Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 17 (22.4.1863)
- Date
- 1863-04-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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318 i L 4 317?111« 2lavouien» im Avril. Dir (5»cmrinte Effegz. Cir crtlr litib örveutungSvollste Slavcnien« . zählt gegenwärtig ».ihr au 150 Familien. Dcr Geist dc« Fortichritic« macht hur?eine Rechte gellend. Die Gemeinde besitzt eine regelmäßige dreiclassige Sckulr. in welcher die vaterländische Spracht nach Verdienst gevstegl wird; auch ist selbe seit 1:c:1crcr Zeit uiit einer recht hübschen Ingcnd-Biblitihek geschmückt. Da« gegenwärtige Gett.«ha11«. räumlich nicht mehr gceigurt, wird boffentlick durch einen prachtvolle״ EuIluSiemper. reu zu erbauen man bier ernstlich beabsichtigt, und wezu schon nambasie Lumme» aczcicknct wurden, ersetzt werde״. — BciiicrkciiSwertd ist ״och. daß in der Stadt (!ffegg Zwei lsiiltuSgenieinten, wohl nicht :1 In Wcißcubnrg, aber dennoch de l'acto bestehe». (!« haben nämlich die Israeliten in der Unterstadt, die iuinier mit den Ol'crstättern eine» Gemcintevcrbant gebildet, jetzt, da sie an Faniilieuzahl z,,genommen. ״ach gütlichem liebe,eiiilomnien mit der Oberstältcr Genitintc sich selbstständig geuiacht, e»,c schule organisirt und eine wohl Heine, aber dennoch hübsche Synagoge erbaut mit ifhfn der behördliche» Lanktioi,, nni welche sie cingeichritten. entgegen. — öftc wir von Essegg ,cheldcn, innß noch eine« Verluste« Erwähn,mg geschehe». dcr die Geuicinrc Effegg im Lause diele« Minier« getrosten, bei welcher Gelegenheit die Gemciiidc ein glänzende? Zengniß ihrer vielbewal-rlen 'Wohlkhäligkeu gegeben. Herr Nalban Lobl. de, hier nahe an '25 Iahren srüher al« Rabbinaiö-Lnbstiknt und seit 7 Jabren a!« Dajan tnngirtr. starb in, <;I. Lebensjahre nach langem Leiden, nachdem ihm seine Frau ,wci Monate srüber vorangegaiige», im ׳.׳ersioffenen Dezember im isr. Spiiale zu Pest. wolstii ihn leine Geu1ei1.de ans eigene« Verlangen besörleile. Der Veibllchcne war ein gewiegter Ihalmiirifi, e.n ׳romiiier Iiraeliic nur wurde von A!l>u, r!e ihn lanntcii. lioehge: schätzt. Die Gemeinte Esscgg brachte für ü׳» große Ovler. Für 1e,nc h»11crblleb> neu Kinder wurde bei Gelegenheit dcr Trauerfeierlickle!!, die der elirwnrdigc lDbcrrabbiner um b>n Berblichenea in Esscgg nach ,. Scheloichim" hielt, eine Sammlung vcianstalici. die eine ansehnliche Dumme ergab. -Herr Marin? ISikuI zeichnete 200 ft. ö. W. Nächst Esscgg» ist D i a l c v a r zu »rnnrn. r>»e circa 80 >ir. Familien zählciide Gemeinte, an deren Svitzc Herr Rabbiner Sommer. c!» Mann vo» bedeuiendeut Wissen lind allbekannter Mein'cheiilicbe, siebt. D-rielbe lirigiri die g»t orgauisirlc Gememtc-Bolkssckulc. Vo» Diakcoar wenden wir uns »ach Na sic. Dcr Bezirk Raste, der au« 5» ist. Familie» bcstebt. gehörte bi« zum Zahrc ls(j| z»m Essegger Rabbiiiaic. war zwei Fahre ohne Leclenhirlcu. hat aber seit einem Jahre einen Rabbiner angestellt. Neue« »nt Erhebliche« gibt c« von dort Nicht zu registrircn: möge »»« das bald möglich werden. Von Nasie koniineii wir nach Veröcze. Hier bestand eine sehr gute Schule, aber die Geuicindc sand ei für gut. dieselbe aus,»lösen, und den Lehrern eine» Restbetrag vo» 10—50 st. ihre« sauer verdiente» Gehalte« zu entziehen, dagegeti storire» die Deröczcr mit einen, > eurn Tempcl. Vesten Van bald vollendel wird und verwenden daraus '25.000 st Schließlich soll noch dreier kleiner, aber strebsamer Gemeinden, die zum Esscgzcr Rabbiuate zählen. Erwähunug geschehen: der Gcmciilte» Da ly. Aalvo und D. Miholjac. Erstcre im Bezirke Effegg. ist wohl klein. Kat aber rine hübsche Synagoge erbaut, und ist ,ehr strebsam. Balpo und D. Mikoljac zählen jede nur 30 Familien. Die Gcmtiiidr in Valpo besitzt einen schönen Friedhof. ein Geschenk de« rdelherzigen Frcihcrrn v. Prankau. Die Gemeinde zu D. Miboljac bat eine sehr hübsche Synagoge, welche ebensalis durch die Munisizenz de« gedachten unermüdlichen, edlen Freiherrn entstand. Beide Genieiudrn find einig und sriedfertig und kommt hier so manche da« Iudeuthum ehrende Erscheinung zu Tage. Jüngstens fand in beiden Gemeinden eine Manifestation für den bochgeborneu Herrn Baroo statt. E« geschah die« gelegentlich dcr Leichenfeier der verblichenen edlen Frau Freiherr», Anna Marie v Pranda». M»»ter de« Freiberrn. GolieSdienste wnrteu 1u den Synagogeu beider Gemeinden unter Zutrang sehr vielte christlicher Einwohner. abgehalten, wobei Herr Oberrabbiuer Spitzer sein bewäbrte« Rednertakent bekundete. Unter Führung de« gedachten Herrn Lberrabbiner« überreichte Tag« daraus rine Deputation beiter Gemeinten tci» Herrn Baron eine Bcile1d«adresse. die derselbe voll Rübrnng entgegennahm. den lleberreichern sein »nverbrüchltche« Wohl׳ wollen versickerte, und si, schließlich zur hoben Tafel lud. Schließlich muß ich noch bemerke», laß die Israrlite» Slavonieuüberhaupt mit ihre» christlichen Mitbürgern im besten Einvcrnebmen leben und;cte Scnderstcklunz b,er zu Lande etwa« Nnbrkannte« ist. Do ist c« schon vorgesommeu. daß Bälle und jrrsc von Seiler, dcr christliche» Einwohner zu Gunsten jüti'chcr Eu'.li.Szwccke veranstaltet wurden. und wird ׳clbst bei Anstellungen aus das Glanbeusbckeiiulniß keine Rücksicht genomui.u. Die« bewein hinlänglich d,c Erueiiiiliiig dcr Herren 2r. Reiner und Koöler in Esscgg und de« Herrn De«, (!ichbann, n, Nasie zu Ho,:o.׳a:siüel«. Möge diese« auch ante!«wo Nachah- Lemberg, INI Mäiz. 3m Berlage des Herrn Michael Wolf I»er er'ckei!!: ,!äckstei!« »!»er lei» Titel: '715' der dritte Theil de« ,,More N״b»t־I»11r‘ von Maimonire?. in einer neue» leichüaßlichcr: rabbiiinch-hebräische:, Ueber׳etz»»g von Mendel Lewin. »ach einem vorgesundcneu Manii'lnplc. zu», ersten Male, mit vielt» lehrreichen, den neuesten Forschungen aus t cm Ge hie :c der Archäologie . Mvihelogir und Philologie entnoinineneu. den iert erlälitcn.c.n nnd ergänzenden E»1le>1u»ge!! und Note» v.rsel'e» . heeauSgegeben von Salomo Rubin.» - Lalenvrei« I st 5>> kr.; — im Prä»»1»eral!on«wege aber, wr gänzlicher et er!>!e!Iwer''es Vora»«bc;ahlu»g nur l st. 20 kr II. Bolcrbow, im April, lluierc deutsch t'racliii'che Schule, die in sinanziellcr und eloiiomrichcr Bczichnng seit einer Reibe von Fahre» gcwisierinaßeu vcrlommc» war, I 1׳ an dem >1! jüngster Feit ans Preposition de« Lehrper'onals von der h. Regierung zu», Schulinipekior eruannlti, Herr» Bcriiiann Blumenihal, einem dem Kauf inaiiiisstande a,,gehörigen. strebsamen iurelligenten jiingc» Manne, eine nicht zu nnter'chätzenlc?l,a11isit!o11 gemacht. Die er!chlasi',c» Zügel der Schulölonoinic soser! mit energischer Hand rrgrci'end. bat Herr Blumen- ,dal durch 'erneu unermüdlichen Eifer und ''eine n»an«aesttzlc Thäligkcit nicht nur rnancke nuler dem vorigen Regime ciugc'ch'.ichenc Mißbräuche in Gebahrung und Ber:p,utu״g der SchnlscntSreveiinen beseitigt, souterii auch den Weg Zur Soliririmg de« Schiil'oiidc« für lange Zeilen, ,eotz vielseitiger HiNdcriilsic »nt Schwierigkriien glücklich angrdahnt. Wir leerten hofseiiilich im Verlause dcr Zeit mehr al« einmal Veran« lasst»,g ff״de». ans die Ehrc»bcr»s«Ic>stu»gc1l de« Schnlinspeklor« Herrn Bermann Bluuirnlhal al« bcrrii« übcrwundcne Staiitpuukle und falta accoiuplis au«sührlich und spezirll zurückzukommen. 8. Blltfchowitz, im April. Dir hiesige Gemeinde bat den dcn Lesern de« B- Ek. durch feine trrfflichcu Aussätze wohlbekannten Herrn Rabbiner Fein zue Probkpredigl berufen. Es wäre zu wünschen, daß dieser wissenschaftlich gebildrlk nnd thalnnidii'ch gründliche Rabbiner für Bnlschcwitz und somit auch für Mähren acguirirt würde. literarische Anzeigen. Zcsnatb Paaneach. Darstellung und kritische Belciichiuog der jüdischru Scbrimlehre von )fa! Nisse«. 1. Heft. Krakau 1862. Brsprecheu von 3- Stern in H. M. Väsärhely. ' lSchlnß'). Die (48) gegebene Erklärung vom Au«drucke Schrhiaah ik z» gesucht, um wahr zu sein, man kommt mit der allgemein rezipieren Be« ') L. die vor. Nummer. p r 1