Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 19 (6.5.1863)
- Date
- 1863-05-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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345 346 und Eifer für den christlichen Glaube.;, sorgfältig untersuchen lassen. Weil wir nun gefunden haben, daß diese Bücher unzählige Jrrthümer, Mißbräuche, Gotteslästerungen und Scheußlichkeiten enthalten, welche den, der davon spricht, mit Scham, den, der zuhört, mit Entsetzen erfüllen müssen, und zwar so, daß die besagten Bücher nach GottrS Wort, I ohne Unbill gegen den christlichen Glauben, nicht geduldet! werden können: so thun wir auf den Rath von jenen bra« > ven Männern, die wir zu dem Zwecke eigenS anzugehen für gut befunden, zu wissen, daß die besagten Bücher weder zu dulden sind, noch den Zudenlehrern zurückgegcben werden dürfen und verdammen dieselben durch unfern Auösprnch. Betreff der anderen Bücher aber, die unS von den Indenlehrern, obgleich wir sie deswegen öfters drängten, nicht! auSgeliefert oder auch nicht untersucht worden sind, werden > wir nach Ort und Zeit mehr erfahren, und waS zu thun! ist, werden wir thun.! Die Namen derjenigen aber, auf deren Rath dieser! Beschluß gefaßt wurde, sind folgende. j (Gegen 50 Unterschriften von GotteSgckehrten. Köstlich prangt i unter ihnen ein gewisser ,.!•Vater Joannes Pungens Asinura“ j waö deutsch lautet: ״Bruder Johann Eselstccher׳") Deren i Siegel sind mit den unserigen, der vorliegenden Schrift zum י Beweise dieser Sache beigcfügt. Im Jahre deS Herr» 1217 > im Monate Mai.! ׳Briefe zur (ffjaraftlcrülifc ftcr '!eil unH der 3cil־- | jjcuolfcn. in. Dr. Leer an Dr. Man; Uahmer. Herrn Tr. Nahmer in Breslau. Dresden. 1 Januar 186t. Wcrilier Herr Dr.! Ich ermangle nicht. Ihnen für Ihre freundlichst übrrsendete schätzbare Schrisl ״die hebräischen Traditionen in den Werke» tcS HieronvmiiS I. Heil"') ,»eine» besten Dank hiermit zu sagen. Wenn Sie in Bearbeit,mg dieses Gegenstandes sich überhaupt >» Erforschung des Ursprungs und der Parallelen »raiicher HagadaS pielcS Berdienst erworbc״. und wie ich audem vorliegrnven 1. Heste ersehe, meist den richtigen Weg zur Aufhellung eiiischlagrn. so bin ich Ihnen »och besonders vrrbmittii für dze Ailsmcrksaiiikrit. die Sie meinem ״Lrbrn Abrahams" und dessen Anmerkungen gespendet haben. In Beznz ans die von Ihne« S- 35. gerügte Stelle hat rfolgende Dewandiniß: Dir Worte in meiner Anmerkung 62-1 iS- 178) ממקום שהדבור יוצא und nur aus Bersektn stehen geblieben. 2» meinem Konzepte hatte ich nämlich den ganzen Satz des Midrasch רכמתה דביר הד א׳ ממקום שדברות יוצאות ובר והר א׳ ממקום שהדבור י\צא דכווהה ארון ממקום שאורה יוצא ונד angeführt, ta doch auch Hieronymus vom דביר spricht und ich eben audeuten wollte, daß HiercnyuiuS diesclbe Hagata im Sinne gehabt und nur da- אודה von ארון auf מוריה bezogen habe. Später turchstrich ich der Kürze willen, und da rch so wenig als möglich hebräische Typen setzen wollt», den ganzen Passus von רביד und mein <5itat sollte blo« mit רנווהה ארון beginnen. Aus Bersthtll des Setzers blieben dir drei letzten Worte ממקום שהדבור יוצא stkhkn. die also gänzlich zu strrlcken sind. Ich bitte dir» gefälligst in einem folgenden Heft e Ihrer Arbeit zu bemerken. Daß aber im Midrasch anstatt ') Vrgl. die Rrcension ,m ״Den Ebai-anja" 2brg. IV. Nr. 3 היראה jn lesen sei האורה, wie Sir glauben, ist schon dan»» nicht wahrscheinlich, weik im jeruf. Thalmud Derachoth IV, S. sogar הוריה steht, auch im Midrasch h. Liede 4. 4 und פסיקתא ד׳ stehet הוראה. Diese Ausdeutung scheint auch entsprechend, da die סנהדרין ihren Sitz auf dem Berge ,מוריד hatte». lieber ימים batte ich znfäslig, ohne von Ihrem Werkchrn etwa« zu wissen, vor mehreren Wochen eine Notiz für die Monatschrist an Herrn Dr. Frankel gesendet, worin Sie auch finden werden, dadie Leseart ערריא >m יב״ע (wie Sir solche S. 47 anführro) nicht die richtige ist-, emuß dort beißen ערדיא (.wilde Esel") und Pseudojo» gibt dieselbe Hagada. wie HieronvniuS. Diese Berichtigung befindet sich auch schon in der korrellrn Ausgabe, Amsterdam. 442 alt Randglosse. Untre נורנייתא dort ist nicht ein Maulesel, sondern rin Bastard von einem wilden Esel und einer grwöhnlichen Eselin verstanden. Ich de« halte mir vor. aus Mehrere» in Ihrem sehr anregenden Werkchrn zn» eückzukommen'). vielleicht in einer kurzen Anzeige desselben in einer Zeitschrift und füge mir hinzu, daß ich und gewiß alle Forscher de« jüdischen Alterlh,imS mit Vergnügen einer baldigen Feeisetzunz de-selbea entgegcnsehen. Hochachtungsvoll und ergebenst Dr. B. Beer. IV. Dr. Horfchksitrir an Dm Kalibillats-Landidatttt Leopold Low in Wien. Hochzuverebrender Herr! 2ch tollte Sir im Grunde nicht um Porto bringendenn daß Herr Slraßer hier ist, ivissen Sir, daß Sie ihn in Wien gesprochen haben, weiß ich. Nur daraus habe ich Sie auf« merksam zu machen. daß die gegenwärtig im Lande brrelchende Huagaronianie auch die hiesige Gciueinde ergriffen hat, und man den Per« digrrstiibl nur mit einem solchen Ind-ownum zn besetzen Willen» ist, welches Kaiizelvorträge in der Landrssprachc zu halten im Stande wäre. Indem ich Sie herzlich grüße, zeichnet Ihr Sie sehe verehrender Freund Groß-Kanizla, den 3. Drzembce 1810. M. Horschrtzky. V. Jost an Dnfchak. Se. (SbrirütCni Herrn Dr. Dnschak. BeziikScabbiner in Gaya. Hochgeehrter Herr n»d Freund! Sorben lese ick — allerdings srhr spät — Ihre wahrhaft wohlwollende Millhciluiiz aus meinem Berichte in der A. Z. d. I. Sie hat iiiich herzlich erfreut, nicht wegen der mir im Eingänge der Assonanz z» Gesallcu bcigelcgicn Prädikate, denn ich habt stets da« מברך רעהו בקול גדול' im Auge. sondern weil ich sehe, daß Sie meine Besterbungkii auf dem Gebiete der ,גיי״ד würdigen. Ich halte sehr wenig von dem Besitze einiger Vokabeln, mit denen man im Grabe nicht einmal j eine Made sälligen kann, gegenüber der Ausübung der reinea Menschen«! liebe, durch welche gute Saat für ewig sich wiederholende Fortpstanzuug j aiiszestreut wird und danke dem gnätigru Vater dort oben für die mir > bisher verliehene Gesundheit und die Gelege,iheiten. Gute» zu thun. Bald ist meine Laufbahn zu Ende. Wenn ich mit סופרים und חכמים j bisweilcn schreiben und sprechen durste, so ist da« Wort ehestenver« I löscht und verklungen-, aber die uach meinen Verhällniffea immerhin I erhebliche» Opfer an Zeit. Mühe und Eigeuthum für da- Wohl der! Kranken und insbesondere der armen Jugend, — sie bringen wir schon I sitzt süßen Lohn und sie werden auf die Dauer Früchte trage», wen» ich längst nicht mehr da bin. Wer mir wegen einiger Leistung in der Wissenschaft Anerkennung zollt oder veischaffl, wacht wir allenfalls ein Eomplimeat, und ich bin I *) Ist in Wertheimer« Kalender geschehe». »ins.