Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 12 (18.3.1863)
- Date
- 1863-03-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2542917-2542918-2542931--3025-2546866- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
105 196 Epoche iu der Geschichte jener vielbewegten Zeit: tu der Wochenprofezeiung Daniels wird demselben ein eigener AaSspruch gewidmet'*). Der Waffenstillstand fiel ia daS erste Jahr Johann Hyrkan'S (130), also in die Zeit, wo die saduzälsch-farlsälsche Gährung ihren Anfang nahm. Die Chaßibaer nnd Asketen gaben bei der Festivität den Ton an. ES kann mithin nicht auffallen, daß eS mit der sabbathlichea Stille viel strenger genommen wurde, als bei dem älteru TempelkultuS. In dem Kreise der Essener hat die Sabbathstrenge daS äußerste Ertrem erreicht 25). Dieser EnnvicklungSgang liegt so klar vor Augen, daß er jedem einlcuchten muß, der einigen geschichtlichen Sinn besitzt, und für die pilpulistische Distinktion der Thoßafisten'°) nicht eingenommen ist, auf welche sich vor nicht langer Zeit ein junger Rabbiner in dem ehemaligen NabbinatSsprengel ChorinS berief, um den nur beschränkten Gebrauch der in seiner Gemeinde be, reitS bestehenden Orgel zu motiviren. Einen viel gecigneiern AiihallSpniikt könnten die Mufikfeinde in der karaitischen Satzung finden, welche die Handhabung musikalischer Instrumente im Widerspruche mit dem Thalmud für eine wirk« liche den Sabbath entweihende Arbeit erklärt47). Fortsctzung folgt. Anmerkungen ') Xoßaf. Beza 30, :1. Schlgw. נ .חנן) R. Mardechai fügt aber daselbst (<2al'b. 230) hin;», daß fccr P1j!»t dtS AbendgcbeteS wegblribi, wrnn dir Festtag nnt einem Sabbalhe zusanimriifällt. damit das Nrigeo drS Dochtes beim Lese» des Piijnt verhütet werke. Gborin führt letztere Bestiininung jedoch nicht aiis de!» Mark.. sondern ans tcn, O. Eb. 275 .111, »in dir Beweiskraft der zitirtcn Stelle nicht zu schwäche», f laschda; 2. 107. Ielrd Srkniiim hebr. Tki. S. 2. 3. *) S. B. Pban. 4, 38. Sin in. 13. vrgl. auch oben S. 5>7 iind Ehatham Loser, Tbcil. 15h. j Mifchp. 172. ') S. oben S. 57. °) S. vor. Jahrg. S 30. Slnm. 21. ך Kolbo Nr. 11. י) Merlwürd. 0. B. 34 Kap. S. 285. י) Sulla 5, ׳ 1. S. E'eigcr Lescb. Nr. 11. '") Ier. Beza 5. 2.| כל משמיעי קזל אסורי׳ בשבח• ") Das. ") Flott oder Pfeife - ליל,-. Sabb 23. 4. Kethub.! 4. 2. B. Mez. 0. 1. Nach Slrach. 10, b. ist אבוב mit tiefem Instro- 1 mente identisch. Dieses Instrument war in ker thalinurifchen Zeit zu-! meist verbreitet; es rrpräseutirt im Lprachgebrauche die eklere Musik j überhaupt! ״DaS Flötcnspiel ist dem Vornebinen angenehm, der Weber > bvrt'S nicht an (Ioma 20,b)", wo Rafchi aus Ehalil das Arrbuiu הלל bildet. Zur Erläuterung des ״Weber" vrrwcist Dukes mit Recht auf Sota 43. a. Biel seltener wurde das Saiteniiistriimcnt Nebel (נבל) gebraucht, Kelim 15. 6 scheint au« der Zeit des Tempels!0 stamme«, ba daselbst von dem ״Nebel der Leviten" dir Rede ist. '*) Dir hieber ^'hörigen Erläuterungen folgen an einem ander» Ort,. ") Slscheri ,n Äflim 15, 4. S. D. Ehan. 4. 26. Oben S. 57. Buch der Fromme». 251. Landaus Slruch L, 077. Anm. ") Angeführt aus dem Eommen« tare;u d. Spr. Sat.'« von Ielliuek im B. Ehan. 4. 64. '•) Nefaz. 3tbuba 1. Pred יי) Manustein. Geschichte S. 72. ") Schilte Ha-Sib» borim Kay. 4.: ראוי הוא להאמין שהיו ללויים ססרים רבים י׳ המלמדים כל מיני הנבונים בבלים ונם כל מיני השיר) Keg- יייא Flamen Traditioniu XVI. יי) Ehawwoth Zair Nr. 205. יי) S. oben Anm. 10. ") Jos. Alterth. 13. 8. 2. יי) B. Ehan. 3. 110-121. ") Io,. de bello jud. 2. 8. v. Löw. Eint, ,um Ieled Setuniw S. 18. Anm. 41 ") Sukka 50. &. Schlgw. ׳שאינו ’*) Eschkol Ha-Kofrr vif-». 14s. vl. 54. d: ולא יבשר העברה הקיעה ביום השבה בי הוא הלול ליום השבה. womit ossenbar dem ihalmndische» הבמה ואינה מלאכה fNofch Ha-Schana 27. d) widersprochen «erde» soll. .Briefe zur LharakteristiL der Zeit und der Zeitgenossen.*) L Beer an den Redakteur des Den Ghananja. Dresden. 4. Mai 185V. Sr. Hochwürden Herrn Oberrabbiner 8. Löw. io Szegedto. Hochgeehrter Herr Oberrabbiner! Mhrere Umstände verzögerten meine Erwiderung Ihre» geehrten Schreibens vom 3. v. M. Inzwischen werden Sie wohl ein Crcmplar meines ״Leben Abrahams״, das ich Ihnen Pr. Kreuzband zusandte, erhaltea baden WaS Ihre Anfrage in Bezug auf die sieben freien Künste be. trifft, welche Mose Nicti im Mitdafch Mcat S. 11 i» anderer Weise aufzählt, als diesonst im Mittelalter geschah, so ist dies beim ersten Blicke allerdings sehr auffallend. Nieti scheint jedoch dem Abu-Nazr» Alsarabi gefolgt zu sein, (der auch in der Neberschrift genannt ist), wet-! cher eine andere Eintheilung gab. Die betreffende Schrift Alsarabis, ן die io lateinischer Ilcberfctznng unter dem Titel ״de 8cicnt״s“ eristirev j soll, besitze ich nicht; allein a»S dem Referate MniilS im Oiet. de»! Science» philoaophiqtics Art Farabi (mit einigen Abhandlungen wieder! abgetruckt, in der soeben erschienene» zweiten Abtheilung der Melange« | philosuphiques) ersehe ich, daß Alsarabi die Wissenschaften (הכמוה) in fünf Elassen!heilte, als: Sprachwissenschaft (רקרוק הלשון). Logik! (הביון).matlicmatischc Wissenschaft(למוריוה). Naturwissenschaft((םכעיוה ן nnd bürgerliche Wissenschaft, wozu auch Eihit (מהוה) gehört. Alfaradi bemüht sich, alle Künste und Wissenschasten unter diese!)!nbrikcn zu ' vcrtheiitii. Es scheint also, daß Riet! diesem folgte, u. die hrtkömmlicht Zahl der sieben freien Künste damit komponirte **). Heutr erhielt ich das Maihest Ihres schätzbaren Be» Chananja. In Bezug auf die von Ibnco S. 109 erwähnte Sage über die Geburt de- Amora Samuel bemerke ich. daß in den neuerlich rdirten .שערי השובר jene Erzäh» tunz ohne Anstrich des Wunderbaren mitgetbeilt wird. worauf ich de» reitim v. I. in meiner Anzeige dtrscs Weites (Frankels Monatschrift 1858. S. 265) aufmerksam gemacht habe. Es würde mir sehr angenehm fein, wenn Sie mein ״Leben Abra» Ham«" ln Ihrer Monalschrift ringänglich besprechen wolltea. Ueber deo getroffenen ErzählnngSton sind mir von mehreren konipeteuten Sei en sebr anerkennende Mittheilungen zugegangen. Es ist. wir ich glaube, der erste Bcrsuch, die Sagen wtssenschaftlich zu behandeln. Ihren schätz» baren Ansichten über Manches in den Anmerkungen sehe ich mit Der» gnügeo entgegen nnd werde ich e» nach Dcfinkeo bei fortgesetzter Arbeit , berücksichtigen. I וארון השלום יסיר קול תרועה מלחמה מקרב הארץ ואל ישמע יעוד סרץ ויברך זהותנו וכל יש0י1ל וכל *אוהבי מרע והכמה י בשלוה ושלום! Mit der vorzüglichsten Hochachtoog Ihr Sie sehr schätzender |_ De. V. B rer. •) Wir erlauben uu«. nuferen Freund,» die Dereichernng dieser Nubrit zu empfehlen. Briefe Lebender können nur nach ringrholter schriftlicher Ertaubniß derselben ausgenommen werden. Die Eintendüng der Briese, dereu Mittheilnng wtr uns nicht iu Abschrift, souderu im Originale erbitten. — kann uufraukir» geschehen. Nach der Brr» öffeutlichung geschieht die Rücksendung franko. Red. ") Bergt. Deo Ehaoanja 4. 64. 328. ftefc.