Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 16 (15.4.1863)
- Date
- 1863-04-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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297 298 btkrchntte Maßctgcl. al« dir Handlung emes Trinrr 'psttchtea mcpc geteokenden Mannc«, betrachten würde, der tkw Zutranen de- Tonfisio, rinmS zu entsprechen sich nicht befleißigen wolle. W׳r rrnenera Ihnen die Versicherung unserer Hochachtung. königlich Weflphäl'scheS Consiflorium der Jsraelileu. Jacobson. Berlin, Zkalkar. Steinhardt. Frankel. Heinemann. Merkel, Sekretär. (Snlam. HI. 1, 15—20). *) Mor u-.kkezia. wo gesagt wird, daß mehrere Kasuisten die Entbehrung der Hülscnsrüchte am Prßach für B'V'C שטית ומנהג halten. Merkwürdig find die Worte R. Jakob«: המבטל מנהג *“ של מניעת אכילת קטניות והדומה לו ממנהגים ברועים באלה יהי חלקי עמו Ör wünscht derlei lZrschwcrnngen, die dem Volke lästig sind, beseitigt z» sehen, und findet diese Beseitigung sehr verdienstlich בוראי למצוה רבה ׳השב י) Bcßamim Rosch 348. 'ל Biele Joses zum O. Eh. 453. 1. 2. Tob Ar» zum £>. (5b. das 18. b. 49. a.: והגם דמהש״ם מוכה להפך כבר קבלו אבותיהם כמה דורות לההמיר ואין לפרוץ נדר ה״י Die Mrofogic in Heu aeaMj-Mllheu Schuten. Von T!t. A. Lchmicdl. Rabbiner z» Proßnitz. tFortsetznng'). Andererseits verdient eS unsere höchste Anerkennung, daß dieser damals so unumschränkt herrschende Wohn doch nicht im Stande war, die thalmudischen Lehrer in dem zu beirren, waS ein Fundament dcö JudenthumeS und zugleich ein diainekralcr Gegensatz der Astrologie ist — nämlich in dein Glauben an die inenschliche Willensfreiheit und die göttliche Weltregiernng '). Doch wir haben es hier nicht aus daS thaliuudische Zeitalter abgesehen, sondern haben hier bloS die arabischjüdische Eulturcpoche im Auge, diese geistig rührige, srnchtreiche Epoche, die fast in allen Zweigen inenschlichen Wissens und Forschenso Erstaunlichegezeugt hat, und also nicht minder im Gebiete der Astronomie, — die Astronoiilie, wie ste Maschallah (734—813), Jbn-Scheara, Sabl ct-Thal׳eri C800), Sind den Ali (829—833), Abu Sahal Ali (835 —853), Hassan <972), Abraham den Ehija (1065), Abra- Ham Jbn-E-ra (1089), Jsak Israeli (1310), Immanuel den Jakob (1330), Elia Misrahi lstarb um 1490), Abra- Ham Zakuto (1-192) u. v. A. enlstchen sah. — Bekanntlich hatte sich bei den Arabern die Astronomie einer auSgezeichnelen Pflege zu erfreuen, und obschon sie sich nicht über daS ptolomäische System erhoben, so hat ihnen doch diese Wissenschaft Wesentliches zu danken. So z. B., um hier nur Einiges anzuführen. verdanken wir den Arabern die erste wirkliche Gradmessung. Sie ward in den Ebenen Sen, naar -auSgesührt und ergab 56 arabische Meilen für den Grad, die arabische Meile 4000 Ellen ä 24 Zoll a 4 Gersteukörner. Ebenso ist die wichtige Entdeckung von der Verschiebung derjenigen Punkte, wo die Erde der Sonne am ') S. die vor. Nummer. nächsten und entferntesten steht, (Fortrückung der Apside» oder des AfeliumS und PeriheliumS), ein Werk der Araber. Einen noch viel höhern Aufschwung gewann diese Wissenschaft bei den svanischen Arabern. Doch wußten diese wie jene die Astronomie nicht von der Astrologie zu trennen, sonder» verbanden bie beiden auf- Innigste, wie wir diez. B. bei einem der größten arabischen Astronomen, dem von unS hier bereits genannten Abu Mescher") sehen, der ein im Mittelalter sehr verbreitetes astrologisches Werk hinterließ: ״ve conjunctioilibus, annorum revoiutioniiru8 ne evrum perf6c(ionibu8." ES kann daher nicht befremden, in einer Zeit, wo die Astrologie solch mächtige Triumphe feierte, auch viele jübische Denker an ihrem Triumphwagen ziehen zu sehen. Die Astronomie (הכמת החזיון) war damals so innig verfchwistert mit ihrer Afterschtvester, der Astrologie (הכמת הנטמן), daß, wer um die eine warb, auch die andere in den Kauf nehmen mußte. Dazu kam noch, daß auch der Thalmud, dieses für den jüdischen Denker stets mit heiliger Autorität bekleidete Sammelwerk, ihnen astrologische Elemente entgegen brachte, waS die an die Astrologie Glaubenden in diesem Glauben um so mehr bestärkte, sotvie die dagegen Ankämpsenden und Zweifelnden zum TranSigiren verleitete. DaS Letztere zeigt sich unS an Jchuda ha׳Levi. Sein klarer, nüchterner Geist hat die Astrologie in ihrer Nichtigkeit erkannt (ifiijjri IV, 2, 3), findet hierin jedoch die seinem fromm fühlenden Herzen, daS an den AnSsprü« chcn der Rabbinen mit aller Innigkeit hangt, einen Widerstand. ״Sollie in dieser Wissenschaft dennoch Manches entballen sein, waS mir der göttlichen Weisheit übereinstimint, sagt er (das. Abschn. 9), so nehmen wir cS an, denn wir wären dann über manches beruhigt, waS in den Aussprüchen unserer Ra'bbinen über astrologische Dinge enthalten ist." Zum bessern Vcrständuiß der einschlägigen arabisch, jüdischen Literatur, dürfte eS von Nutzen sein, über da- Ma» növcr der Astrologen hier Einigeanznmerken. Wenn der Astrolog Jemandem die Nativität stellte, so suchte er zuerst für die Zeit seiner Geburt nach dem Horoskop (d. i. nach dem Punkte der Ekliptik, der im Augenblicke der Geburt diese- Menschen eben aufging) die 12 Häuser des Himmels auf. Diese wurden nämlich durch die 12 PositionSkreise bestimmt, welche als die größten Kreise der Sphäre, deu Aequator in 12 gleiche Theile theilen. Jede- HauS hat seine bestimmten Beziehungen auf da- Schicksal des Menschen, dasich verschiedenartig gestaltet, je nachdem daS HauS von diesem oder jenem Zeichen eingenommen wird. Die wichtigsten und einstußreichsten sind da- 1., 4., 7. und 10. HauS. die vier sogenannten ״Angeln de- Himmel-". In den übrigen Häusern findet ein Rangunterschied statt, so