Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 17 (22.4.1863)
- Date
- 1863-04-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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315 316 5) Alle tPurtrliifire hat ttr brireffente Jtaifiet. wie gering die enmnif auch srtn mag. dieselbe dem erwähnten Ecmitü einzusenden, worüber der betreffenden Gemeinte eine Quittung verabfolgt wird. Nebmen wir au: e« find in einer Gemeinte durchschnittlich nur IVO Schulkinder. so haben wir wöchentlich ist — somit jährlich 50fl. wabrscheinlilb bestehen in unserem großen Vaterlande wo nicht mehr, koch gewiß 100 Schulen — da habe» wir jährlich 5000 si. Die Zahl Irr rc,l׳ciral-tcn Lehrer ,st doch nicht so groß, daß jährlich 3—5 Sterbe- ,alle Vorkommen sollten, folglich söuiite jede Witwe. je nach Anzahl ,beer tfinerr mit 4. 5-000 st. beiheiligt werden. wodurch fie fich ihre «;eiste»; gründen nnd auch für ibrr Kinder bedacht sein kann; und da rer Lehrer an,' len, Lande »»,»er dahin trachtet, seinen Beruf jN ver> lasse», könnte der,eilige der bis «0 Jabrr als Lehrer wirkt, von da und irrtlrr jährlich vom!jontr eine kleine Pension beziehen, und nicht nur wäre snr das Wohl der Hinlerblirbciirii ״nd Altersschwachen gesorgt, es würde noch eine na,!!haste Snmine als resrrvirter Fond für beten« teer Fälle zurnckbleibni. der etwa zur AiiSbildung snr Lehrertöchler verwendet werten könnte. Nach de.» Bestände von eine», Jahre könnte schon die AuSsolguug eimr Penfici, erfolgen jede Geine-.nde, die eine Quillung über!?in Jahr bat. kann die Bennen für die Hinterbliebenen ihres Lehrers 1״ Anspruch nehme». Die immerwährende Wandernug der Lehrer hätte aus de» Bestand des FondeS gar keine» Einfluß, denn sobald die Gemrinde an dem Fonde wie genug immer sich betlinligt, haben die Witwen ihrer Lehrer, io wie die Wauen. Anspruch ans Pension. und die Ge-׳ mciiide bal nicht mir für ihre Lehrer väierlich geiorgt, sondern in auch krr gnälentc» Sorge enthoben, im Falle des AbsterbenS eines LehrerS cnrch I5ellehr״ und Beiieleien Mir tie Hinierhliebene» »loinciitane Hilfe zu biingrn. Ja. dies würde zur Begrüiidung und sestern BafiS unserer Lchiilrn dienen, indem dieser Fond sei» Ney über alle isr. Gemeinden Ungarns ansbreiten und zur allgemeine» Regel werden würde. so daß Irin Lebrer eine S'elie in einer Gemeinte aiinehme, die fich nicht a» tri» Fond bethriligte. Wohl gib! es viele Gemeinden, z. B. Pest. Arad, Szegedin 11. dgl.. dir ihre Lehrer selbst penfionire» können, aber nicht allein würden diese durch Errichtung besagien FondeS von so vielen Auslagen befreu werden, sondern köniilen diese Slimnieu anderweitig verwenden, und würde» durch ihre» Beilrill das JiiSledenriisen des Ganze» nur weleuilich sördern. damit die kleinen Gemeinden auch dieser Wchlihat «ür >brr Lehrer thrilhastig werden iöninu. Ich lege diesen Plan iu Ihre und in t!e Hände der löbl. Schul-!'ektion in Pest. Ich glaube kaum, daß rS Jrmaiiden in Ungarn gäbe, tessen Allreguiig einer Idee sruchlbringender wäre, als die Ihrige, und io gibt es auch keinen Ort in Ungarn, als unsere Metropole, die der Herd so vieler schönen. nützlichen nnd wohlthäiigen Jnstiluliouen und Bereinr» ist, der geeigneter zur Realifirung dieses Planes wäre. Sollte dieser Plan gelingen und auSgesührt werden, so schätze ich mich glücklich, den Impuls dazu gegeben zu haben und meine U»- sterblichleit ist gewiß; höchstens werde ich auch eine llriiie AlterSpeufion verlangen, kann aber versichern, daß meine Gemeinde gewiß dem Foule beitreten wird'). S ch ö ns r 11. Au« dem Gömörer Komitale, Ans. April. Da es für riele Ihrer Leser vou Interesse sei» dürste, die Betheiliaung an aliirstauieiiltichen Studien anch in christlichen Kreisen mit Ausmerlsamleit verfolge״ zu löniirn, so erlaube ich mir die Mitlheilung, daß iu dem 'j Wir übergeben den Vorschlag de< Hrrrn Einsenders mit Berguügru trr Oeffentlichkeit. Mögru fich recht bald kompetente Stimmen über deffra Nussührbarkeil vernehmen lassen. Red. Vereine der evang. Geistlichen diese- Komitate« zuweilen auch Studien, die da« A. T. betreffen, vorgelesen nnd veröffentlicht werten. Im Oktoder v. I. las Stefan kinberger, evangelischer Pfarrer zu Dobfina, über Samson, den Helden und Richter Israel», und sein Dortrag ist vor Kurzem in dem ״Protest. Kirchen- und Schulblatte" erschienen. L. ver» theidigt die Geschichtlichkeit der biblischen Erzählung gegen RoSkoff (die SimsonSsage. kpzg. 1800) und gegen Berlbra». Die Bibelvene zitin er, was hier zu Lande von christlichen Gelehrten so selten geschieht, zumeist in der Ursprache. Herrn L. ist Samson ein Vorbild Israel«. ״So lange Israel glaubte, mußte e« zwar kämpfen, aber eS ging an» dem Kampfe als Sieger hervor. Wenn e» Gott verließ, »nd durch eigene Kraft siegen wollte, eniferute fich Gott von ihm. und da» Reich wurde eine Beine der Feinte. Dann wurde eS nach Babylon in die Gefangen- 'hast geführt, wie Samson in- Gefängniß; als es aber zu Gott znaückkebrte. wurde es abermals ein Merkzeng in Gotte» Hand, bi» unter den Trümmer» Jerusalems die Nation als Nation mit unzähligen Römern zusammen ihre GrabeSstätte »and.- l). Kult», >5. April. Aus die in Nr. 7 d. Bl. veröffentlichte Adresse antwortete Dr. Hirschler wie folgt: An de» löblichen Vorstand der israelitischen EiiltuSgeuieinde in Hochgeehrter Geineintevorstand! Die große AuSzeichnnng. deren Sie mich gewürdigt haben, indem Sie mich in Ihrer Sitznng am 25. Jäner l. I. znin Ehrenniitgliedr Ihrer Gemeinde ernannten, hat mich Ihnen, sowie alle» Jenen gegenüber, die Sie vertreten. zur tiefsten Dankbarkeit verpstichiet. Nicht ob der unerwartete,1 Ehre, die mir persönlich zu Theit wird, aber für diese» lebendige Zeichen der Solidarität unserer Besterbillige», wie unserer Schicksale, sage ich Ihnen alle» den wärmsten vom Herzen kommende:! Dank. Ist ,egend eiwaS im Stande, einen Menschen, der sonst gewohnt ist, Selbstkritik zu üben, nnd bescheiden z» sei», mu Höhen» Selbstbewußt,,,!,. ,a mit Stolz zu erfülle», so könnte dies allerdings die mehr als schmeichelhasie Anerkeniinng, welche meine geringen Leistlinge» tu Ihrem geschätzien Kreise gesnnde» haben. Aber erlauben Sie, geehrte Herren, laß ich in Ihrem Beschlüsse mehr als eine meiner Person gellende Auszeichiliilig, daß ich in demselben eine Idee, einen Llchlstrnse» erblicke, der die »akente Morgen röibe einer unten?lera in der Geschichte unserer Glaubensgencssenschaii verkündet. Es beginnt in der Thal unter »ns zu tagen. allerwärts regi fich ein neues Leben, und wie aus ei» gegebenes Losungswort werden hier und dort tansend Kräfte wach, das nngarische Judenthum in früher nicht betretene Bahnen der Entwicklung zu treiben. Daß meine aus tiefster Neberzeugniig fließenden Worte iu solcher Ferne aus Wiederklang trafen, daß Sie meine Herren de» Ihrem Kreise Fremden und Unbekanuten mit Ihrem Beifalle ermuntern, daß Sie mir bei der schwere» Arbeit, die ich unlernomweu. die Freundes- und Bruderhand reiche», das begrüße ich mit ausjnbelndrr Seele als sicheres Unterpfand einer drfferu Zukunft. Autonomie de« jüdischen Gemeiiilewrsen-, daist da» Ziel meines bescheidenen, aber nnermüdlicheu Streben», und reiche» sich die Gemeinden einig die Hände, so kann r« nicht fehlen: früher oder später gelangen wir aus friedlichem Wege in den Besitz eine« kostbaren Gute«, da« iu meinen Augen höher wiegt, als alle Esneeffionen »nd Gerechtsameu. die wir vorläufig vom Staate zu gewärtigen berechtigt find. Indem ich Ihnen, hochgeehrter Gemeindevorstanb. nochmal» vom Herzen danke und die Derfichernng erneuere, daß ich mich mit Stolz einen der Ihrigen neune, zeichnet mit dem Ausdrücke brüderlicher Zu- Neigung und Ergebenheit Ihr Sie bochschätzender Pest. 28. Feber 1863. Dr. Hirschler.