Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 11 (11.3.1863)
- Date
- 1863-03-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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183 184 oder unirr drm Namen rinr« frrmdrn Gelehrteu vor; blo< in Palä« i stina. wo Aguila srinr Uebersetzung zu Stande gebracht, war nebst der , Uebersetzung auch der Name de« Derf».ts»r« bekannt. Wenn Philo (de vita Mos.) Josephu« und de Roffi (Moor Enaim c. 5) von den Verfassern der Septuaginta behaupten, daß fie ihre lieber«; Atzung nicht nach dem hebräischen Original, sondern nach einer chal« j pLlschen Derfion verfertigten, so läßt sich aumehr al« einer Stelle j der Dewei« führen, daß Aguila unmittelbar ander Quelle selbst ge« | schöpf,. Als Beispiel diene: שדי י, die Erklärung dieses Worte« machet ' allrn alten Eommentatcren viele Sorge. Der babilonische Thalmud (Ilagiga p 12, a.) nimmt al- Grundwort די an; nach ihm führt Gott al- Schöpfer Liesen Beinamen, weil er Lee entstehenden Welt Stillstand gebot und sie in ihrer Ausdehnung beschränkte. Abgesehen aber, daß dieser göttliche Name in der Schöpfungsgeschichte, wohin er eigentlich gehört, gar nicht rorkomui» : so erhebet Jben-E-ra (II. M. 0, 3) gegen tiefe Erklärung noch einen andern Einwurf, nämlich wie denn Gott diese-! «fpilheton beiznlegen ist. weil da- Weltall in seiner Ausdehnung beschränkt worden? Er stimmt daher der Srllärnng de» R. Samuel Hanagid bei. I der als Grundwort שדד ‘ mächtig annimmt und es auch so im Ara«! bischen "אלקהאר" übersetzt. Nun bringt schon der Midrasch (Ilreachitb rabb. e. 4G) beide Erklärungen im Namen teS Aguila. al>>n«»r-»1ächtig;?«,-ovo-hinrei« cheudallein Aguila bezieht das Letztere nicht, wie der Thalmud aus die Schöpfung, sondern ans den Schöpfer, שדי bedeutet: ein sich selbst! genügende«, für sich allein hinreichende- Wese». Wir sehen, daß Aguila ן nicht bloS ein polemischer und dogmatischer, sondern auch ein silosofi- | scher llebersetzer war. Aguila- Uebersetzung scheint also nach Babylon wohl gedrungen, aber nicht recht ausgefaßt worden zu sein. Keine geringere Verlegenheit scheint da« Wort יובל (III. AL 25, 10) den allen Erklärer» verursacht zu haben. Der babilonische Ibalmnd (ltoach liastli. p. 20, a.) bringt hierüber Folgende-: R. Akiba lagt: alich in Arabien reiste, hörte ich, daß inan eine» Widder Zobel »innir. Weil man also die Heiligkeit defünfzigsten Jahreniit dem vorne diese- ThiereS verkündete. wurde eS »ach dieser Ansicht de- R. '>1l,ba ״Jubeljahr" geheißen. Damit stimmt auch der Ehaldäer überein, nr die Stelle (Josna 0. 5) niit ק(~ן ד״רכר־א giebt. Bechart (Ilioruxoie>,n I.?. e. 43 p 425) stellt es in Abrede, daß ein Widder in, Arab'sche» ״Jobel" heißt. Joseph. (Ant. I. 3, c. 10) versichert, daß dieses Wort im Hebräischen ״Freiheit" bedeutet und übersetzt es; «Lei-Se^er«; allein wir wissen, wie weit die hebräische Sprachkcnulniß bei Joseph, gegangen, und wolle» hier bloS ein Beispiel zilircn, so giebt er an (Ant. I. 5 c. 13), daß der Name שמשון im Hebräische» ״stark" de« deutet, da doch Jedermann weiß, daß dieser Name von 1ו«30>«שמש« abstainmet. Aguila jedoch giebt obige- Wort mil Entlassung, weil da der Sklave frei entlasse» wurde (Jes. 18. 7. 53, 7-י1בל־) Auch Ohilo (de Decalogo) nimmt es in diesem Sinne und übersetzt e« ,>.r,,«,.r-1er-,e«o-Wiedtrhersttlll»1g, weil sowohl Sklaven als Grundstücke :» ihren frühem Zustand zurückgesetzt worden sind; damit stimmt auch Jben-E-ra eia. Die Bedeutung vieler Wörter würde uns verloren gegangen sein, wenn nicht der jerusalemitische Thalmud dieselbe aus Aguila« lieber« setzung ausbewahrt hätte. Da- Wort נבר •ח lDanitl 5,5) kömmt zwar in der Mischna (dowa p. 37, a) vor. daß nämlich dir Königin Helen, ein solche- Gesaß au« Gold zum Gebrauche im Tempel verfertigen ließ, ohne jedoch, daß der Thalmud irgend eine Erklärung über die Beschaffenheit diese« Gesäße« angiebt, hingegen bringt der jerusalemitische Thalmud (doma o. III. p. 41, a) daß Aguila diese« Wort mir l»/,7rc,(>-Leuchter übersetzt. * רקם diese« Won erklärt der babilonische Thalmud (dowa p. 72. b) mit ״?".!שר. מהםNadelwerk" und unterscheidet r« von מעשה חושב dadurch, daß erste«« doppeltfigurig war. während bei letztem die Figur gleichseitig (סרצוף אחד) »schien. Hingegen bringt der Midrasch (Rahba zu Klaget. Schir-haschir zu 4, 12) daß Aguila רקם durch ^!,-,evs-Flechtwerk übersetzt. * שפחה נהרסח (III. M. 19, 20). Der babilonische Thalmud (Krithoth p. 11, a) erklärt e« durch שפרה בעולה und weiset dabei auf da« (II. 8am. 17, 9) vorkommrndr הריסות hin. Dieselbe Erklärung nebst angeführter Beweisstelle bringt im jerusalemitische» Thalmud (Kiduachin c. 1, p. 59, a) R Akiba im Namen de« Aguila. Es scheint, al« ob Aguila einen erklärenden Eommentar seiner Ilebersetzung beigesügt hätte, wovon jedoch außer dieser Stelle keine Spur zurückgeblieben. חור י (Kat, 1, 6). Der babilonische Thalmud (Mcgilla p. 12,a) erkärt e« durch מלת לבנה. Kleidungsstoffe »0,1׳ weißer Farbe. Im Midrasch (Rabba zur Stelle) heißt e«, wie folgt: •היר חרנם עקלס איירנן אמר ר״י בגדים שב״ח לובשין א\וץ Es scheint dasselbe zn sein, was im Thalmud (Sabbat p. 114, a) unter dem Ausdrucke אלוירן הבאי{ ילמר־״ו vorkömmt. Was bedeutet aber diesegriechische Wort? In Betreff der ersten Frage äußert Burtors: vor gracra cst aed quod signifioit non liquet. Versuchen wir. eine Er« kiarunz hierüber zu geben. Es war bei den Sgyptern nach einer Mit» theilung de- Hercd. (I. 2, c. 30, 81) wie auch bei den alten Griechen nach einer Aussage Homer- (0«I)׳aao) G» brauch vornehmer Leute, weiß« gekleidet zu gehe». Diese Farbe zeigte de»!)lang und die Stellung im geicllschastlichcn Leben an, wie z. B. für Nichter und Priester; je vornehmer die Stellung, desto ausschließlicher wurde die weiße Farbe als Aniislracht gebraucht, weshalb auch die anschnlichstcu Männer der Stadt (Oplinialc») die ״Weißgekleideten" hießen. Diese Sitte scheint auch bei den alte» Hebräer» im Gebrauche gewesen zu sein (Kohcl l>. 8); auch Daniel (7, 9) schildert die Erscheinung de- Nnendlichen, daß seine Kleidung weiß wie der Schnee war. Da da« Wort חור im Hebräische» ״weiß" bedeutet (Jes. 29. 22). so ist es erklärlich, warum auch hier die Aelteste» und Voruehinsteii חלרים hießen. (I. König 21. 8. 11. Je,'. 34. 12. Jer. 27. 9. Reh. 2. 10). Ebenso erklärt auch der Thalmud (Sabbat p. 85. a) die Stelle I. M. 30, 20 mit }בני הודי- FrciheilSinänuer, wie schon der Midrasch (ltabba zu I. M. 14, G) da« חורי mit dem griechischen AttSdeuckc ׳ אלותרי d"״-,(.». frei bezeichnet. Ich glaube daher, daß es auch in obige» beide» Stellen (Midi־, zu Est, Sabbat p. 114) }1»<0,10-1«8-אלותר« heißen soll. תכלת dieselbe Midraschstellc bringt für dieses Wort }תייני. Aguila übersetz, e« «<»»>S«1׳nor violett veilchenblau, es soll daher ינתיק heißen. תחש. der babilonische Thalmud (Sabbat p. 28, b) erklärt e« für den Namen eines blo« z» Mose« Zeit vorhanden gewesenen Thiere«. Aguila übersetzt es ,l».«S>,-o-Hyazi11t, wa« die Farbe de« Stoffe« anzeigt, damit stimmt auch der jerusalemitische Thalmud überein. Diese beiden WorlSerklärungen find aber nicht« andere«, al« die oben angege» benru: Hirßirot; vitKiv&oc. Eine andere Eigenthümlichkeit de« Aguila besteht darin, daß er gerne hebräische Wörter au« dem Griechischen ableitet und wo die Aehnlichkeit des Worte« e« znläßt. da« eine durch da« andere giebt. Hier zwei Beispiele: » Schon der babilonische Thalmud <8»ca p. 35, a) erklärt da« ־111) עץ הדר M. 23,40) mit dem griechischen i-ck-ax. Wafferbaum. Diese Erklärung wird da im Namen Le« ben-Asai angeführt; hingegen der jerusalemitische Thalmud (8uea c. III. p. 53, c) zitirt den wahren Berfaffer, Aguila. Ebenso wird vou Aguila das Wort ליש (dob 9, 11) mit de« ganz ähnlichen Ke gegeben, waeine dichterische Form für!!»>»׳. Wenn