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Ben Chananja · 1863-02-24 · 9 (24.2.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
9 (24.2.1863)
Date
1863-02-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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140 150 Sehr natürlich! Der Gesang der alten Cbazanim vad ihrer Eehilfen war und ist figurirt; hier sind also für den moder- «es Chorgesang, welcher nicht mit Choralgesang koofundirt rrerten darf, Anknüpfungspunkte vorhanden, welche dem Chsrale gänzlich abgedea. Selbst an den Chorgesang gewöhnt sich eine Gemeinde desto leichter, je geeigneter der Vorsänger ist, sie durch seine Bravour, namentlich dnrch Passagen, Rouladen und Triller;n entzücken. Für die festen, trrch daS Mark deS Gedankens genährten musikalischen Ge- «alten deS Chorals gibt eö in den jüdischen Gemeinden NagrrnS noch kein Publikum, wob! aber für den sigurinea Gesang, der in süßen uud schmelzeuden Windungen sich dem Gemüthe cinznschmeicheln versteht. Dieses Verhaltniß trat, wie in anderen Gemeinden, so aich in der Araber Gemeinte hervor, wo trotz der ringerührten Orgelbegleitunz die Gc-augSweise der anderen neuen Tempel bcidehalten, «ad aus die musikalische Tüchtigkeit deS Vorsängers Gewicht gelegt wird, wiewobi der Gottesdienst LrsangS (18 ll») von einem Lehrer mit Hilfe der Schul- :igeot geleitet wurde. Ueber die ersten Modifikationen der bestehenden Liturge schreibt Chvriu am 23. Feder 1839: ״Um meine Gemeinte aus die Abkürzung des Gottesdienstes vorz-abereiten, >abe ich Folgendes siaruirl: 1. An Werkctagen wird mit Baruch Scheamar begonnen, um die Gewcrbsleute nicht übermäßig in ihrer Arbeit zu üören; ich habe den Indiviizsn cmpscdlen, die weggelaffeneu Gebete zu Hause zu beten; 2. Freitag Abend wird Bameh Madlikin weggclanea: Moim: Wenn der Rünrag deS SabbalbcS auf einen Festtag »älll. wird Bamch Madlikin nicht rcziiin. weil man, wie Jakob b. Ascher bemerkt, nicht fragen kann: habet ihr > den Zehent entrichte,? da diese Cntrichinng an einem Festz rage nicht geschehen ta:s(O. (5da». 270). AuS gleichem Grunde darf der fragliche M.-chna-Adschuitt auch nicht, wie in un- ^-reu Synagogen geschieht, «ach dem Abendgebete gesagt werden, indem mau nicht beseblen darf: ,Zündet die Lampe an!" 3. Auch beide Jekum Pvrkan bleiben weg: der erste :4 unpafieud, indem wir nirgend, weder in Babel noch ankerSwo, den in dem Gebetstücke genannten Resch Galutha besitzen; der zweite Jekum Psrkan ist seinem Inhalte nach 21 dem daraufsolgenten Mi Scheberach eutbalten. Diese Schritte sind zwar an sich unr Kleinigkeiten; nur io so ferne find sie bemrrkenSwerth, alS man sich an Abkürzungen gewöhnt, und krine Todsünde mehr darin erblickt." Unterm 11. Mai 18-11 schreibt er demselben Freunde: ״Auf Ansuchea mehrerer Handwerker, welche Montag und Donnerstag dem Morgengotlködienste beiwohnen wolle«, denselben aber abgekürzt wünschen, habe ich taS lange Wehn Rachum auf den ersten rnd letzten Absatz reknzirt." Charakteristisch für die Juten- Konen ChorinS ist teffra briefliche Aenperung vom Jahre 1842: ,Ich habe über Synagogeoordnung «sd Gebete »ad zwar über die WerketagS Gebete eine Drochüre geschamebe«, die ich vielleicht unter dem Titel ,Schaare Zedek" herLnSgeden werde. Für Sabbate und Festtage habe ich nichts beigefügt, weil ich hoffe, eS dahin zu bringe», baß der Hamburger CultuS eiaqcführt wirb, waaber Zeit braucht, weil unS die Gebete n»d GesamFmcher fehlen. Forl^pung fotzt. Änmerkuagea. י) tSine indieetie Steuer trr unajeuche» Imea sollte mach Iggereth Oiaffaf S. W ,a icIqniDta Jmdfu vcnreuln rorrtra: JL Zur Besoldung tti (!ousisto.tilm«. d.st.heud Ja« einea» ,fljjffi, jtmii geiftlitbrii uaC zwei w.ttlicheu Aff-tsoreu unk eiu.m Lrkretäe. II. icke« rtchlung und liehaliung einer crt f inlufc.n HanprrLnte — uaUJ» ft arm briiiuiinlro Zeileauiue — und riur« muulti tr« 4>1:u.it1ioriutn« g>nprüs«r» an!.11rtrllrntru!»abbtuee« unt öjf.iitlidjtn j'i^nitlrtcdr«. Drr Mu'chraach. daß sich dir Gemeiuke eigeusiuiiig — nur ju cfi unfiitaij — riara!)fatbiucr traiilt, muß ju« trui Wege g«! äuiut irrrtr^m. III. 3■«־ Kater» stüßnug armer Kiutee. dir sich zur nü^Uiien Ihärr^eit. besoulranzum Ackerbau wtduirn. IV. Prämie» für Jene. dir sich in wiffeuscharnliche« Krauiiuffru otrr iu k«a bllkcudeu Künsten vorzügtcch au«zeichaL».E 0 Gotteöd. B.-etr. -Wien, Gerold. 1834. '&vr. S. IV. .k e p t i k. Bon ificftffcr Samuel David Lirz za ttv. Ia drr 3. 'Kummer Lr« ,.B. .*׳ im Lnckel tr« De. Weil In'r ich iZolgeudr«: .Liitzalto glaubte btrrmit eknra:- Neue« za sagen, ohne ,11 atunii, daß tir Priorität snurr Auffaffung Irr mstildlichwa Lehre rigeuilich 45herin gebühre ״ - Allein ,wilchra nrnnen uad >^hcriu« Worlra liegt eine große Diffeeeiij; denn währen: <5horia Ceai Orunfr der müntlidnn U.brrlirsrrung dann ,u erblicken glaubt, das f» de» Geledrieu irtrr CMrnrraliou uubrnouimra bleibe, .CN״troa11,ra anti Ofrfrr7an,rn* ,u umgebra. gehe ich (K. (?dem. 3. 6'x.i noch w ermn-. uad behaupte, daß durch die mündliche Uebrrliefeeniig Lea «päternr «Gerede«- lehrero da« Recht eiugeräumt wurde. nach ZeilbedLrsuiß seldch ar. Ha» lachcih ,u eüllelu (?,״(ילרקרזרי wir ich auch uirint Meinung aftme 9tä(t» halt kuud gegeben habe (ibid 3■ 67): trenn (Sborti gan, ttncirtr■ A,» sicht wäre, warum sinket er trinen Stnüe-ß daran. laß uuS Mairmruidr« adgelchlcjsene Halachoih übergab, und dadurch Be* WeiaamHlversch lrdru heit im Ihalmud in Beegeffenheit ,» hringeu sirchn,? — Wenn wtr übrigen« am de« Pticeitälseechle« will-L in die Südraake» treten sollten, so verzichte ich aus diese« Recht, geltr es aber ttüchr Eho» rin. lcoteen dem rechimäßigen tiigentdümer zurück: dielee >ü 6L. M ot> dechai Gu mpl Schnöder. 3" seinem Werke .Maamao Hathoea Wehachochmah" ZLonkco 1771) sagt er: ,Dir tZMärung der dublische, Gebote jedoch. sowie tir Art und We,׳e ihrer Anlksühenng aranXf ihm (Mose) mündlich üderlieseet.- Hierauf füde« er dte krsachea difür Ir»- dilioo au, wobei er sich auf Blaimcntde» bernni: vieler Lpßert sich!Moreh KI. 41) folgendermaßen: ,Da uämlich Bie erhaben» lKrttheit wußte, daß die Geiehr dieser Lehre za alleo geile», an jeden» Orte »»« unter trm mauuigfaliiaru Äechsrl der (iieiguisie woibweukig sirta »erden. and darum unter Umständen e« znt tcheiue, töunie. x, einige, Gesetzea etwa« hinznzufügea, und am ander» aaa* ,a mmJXcra, f»

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