Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 20 (13.5.1863)
- Date
- 1863-05-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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357 358 Ham den David auS PoöquiereS (Rabod H. um 1125 gest. 1918) theilte auS ganzem Herzen diese abergläubische Meinung seines Landes. ״Alle Ereignisse drS LebenS, die kleinsten wie die größten, hat Gott in die Macht der Sterne gelegt", lautet sein Ausspruch. Doch hören wir auch ihn die Aeußernng thnn, wie dem menschlichen Geiste die Macht innewohne, sein Leben über alle sikerischen Ein» flüsse zu erheben '"). An Nachmanides (geb. 119-1), dem ausgezeichneten Thalmndgelchrtcn. Arzt und Filosofen, der aber zugleich alle abergläubischen Meinungen seiner Zeit in sich ausgenommen, sür den Zauberei, Nekromantie, Dämonologie, Augnrien! (הבכת ר־.12ייר־ין Derascha S. 12) Ehi'romantie und Prosopomantie (das. S. 28) etwas Wesentliches sind") — der die im Zudenthume recipirte hohe Bedeutsamkeit deö MouateS Tijchri, als einer Zeit deS Weltgerichts, in dem 1 Thierkreise des Himmels (dem Zodiakus) angedeutet findet, ' indem kaS Sternbild dieses MonatS eine Wage ist '3) — an NachmanidcS kann eS uuS nicht bcsremdcn, daß die Astro« logie auch an ihm einen Gläubigen fand. Doch bekennt auch er, ebenso wie Zbn-Esra, sich zu der Ansicht deS Samuel ba-Nagid, daß Gott mit dem Prädikate ״Schaddai" bezeichnet werde, weil Gott die Macht besitze, den sidcrischen Vorherbcslimmungcn entgegen die Geschicke zu lenken. Ja, daS ganze Buch Hiob sollte, nach NachmanideS, eben nnr diesen Grundgedanken auSsprecheu, daß die Sterne über daS Geschick des Frommen keine Macht besitzen. Wir könnten bicr noch ganz dasselbe von Salomo den Akcreth'׳'), von Abba Mari, von Menachem den Seracb "), von Jsak Arama ''׳), von Abravanel "די und vielen Andern anführen. (ftcrii. folgt.) Anmerkungen. ') S. Historisch-kritische (Sint. in den Äcran S. 95. — נ) Vrgl. Zbn-tSsra und Nachinani zu Genes. 17, I. - S a׳a d i a scheint der Astrologie nicht gehuldigt zu haben. Dies glauben wir a»S solgenter Stelle zu ersehen (Smunct 10. 3 ed Berlin <S. 93 b) יאיה התקוה לעכור בנגד הוכן על דעה אנשיו, והתקיה לעכור בנגד המזלות ברברי בעליה, והתוחלת הנבוכה לעכור בנגד בורא שכים וארץ נ — בדבריני אנה נו ואנשי האבת•) So sag» Zbn-tSsra, (!omment. zu Daniel XI, 30: ר׳ שלבה גבירול רצה לקשור הקץ בכהברת ד — הגדולה על שני כיבבים העליונים¬ Vrgl. w. 5rcimauu Leden ti5 Abt. teil im Scsec Hegjon Haneteich S. XI. — s) ®• Schreiben an Iehuda Albargrloni, Kerrm Ehrmed Vtll. S. 59. — *) So schreibt er in der (Sinl. zu Zurat Ha-Arez, von der Astrologie sprechend: 7ואין ההבכים העובדים על דרך ההבבה נותנים לה ב הכעלה הואת כפני שראיותיה אינם ראיות נכונות ובולם באות י — כן הסברות והנסיעות•) Im Sesrr ha-Moledoth. vrgl. Kerem (Shemed. a. a. O. — ') S. Pent. Comment. (Srod.,0. 3: ידענו בי י — השם ברא נ* עולבות בו) Das. Erod. 33. 2. — ״) S. dir Glosse zu Hileh. Ttschnba V, 5. — ") Wir bemerken hier gtlegeullich. daß eauch jüdische Anhänger einer sogenannten Dendrowantie gegeben. So beißt k< im Aruch rud..ואמרו ככר אברהם נאון שהיה :סה ״ — כביר עתירות בנעניני אילנות) S. P.nt. Sommeur. Absch». אמור. wo er sagt: ונם יש בזה אות בשמים שהחדש הור,כולו ״ --מאזנים בי בי סלם ובאזני כשסטלה׳) Rechisgutachte» Nr. 65z — ד Zkda la-Derech II. S 112. — ") Pen«, domment. ואתהנן 'O ed Hanau S. 231. — ") Akeda porta 66. Lorrespoildcn,. Ausland. Paris, Mitte April. An, 13. d. M. starb zu Lille einer »nscrer grachteistcn >!1,d würdigsten Glaubensgenossen: Dr. Bernhard W itl i ch, Ritter der (Shrenlcgicn und Arzt-Major erster blasse im Mi« litärspitalc zu Lille. Witlich wurde zu Metz geboren, den 10. Februar 1811. (Sr wurde am 15. April begraben. Dem Begräbnisse wohnten viele Ossizicre, hohe Civil- und Miliiärpersonen bei. (Sr ist in dem Au« genblicke gestorben, wo ihn, die (Srhebuiig zu den höchsten Graden der Militär-Medizi» bevorstand. Die Schlachiselder deö Orients und Afrika« saben seine rapserkeit, Grgebcnbeit und Baterkantslicbe. (Sr war aber auch der Neligio» seiner Väter treu ergeben lind be׳aß gründliche.(kennt« niß der hebräischen Sprache. Frankreich verliert i» ihm einen seiner treuesten Diener, daS 3»lenlh»m eine seiner fchönsten Hoffnungen. — Dcr Nesse des FiiianzministerS Fonld hat bei Gelegenheit ,'einer Bar Mizvali im Consistorialtenipel die Parascha selbst gelesen. lFr. Bl.) PeivtS, 15. Apnl. Unter diesem Dato veröffentlichte dcr Brrein sür zinslose Dariche» seinen ersten ZalireSbericht: Vom 1. Mai 1891 bis zum 31. Dezember wurde» 179 Darlehen im Betrage von 10.002 Fr. effekinirt. Die Darlehen g.scheheii ohne alle in iierielle Sicher« stclliing: eS ist daher natürlich, das! der Verein hin und wieder auch auf Verluste gtt'asu sei» »,״&. Der Verein besteht a»S gründenden und beiiragente» Miiglirdern: jene lassen dem Verein de» Minimalbclrag von 50 Fr. zuflitßc», diese nlnichie» den Jahresbeitrag von 5 Fr. Die Der« rinSangelegenheiien leitet eine ^oniiiuffio». An der Spitze derselben strden gegenwärtig die H. H. S. Nlinanii. Groürahbiner deS O'eiilralkcnsisteriuiiiS. lShreiiprästceul: A. (sröhangi, Präsident: M. tSrlangcr. Vizeprässcent: Beuj. Levi׳, .(kassier: 2">»,S Roienseld. Sekretär. (Letzterem dem Inhaber eines in den weiteste» .(kreisen rühinlichst bekannten kehr» und (SeziehungsinstiinIS verdanke» wir die Mittheilniig LeS diese Daten enthalleiiden OirkularS. Red.) K. ©?ntniljrim, 10. Mai- Herr Rabbiner Dr. Schmirbl hat dessnitiv hieh'cr miigctkeilt, daß man bei dcr Besetzung des hitflgeu Rabbinate« von ihm gänzlich absehr, indem er dnrchannicht geneigt ist, dem Ruse hieher Folg, zu tristen. Inland. E. Gr. Kanijsa, 7. Mai. Nach Anknilst des lricster (ZisenbahnzngeS verbreltete sich gestern Nachmittag unter den hiesigen israelitischen Bewohnern da« überraschende Gerücht, daß ,in hoher Gast. Sir Mose« Montefior», Baronet. i» unserer Mitte weile, uod astenthalben gab sich di, freudigste Stinimung kund. Unsere Freude wurde aber bald durch die Nachricht getrübt, daß die Gesundheit de« geseierten Neisenden, den die Interessen unserer orientalischen Glaubeo«« brüter noch in vorgerücktem Alter wieder nach Kcnstantinopel führe», seit dem Tode seiner unvergeßlichen Gattin angegriffen ist, und daß er genkthigt sei, nur in kleinen Strecken zu reisen. Kurz nach seiner Sakunst ,»achte ihm unser verehrter Herr Oberrabbiner seine Aufwartung. Sr wurde auf« Freundlichste »mpsangeu und «rhirlt von dem edlen Rei«