Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 17 (22.4.1863)
- Date
- 1863-04-22
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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307 308 j]fn fallen wird, ein weit größeres Aer gern iß anrichtet, alS unser nachherigeS Sagen von der Thal." Für den ehrwürdigen Verfasser dcS vom ״Sürgöny" so warm belobten Memorandums werden diese Worte I o« bann Gottlieb Fichte'S, deS den tscheu Filosofcn ersten NangcS, gewiß von nicht geringer Bedeutsamkeit sein ’)! Ans das gepriesene Memorandum anspielend, spricht Eer ״Sürgönv", indem er seine eigene Parabel auS den An- .;en verliert, von einer Kur, welche durch die Denkschrift an i dem Patienten vollzogen werden sollte. Der Patient ist kein j anderer, alö daS ungarische Israel! Eine seltsame Kur,! bei welcher Diagnose Prognose und Therapie ihren Weg j gehen, ohne den angeblichen Patienten nach kessen Beßnden ' >.n fragen, ja ohne daß der so angelegentlich empsohlenc! Heilkünstler sich rühmen könnte, die persöniche Dekanntschast l ,eines Patienten gemacht zu haben!! Nebcr die Verleihung deS Adels an einen reichen In- | ten in Pest ist der ״Sürgöiw" so entzückt, daß cS nnS nicht! überraschen wird, nächstens hierüber eine Ode von dem Sta- ' :!Ülker FönveS zu lesen. Der ״Sürgönv" sollte aber so to-! leraut sein, die Schale seines Zornes nicht über diejenigen auStnschütten, welche seine Entzückung nicht theilen. Den j Pest er Inten sollte eS der ״Sürgönv" vollends nicht übel nehmen, daß sie bei der Wahl ihrer Vorsteher und Vertreter ganz besonders den Adel dcS Geistes, der Bildung, der Geünunng und deS EharaklerS im Auge behalten. Für den Seelenhirten und den adeligen Vorsteher der Pester jüdische» j Gemeinde ist eS, wir erkennen dies bereitwillig an, sehr > schmeichelhaft, daß der ossizielle ״Sürgönv" eS nicht ver- ׳chmähl, eine Lanze für sie zu brechen. Viel schmeichelhafter wäre cS aber jedenfalls für die Pastorale und administrative Weisheit der beiden Herren gewesen, wenn der offizielle ״Sürgönv" keine Veranlassung gehabt hätte, zu ihren Gnnsien ein verunglücktes Mascha! zu dichten und eine mißlungene Derascha zu halten. Szegrdin, 20. April 1863. L ö w. 8cruöaöcf. ©ou Bczirksradbiner De. M. Dlisch»r. Woher stammte Serubabel? Zumeist wird er ein Sohn deS Schealtiel genannt, t Ehron. 3, 17—19 aber weicht hiervon ab und nennt ihn einen Sohn deS Pedajah, und mach! diesen, je nachdem man die Stelle ausfaßt, entweder zu einem Bruder deS Schealtiel oder zu einem Bruder von Nachzel. Wcrkc Z. 225. ®cfaimn. Werke 7. 203. dessen Vater Assir. Nach dem Ehronisteu hätte Serubabel einen dieser zwei Stammbäume: entweder: Jeckonia oder: Jechonta Assir Assir, Malkiram, Pedajah Schealtiel, Malkiram, Pedajah 1 1 1 Serubabel Schealtiel Serubabel. Anznnebmen, daß cS zwei Serubabel gegeben habe, daß der eine ein Sohn deS Pedajah, der andere ein Sohn deS Schealtiel war, der aber von dem Ehronisten verschwiegen ward, dazu fehlt jeder Anhaltspunkt. Ebenso gewagt wäre die AuSknnft, an eine Leviratehe zu denken, auS welcher Serubabel stamme, und in Folge dcreu ihm bald der Name seines leib» lichcn VaterS, bald der seines OhcimS bcigelegt worden sei; abgesehen davon, daß der Ehronist, wie schon bemerkt wurde, Pedajah vielleicht nicht für den Bruder, sondern für den Oheim deS Schealtiel gab. Alle diese Schwierigkeiten schwinden, wenn wir Malkiram, Pedajah nur als die Nachfolger SchealtielS bezeichnen, wir brauchen dabei nicht an ein Ausfallen deS Wortes zu denken, sondern nur annchmen, daß die Enkel dem Großvater zngercchnet werken- So bringt man V. 22 nur daun sechs Kinder heraus, wenn man die Enkel deS Schechanja mit dessen Sohn Schmaja zusammensaßt. Also war Schealtiel eigentlich der Großvater dcö Serubabel, obgleich dieser dessen Sohn genannt wird. Gewiß war der Schealtiel dessen mehr würdig, alS der Vater Pekajah. SerubabclS Stammbaum reichte bis David hinaus, er war Abkömmling und Sprößling deö königlichen SlammcS. Diese königliche Abstammung trug gewiß zu der Erlaubniß bei, die er zuerst erhielt, einen beträchtlichen Theil der Erilirten nach Jerusalem znrückzusühren. Ihm folgte nebst! vielen angesehener Familien auch der Hohepriester Josua. Mit ihm bringt cö S. in kurzer Zeit dahin, daß die Feste wieder gefeiert, Opfer wieder dargebracht werden, und Jerusalem mit Mauern umgeben wird. Den Samaritanern, welche am Tempelbaue Theil nehmen wollen, gibt S. eine abschlägige Antwort. Zur Entschuldigung führt JosesuS an, i man fürchtete dadurch den König von Persien zu beleidigen, wenn man sich ohne seine Erlaubniß mit fremden Völkern in Verbindung einlasse; die Gemeinschaft dcS Gottesdienstes versagte man ihnen nicht, nur die Gemeinschaft deS Baues. Denn eö fragt sich: warum ließ S. die Samaritaner an dem Bau nicht theilnehmen? Vielleicht wären diese nie zu der Erbitterung und Feindschaft gekommen, mit der sie dann gegen die Juden auftraten; vielleicht wäre eS nie zu der Spaltung und Trennung gekommen, die sie hernach zu er» bitlerlen Feinden machte; ob eS nicht zu einem gedeihlichen Zwecke geführt hätte, wenn S. den Samaritanern die An- Näherung gestaltet hätte; waren die Samaritaner der Ab» götterei ergeben, vielleicht wären sie durch diese Annäherung