Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 18 (29.4.1863)
- Date
- 1863-04-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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333 334 S. D. Földvnr, 20. April. Jüngsten» wurden an uuseeer Schule untrr Leitung drS Hkrrn Rabbiner- »nd Schuldirektors Fisch» die Scmrstralprüsungcn abgchalten. Dcr glänzeudr (?,folg. tu in afltn trfi Gloffrn von den eifeigcn thätigen Lehrern crjirlt wurde. vrrttrnf in d. Bl. hervorgebobe» zu werden. Das Streben der Lehrer findrt in der ganzen Gknieindt tic gebühr,»de Anerkennung. Dcscntere Lusrictcnhrit erwarb sich der Lehrer ter dritten, 6laffe. Herr David Herzog. Gr. «anizsa, im Avril. Am 15. d. erhielt ״nser g?,rr Ober, rabbincr Fasse! da« goldene Verdienstleeiiz. Der Akt war ein sebr frierlichcr. das ganzr k. k. OsfizierkorpS, alle Beamten der k. k. Finanz- Direlticn, der ganze Magistrat und alle Mitglieder des OuliuS VorstandeS waren anwesend. Reden hiellen der Skadlrichtee, der Dekcrirte, ein Mitglied der (snlinsgenieiiidc >c. ,c Dcr ganze Alt wird gedeuckl ״»ter dem Titel: ״Sikarc» Ledor Der", und werde ich mich beeilen, der löbl. Nrdaklio» ein lfrcmplar rinzuschicken. Am 21. d. halte» wir wieder einen feierlichen Ali. näinlich rinen TrauergotteSdienst wegen des Ablebens des hiesigen RabbinakS-AssefforS Herrn Jakob Ster» צ״ל)• Die erste Trauerrede hielt der Lob» tcS '-verblichene», Herr Alber! Licrii, Bezirks-Rabbinerzu Leugnet Tülhi, die zweite der hiesige Herr Oberrabbiner Fasset. Auch tiefer Akt wird sicherem Bernehmr» »ach in, Druck erscheine». X. ל BrÜNIl, im Avril. Wer nicht schon früher gegen die MischeberachS n»d das sogenannte Sch,lodern, das Spentegelobe» beim Aufrnscn zur!Hora, war, dcr mußte eS hier i» den vergangenen Feiertagen werden. (Zs sind in letzter Zeit hier zwei Parteien ciiistaiiden, dir Frauciivcreiiiiiiler »nt die Anii-Fra״cnvcrci»ia»er. Wie nun Jemand zur Thora gerufen wnrdc, da ries man gleich im Publilum: dcr wird de»! Fraiienverei» fchiiodrri:. oder: ter wird nicht dem Frautlivercin, son: der» der ־ ק' r״( schnöd er» , je nachte!» inan wußte, daß die Fra» des Ausgcrnsenen eine Wi'iincriit oder Gegnerin des Franenvercins war. lind so iviirte ter heilige u.id wichtige Akr des Tlioraverlesens z» einem lächerliche» Parleiiiianövcr berabgewürdigt. Wir fragen: Ist eS noch nicht Zeit, diese» schändlichste» aller Mißbräuckie, diesen Schacher bei der Thora, dieses Cprknlire» aus die Ouelkeil und die Prakilsncht der Leute einerseits und anderseirs dieses Erpressen von nnsreiwillige» Lpende» abzuschasscn? Wie viele Sünden werden schon beim GocreStienste dadurch begangen! Dcr ISiiu sagr: ״Dcr Kauz haue wohl mehr jpcnden können!" Ans rinen Andern sagt man wieder: ״Der könnte wohl das Geld eher zu andern Zwecken branchen." Biele veriäumen absichilich das Thoravcrlcscn, um nur nicht zu unfreiwillige» Spende» sich ge- »ötliigk z,1 sehe». und viele Andere, denen wohl eine עלי׳ gebühren würde, werden nicht gerufen, weil man von ihnen keine Spende zu erwarten hat. Ist dirS Alles des 6nlt,,s und dcr Vulinsgemeiuvt würdig? Gibt eS kein anderes Mittel, das fehlende Gelt für dieKassr» zu bekoinincii, als durch die so gräßliche Herabwürdigung und Schäntniig des Gottesdienstes? Die Gemeinde» haben doch das Recht der Sreiierrepartition; so können sie ja Alles, was sie brauchen, durch direkte Sreuc,bciträge erhallen, auch die Vereine sollen ihr Budget nach den regelmäßigen Beiträge» rinrichtcn n»d wenn sich Jrmand bewogen und getriebcn fühlen wird. irgrnd einem B,reine eine fromme Gabe נרבה zulomincn zu lassen, so wird eS wohl schon den Weg finden, oh», erst vom שמען beim Leser dieselbe auSposaunen zu lassen. fitcninfdjn Kolbo (כלבו). IV. 2״ der eben so anziehenden als lehrreicheii biographischen Skizze des verewigte» Aron Oihorin wird unter Anderm riner Schrift erwähnt, welche den Vater des nm die freie geistige tjniwicklung 1a Orst,,reich so hoch verdienten Jos. v. Sonlienfel» zum Verfasser hat: Die Schrift ,der Bliitcckel' von Aloys v. Sonnensel«, welcher zur Zeit der Der» folgnng in DamaSk neu edirt werde» sollte sD. 6H. Nt. 1L. 267). Dieser Aloy« von S. hieß ursprünglich Abraham Wiener, und war als gelauster Jude Professor der hebräischen Sprache au der Wirarr Universität. Don Maria' Theresia wurde er geadelt. Die Behauptung, sein Vater sei Obcrrabbincr gewesen, ist eine Mystifikation-, (lebe dir lebenden Schnilstcller Mährens. Gin Versuch von I. T. L. 6zikana, Br>'״,n INI2*). Tbalsache ist aber, daß ein Konvertit 1840 in Pest mit einer Verlbeidignng der Juden aut'lrat. Der Verfasser dieser Apologie ״Mißlönc aus Dama-I" war Stefan Schreiber. Schn de« Lomnitzer Rabbiners Lob Schreiber. SkefaiiS Soll:! Ladislaus starb v. I. als Domherr l» Naab. De» gewiß billern Kelch, ciiun Thcil seiner Nachlommcii vom Glauben der Väter abfalken zu sehen, hatte Elioria nickt altciu zu lcercn. (Sin Sohn R. Geri'cm'S deS ״Lichtes der Dtasora", ein Loh» Abc» 6,'raS, die Nachlcmme» Mendelssohn», David FeietländcrS, Herz Hombergs haben La- Jndtiiihum verlassen. Da» Verdienst der Väter bleibt deshalb ungeschmälert. DaS letzle Doppelheft der ״Zeinckrist dcr denlschc» nioegenläntischen Gesellschaft" bringt eine ,.Geschick,e der hebräischen Syiioiinmrk" von De. F. Mühlan (•'Jt(J — 3:55). Der Verfasser schließt seine» ,litcear« historische» Vernich" mit dem Wunsche, ״das! sich bald eine lüchlige Kraft dazu berufen fühlen möcktc, sich der. wenn auch schwere», aber daiilbaecn »nd für die Oregesc deS A. T. :׳<׳chwick״.g>,1 Arbeit zu unterzicbe», die hebräische Svrachtvinciiichasl n,,i einer vollständigen Snno« nninik z» bcrcichcrn." Indem >v>e unsere Leier aus Dr. Muhlau's intercssaulc» Aussatz aunncrlsani »iacken, gcsiaiien wir »11S folgende Beklckiigungen einiger Versehen, welche dem •>frrn Vcrsaffcr trotz seine» iinverleniibaee» StrcbenS ״ach Gcliaiiigkeit eiuschlüpsren. S. 31V. 4 .111111.׳. sagt De. M.. das von Lnzzaito zB Ha-Jnim 6, 27) angeführte ,,מ<שי ך >ei, ״ein auonnineS Buch", taS von Joses Salomo de! Mctigo ziiirl wird. Den, ist aber nicht also. DaS fraglich, Buch hat R. El iczer l׳. (§ l i, a S Aschkeuasi (gest. l5'!8 in Krakau) zum Verfasser. S. 318 sagt Dr. M.: ״Lnzzalio charaktcrisirl die bisher eewähme» Üiuzelcrschciiiuiigcii. inte!» er socl'ährk: Alle diese (irflärun.teu beteeffe» nur einzelne Wocic a» cinzcliie» Stellen, meist sind r- (Lrkläenngea solcher Liellcn. a» denen durch zwei Worte ein iinv tee!elde Begriff ausgedrück« w,rd sLnzzaiio's Wo,», sind:*.'רבים מן דקרמונים קוינ 6 •וקבלו ברעתם ענין בסל לשון במרות שונית! mc»» also S»ellen Wik Pecv. 28. 8.: ״•מרבה הונו בנשך ובתרבית Dr. M. hat hier die Worte kuzzatto'S ganz mißverstaildell. L. incin« nicht nur Strllen, wie die von De. M. aiigesührte. vielmehr hat er auch die zahlreichcn Stellen im Sinne, in denen nach ter gewöhnliche» Annahme die beiden Slicha de» bezüglichen Spruches oder Beeses (der ParalleliSnin«) mit verschiedenen Worten denselben Sin» auSdrückea sollen. Di« strea« gen Synonymiker, wie Wessely und Lnzzaito, geben dies nicht dazu. Nach ihrer Anschauung hat jedes Wort der Schrift seinen ihm eigen« Ihüm'.lchen Sinn, so daß das בסל ענין במלות שונות gar nicht vor« Händen ist. Ueber da» הותם תבנית von Abraham b. Isaak Bedarschi. von welchem S. 320 dir Rede ist. dürste den Freunden hebräi« scher Sprachsorschunz ei« Nachricht willkommen sein, daß dies,« Werk ') Ich bitte den Herrn Sinsender um Mittheilung der bezügli« chcn Stellen au« diesem Buche. So viel ich mich eriniirre. sagt Al. ». S. ausdrücklich, daß er der Sohn des Brandenbuegischea OberrabbineeS ist. k.