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Ben Chananja · 1863-04-01 · 14 (1.4.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
14 (1.4.1863)
Date
1863-04-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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238 i t_ 237 fall« dezeichorod für unsere Siinaiioa, um welche uns die Schwester» grmriodea im Daterlande wol schwerlich bencideo dürften, Hr. Schoß» derger Edler von Tornya hat in seiner Eröffnungsrede die Berdieuste de« Herrn vr.'S Ignatz Hirsch! er mit Nachdruck hervorgehoben. und zwei Mitglieder der Kommission ermittirt, teuselbeu zur Theilnahme an den Vrrathnngcn aufzuforderu. vr. Hirschler war jedoch nicht zu dewtgru. dieser Einladung Gruiizr zu leiste». — Pest, 31. März. — Wie ich au« guter Qnclle vcrnebmr, stad dir Mitglieder der neuen Staluten-Kommiffion gewillt, alle die Administration der Gemeind« belreffendeu Eiiirichiungeu im Sinne der Statuten von 1861 aufrcchtzuerhaltcn. Eine glänzendere Genugthnnng kann den bisherigen Führer» der Gemeinde wol nicht gewährt werden. Ob e« aber Len Männern des nncien rogiwv gelingen werde, die Gemeiude während de« Provisorium». welchcS bis zur Sanktion der neuzuenlwerfkntrn Statuten dauern muß, zusammenjuhalten und vor Zerklüftunzen zu bewahren, ist eine Frage, welche selbst die betreffenden Männer .mit keinem eutschiedene» Ja zu beantworte» wagen. Eine schöne Aufgabe bat in diesem Augenblicke die jüdische TageSprcsse zu lösen: ste muß der Herold der Versöhnung, de« Friedens und der Einigkeit sein! Die Aiifrechkerhaltung der hiesigen Gemeinde als EiueS Körper« mit Einem Gemcitidtvorstande u»d Einer Repräsentanz ist nicht nur für sie selbst, sondern für dir ganze ungarische Iudenschaft von höchster Dedcutung. Wenn die ernannte Kommission die 186l-er Statuten vu bloo annimmt, die Sanktion eifrig betreibt, und die sofortige Erlaubniß zur neuen Urwabl erwirkt, lst die Gemeinde gerettet, »lud die betreffclrdcn Herren habe» sich die Simpathie der ganzeu Gemeinde erworben. L. Szegedin, 3t. März. Herr Moriz P»ck hat der kleinen Gemeinde zu KiSt.'lrk ein prachtvolles Thoeaniäutelchea zum Geschenle gemacht. Lemberg, 25. März. Der hiesige vcrditiistvollt jüdische Buch» druckcr Menkes hat für die dem Baron Rothschild in Pari« zugesandten Thalmud - Eremplare eine prachtvolle goldene Uhr erhalten (Mew). Cilu...üolbo (כלבו). 1. Geiger (jüdische Zeitschrift 1862 S- 193) bespricht in!einer Re« eeoflon über die wissenschaftlichen Blätter au« der Beitel Heine Esraimischen Lehranstalt Steinschneider- Abhandlung über die pscudografische Literatur des Mittelalter«, und sagt dabei Folgende«: .Unter Anderm sehen wir daraus, lvie der mittelalterliche Aber« glaube durchaus nicht wählerisch war, und die verschiedenen Religionen leichter diesen von einander annahmen, al« Wahrheiten Wie heute noch unter Juden die Scheu bestrht, zu 13 Personen zu Tische zu fitzen, weil Jesu« mit den 12 Aposteln beim Mahle fitzend, bemerkte. Einer von ihnen, und z»var er selbst, müsse sterben u. dgl., so nahm der jü» dische mittelalterliche TaliSwanglaubr keinen Anstand, gegen jede« Fieber ei» Pergament- oder Zinn-Blättchen zu empsehlea, worauf der Name der heiligen drei Könige stand, uud da« an die Stelle, wo die Testsiin gelegt werden, geknüpft werden sollte." Die Chiromantie (pEIBUtf 112 Hill), oder d»e angebliche Kunst, au« den Zügen und Linien, welche die Natur in die Hand de« Menschen gezeichnet, seine Neigungen. Fehler und Tugenden, seine Liebe und seinen Haß, sowie überhaupt seine ganze Zukunft zu bestimmen, — eine Kunst, die, wie die Journale berichten, soeben wieder io Dresden durch einen geistvollen Franzosen au-gebeutet wird — besaß io arabi» scher Zunge eiue sehr ausgedehnte Literatur (Brgl. Ersch. u. Sruber Art. Chiromantie) und zählte auch unter den jüdischen Denker» ihre! Anhänger. Nachmaoidr« im Pentateuch-Eommentar« Genes. V, 1, zitirt eine Stell, von Schertra Gaoo. in welcher fich dieser al« Anhänge der Chiromantie dokumentirt. Diese Stelle ist einem neuerdiog« von G. Sach- (Techia S. -11) abgedrucklen Scheriraischea Respoasum entoo«» men. Wa« Nachmanide« selber über diese Kunst, dir er הכמת 1>כף והשרטוטין nennt, denkt, ersieht man au« seiner Derascha S. 28. Die Geomantie slOV-1 O22,1>. d. i. die ebenfalls von den Arabern zumeist geübte Kunst, au« zufällig io oeu Sand und später aus Papier gemachten Pnnkleu. Figuren zusamairnzusetzen und au« diesen nach ge,viffen Regeln die Zukunft vorherzusagen. hat ebenfall« unter jüdischen Denkern Berchrrr gefunden. Iehuda Halevi setzt dieselbr über die Astrologie, welcher letzteren er nur probleinatische Erfolge zu« schreibt (Kusari IV, Sj. Aldo dagegen spricht ihr jede Bedeutung ab (Ikkar IV, 4). — Bekanntlich wnrde eine über diese Punkiirkunst Han« deliide Schrlst, 1 ג'1לותD2, fälschlicher Weise dem Saadia Gaoa zu« geschrieben (Drgl. Rapp. Biografie d,S Hai Gaou Nr. 33) S. Stei»» schncider Catalog. libr. hebr. in biblioth. Bodl. p. 2218. Rabbincr Dr. Schmiedl. IL Einem Thalmud-HeroS erster Größe, R. Meir, wurde im Jerasulemischcn Tdalmut בלאיבם nacherzählt, er habe, al» er in אסיא außerhalb Palästina» seine Todesstunde Hera,,nahen sah, und seiorn Wunsch, in Palästina begraben zu werden, kundgab, die Anwesendr» mit diesen Worten aiigcipeochen: Bitte, laßt driljeuizen, die in Palä» stina wohnen, sagen, seht hier befindet sich euer Meffia«! Wer wird nun diese« nicht höchst auffallend finde»? Wer nicht in diesen Worten eine mit bescheidene», Charakter Liese» Thalmudlebrer« in grellstem Widerspruch stehende Arroganz erblicken? Abgesehen davon daß es den größten lliisin» involvirte, sich nach dem Ableben die Mission als Messias zueignen zu wollen, die man im Leben nicht beansprucht hat. — Herr» D. Frankels Versuche in d- Hotegerik S. 155 dem Worte andere Deutungen zu geben sind nicht glücklich, besonders wo er da«! Wort משיהבון als ironische Bezeichnung des נשיא nehmen will, in; der Deutung, daß jener sich erhebe und al» משית bewachte. Wahrlich! Nach eitler diesem Ausdruck ebenbürtigen Gemeinheit würde man iu beide״ Thalmuden vergeblich suchen! I Geht mao aber an der Hand der Kritik zur näheren Untersn» chung dieser Stelle, so wird sichzuerst fragen: wozu da« doppelte Lulllxum in משיהכין und 1י1כון? — warum ferner einen Satz ohne Zeitwort hinstellen? — Muß nicht auf diese Weise dir ganze Phrase al« Räthsel erscheinen? Eine gesunde Kritik wird nun aber leicht herauöfinden. daß durch Ewrndation de» einen Buchstaben« ה alle Schwierigkeiten behoben find, da dann zu lese» wäre .'p2TH,p2E/2 1«א und deu Sinn hätte: kommt uud führt mich zu Denjenigen, der der Eure ist. Hierzu kann noch als Begründung eine dort früher vorkommrndr Stelle angeführt werden, wo e« heißt: Al« mau dir Leich» de« 1יש נלותא 1ב הונא hieber (״ach P.) brachte, sagten fle: setzen wir ihn in der Gruft Le« R. Chaja bei p.11'1 11.(א מן. da er von den »h« rigeu (d. h. ein Baditouier) ist. Da auch unsere« Wissen« eine solch, Teriverbefferuog im Thalmud nicht verpönt ist. so kann wohl vorstehende Ehrenrettung des erleuchteten R. Meir aus Beifall und Zustimmung de« Leser« hoffen. Moriz Altar. Literarische Anzeigen. La doons di virtu dell ultimo de proverbii. Unter diesem Titel bat Herr Professor Lelio drlla Torr» eine von ihm beider

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