peedigten, und die Errichtung von Sonntags- oder WiederholuiigSschnlen, Jetzt, wo sogar Peeßburg die Nolhweudigk eit. das Wort Gottein gcdiegeuee Sprache verkündigen zu lasse» . durch Aufnahme eines Prediger« aiierkainit har. >pird wohl Niemand da» Dringliche der ersten Frage i» Abrede stellen, und die zweite ist im Grunde nur eine Frage der Zeit, deu» sie hat sich al» drückendes Be» dürsuiß brreils zur Genüge herau-zestell«. und weuu der hiesige Thal, mud-fhoravereiu seine Ausgabe erfaßt hätte , so hätte» wie schon seit lange eine derartige Anstalt habe» können. Einen schönen Bewei» de« Fortschritte- Hai aber die hiesige Ehewra kadischa geliefert, indem fi» in ihrer letzten Sitzung' die Lehrer der israelitische» Hauptschule zu Nih gliedern ernauiile. Wohl ist c« nicht mehr als recht »»d billig, daß tee israelitische Lebeer einer Ehre »keilhasiig werde. die io letzterer Zeit sogar einem christlichen Journalisten zu Thiil wurde; daß aber bei deu hier vorwalteuten riigkerzigeii Ausichie» uud Lcrurlheilen sich.eine solche