Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 13 (25.3.1863)
- Date
- 1863-03-25
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2542917-2542918-2542932--3033-2546875- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
209 21C Gemeinde-Glieder, welche sich zu jährliche» Beiträgen herbeiließen zu Staude gekommen, und Herr Juda Teweke«, ,in ausgezeichneter Lalmutgelehrler alter Schale, für diesen Posten al« öffentlicher Lehrer re« Talmud», mit dem Rechte, an der Spitze einer Eomissioa Prüsungen vorzunchmen. und Hatcra zu ertheilen, angestell« worden. Wahricheiulich wird dann späier ein Lehrer für Mikra, Midrasch. Hagada 1l,1d die RcligionSphilolophischen Schriften ebenfalls angestestt werden, da bei einem NabbinatS-Kandidakoo Talmud u. Poffek Kenntnisse nicht melir genügen und auch das Zeug zum Prediger erforderlich ist. Immerhin ist diese eine Thatsache schon ein Fortschritt zur Erhaltung »er jüdischen Wissenschaft, die zwar hier noch manche Vcrebrer, aber wenig Kenner zäblt. Einem 00 dit zu Folge sollen zwei Herren der hiesigen EnltuSrepräscntanz nächstens Dclorationen erhallen, und zwar soll der verdienstvolle Vorsitzende Herr Ernst Wchli mit dem großen gollenen Vcrdiciislkrciitze und, Herr David Zappcrt, der, seiner Verdienste »in das Spital und Armenwcsen, wie auch nm das Vereinswesen wegen, allgemeine Anerkennung genießt, mit der kleinen goldene» Vcrttenstniedaille beglückt werden. Groß-Ktlltischa, 17. März. Heilte ist folgende Anzeige hierortS vcrtheilt und auch versendet worden: .1כר צדיק לברכה Es bat dem lieben Gott gefalle», »iiscrn guten Vater, rcsp. Schwieger-, tyroß- und Urgroßvater, Herrn Jacob Stern zu sich zu rufen, der!!ach lurzcm Leiden, un 82. Jahre seines biedern Lebens und 56-jäheigen fromme» Wirkens, als Scclcnhirt (Dajon) hier am 16. Mär; 3', Uhr Morgens tut Herrn entschlafen. Sein biederes, frommes Wirken war allbekannt. Wir Kinder: Leni, Nclti, Bernhard. Moritz, Earl. Resi, Adalbert: Schwiegcrsöliiic: Hosmann, Sgalitzer, Kürschner, Kräusler: Schwiegertöchter: Lcvnera, Charlotte, Marie, Julie und Babrtte, liebst 48 Enkel» nnd 24 Urenkeln geben Ihnen die traurige Kunde hiermit! Die Hülle wirb am 18 d. M.. um 2'/, Uhr Nachmittags auf dem jüdischen Gottesacker bestattet. Friede seiner Asche! Der Zug beginnt von der Wohnung des Vcrblichciien. Die Hülle wird zur Synagoge getragen, wo »ach Verrichtung des Muicha-Gebete« im Gotteshause eine Trauerrede abgchaltc» wird. Von dort zum GoilrSacker, wo ebenfalls Trauerreden abgehalte» werte». Sprecher siud: Herr Obcrrabbiner Fasset, Herr Obcrrabbinrr aus Esaiathurn, und der Sohn des Verblichenen. Herr Oberrabbincr aus Leugytl löti.*) Literarische Anzeigen. 28 כוכבי יצחק Heft. HeranSgcgebcn von M. E. Stern. Wien 1862 Angezeizt von Rabb. De. Duschak. Die debräische Literatur ringt und kämpft seit der Mcndelsohnischeu Epoche um eine Eristenz. und möchte eineu Ehrenplatz gewinuen ,m Kreise der literarischen Erscheinungen, es will ihr aber nicht ge« lingen. Die MeaSfim wurden zu ihren Vätern eiogesammelt, die Bieure Hailtim kommen über da« Dutzeud ulcht hinaus, und brachten eS nicht weiter, selbst al« Reggio einen neuen Versuch mit ihnen unteruadm. So ging eS mildem klassischen Kerem-Ehemed, und so mit allen derartigen Versuchen, namentlich io Lemberg, da folgt rin derartige« •) Auch ich fühle wich verpstichtet, dem Verewigten, den ich we. gen seine« biedern, milden, friedfertigen Charakter« und seiner auSgebreiteten Ihalmudischen Gelehrsamkeit hochachtete, und mit dem ich von 1841 bi« 184S sehr freundschaftlichen Umgang pstegte, mein letzte« Lebewohl nachzurufea! תנצבה! Löw. Unternehmen auf da« andere, und alle« scheitert an — der Geldfrage Nur die Kochbe Zizihak wandeln unausbaltsam ihre Bahn, לעשות רצק קונם Man nehme meinetwegen da« letzte Wort auch in de« Sinne, daß die Käufer darnach verlangen: und ihr, Wünsche und ihren Wille» befriedigt sehen. In neuester Zeit wird diese« Institut auch durch di» k. k. Akademie der Wissenschaften zu Wien unterstützt, wofür der Her, Herausgeber in einem Vorworte diese- Hefte« tankt. Diesem Vorworte gehen einige Epigramme von M. Weissmann voran«. Nro 4 iß: לכילדות העבריות וכר בהחיותם wohl nur rin Druckfehler? — Warum schreibt aber Herr W. Nro 6 שמואל הרועה? um mit ,תוער korrekt zu reimen? — Aber in demselben Michlam wird הרועים mit הרואים gereimt? So bältr Samuel der Stber seinen ehrlichen Namen bcbalte», und dennoch mit ,תוער gereimt werten können. Der Herr Herausgeber ist al- Dichter nur z» bekannt, als daß mau über dessen deutsche und hebräische Gedichte S. 4—7 etwa« zu sagen nöthig bätte. Der unermüdliche H. De. Jellinek veröffentlich znm ersten mal eine Arbeit von Jsak den Abraham Latis auder Münchner Bibliothek Nro 33. lieber die Arbeit läßt sich noch nichtsagen, da die Fortfetznng erst folgen wird. S. 7 Zeile 12 von oben glaube ich שלמתי נ0שי in שמתי zu tiiicndirc», was H. I-, ter so vieles in diesem Schriftstücke cmendirt, überleben zu habe» scheint. S. 14. Ercgcse über den ersten Abschnitt im Traciat Aboih aus dem Machsor Vitri von Luzzato. Die Abhandlung wird in den Kreisen der denksaulen Stabilität mit Wohlgefallen anfgenomme» werden. Auch fehlt darin rie Zunzische Bemerkung nicht, daß auch die Propheten und die Hagiographen קבלה genannt werden. Alle« übrige ist auf dem heutigen Standpunkte selbst der wisscnichafilichcn Orlhodorie keine Wahrheit mehr. Daß da- Targum z. B. nicht Mose von Gott überliefert wart. hat Hirsch Chajn« i« א״ב besprochen. S. 20. werden die Mittheilungen aus t-m Diva» des KaräerS Moses Dari fortgesetzt. Hervorzuheben find ferner die Mittheilungen des fleißigen und gelehrte» H. L. Eisler. Derselbe gibt eine Kritik über da- 27 Hef, der כ״י, und erwähnt dabei lobend da« Schreiben des H. Reisniau» über da- Targnm zu den Sprüchwörtern. Wir haben in unscriu Referate B. Eh. Nro 10. absichtlich diese Reism. Arbeit nicht berührt; da sic aber in dem 28. Hefte mehrmals empfohlen wird, so können wir. um »>1S zu legitimiren, tem Leser nicht vorenthalten, daß ter H. Reism. sich ganz und gar, mit Ausnahme de« Be« weise« von der Verachtung de- ReichthumS. mit Eichhorn zusammen getroffen. Man sehe Eichhorns Einlciiiinz S. 430—435. H. E. macht ferner einige treffliche verschiedenartige Bemerkungen. Mit dessen Erklärung Sota 35, uns nicht einverstanLeu erklärend» glauben wir da« אל תקרא nicht im vulgären Sinne zu nehmen, sondern geistig auszu« fassen, nähmlich ״du kannst diesen Gedanken nicht ohne Hilft «neS andern fassen." Auf diesen Umstand wird schon im Buche הכתב והקבלה Absch. 10 aufmerksam gemacht, Beweis: Es heißt ושמרתם את המצות lies nicht Mazot sondern Mizwct, da aber auch die Mazol sorgfältig beobachtet werten müssen. so folgt bierau«, daß der Sin» »ich! liicrär sondern geistig aufzusaffen sei. Die Mazot sollen mit Sorgfalt, wie alle Mizwol behandelt werden. Auf Sota 35. äugewendet, meint die Hagada. du kannst nicht sagen . der Feind werde un« überwältigen, wenn du nicht glaubst, daß der Feind auch stärker sei, alder Israel schützende כביכוע• ') — Wa« di, 2. Bemerkung über Aruch Art. יהף betrifft, so ist daselbst wohl nur ein Druckfehler oder ein Ispsus calaiui, statt רגליו ist nämlich רגליה zu sehen. Bezüg« lich ter andern gediegenen Bemerkungen unser« geschätzten Collegea uud Freundes verweise» wir den Leser auf da« Heft selbst — H. Dr. Igel gibt eine plausible Erklärung ter mystenösen Stelle in Derachot 81. H- Dr, Unger gibt eia Ercgese über Gen. 20, IS. Diese Bibrlstrlle hat nicht so viel Buchstaben al« sie Deutungen uud Erklärungen hat. Da« Einfachste wurde unser« Bedünken» außer Acht gelassen. Wir setzen