Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 18 (29.4.1863)
- Date
- 1863-04-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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335 336 oon dem gelehrte» und um die hebräisch, Literatur hochverdienten Gabriel Poliak in Amsterdam in sehr gefälliger Ausstattung edirt wird. Der vor unt lirgtnbt erste halbe Doge» de« Werse«, welcher ei» vollständige« Verzeichniß der iu dem Buche gelieferten Artikel, deren Zahl sich auf 381 belänst, enthält, irchlsrrtigt vvlllomwen dir Dezeichnnng ,Synonymische« Lerikon-. mit welcher de Rcffi da« Buch charakteiifirte. Möge Herr Poliak die erforderliche Aufmuiiternng zur Heran«, gäbe der größten hebräischen Synonymik studeo! Literarische Jhyeigen. Da« Hohr Lied. Da« älteste dramatische Gedicht au« dem Morgenlande, nach eiiier neuen Sintbeiliiug Le« TertrS metrisch über» setzt und mit erklärenden Anmerkunge» versehen von S. Horowitz. Wien. In Eommiffiou bei Earl Gerold'« Sohn. 1863. 16. XVIII. 48. (Schluß"). Al« Probe vorliegender Uedersetzuiig möge folgende Stelle Ich bör' de« Fi runde« Tritt, wie er Ob Berg und Hügel springend naht. Mein Freund ist wie rin Hirsch so flink. Und gleich an Schnelligkeit dem Reh. Schon steht hil»' nns'rrr Wand er da, lind lugt herein durch'« Feusterlein, Und winkt mir durch da« Gitter zu.' ES fleht nnd ruft mein Liebster mich: "Ans, schönes Trantchen, komm zu mirk .,Der Winter ist vergangen schon. ״Der Regen auch verschwand bereit«, ״Schon prangt voll Blumen dniit die Flur — ״Die Lirdrrzkil — sie kam heran! ״DeS TurteltäubchcnS süß Gegirr ״Wird weit nnd breit im Land gehört. I ״Schon bilden an dem Feigenbaum! ״Sich Früchtlrin. und die Traube,istöck' ״Verbreiten Dust uud Wolzernch; ״Aus! schönes Trantchen. komm' zn mir!- An der Abkürzung von hinter in hi nt' wird virfleicht man» cher Leser Anstoß nehmen. Al« ercgelischcr Fortschritt ist die Erklärung von 3 ,7) שררך)— pudentla zu bezeichnen. Das Elyniologische ist mit dem, was der Der» faffer darüber flüchtig sagt, allerdings nicht erledigt. Die Worte אף 16 ,1 ערשנו רעננה übersetzt der Verfasser, seine» Vorgänger» solgend: ״Sieh' frische- Grün ist >»111(5 ,,'״!" Diese Uebersetzunq ist aber ganz grwrß vrrsehlt: Der Dichter bat weder von einem ״grünenden Bette" geredet, noch da- Belt dem Hanle vorangestellt. ערש ist viel» mehr nicht«Andere«, alSdaS Mischnische ״ עריםWe i nsto rk! DieMlschna (Pea, 7, 6) unterscheidet nämlich zwei Gattungen von Weinstöcke»: solche, dir ohne unterstützt zu werden, aus dem Boden liegen, und also mit Führ» getreten werden (׳(רנלייח und solche, denen eine Unterstützung zu Hitsk komm, (ערים). Am auSsührlichsten wird dieses Mischuische Wort von Maimonidcs im Mischnakommenlar a. a. O. erklärt; diese ErklLruug ist aber eist einer Erklärung bedürftig, da sie nicht im arabischen Originale, sondern in hebräischer Nebersetzung vorliegt. Maimo» •*) S. dir vor. Nnmmer. vide« vergleicht da» arabische עריש> vielleicht?ער—r»wn», qol vitia pergulae inncctitur ad conjungendnm. Unser gelehrter Freund, Herr Nr»bauer in Pari«, dem da« arabische Original dr< Maimoaidtschrn Mischnakommenlar« zugänglich ist, wird wohl dir Güte haben, dir bezügliche Stelle für den B. Eh. au« dem Originale zu übersetzen nnd zu erläutern. Die Weinreben werden in nördlichen Gegenden auf sonnigen Hügeln an Slkcken gebunden oder auf Lallen gelegt; iu südlicheren Gegenden finden sie sich frei an Bäumen hinauflausend, unv von einem Baume z»m andern geschlungen (Oken. Dot. 1867). Auf letztere Behandluiig der Weinrebe scheint Maimonidr« anzuspielen. Au« Kilajin, 8. 1 (s. Maim. das.) erhellt, daß man unter ערים cine ganze Reihe aiisgebiindeiier oder a»sgksll'l»ngencr Weinstöcke verstanden habe; die Intervalle einer solchen Reibe heißen: פסקי ערים Mischna C). Daß das Freß dehohen Lied,« mit dem Ariß der Mischua iden» tisch sei, war schon alteren MischnaauSlegern bekannt, wie au« BrrNnoro z» Pea a. a. O. klar zu ersahen ist. Den Schristeekläreen ist diebisher liiibrkannt geblieben. Ob der Gebrauch diesrr sonst in drr Bibel nicht vorkomniende» Bezeichnung de« Weinstöcke« mit für den späteren Ursprung de« Hohenliedes spreche, wagen wir nicht;» entscheiden. So viel wird jettiisallS zugegeben werden müffen, daß e« der Dersaffer S. X. der Einleitung gar zu leich« mit den Einwendungen nimm», welche gegen die Autheiitik de« BncheS erhöhe» wurde». An« S. XV. der Einleiliing erfahre» wir. daß auch Rena», drsscu 1860 crschieiieiit« Werk iinS nicht zugänglich ist, da« Hohrlid für ei» Drama hält; ob der berühuite Verfasser auf eine Untersuchung über di: Eristenz des Drama bci de» Hebräern eingehe, vermöge» wir nicht zn sagen. Schließich möge jmn Nutzen derjenige». die da« Hohelied zum Gegenstand, eingehender Forschnng »lachen wosten, folgende Stelle a»S Gosche'« wissenschasilictien. Jahresbericht für 1857 n»d 1858 birr eine» Platz finden: ״Da« Hohelied fordert sowohl für die Ersrniitniß seiner vermeintlich dramai'ichen Form, welche Weißbach'). A. Neville') und Mar P her so n י) niiscesiicht haben, al« für die Deuliilig seines Inhaltes den Scharfsinn heraus; so ist rS. obne daß die Ercgcsr irgend welche» Ge- Win» davon gehabt hätte, in Deutschland von Schirl er י) und Albrech! s), mit besonderer Vorliebe aber gerade in England vo» einei» Anonymus*) von Ginsburg'') unv Benj. Weiß') bearbeilel worden." Anmerkungen. ') Das Hohel. Salomoni«, erklärt, übersetzt »»d in seiner kuustrrichrn poetisch״! Form dargesteklt von Fr. S. Wrißbach, Pfarrer. Lpzg. T. O. Weigel 1858. X. 288. gr. 8. 2 Rthlr. ') In Eolauis Uovno de thül. 1858 p. 201 f. 257 f. Brgl. Ewalds Bibl. Iahrb. IX. p. 17S f. ') Luntiei canticornm struelura areinteetonlea. verolmi (lnpsiuo, Nurtmann) >857. 12 Sgr. mit 2 lith. Ts. in Quer-Fol. ') Da« Hohelied. Ein Singspiel. Metrisch übersetzt und erläutert von Schüler. Würzburg. Aoldstein 1858. 184 S. 8 '/, Rthlr. *) Da« Hohelied in der Bibel. Von Fe. B. Albrecht. Ulm, Nnbliug 1858. 80 S. 16. 18 Ngr. ') A metrial translatioa of Salomo»,.London, RivlUgton« 1656 42 S. 6. 1 % 8h. י) The Song of Songs.London 1858. 200 S. gr. 8 10 sh. *) The Song ot Songs unveiled .... Edindurg, Hamilton 185a 390. 8. Tzegedin, Seldliverla, der Rriaklli». L-lpzig, tommlsstoorverlag 00» Fra») Wa-arr. \ Druck von Sigmund Durgrr in Szegedin.