Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 19 (6.5.1863)
- Date
- 1863-05-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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349 regeln wrrde. Der Unterzeichnete o»d aoch zwei Dorstand-mltglirder werden namentlich als diejenige» brzeichnet, von denen da« Werk der Reorganisation am meisten zu erwarten ist. Ich muß aber der Wahr, heit gemäß versichern, daß unsere nicht genannten College!! tüchtige, einsichiövollk imb gewissenhafte Männer find. Leider müssen wir bedauern, daß wir beim besten Milieu nicht im Stande find. Versäumtes nach,״- holen, und krankhafte Zustände zu heilen, welche »I,eils dem Dorurthcile.!Heils dcr Unrrtniing, tbeitS der Engherzigkeit ihren Nrsprnng verdanken. Rechnungen könne» durch unparteiische Sachkenner rcvidirt und geordnet werden. Für die materielle Erhaltung einer Schule kann die Kemeinde sorgen; leider fehlt uns aber das geistige Element, da« die Schule beleben soll. Euch in manche» anderen Beziehungen ist die« rer Fall, zum tiefen Kummer aller gebildelrrrn Gkniciiideniilglitder. Heinrich Wallfis ch. Fünfkirchcn, im April. Am 14. d. verließ Dr. Hirschfeld unter den aufrichtigst,!! Beweisen von Liede und Verehrung seine hier» ortige Gemeinde, um sich nach feint 111 neuen Bestimmungsorte AugSbürg zu begeben. Mährend d>c Ictzic Thal diese« gefeierlen Mannes die Kründüng eines Thalmut TlioravereinS in unserer Milte war, zu welcher bei rinem AbscbietsbaiikUtc auch nanibafic Speiiden gemacht wurde», spendete höchst sinnig tcr Szt. Lörinezer und Fniifkirchner Bezirk eine Thorarclle dem scheitenden Rabbiner, die vor offener heil. Late überreicht wurde. Unter Borirag dieser Tkoraroltc bewegte sich ein »nüberfchbarer Zug, der vom Gotteshaus« an in feierlicher Stimmung und unter sichtbaren Zeichen dcr tiesste» Bewegtheit die scheidendc Rabbinerfamilic unter Segenswünschen bis zum Bahttbose begleitete. הלך לדרכן war dcr Teri seiner AbschicdSectk. Mögen auch ihm die guten Engel begegnen und ihn geleiten in das Land des Wisse»» und tcS ernsten Forschen«. Lein schmerzliche» GesUiIe der Gemeinde ob drS Verlusteihre« aiiSgrzeichurtr» Seeleiihirici! gab Herr Borstehcr, S. Otoihmüller. in einer gediegen,» Retc gelwrige» LiuStruck, der »!111 auch uiitcr hrko»-- derer Mühewaltung das Eibststck unseres gewesene״ RadbiticrS. die Thal- »llitthora, ins Leben zu rufen veesncht. Rächten, dir Nothwcntigkeil für einen höher» hrbrätsche» Unter־ rjcht Sorge zu trage», bet de» obwalirnte״ isracliii'chen Schnlvcrhältiiisscii sich wohl auch in vielen antcren Gemeiiidei, fühlbar macht, wird cS hier am Orte sein, über da« Zicl tcS bcrcilü foiifunurkii Talmud- ThoravernncS, daS rr sich tu» Bernehnic» »ach vorstrcekte. Folgendes zu bcrichtro. t. Bildung einer BorbercitungSclasse, damit daS in die erste Hauptschulllasse teclcutc Kind Fcrltglcit im hebräische!! Lesen und rineu hebräischen Wortooerath uiitbringe. 2. Die Erwcitrriiiig des hebräischen Unterrichtes iu de» vier Hauplllasseii mit täglich 1—2 Lluiidcu sür Schüler, deren Eitern rineu vollkouiiiik״ hebräischen Uinerricht wünsche». 3. Soll Schüler», dir sich dem Rabbinrrstandr widmen wollen, und deiijeuigen. dir dir hiesige Realschule, daS Gymnasium mid die Präparaiidic blNichcn. Gelegenheit gebolen werden. Uniereicht «u der heiligen Scheisl und im Tlialmiid uiitiilgelllich unter Leitiiiig rinrS tüchtigen Hebräers erhalten zu töunrn. Gewiß ein schönrs Ziel! Möge Gott den Unlrrnchiuern seiuru Segrn. Kraft und Aiisdaurr verleiben! Bor mrhrrrrn Monalrn bat tcr hirfige stätlischr Magistrat io Erledigung eine« LcsnchcS der EultuSgnnriude brschtossru, daß an dirsclbr zur Bchcizniig dcr Schullokaluätr» vom städnschc» Gehölz, jährlich 12 Klasirr Brcnnbolz abgrlirsrrk werde, und zwar, weil di« Israeliten zur Bestrrituntz dcr städtischen Brrwaltnug «brofallihren Beitrag iu drn Steuern entrichten. Da« 350 diese RechtSanschauunq im Körper der hiesig,» städtisch,» Repräsrakanz, Wurzrk grsaßt, brwrist auf ersreulichr Wrisr drr Umstaod, daß tri der vor Ostern hier übtichee Weife statifladendra Klridervrrthrikung aoch die armen Kinder dcr israelitischen Schule. 17 a» Zahl, ohne daß der Enk. tuSvorstand darum angesucht hätte. ebenfalls mit Kleidrrn helheilt Wut» den. Dies ist meines Erachten» dcr grrignetstr Weg zur gegenseitige» Aniinäherliiig n»d dcr arme jüdischr Knabr wird einst virkkeicht mit feinem Gut und Blut für drn geschenkteu Rock feiner GebuetSstadt und dem Vatrrlande seinen Dank abstatlrn. Barac-kak. K. Abony, 4. Mai. Auch der hiesige EuItuSvoestand hat in de, jüngsten Tagen ,eine Abdankung vnblirirt. und hat bereit« eine neue Beamte״ R.sta,,rat,on sta,,gehabt, deren Ergcbniß. wie man astgemei» versichert, gelungen ist. Herr Abraham Hay. einer unserer strebsamfun Gemcindeglleder wurde ,um Borstehcr gewählt. — und e» frenl 1!n« übcrans, daß drr;r::fer den bisherigen Führern der Gemeinde gr> wesriir Herr Pi» tcr. ein Mai״, von Bildung und Wissen, und der 1»1r rinzig berufen ist. nuferer Gemciiidc dir administrative Tüchtizkrit zu verleihe», auch diesmal mit einem Amte betraut wurde. - Wir glauben voraus,etzen zu dürfe,,, daß der ״nic Borstand da« Prinzip dr« alle», wenn auch in Allem, nicht aber hinsichtlich der Schul«: deren hrutiger Stal»« BirlcS zu wünschen übrig läßt, befolgen wird. Literarische Anzeigen. Seile, eine Mortarageschichte tcS t6. Iabrhnndert« von A. Treu. Oeynhausen 1H<>3 1HO, 8. Verlag von Eßma»» L Eoinv. Besprochen von B. Wald. Rabbinats Eandida«. Lrllr ist rin I:!jähriger Knabe, der cbcn seine Bar Mi,wah« Dcrascha »lemrrirt, weil rr sie schon künftige Woche, am Sabbath Hagadot. in öffentlicher Brrsammlnnz vorlragcn soll: sein 'Vater R. Ehaj- 1 in ist ein reicher und angesehener Jute in, Dorfe, wo außer ihm nur noch einige jüdische Fanullen leben. Ein Pater, der während der Fasiui,eit in ticicm Dorse Büßpredigten hält, ermahnt da« Volk zur Reue und B-ffernng: dir Bauern werden fromm, d. l>. sic nehmen sich vor. die Jude» bei der ersten Gelege,ihcik zn plündern. Ein Maurer benützl dicie herrliche Stimmung feiner Brüter und beraubt mit cinrm Gesintinngsguiosirn dir Kirche ihrer Silbergerätbe und schmuggelt eiuigr davon in das Hans eines feiner jüdischen G.äubigcr, um ihn dauo desto leichter als Thätcr dcnulizire» zn können. — eia herrliche« Mittel, sich seine Gläubiger po», Halse z» schaffen. — Morgen« wird die schmähliche Thal bekannt, das Volk wülhet und will dir Ränder keoue», der Maurer setzt ihnen sehr deutlich aiiSeinandkr. daß die« (eine A»deren, als dir Indcn gcihan habe» kö״״eu. Da« Volk sieht e« auch gleich ein, und wundeet sich nur, nicht selbst darauf gcsallr» zu sei»; lind nun geht« über die armen Schlachiopfcr lo«! Rand, Plünderung. Seng. 11 ,nid B-'eune» — kurz die Indca sind froh, mit heiler Haut n»d »ackikin Leibe davongekommcn zu sei». Sir müsse» sich nun eine neue Heimat suche». Selkc war während dieser tragischen Szene aus dem Felde und spielte. M» Enltetzeu suhl er beim Na-chhansekommea seine Heimat«» stälie mit Schult und Trüinmerhansen bedeckt; von de» Seinige» keine Spur! Er will st!,hu, wird aber ausgrsangra und aus dr« Pater« Bes.hl einem Klostcc übergeben, wo rr sür dir Taute vorbereitet werde« soll. Dort siudet er durch einen glückliche» Zufall eiuea LeidenSgrooffe». der alt und sehr gelehrt ist, und tesseu heimlicher Schüler uasrr Held nun wird R. Nathan, so heißt sein Lehrer, stirbt »ach zwei Jahre» i» Kloster; Selkc aber rulkommi glücklich, ohne dem väterliche» Alande»