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Ben Chananja · 1863-04-08 · 15 (8.4.1863) · page 5

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Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
15 (8.4.1863)
Date
1863-04-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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273 274 und talentvoll» find, al« solche, die in einer schwer,» Luft lebe». Man nimmt ebenso an, daß Scharfsinn oder Gtsapfiina jtnn Thrik von den NahrnngSsorgcn abhängro, bl» man geniest. 6ist also wahr» scheinlich, daß eia ausgezeichneter Verstand in den Gestirnen flch finde, da sie den ätherische» Theil der Welt bewohae» »nd voa den durch die weiten Zwischenräume ganz verdünnten An«tnastnngkn der Meere und Länder ernährt werden." krvbabilv est i^itnr, prucatankcm IntclIIgentium in sideribus esse, quae et aetheram mundi partem inco- Jant, et marinis terrenisque hamoribas longo Intervalle» extenuatia aluntur (De nat Deor. lib. II, t6). Liegt hirr nicht virlleicht etwa« Analoge» mit dem Ausspruche Rabbi Akiba'» (Jema 75 b) להם אבירים אכל איש להם שמלאכי שרת אוכלים ממנו *) ®« ist dies nickt blo» bildlicher Ausdruck, sondern buchstäblick gemeint. Die Stelle (Fred. 32, 52): »kcscke mich au» dem Buche, da» du geschrieben", eommentirl Jbo Sira folgender Weise: ככר פרשתי בספר דניאל וספרין פתיהין כי כל הנזרות על הכללים ועל הפרסים הם במערכות שמים וככר. הודן הכמיס בני חיי ומזוני וכר 6) Vrgl. (Sierra, Acad. quacst. lib. IV und Plut. De placit philos. lib. III. cap. 13. '■) S. Sabd. 75 a, 121 b, 129 b. 154 a. 156 a. (Iritbiu 56 a, Pcsach 2 b, 49 b, 118 b, Meed lata» 16 a, 28 x. Nosch hasch. 16 b, Baba kama 1 b, Baba uuj. 30 b. Nedarim 30 b. Jebam 120 a. Bcresch. rabba mrp. 44. — lieber die Ihalmudischr Astronomie vrgl. Zair Vachcrach. (shavot Jaär z.219. Bcrach. 33 b. 58 b, 59 &. Sadb- 57 a, 120 b, 156 a. Pcsach. 94 a. (Zhagiga 5 a_ Nosch hasch. 11 b, 20 b. Horioth 10 a. Veresch rat. cap. 10. *) Hat eS doch selbst in neuester Zeit, ebenso wenig wie es an Versuchen sehlte, das alte ptolomäische Weltsystem wieder zu retten l>»a» vrgl. Schöpffer ״Die ILrdr steht fest" Berlin). so auch nicht an Rück« fälle in die astrologischen Zrrlhümcr» gcseblt, wie PsaffS ״Astrologie" (Bamb. 1816) und ״Der Steru der drei Weisen" (Damb. 1821) Korrespondenz. Inland. L. Wien, 3. April. Eine der ersten jüdischen Frauen, 15har« lotle Löwenstein. Gattin des allgemein geachteten, um die Isullur der Groß-Kaiiizsarr Gemeinde hochverdienten hiefize» Großhändler» und Bürger» Herrn Moriz Löweustein. hat heute «bre irdische Laufbahn beschlossen. Zhr Andenlen wird sowohl in Groß-Kanizsa, ihrem Ge« buris« und srühern Wohnorte, alauch io nuferer Milte ein gesegnete» bleibe». v Tcmeövar, im April. Am 31. v. M. langte unser so sehnlich erwartete Oderrabbiner. Herr Dr. M- Hirschfeld von Gr. Me« seritsch mi! dem Abeudznge hier an Linige achtbare Gemeindemitglieder, unter diesen der durch seine Verdienste um da» hirnze Gemeiiidewesen hochgeehrt« Herr M. Grünbaum. waren demsrlbe» bi« Szegrdiu ent» gegeugereist. Wegea der Ankuust de» IZisellbahuzugt» io der späten Nachtzeit konnten für den Swpfang de«stlbe» nicht besondere seierliche Vordereilungeo getroffen werde», trotzdem aber harre» sich doch außer den Herren Rtpräseotanten ungefähr 200 Personen am Dahnhafe ein» gtfuudtN, um den geliebten Seelenhirten gleich bri seiner Ankunst z» begrüßen und wie im Triumphe wurde derselbe von der zahlreichen Menge nach seiner Wohnung, die mit allem möglich.׳» Comfort eingerichtet, für ihn in Bereitschaft stand, begleitet und allenthalben gab sich di, freu« digste Stiwuug kund. Am andern Tage wurde derselbe abermal» voa der 6ult1l«reprLsentaaz mit dem hochverdiente» Präse» derselbe» , Herr» Scharmaua an der Spitze, de» S-nagozenvoksteher» der deutsche» »ad scfardischea Gemeinde, de» Vorsteher» der Fhevra Kadischi und de» MaSkil el bol Vereine», sowie von bem Lehrkörper der k. ise. Muster- Hauptschule und der beiden Schulen in der Vorstadt Fabrik, geführt von dem Lokalschulbirekroe Heren A. Koha i» seiner Wahnaog auf da» Herzlichste begrüßt und beglückwünscht und mit gerührtem Gemüth, I» j welligen aber gediegenen Worten sprach der ehrwürdige Herr sei,״ ׳ wärmsten Dank für die ihm gewordene freundliche und liebevolle ׳ Aufnahme au«. Um die würdige Aufnahme de« Herrn Oberrabbiaer»! hat sich noch der hiesig, israelitische Franca-Verein und aa der,» ' Spitz: di: Damen scharmann, Freund, Grüubaum und Geschmap j besondere« Verdienst erworben. Am Sabbath, al« dem erste» ׳ P,. ßachtag. wird derselbe seine AntrittSpredigt halten und ich behalte mir; vor, darüber rn der nächsten Nummer Ihre» geschätzten Blatte» Nähere» zu berichttu. Man knüpft allenthalben an die Wirksamkeit dr» Herr» Dr. Hirschfeld die besten Hoffnuuze״. wozu dessen einnehmende Persö»- lichkeir und vorzügliche Gelehrsamkeit, vor Allem aber der gute Ruf. welcher deinselben hirher voranSzecilt ist. allerdings berechtigen. Wege» i der im Schoße der hiesigen Gemeinde vorwaltendeu eizenthümlicheu Ver-! hältuisse dürsie ,eine Ausgabe AnsangS eine nicht gar leicht, sein, doch »»iß man auch zngestchcn, daß hier süc einen gnleu Samen kein ua» sluchtbarer Boden ist. Am 23. März wurde von Seiten de» Lehrkörper» der hieflge» Mnsterhauptschule aus Anregung de» Herrn Lehrer» Freund zu Gunsten der Witwe und der Waisen de» vor zwei Jahren hier verstorbenen Leh« rcrS Mühlrad im städischen Redouteusaalc ein Konzert veranstaltet, wcl׳ chcS sich sowohl chnillichcr al« jüsischersrit» einer besonder» Tbrilaahm« ersreule und welchem die vorzüglichsten hiesigen KnnstnolaviUtäteu in wahrhaft humaner »nd uncigennützizec Weise ihre Melwirkunz anzr« tcihri, ticßeii. Ganz vorzügliche» Verdienst um dasselbe erwarb flch der als Zonriialist rühmlichst bekan.ire k. k. TrbakeinlöSbeam.er Herr Ämtl Gdlrr von Simonchich, welcher in wahrhaft edelmüihiger Weise nicht mir da» Zustandekommcii de» Konzerlr« förderte und da- Scträzniß an« allen Kräften zu vermehren suchte, sondern auch durch scia vorzügliche» Klavicrspiel »nd seinen gediegenen humoristischen Voetrrg in nnzaeischer Sprache demselben die rechte Würze verlieh. Rühmlichst erwähnt zu ׳ werden vcrbicnrn und einer besondera Auszeichnung erfreuten sich bei i dieser Gclegrnhcit die GesangSpiecen unsere» Kantor«, de« Herco IS.! Weiß. Wie man hört, will der Direktor der hies. isr. Schulen. Herr L. , Kohn. diesen Fall benützen und der h. Behörde na Memorandum üder Pcnsiouiruug der Lehrer und deren Witwen und Waisea überreiche». W. Prrßburg, 6. April Wir bekomme» also richtig tiue» Prediger: Herr Phöbn» Fisch mann ist berrit» gewählt und wird in Kurzem sei» Amt anteelen. Aus bem Gebiete der Litecatur hat sich! unser künftiger Prediger noch nicht versucht, er bietet ua» aber andere Bürgschaften, die für uu« Prrßbnrger weit wichtiger sind, al» alle lite« räeischea Leistungen. Unser neuer Predig» ist nämlich eia Sohn de» j greisen und sehr vrthodoren Miskolczer Rabbiner», und e« ist wirklich j Thatsache, daß drr Sohn trotz drr erprobten Octhodorie de»'vätrr« lichea Hause» keine Fleischspeise in diesem Hause genieß», »Der Mau,! ist groß!" sagen die hiesigen Stimmsührer. die flch der Hoffnung hi»« tzkbru. daß di, Besucher de» Tempel« ia der TrdcSko'schc» Anstalt fich ebenfalls dem großen Manne zuweudea werden. Hildesheimer in Eise»׳ stabt fühlt sich sehr gekränkt, daß seine Debiuznnz. auch aa dem Unterrichte der Ieschiwa Thril zu nehmen, zurückgewiesea, und ,'ein» Orr»,'.׳'»- in Folge deffeu vereitelt wurde. Ueberhaupt ist zwischen unsrem Rabbiner und Hildesheimer eine Spannung «ingetreteu, die fast einem gänzliche» Bruche gleichkommt. Der Kootrakt mit dem neue» Prediger wird ge« heim gehalten, so viel ist gewiß, daß sich derselbe verpflichten »nstte

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