Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 14 (1.4.1863)
- Date
- 1863-04-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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243 244 fit einig, Der«, de« Tröste« und der Ermahnung zu richten. daß tr 1« atrr vorzog. ihr in der tugendhaslen Frau die .Sprüche" tiu Vorbild für ihren neuen Stand zu reiche», damit er seinen freundlichen Gästen nicht lästig faste. Hier ist aber der Passu«: ״Welch, heute unsere br. scheidruen und einsamen Mauern mit ibrer Gegenwart beehren", anssastend, und führt zu der Vermuthung. daß die trotz de« Zeter» geschreie« der Zcloten fich bei un« immer mehr rerbreitende Neuerung, den Akt der Trauung im Innern der Synagogen zu vollziehen, unter unseren italienische» GlaubenSbrüdern enlweder gar nicht oder nicht zur astgtmeinrn Geltung gelangt sei. <5bleibt »n« noch zu bemerken, daß der Verfasser am Ende der Drochüre al« Appendir eine Nebersetzung der 22 Tertrerse, und zwar in der Reihenfolge, wie sie in der Schrift stehen, liefert, in welcher aber dir de« 20. Verse« sealt-, ein Verleben, dafich wahrscheinlich der Typcgrapb bat zu Schulten komme» lassen. Fr. Wilheim. Guellcmiachwcis zu Larmoly's Wanderungen im Gebiete jüdischer Vorzeit. Von Dr. M. Wiener. (S« braucht wohl kann, de« Dreiteren nachgewicsen zu werden, wie wichtig cS für Geschichtsforscher und überhaupt für alle Diejenigen ist. denen bei Berichte» über bistcrische Thalsache» die Ermittlung der Wahrheit am Herzen lieg», überall die Quellen zu kennen, au« denen der Referent geschöpft hat, um so weit in den Stand gesetzt zu sein, die Glaubhaftigkeit der mit zelheilten Fakta zu prüfen. Zugleich wird aber auch bei Angabe jener Quelle» klar. welchen Anthcil der Bkrichlerstaller an der Darstellung der pon ihm mitgetheilte» Ereignisse hat, und man erkennt leicht, ob eine Bearbeitung de« dem Rcscreutcn vorgclcgrnen Stoffe« stattgesuuden hat. oder ob ein bloße« Referat an« einem andern Sckrislstcllcr ohne eigene Znthat vcrliegt. Zn Rücksicht ans diesen letzten Punkt besitzen zwar manche Literaten »ine ganz brsondere Virtuosität, indem sic sich den Anschein geben, gewisseukast lbrc Quellen uachzuweisr», in der Thal aber »nr au« ander» Büchern Reserat und Quelle» zugleich abschrcibe»; indcß führt doch zuweilen ein glücklicher Zufall da« Buch, an« welchem da« Plagiat begangen werauch einem Andern i» die Hand und man entdeckt dann da« einge -gen, Dersahre» um so leichter. Ein solcher Fall liegt beispiclsweile .״ dem Artikel ״Indeu-Bischos" in Wert bei mcrs Jahrbuch III 164 vor. dessen Verfasser dort angegeben rst. hier jedoch nicht ucchmal« namhaft gemacht werde» sost, da er nicht mebr unter den Lebenden weilt. Der ganze Artikel nebst Quellen ist nämlich aus Hüllmani. S teulsche« Städlewesen im Mittelalter II. 89 abgeschrieben. Nach diesen Bemerkungen wird r« hoffentlich nm so weniger üöerstüssig erscheinen, wenn ich für einige Nummern der .Wanderungen" u. s. w.. welche Herr De. Earmolv in den früheren Jahrgängen de« ״Den Ehananja" veröffentlicht hat. hiermit dcu Nachwei« der Quellen liefere, als von Seiten de« Herrn Redakteur« (III, 512) mitgetheilt worden ist. daß der Verfasser erst am Schluffe der Wanderungen. die 100 Nummern ent» halten werten, die betreffenden Nachweise geben werde, und nach dem Herr Dr. E. seiue ..Wanderungen" seit längerer Zeit durch seine ״Bilder und Büsten" unterbrochen hat, man dieselben wobt so bald nicht erwarleo darf. Zugleich erhestet au« meinen Nachweisen, daß dir i, Steinschneider« hebräischer Bibliographie 1860, 18 auSgesprochenr 8»- sicht, daß die Wanderungen eigentlich Hormaycr angehöreu. nicht überall »reffend ist. An Herrn Dr. E. erlanbe ich mir aber dir Bittr, in Zn« fünft seinen literärischen Mitiheilungeu im Interesse der Wiffrnschaft die benutzten Quellen beifügen zu wollen. Ben Ehan. II. 177 v. 2 da« Fehmgericht in Destphalen brtrrf. send, ist au« Wigand'« Wetzlar'schcn Beiträgen I. 18. entnommen. Das. n. 4, wo ,in Jude in Eonstanz verbrannt zu werden bittet, wird von Osenbrügg.'n alaman. Strafrecht S. 377 au« Stumpff« Chronik V,;0 mitgetheilt. II, 178 f. n 5, 6 und 7 ist an« Wigand a. a. O. III, 254 - 260 entleynt. II, 179 n 8 fllitct sich, wenn mein Gcdächtniß mich nicht täuscht, bei Train in Jstgen« Zeitschrift Band 7, die mir augenblicklich nicht zur Hand ist. Hier gibt nämlich Train ausnahmsweise etwa« mehr, als Gemeiner i» seiner Ehrouik I, 192. Vergl. das Vorwort zu meinem Register S. VI. II. 267 n. S. Den Nachweis über dir Judencrdiinng in Wien vom Zabrc 1236 habe ich in ineiuem Register S. 6 gegeben. Da« von Seite» der Redaltion nach <jn:u!r.u§int.׳t dies gesetzte Fragezeichen rrledigt fich. wenn man bedenkt, daß eine Frist von 40 Tagen sehr häufig bei dcr Ladung, Berufung und Vollzichnng tineS Urthktl« vorkomwt, wie ich i» dcr Abhandlung über die Geschichte der Juden in Sprier nachgewicseu habe, welche im drillen Bande de« Jahrbuches für die Geichichte dcr Juden und des JudeuthilmS erscheint. (Schluß folgt.) Eingesendet. Wie Sie in dcr letzte» Nummer des ״Be» Ehanan)a", so bringt auch dir ,.Ncnzcit" eine mit dem Namen Rabbiner Ehreutbeil untere zeichuctc Anzeige der jüngst hier unter dem Titel ״die Juden in Böhmen und ihre Stellung in der Gegenwart" erschienene» Brochüre. —! ראו הה בין בני לבן חמי• Sic tadeln nicht. aber fit loben auch nicht, obschcn auch Ihne» nicht eutgangk» ist die ebenso maß- »ud schämlose, als »ugcrechlscriigte Weise, mit dcr dieser jourualistischc Rouö dce ehemalige» Pächter dcr Judcnsteucr, unter dcuc» sich viele biedere, in hoher Achtung stehende Männer befinden, des schnöden Eigennütze« und der Erschleichung von Privilegic» beschuldigt. Hoffentlich werden di,, durch solche böswillige Menschen in dir Welt hinauSgcschleiiLrrtr Brschuldiguiigen zunächst beschimpften Personen Len Autor Liese« famosen LibellS dort zur Rechenschaft und Verantwortung ziehen, wohin er nach diesem seine» ne,testen ehef d’oeuvre gehört. Wen» aber Herr Rabbiner Ehrenlhcil fich nicht schämt, diese« Machwerk, das von sprachlichen Schnitzer», logischen Fehlern und Unrichtigkeitcii anderer Art wimmelt, und durch Styl und Inhalt den niedrigen Slandpuukt der Bildung, den der Verfasser einniinmt. ans jeder Seite zu erkennen gibt, als ״ein mit vtrler Wärme und Lebendigkeil im blü henden Styl geschriebene«" Buch zu bezeichnen: dann wird man irre und weiß nicht, soll man mehr dir Ehrlichkeit oder die NrlhcilSfähiqkeit de- Herrn Rabbiner« in Zweifel ziehen. Stünde c« dafür, ans ein so elende« Machwerk näher einzugehen. dann sollte es gar bald auch dem blödesten Auge klar werde», wa« r« mit de» Talent und der Begeisterung de« von Herrn E. hochgepriesenrn Der« saffer« für seine Glaubensgrnoffeu für eine Bewandtniß habe. Tzegedin, Leipzig, Selbstverlag drr »edaktton tlommlssjons-Vertag von /ran) lvagnrr Druck von Sigmund Burger in Szegrdin. Hierzu zwei Beilagen, die erste dreiviertel, die zweite ein halber Bogen.