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Ben Chananja · 1863-04-01 · 14 (1.4.1863) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
14 (1.4.1863)
Date
1863-04-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Svste VsLÜage jck3 ״Wser ShcAMUZcr" Nso. V-Q. EÄÄkg lis Mer ssrMi^M H^MMsiHilsses. Pest, 27. März. »Was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen; wovor mich schauderte, daS ist eingetroffen. (Job. 3, 25)!" DleS ist der Ausdruck der Stimmung, welche bei der weit überwiegenden Mehrzahl der hiesigen Gemeindeglieder vorherrscht, seitdem in Folge der gestern Abends abgehaltenen Auöschußsitzung der Inhalt nachstehender Aktenstücke und die durch dieselben herbeigeführte Abdankung unseres GemeindevorstandeS zur allgemeineu Kenntniß gelangten. I. Äntffirijes Schreiben des Mer MMrgermeisters an den Präses des ifr. Aullusgemeinde Ausschusses. *) 257./Präs. P. T. Deö Herrn DrS. Ignatz Hirsch!er, DorsteherS der isr. KultuSgemeindc hier. Indem ich Ihnen zur gefälligen Kenntuißnahme und gehöriger Verfügung die Kopie deö deiligenten unter obiger Zahl erfloffenen, an Herrn Sigmund Schoßberger von Tornya gerichteten PiäsidialschrribeiiS mittheile, setze ich Sie zugleich in Kenntniß, daß die hochlöbliche königlich ungarische Statthalterei den Fortbestand der amtlichen Wirksamkeit deS gegenwärtigen KuliaSgemeinde-Vorstandeö und der Nepräsentanz an die Bedingung knüpfte, daß derselbe, sein Wirken streng auf die inneren Angelegenheiten der Gemeinde beschränkend, sich hüte, sich in die allgemeineu Angelegenheiten der ung. Juden oder in die anderer KnItuSgemeinden zu mischen und hiedurch sein lo'alcS Wir« ken zu überschreiten. Ich gebe übrigens der Hoffnung AuSdruck, daß Sie bei Durchführung der durch die!v chlöbliche kön. ung. Statthalterei verordneten, die Rege!! . ' er KultnSgemeinde-Angelegenheiten bezweckenden Mas״-e./ln mit Ihrer bekannten Energie mitznwirken und Ihren Einfluß in gehörigem Maaße anznwenden nicht ermangeln werden. ')Mi, den 21. März 1863. Der Oberbürgermeister Qrüfonyi m. p. II. Amtliches Schreiben des Dßerßüraernieiflers an Herrn 5. N 8chotz6erger von Tornya. P. T. DrS Herrn S. W. Schoßbrrgrr von Tornya. Ja Betreff der für die Pester israelitische Kultuögemeinde angetrageneu und im Jahre 1061. ohne höhere •) Di׳ Zusch'isl'N und da- Protokoll find ans d׳m U»g. übkrs'tz» Genehmigung inS Leben getretenen Statuten geruhte die hochlöbliche kön. ung. Statthalterei vermittelst ihres am 12. März l. I. unter Zahl 16979 erfloffenen gnädigen Erlasseanzuordnen: da die EntstehnngSart dieser Statuten, sowie die auf Grund derselben faktisch eingeführte Gemeindeverwaltung nicht für gesetzgemäß gehalten werden kann, da die Veränderung deö in der Mitte der Gemeinde bis zum Jahre 1860. mit Genehmigung der Regierung bestandenen Zustandes nur mit Gutheißung der Landeöbehörde geschehen konnte; so sind, um die Mängel des, durch die städtische Repräsentanz mit Beseitigung der höhern Behörde getroffenen Verfahrens, so weit eS möglich ist, zn verbessern, die Mitglieder deS letzten gesetzlichen Vorstandes und der Repräsentanz vom Jahre 1860, soweit dieselben noch am Leben und ihrer persönlichen Qualifikationen zu den fragst׳ chen Ämtern nicht verlustig geworden sind, so wie auch folgende Mitglieder der gegenwärtigen faktischen Repräsentanz: Dr. Ignatz Hirschler, Dr. Joses Haaser, Ludvig PoSner, Karl Hürsch, David Ganö, Moritz Jellinek, Simon Deutsch, AloyS Straffer, I. L. Evhn, Bernhard Holländer als Kommission zusammen zn berufen und zur Abfassung eine-, die zweckmäßige Modificirung deS alten Gemeindewesenö betreffenden, Vorschlags, respektive zur MeinungSabgabc über den faktisch eristirenden neuen Stakuteimvurf oder zur Ausarbeitung ganz neuer Gemelndestatuten anznweisen. — Ich fordere Sie, als Vorsteher der KultnSgemeinde im.^ Jahre 1860, daher auf, die Kommission im obigen Sinne zusammenzuberusen, die Beralhungen einznleiten und das Resultat derselben mir vorznlegen. Zur nöthigen Kenntnißnähme theile ich Ihnen übrigens mit, daß diö die Rekonstituirnng der Angelegenheiten der Pester israelitischen KultnSgemeinde aus Grundlage deS oben Gesagten in den gehöeigen, gesetzlichen nnd sistematischen Zustand bewerkstelliget sein wird, die hochlöliche königlich ungarische Statthalterei den jetzigen Vorstand und die Repräsentanz in deren Amte weiter zu belassen für gut befunden hat. Pest, den 21 März 1863. Der Oberbürgermeister Krnsvnyi m. p. III. ProloLoll der letzten Sitzung des llusschnffes der Mer isr. )lultusgemeinde am 28. Mürz 1863. Der Inhalt der verlesenen zwei Acktenstücke hat den ganzen Ausschuß mit Schmerz erfüllt. Indem die Redner in der nunmehr eroffneten Debatte einen Rückblick aus da- 19 monatliche Wirken deS Ausschusses werfen, finden sie

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